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Das Fest (Karlsruhe)

Open-Air-Veranstaltung in Karlsruhe
DAS FEST
Logo von Das Fest
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Allgemeine Informationen
Ort Karlsruhe, Günther-Klotz-Anlage
Genre Rock, Pop, Hip-Hop, Reggae, Dancehall, Folk, Punk, Techno, Techhouse
Veranstalter KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH
Zeitraum seit 1985
Website www.dasfest.de
Besucherzahlen
i. d. R.- 200.000–250.000
2006 330.000
2009 400.000
2016 229.000

Das Fest ist eine der größten Open-Air-Veranstaltungen in Deutschland und findet seit 1985 jährlich in der Günther-Klotz-Anlage, unmittelbar neben der Europahalle in Karlsruhe statt. Organisiert wird Das Fest seit Ende 2014 vom Team der Karlsruhe Event GmbH, die aus der Das Fest GmbH entstand. Der Termin war bzw. ist – außer in den ersten Jahren – jeweils am letzten Wochenende vor den baden-württembergischen Sommerferien, also Ende Juli. Überregionale Bekanntheit erlangte Das Fest als Musikfestival, welches der Hauptbestandteil dieser Veranstaltung ist.

Inhaltsverzeichnis

Programm und OrganisationBearbeiten

 
Das Fest 2010

Das Fest wird seit 2014 durch die Karlsruhe Event GmbH organisiert. Das von den Organisatoren verfolgte Ziel unterscheidet sich deutlich von anderen großen deutschen Festivals, die durch Konzentration auf bestimmte Musikrichtungen polarisieren, denn es sollen alle Bevölkerungsschichten angesprochen und unterhalten werden. Rund um die Musikbühnen, auf denen regionale, nationale und internationale Künstler auftreten, gibt es jedes Jahr ein umfangreiches Sport-, Kinder- und Familienprogramm. Für Kinder gibt es das Gelände der mobilen Spielaktion, wo auch eine Betreuung zur Verfügung steht. Ein Fest-Café, die Theaterbühne und das Klassik-Konzert Sonntag morgens auf der Hauptbühne zielt auf ein älteres Publikum.

Jährlich finden mehr als 200.000 Menschen an den drei Tagen den Weg zum Fest, im Jahre 2006 sprachen die Veranstalter sogar von 330.000 Besuchern. 2009 wurden etwa 400.000 Besucher gezählt, was einen neuen Besucherrekord darstellte. Der Eintritt in das Gelände mit Sport-, Familienbereich, Zelt- und DJ-Bühne ist kostenlos, jedoch benötigt man für den Hügelbereich um die Hauptbühne seit 2010 am Freitag und Samstag und seit 2011 auch am Sonntag Zugangstickets zu 5 €, ab 2018 dann 10 € pro Tag.

 
Ca. 40000 Besucher auf dem Mount Klotz bei Sido 2017

Bekannte Künstler wie Seeed, Deichkind, Juli, Silbermond, The Bosshoss, Faithless, PUR, Fury in the Slaughterhouse, Apocalyptica, Guano Apes, New Model Army, Culcha Candela, Fischer-Z, Bad Religion, Tito & Tarantula, Bananafishbones, BAP, Such A Surge, Gentleman, Chumbawamba, H-Blockx, Ska-P, Fünf Sterne deluxe, Simple Minds, Beatsteaks, Sunrise Avenue, Peter Fox, Die Fantastischen Vier und Denyo sind bereits beim Fest aufgetreten.

GeschichteBearbeiten

 
Maanam beim ersten Fest 1985
 
Halfpipe im Jahr 2004

Im Sommer 1984 organisierte Tihomir Lozanovski (Wolkenreise und jetziges Mitglied der Band Trigon) ein Open Air in Karlsruhe. Die nötigen Genehmigungen wurden beim Umweltamt und bei der Polizei eingeholt. Nach diesem ersten Open Air spaltete sich die Gruppe der Organisatoren und Das Fest wurde ins Leben gerufen. Die Basis dafür stellten die erkämpften Sondergenehmigungen vom Vorjahr. Ursprünglich war die Idee, Karlsruher Bands dem Karlsruher Publikum näher zu bringen.

Im Lauf der Jahre entwickelte sich Das Fest vom kleinen Open Air-Festival zu einem überregional bekannten Musikfestival, das von jährlich über 200.000 Besuchern besucht wird. Einhergehend mit dieser Entwicklung wurde das Konzept von Das Fest immer wieder erweitert.

1998 wurde erstmals das Fest-Café durchgeführt. Hier wird schon in der Aufbau-Woche vor Das Fest Bewirtung (hauptsächlich im Biergartenformat) sowie abendliches Musikprogramm auf einer kleinen Bühne geboten. Im Jahr 2000 folgte mit einer eigenen DJ-Bühne die nächste nachhaltige Erweiterung, die großen Anklang fand und sich bald als fester Bestandteil von Das Fest etablierte.

 
Abschlussfeuerwerk 2017

Einen größeren Einschnitt gab es 2001: Da Das Fest sich ausschließlich aus Getränkeeinnahmen finanziert, wurde das Festivalgelände erstmals komplett umzäunt und die Besucher beim (weiterhin kostenlosen) Einlass auf mitgebrachte Speisen und Getränke kontrolliert. Dies war im Vorfeld stark kritisiert worden. Die Besucherzahlen zeigten, dass die Popularität von Das Fest darunter nicht gelitten hat. Im Zuge der Umzäunung wurde das Gelände in Richtung Westen vergrößert, so dass die Zeltbühne einen eigenen Platz fand.

Auch der Funpark, der bisher vor der Europahalle stattgefunden hatte, wurde nun als Sportpark ins Festivalgelände integriert und in den folgenden Jahren stetig erweitert. Neben offenen Angeboten z. B. im Jonglier- und Einradareal finden hier inzwischen jährlich auch „ernsthafte“ Wettkämpfe wie deutsche Skateboard-Meisterschaft in der Half-Pipe oder das nationale Volleyclub-Turnier statt.

Neben den inhaltlichen Erweiterungen stand in den letzten Jahren aufgrund der stetig steigenden Besucherzahlen vor allem der Sicherheitsaspekt von Das Fest im Fokus der Organisatoren. So wurde das Sicherheitskonzept in Zusammenarbeit mit Polizei und Sanitätsdiensten jedes Jahr weiter verbessert, was sich sowohl in einer behutsam geänderten Geländeaufteilung (keine Stände neben Hauptbühne, Wegführung) als auch vor den Eingängen von Das Fest niederschlägt. Hier wurden in den letzten Jahren verstärkt Jugendschutzteams eingesetzt, die aus Polizisten, Jugendsozialarbeitern und Sanitätern bestehen. Sie sollen den übermäßigen Alkoholkonsum unter Jugendlichen schon vor dem Betreten des Festivalgeländes eindämmen.

Nachdem 2006 beim Auftritt von Seeed der Einlass auf das Festgelände erstmals wegen Überfüllung vorübergehend gestoppt werden musste, kündigte der Stadtjugendausschuss an, Das Fest nach 2007 nicht mehr in der bisherigen Organisationsform durchführen zu können. Gründe hierfür waren neben der persönlichen Haftung des Vereinsvorsitzenden im Verlustfall auch der immense personelle und finanzielle Aufwand, der zu Lasten der originären Aufgaben des Stadtjugendausschusses geht.[1]

Von den fünf als Alternativen vorgelegten Konzepten stimmte der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe am 25. September 2007 schließlich für die Gründung eines sogenannten „gesondert geführten Betriebs“. Außerdem wurde für zunächst drei Jahre ein städtischer Zuschuss von je bis zu 150.000 Euro zugesagt, womit der Erhalt von Das Fest bis 2010 gesichert sein sollte.[2] Dennoch gab der Stadtjugendausschuss am 29. September 2009 bekannt, dass er das Fest nicht weiterführen könne. Als Gründe gab er den Verlust in Höhe von 180.000 Euro beim Fest 2009 sowie das große Sicherheitsproblem an. Im Dezember 2009 beschloss der Gemeinderat, das Fest unter Führung der Das Fest GmbH fortzuführen.

Das Fest 2010 fand vom 23. bis 25. Juli 2010 statt und kostete erstmals Eintritt.[3] Das Gelände wurde in einen kleineren Sport- und Familienbereich, der weiterhin kostenlos zugänglich ist, und einen größeren Musikbereich eingeteilt. Im Sport- und Familienbereich befinden sich die DJ-Bühne, die Zeltbühne, eine Infomeile und verschiedene Aktionsangebote. Der Musikbereich umschließt die Hauptbühne um den sog. „Mount Klotz“ sowie die Kleinkunstbühne. Für den Musikbereich wurden erstmals Tageskarten zum Preis von fünf Euro für den Fest-Freitag und -Samstag und seit 2011 auch für den bisher kostenlosen Festsonntag verkauft.

Auftritte (Auswahl)Bearbeiten

 
Das Fest 2006, Hauptbühne Seeed
 
Vor der Hauptbühne (während des Auftritts der Fantastischen Vier): Das Fest 2007
 
Hauptbühne des Festes mit den Editors am 24. Juli 2010

WeblinksBearbeiten

  Commons: Das Fest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Politik will „Das Fest“ auch nach 2007. In: ka-news.de. 15. Juni 2007, abgerufen am 27. Juli 2007.
  2. Grund zum Feiern: „Das Fest“ bis 2010 abgesichert. In: ka-news.de. 26. September 2007, abgerufen am 26. September 2007.
  3. "Das Fest" kommt mit neuem Konzept. In: ka-news.de. 17. März 2010, abgerufen am 19. März 2010.
  4. Das Fest 2008. In: ka-news. 10. Juni 2008, abgerufen am 16. November 2016.
  5. Das Fest - Karlsruhe - Wer spielte wann? Abgerufen am 2. November 2017.

Koordinaten: 48° 59′ 52,6″ N, 8° 22′ 29,1″ O