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Playboy ist ein US-amerikanisches Männermagazin, das primär für erotische Fotografie bzw. Aktfotografie bekannt ist, sich in seinen Artikeln aber auch mit verschiedensten Lifestyle-Themen beschäftigt. Herausgeber der amerikanischen Ausgabe ist das Unternehmen Playboy Enterprises, das von Hugh Hefner gegründet und später von seiner Tochter Christie Hefner geleitet wurde. Es erscheint mittlerweile jeweils als Lizenzprodukt in der Landessprache und mit eigenen Themen in über 30 Ländern.

Playboy
Playboy-Logo
Beschreibung Männer- und Lifestylemagazin
Sprache deutsch (in D/A/CH) u. v. a. m.
Verlag Hubert Burda Media (Deutschland)
Erstausgabe 1. Dezember 1953 (USA)
1. August 1972 (D) 15. März 2012 (A)
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
((D:) IVW 3/2017)
(D:) 145.056 Exemplare
Verbreitete Auflage ((D:) IVW 3/2017) (D:) 148.071 Exemplare
Reichweite ((D:) MA I/2015) (D:) 1,07 Mio. Leser
Chefredakteur Florian Boitin
Herausgeber Playboy Deutschland Publishing GmbH
Geschäftsführer Andreas Mayer und Burkhard Graßmann
Weblink playboy.de
playboy.at
ISSN 0939-8546

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Playboy-Gründer Hugh Hefner mit zwei seiner Freundinnen (v. l. Kendra und Bridget) bei seiner Geburtstagsparty in München (2006)

Die erste Ausgabe erschien im Dezember 1953 in den Vereinigten Staaten und enthielt ein aufklappbares Blatt (Centerfold), auf dem Marilyn Monroe recht freizügig posierte, daneben eine Sherlock-Holmes-Geschichte, einen Artikel über die Dorsey-Brüder (Jimmy und Tommy) und einen Bericht über das Tisch-Design im modernen Büro. Von den 70.000 Exemplaren der Startauflage wurden 54.175 zum Preis von 0,50 US-Dollar verkauft.

Ursprünglich sollte die Zeitschrift Stag Party (etwa: „Junggesellen-Party“) heißen, was aus markenrechtlichen Gründen jedoch nicht möglich war. Ein Freund des Herausgebers Hugh Hefner schlug dann den Namen Playboy vor.

Zu seinem Höhepunkt im Jahr 1975 hatte das Magazin für „Alles, was Männern Spaß macht“ in den Vereinigten Staaten eine reguläre Auflage von 5,6 Millionen Exemplaren. Die Ausgabe vom November 1972 verkaufte sogar eine einmalige Auflage von 7 Millionen Heften.[1] Anfang der 1970er Jahre begann das Heft mit fremdsprachigen Ausgaben in europäischen Ländern, die ersten erschienen in Deutschland, Italien und Frankreich. Weitere internationale Ausgaben folgten. Der Playboy wird in insgesamt 32 Ländern (Stand: 1. Juli 2012) publiziert. Darunter sind neben den USA unter anderem Brasilien, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Mexiko, Niederlande, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien und Spanien. Für 2012 wurde die Weltauflage mit insgesamt 4,5 Millionen Exemplaren angegeben. Anfang 2015 wurden 800.000 Exemplare in den USA verkauft.[1]

 
Von Playboy gesponserter Porsche 997 GT3 Cup beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (2007)

Seit dem 3. April 2008 erscheint das Magazin auch auf den Philippinen. Gerade in Asien gibt es aufgrund der freizügigen Bilder erhebliche Proteste. So darf der Playboy in China und Malaysia nicht verkauft werden. Auch aufgrund der massiven Proteste in Indonesien werden in der philippinischen Variante deshalb keine völlig nackten Frauen abgebildet – ein Schwerpunkt wird auf eine hohe Textqualität gelegt.[2]

Dazu gibt es noch zahlreiche Special Editions, die vorwiegend in den USA erscheinen (z. B. Voluptuous Vixens, College Girls, Book of Lingerie).

Heute ist Playboy auch im Internet verbreitet, dort werden Artikel und sonstige multimediale Inhalte veröffentlicht. Es existiert ein Mitgliedschaftskonto, der sogenannte Cyberclub.

2015 entschied sich der Verlag online keine vollständige Nacktheit mehr zu zeigen. Diese Änderung gilt als Reaktion auf die Richtlinien von Unternehmen wie Facebook und Apple, die als Marketing- oder Vertriebswege wichtig sind und konservative Einstellungen zu Sexualität und Nacktheit haben. Der Verlag gibt an, dass er dadurch seine Reichweite auf 16 Millionen Unique Monthly Users vervierfacht habe, der Altersdurchschnitt sei von 47 Jahren auf 30 Jahre gefallen, womit die Nutzer für Werbetreibende eine deutlich wertvollere Zielgruppe geworden seien.[1] Im Oktober 2015 wurde bekannt, dass ab März 2016 auch im Heft keine völlig nackten Frauen mehr abgebildet werden. Laut Verlag sei Nacktheit im Internet überall frei verfügbar und kein Anreiz für den Kauf des Playboys mehr. Man wolle weiterhin schöne Frauen als Playmates durch prominente Fotografen abbilden lassen, sie wären aber in Zukunft jugendfrei und weniger aufwendig retuschiert.[1] Die Entscheidung wurde nach etwa einem Jahr als Fehler eingesehen und rückgängig gemacht; seit der Ausgabe März/April 2017 sind wieder Nacktaufnahmen im Playboy enthalten.[3]

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Das mittlerweile weltberühmte Logo, der stilisierte Hasenkopf mit Fliege, wurde vom Designer Art Paul 1953 für die zweite Ausgabe entworfen und war seitdem auf dem Cover jeder US-Ausgabe zu sehen.

Das Playboy-Bunny – das Logo des Magazins in verschiedenen Abwandlungen:

Playboy in DeutschlandBearbeiten

 
Model Jennifer (2011)

Die erste deutsche Ausgabe des Playboy erschien unter der Regie von Chefredakteur Raimund le Viseur am 1. August 1972. Zu diesem Zeitpunkt hatte die sogenannte „Sexwelle“ Deutschland erreicht.

Bis 2003 wurde die deutsche Ausgabe des Playboys durch die Bauer Verlagsgruppe publiziert. Danach übernahm Hubert Burda Media den Vertrieb und veränderte das Design des Magazins, um eine höhere Auflage zu erreichen. Seit 2006 erscheint die deutsche Ausgabe des Playboys in der Playboy Deutschland Publishing GmbH. Hauptanteilseigner an der Playboy Deutschland Publishing GmbH ist die Tomorrow Focus AG.

AuflageBearbeiten

Die Deutschland-Ausgabe hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 47,4 Prozent gesunken.[4] Sie beträgt gegenwärtig 145.056 Exemplare.[5] Das entspricht einem Rückgang von 130.699 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 27 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]

 


Playboy in ÖsterreichBearbeiten

Die erste österreichische Playboy-Ausgabe wurde am 15. März 2012 publiziert und ging mit einer Auflage von 60.000 Stück in den Verkauf. Vor Verkaufsbeginn dieser ersten österreichischen Fassung wurden monatlich ungefähr 15.000 Exemplare der deutschen Ausgabe in Österreich vertrieben.

Es handle sich bei der österreichischen Edition ausdrücklich nicht um eine regionale Version des deutschen Playboys. Es existiert ein eigenes, österreichisches Autorenteam, welches auf österreichische Themen setzt.[7]

Das erste Playmate war die zu diesem Zeitpunkt zwanzigjährige Grazerin Anna Repnik.[8]

Internationale Playboy-AusgabenBearbeiten

Vom Magazin Playboy gibt es aktuell 35 internationale Editionen. Das Erscheinen von neun Editionen wurde inzwischen eingestellt (Australien, Georgien, Hongkong, Indonesien, Japan, Norwegen, Schweden, Taiwan, Türkei). Jüngstes Mitglied in der Playboy-Gemeinde ist Israel. In Singapur wird ein Playboy-Magazin unter dem Namen VIP vertrieben. Es weist alle Merkmale der normalen Playboyhefte auf, z. B. gibt es ein Playmate des Monats.

Land Ausgabezeitraum
Argentinien  Argentinien 1985 (JUN) – 1995 (DEZ), 2005 (DEZ) – heute
Australien  Australien 1979 (FEB) – 2000 (JAN)
Brasilien  Brasilien 1975 (AUG) – heute
Bulgarien  Bulgarien 2002 (APR) – heute
Deutschland  Deutschland 1972 (AUG) – heute
Estland  Estland 2007 (OKT) – heute
Frankreich  Frankreich 1973 (NOV) – 1988 (APR), 1991 (SEP) – heute
Georgien  Georgien 2007 (JUL) – 2008 (APR)
Griechenland  Griechenland 1985 (APR) – heute
Hongkong  Hongkong 1986 (AUG) – 1993 (OKT)
Indonesien  Indonesien 2006 (APR) – 2007 (JUN), 2008 (SEP)
Israel  Israel 2013 (MRZ) – heute
Italien  Italien 1972 (NOV) – 2003 (DEZ), 2009 (JAN) – heute
Japan  Japan 1975 (JUL) – 2009 (JAN)
Kolumbien  Kolumbien 2008 (MRZ) – heute
Kroatien  Kroatien 1997 (FEB) – heute
Lettland  Lettland 2010 (OKT) – heute
Litauen  Litauen 2008 (NOV) – heute
Mazedonien  Mazedonien 2010 (OKT) – heute
Mexiko  Mexiko 1976 (NOV) – 1998 (FEB), 2002 (NOV) – heute
Mongolei  Mongolei 2010 (OKT) – heute
Niederlande  Niederlande 1982 (OKT) – heute
Norwegen  Norwegen 1998 (JAN) – 1999 (MAI)
Osterreich  Österreich 2012 (APR) – heute
Philippinen  Philippinen 2008 (APR) – heute
Polen  Polen 1992 (DEZ) – heute
Portugal  Portugal 2009 (APR) 2010 (AUG), 2011 (MAI) – heute
Rumänien  Rumänien 1999 (NOV) – heute
Russland  Russland 1995 (JUL) – heute
Schweden  Schweden 1999 (JAN) – 1999 (SEP)
Serbien  Serbien 2004 (JAN) – heute
Singapur  Singapur (VIP) 2009 (APR) – 2009 (DEZ), 2011 (MAI) – heute
Slowakei  Slowakei 1997 (FEB) – 2003 (APR), 2005 (OKT) – heute
Slowenien  Slowenien 2001 (JUN) – heute
Spanien  Spanien 1978 (NOV) – heute
Sudafrika  Südafrika 1993 (DEZ) – 1996 (DEZ), 2011 (APR) – heute
Taiwan  Taiwan 1990 (APR) – 2003 (DEZ)
Thailand  Thailand 2012 (APR) – heute
Tschechien  Tschechien 1991 (MAI) – heute
Turkei  Türkei 1986 (JAN) – 1995 (JUN)
Ukraine  Ukraine 2005 (SEP) – heute
Ungarn  Ungarn 1989 (DEZ) – 1993 (JUL), 1999 (NOV) – heute
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1953 (DEZ) – heute
Venezuela  Venezuela 2006 (OKT) – heute

Ausgaben in BrailleschriftBearbeiten

In den Jahren von 1970 bis 1985 publizierte der Verlag sein Magazin auch in Brailleschrift.[9]

Online-ShopBearbeiten

Mit dem Online-Shop PlayboyVapor.com startete der Playboy im Januar 2014 ein neues Verkaufskonzept, um die Produkte von Playboy an Endkunden zu verkaufen. Auf PlayboyVapor.com bietet der Playboy Tabak- und Nikotinprodukte an, darunter auch Wasserpfeifen und elektronische Zigaretten. Zu jeder Bestellung werden kostenlose Kondome als Give-away beigelegt. Der erste offizielle Webshop von Playboy, PlayboyStore.com, ist seit Jahren auf einem Abstiegskurs, was den Umsatz anbelangt.[10]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Playboy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten