Cosma Shiva Hagen

deutsche Schauspielerin

Cosma Shiva Hagen (* 17. Mai 1981 in Los Angeles) ist eine deutsch-US-amerikanische[1] Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Cosma Shiva Hagen (2012)

LebenBearbeiten

Cosma Shiva Hagen ist die Tochter des Musikers Ferdinand Karmelk († 1988) und der Sängerin Nina Hagen.[2] Sie ist Enkelin der Schauspielerin Eva-Maria Hagen und des Drehbuchautors Hans Oliva-Hagen. Ihr zeitweiliger Ziehvater war der Liedermacher Wolf Biermann. Ihre Vornamen wurden von ihrer Mutter gewählt. Cosma (= Kosmos) geht auf ein angebliches UFO-Erlebnis während Nina Hagens Schwangerschaft zurück und Shiva ist eine Reminiszenz an die gleichnamige indische Gottheit. 1994 bescheinigte ein Gericht, dass „Cosma Shiva“ als weiblicher Vorname eintragungsfähig ist.

Hagen verbrachte einen großen Teil ihrer Kindheit im Bandbus während der Tourneen ihrer Mutter.[2] Sie beendete ihre Schulausbildung mit dem Hauptschulabschluss. 1996 erhielt sie in dem Fernsehfilm Crash Kids ihre erste Rolle. Einem breiten Publikum bekannt wurde sie mit dem Erfolgsfilm Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit von 1998.[2]

2003 ließ sie sich von Jim Rakete für das Männer-Magazin Playboy ablichten. Nachdem sie bereits als Sprecherin der Hauptrolle im Disney-Film Mulan Synchronisationserfahrung gesammelt hatte, lieh sie 2007 der Lichtelfe Luna in dem Computerspiel Legend: Hand of God Stimme und Aussehen. Neben ihrer Theater-, Film- und Synchronarbeit spricht Hagen auch in Hörspielen.

Hagen lebte in London, Berlin, Hamburg, Paris, auf Ibiza und in Lüneburg.[2] 2020 zog sie in ein Tiny House in der Nähe von Hamburg.[3]

Soziales EngagementBearbeiten

Hagen reiste 2003 für das UN-Flüchtlingswerk UNHCR nach Sierra Leone (Westafrika) zur Förderung von Schulen für ehemalige Kindersoldaten. Der gleichzeitige Spendenaufruf auf dem Sender RTL erbrachte vier Millionen Euro Erlös. Sie engagiert sich außerdem für die Tierschutzorganisation PETA.[4] Als öffentliche Unterstützerin von Fairtrade wirkte sie 2008 in einem Film mit und war 2012 bei der Verleihung der Fairtrade-Awards dabei.[5]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Synchronrollen (Auswahl) Soweit nicht anders vermerkt, jeweils die deutsche Fassung.

Theater (Auswahl)Bearbeiten

MusikBearbeiten

  • ca. 2001: Diverse Musik-Events unter dem Label Galaxina, u. a. Goa-Partys
  • 2002: Rilke Projekt… in meinem wilden Herzen, Titel: Lieben
  • 2017: The Döftels feat. Cosma Shiva Hagen – Tanzen[7][8]

SonstigesBearbeiten

  • 2010: Model für den Dessous- und Wäschehersteller Mey[9]
  • 2010: Model für das Textillabel Mexx
  • 2009–2014: sichtbar in Hamburg – Geschäftsführerin und künstlerische Programmgestaltung[10]

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 158 ff.

WeblinksBearbeiten

Commons: Cosma Shiva Hagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Interview: Cosma Shiva Hagen aus dem Jahr 2015 auf fabulousricci.com. Abgerufen am 11. Januar 2017.
  2. a b c d Starporträt Cosma Shiva Hagen. Gala, abgerufen am 9. April 2021
  3. Cosma Shiva Hagen ist in ein Tiny House gezogen. B.Z., 31. März 2021
  4. Profil von Cosma Shiva Hagen. ORF, abgerufen am 8. April 2021
  5. Fairtrade-Awards würdigen vorbildliches Engagement. presseportal.de, abgerufen am 13. Juli 2013
  6. Cosma Shiva Hagen mit „Sternstunden“ in der Comödie Dresden. Dresdner Neueste Nachrichten vom 3. März 2020, abgerufen am 21. Juni 2020
  7. The Döftels: The Döftels feat. Cosma Shiva Hagen – Tanzen. 1. September 2017, abgerufen am 19. April 2019.
  8. Christina Olenberger: The Döftels: Cosma Shiva Hagen singt auf neuer Single „Tanzen“ der Band aus Worms mit. In: Wormser Zeitung. 23. September 2017, abgerufen am 19. April 2019.
  9. Cosma Shiva Hagen lässt für Mey die Hüllen fallen In: Die Welt online am 9. Januar 2010, abgerufen am 9. Januar 2010
  10. Auf die Bühne statt hinter die Bar. In: Hamburger Abendblatt, 4. Dezember 2013.