Dave Lowry

kanadischer Eishockeyspieler und -trainer

David John „Dave“ Lowry (* 14. Februar 1965 in Sudbury, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1982 und 2004 unter anderem 1195 Spiele für die Vancouver Canucks, St. Louis Blues, Florida Panthers, San Jose Sharks und Calgary Flames in der National Hockey League auf der Position des linken Flügelstürmers bestritten hat. Seit November 2020 ist Lowry bei den Winnipeg Jets in der NHL tätig, wobei er seit Dezember 2021 interimsweise als Cheftrainer fungiert. Sein Sohn Adam Lowry ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Kanada  Dave Lowry
Geburtsdatum 14. Februar 1965
Geburtsort Sudbury, Ontario, Kanada
Größe 185 cm
Gewicht 91 kg
Position Linker Flügel
Schusshand Links
Draft
NHL Entry Draft 1983, 6. Runde, 110. Position
Vancouver Canucks
Karrierestationen
1982–1985 London Knights
1985–1988 Vancouver Canucks
1988–1993 St. Louis Blues
1993–1997 Florida Panthers
1997–2000 San Jose Sharks
2000–2004 Calgary Flames

KarriereBearbeiten

Lowry spielte zunächst drei Jahre von 1982 bis 1985 in der Ontario Hockey League bei den London Knights. In den drei Jahren verbesserte er seine Punktausbeute stets und erreichte in seiner letzten Saison mit 120 Punkten in 61 Spielen sowie der Berufung ins First All-Star Team der OHL ihren Höhepunkt. Nachdem der linke Flügelspieler bereits im NHL Entry Draft 1983 in der sechsten Runde an 110. Position von den Vancouver Canucks ausgewählt worden war, schloss er sich dem Franchise zur Saison 1985/86 an.

Der Kanadier schaffte auf Anhieb den Sprung in den NHL-Kader der Canucks und bestritt in seiner Rookiesaison 73 der insgesamt 80 Saisonspiele. Ebenso gehörte er in der darauffolgenden Spielzeit zum Stammkader, ehe er in der Saison 1987/88 zunächst ins Farmteam abgeschoben wurde und so auf lediglich 22 NHL-Einsätze in dieser Saison kam. Kurz vor dem Start der Saison 1988/89 wurde Lowry zu den St. Louis Blues transferiert, wo er seine erste Spielzeit, wie im Vorjahr, zwischen der NHL und den Minor Leagues verbrachte. Erst zum Spieljahr 1989/90 etablierte sich der Stürmer im Kader der Blues und spielte in der Saison 1990/91 sein bestes NHL-Jahr mit 40 Punkten in 79 Spielen, ehe er St. Louis im Sommer 1993 verlassen musste, da er ungeschützt in den NHL Expansion Draft 1993 gegangen war, wo ihn die neu gegründeten Florida Panthers auswählten. Als erfahrener Spieler gehörte Lowry die folgenden vier Spielzeiten fest zum Kader der Panthers, mit denen er in der Saison 1995/96 völlig überraschend das Finale um den Stanley Cup erreichte. Dort unterlag man jedoch der Colorado Avalanche. Die vierte NHL-Station des Kanadiers waren die San Jose Sharks, die ihn in einem Transfergeschäft im November 1997 erhielten und ihn bis zum Ende der Spielzeit 1999/00 beschäftigten. Nachdem Lowry in seiner letzten Saison mit den Sharks wegen einer Schulterverletzung lange ausgefallen war, wechselte er im Sommer 2000 als Free Agent zu den Calgary Flames. Bei den Flames übernahm er nach dem Rücktritt von Steve Smith im Dezember 2000 das Amt des Mannschaftskapitäns, das er erst im Verlauf der Saison 2002/03 verlor als er nach 14 Jahren von Trainer Greg Gilbert wegen seiner schwachen Leistungen auf dem Eis erstmals wieder ins Farmteam abgeschoben wurde. Er beendete seine aktive Karriere schließlich nach der Spielzeit 2003/04, in der er nur noch spärliche Einsatzzeiten bekommen hatte und lange wegen einer Unterleibsverletzung ausgefallen war.

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er in der Saison 2005/06 ein Jahr als Assistenztrainer der Calgary Hitmen aus der Western Hockey League sowie später als deren Cheftrainer. Am 19. Juli 2012 wurde er zum Cheftrainer der Victoria Royals aus der WHL ernannt.[1] Diese Position hatte er fünf Jahre inne und betreute während dieser Zeit auch zweimal die kanadische U20-Nationalmannschaft als Assistent bei Weltmeisterschaften, bevor er im Mai 2017 als neuer Assistenztrainer der Los Angeles Kings vorgestellt wurde. Dort war er zwei Jahre aktiv, ehe als Cheftrainer der Brandon Wheat Kings in die WHL zurückkehrte. Nach einer Spielzeit im Juniorenbereich kehrte er zur Saison 2020/21 in die NHL zurück, als er im November 2020 von den Winnipeg Jets verpflichtet wurde. Dort trainiert er seither seinen Sohn Adam. Im Dezember 2021 übernahm er interimsweise die Position des Cheftrainers, nachdem Paul Maurice seinen Rücktritt verkündet hatte.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1982/83 London Knights OHL 42 11 16 27 48 3 0 0 0 14
1983/84 London Knights OHL 66 29 47 76 125 8 6 6 12 41
1984/85 London Knights OHL 61 60 60 120 94 8 6 5 11 10
1985/86 Vancouver Canucks NHL 73 10 8 18 143 3 0 0 0 0
1986/87 Vancouver Canucks NHL 70 8 10 18 176
1987/88 Fredericton Express AHL 46 18 27 45 59 14 7 3 10 72
1987/88 Vancouver Canucks NHL 22 1 3 4 38
1988/89 Peoria Rivermen IHL 58 31 35 66 45
1988/89 St. Louis Blues NHL 21 3 3 6 11 10 0 5 5 4
1989/90 St. Louis Blues NHL 78 19 6 25 75 12 2 1 3 39
1990/91 St. Louis Blues NHL 79 19 21 40 168 13 1 4 5 35
1991/92 St. Louis Blues NHL 75 7 13 20 77 6 0 1 1 20
1992/93 St. Louis Blues NHL 58 5 8 13 101 11 2 0 2 14
1993/94 Florida Panthers NHL 80 15 22 37 64
1994/95 Florida Panthers NHL 45 10 10 20 25
1995/96 Florida Panthers NHL 63 10 14 24 36 22 10 7 17 39
1996/97 Florida Panthers NHL 77 15 14 29 51 5 0 0 0 0
1997/98 Florida Panthers NHL 7 0 0 0 2
1997/98 San Jose Sharks NHL 50 4 4 8 51 6 0 0 0 18
1998/99 San Jose Sharks NHL 61 6 9 15 24 1 0 0 0 0
1999/00 San Jose Sharks NHL 32 1 4 5 18 12 1 2 3 6
2000/01 Calgary Flames NHL 79 18 17 35 47
2001/02 Calgary Flames NHL 62 7 6 13 51
2002/03 Saint John Flames AHL 22 3 6 9 16
2002/03 Calgary Flames NHL 34 5 14 19 22
2003/04 Calgary Flames NHL 18 1 1 2 11 10 0 0 0 6
OHL gesamt 169 100 123 223 267 19 12 11 23 65
AHL gesamt 68 21 33 54 75 14 7 3 10 72
NHL gesamt 1084 164 187 351 1191 111 16 20 36 181

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Royals Name Dave Lowry Head Coach. (Nicht mehr online verfügbar.) Western Hockey League, 19. Juli 2012, archiviert vom Original am 29. Juli 2012; abgerufen am 22. Juli 2012 (englisch).