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Dieter Schleip

deutscher Musiker und Komponist

LebenBearbeiten

Dieter Schleip absolvierte seine Schulzeit bis 1978 in Aachen und begann eine technische Ausbildung. Um seinen Zivildienst abzuleisten, zog Schleip 1987 nach München, wo er bis heute wohnt. Neben der Musik ist Schleip leidenschaftlicher Filmliebhaber. Er ist Gründungsmitglied des Aachener Filmhauses, wo er auch zum ersten Mal Filmmusik kreierte.

Musikalischer WerdegangBearbeiten

Dieter Schleip begann auf der Orgel seines Vaters und der Wandergitarre seiner großen Schwester zu musizieren. Als Jugendlicher war er Gitarrist und Keyboarder in verschiedenen Punkbands, zum Beispiel Catch 22. Mit zunehmendem Alter widmete sich Schleip immer mehr der Filmmusik. Während seines Zivildienstes versuchte er Kontakte zu Studenten der HFF herzustellen. In dieser Zeit lernte er den damaligen Studenten Martin Enlen kennen, für dessen Abschlussfilm er die Musik schrieb. In der Folge komponierte Schleip mit zunehmendem Erfolg auch für andere Fernseh- und Kinofilme die Musik, vor allem für die Regisseure Martin Enlen, Jobst Oetzmann, Vivian Naefe, Torsten C. Fischer, Thomas Berger und Dominik Graf. 1996 und 1997 war Schleip Stipendiat der Filmwerkstatt Essen für den European Film Music Composition Workshop und seit dieser Zeit immer häufiger als Dozent tätig. So war Schleip bei der 7. internationalen Sommerakademie für Film, Fernsehen und Musik im Sommer 2001 in München Seminarleiter, übernahm im Wintersemester 2005 einen Lehrauftrag für die Filmmusikklasse von Enjott Schneider an der Musikhochschule München und hielt ein Seminar an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam in der Klasse von Ulrich Reuter. Für die 2006 gegründete IFFMA (Internationale Film-Fernseh- und Musik Akademie) ist Schleip Leiter des sechsmonatigen Studiengangs Filmmusik.

Preise und AuszeichnungenBearbeiten

Schleip gewann 2000 und 2003 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Musik und 2001, 2002 und 2007 den Preis der deutschen Filmkritik in der Kategorie Beste Kinomusik. 2009 erhielt er den Filmmusikpreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis für So glücklich war ich noch nie. 2010 wurde er für die Musik zu Kommissar Süden und der Luftgitarrist mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 2014 gewann er den Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie Beste Musik im Film für die Musik von Seegrund. Ein Kluftinger Krimi.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten