Fritz Kalkbrenner

deutscher Musikproduzent und Sänger

Fritz Kalkbrenner (* 28. Mai 1981 in Ost-Berlin)[1] ist ein deutscher Musikproduzent und Sänger. Er ist der jüngere Bruder des Musikers und Musikproduzenten Paul Kalkbrenner, mit dem er zusammen den Hit Sky and Sand produzierte. In seinen Soloprojekten verbindet er Dance mit melodischen Elementen, zum Beispiel Gitarrensamples, und seiner markanten Stimme sowie selbstgeschriebenen Texten.

Fritz Kalkbrenner bei der 1 Live Krone 2014

LebenBearbeiten

 
Kalkbrenner bei der Eröffnungsfeier der Kletterweltmeisterschaft 2018 in Innsbruck

Kalkbrenner wurde 1981 als Sohn der Journalisten Jörn und Carla Kalkbrenner in Ost-Berlin geboren. Sein Großvater war der Maler und Kommunist Fritz Eisel.[2]

Er arbeitet seit 2002 als Kultur- und Musikjournalist für verschiedene Fernsehsender, darunter der MDR, MTV und die Deutsche Welle.[3]

Im Jahr 2003 war er als Gastsänger auf dem ersten Album Brave von Sascha Funke zu hören, mit dem er seit seiner Jugendzeit befreundet ist. Es folgten Aufnahmen mit Zky, Alexander Kowalski und Monika Kruse. 2008 produzierte er gemeinsam mit seinem Bruder den Soundtrack des Spielfilms Berlin Calling, in dem Paul Kalkbrenner als Schauspieler mitwirkte. Kalkbrenners erstes Album Here Today Gone Tomorrow erschien 2010 auf dem Label Suol und wurde mit einer Echo-Nominierung gekrönt.[4]

Anderthalb Jahre später wurde Suol Mates: Fritz Kalkbrenner veröffentlicht, eine Auskoppelung der Mix-Reihe seines Labels, also ohne eigene Songs.[5]

Der Durchbruch gelang Kalkbrenner aber erst mit dem am 19. Oktober 2012 erschienenen zweiten Album Sick Travellin’, ebenfalls auf dem Label Suol. Am 15. Februar 2013 begann die gleichnamige Livetour in der Arena Wien. Diese fand nach 17 Konzerten durch Deutschland, Österreich und der Schweiz am 4. Mai 2013 im Münchener Kesselhaus ihr Ende.[6]

Im Berliner Club Prince Charles präsentierte Kalkbrenner am 16. Oktober 2014 in einem exklusiven Pre-Release Showcase sein drittes Album Ways Over Water.

Diskografie (Auswahl)Bearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
2010 Here Today Gone Tomorrow DE64
(2 Wo.)DE
AT74
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2010
2012 Sick Travellin’ DE6
(8 Wo.)DE
AT14
(2 Wo.)AT
CH13
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2012
2014 Ways Over Water DE6
(32 Wo.)DE
AT23
(8 Wo.)AT
CH17
(17 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2014
2016 Grand Départ DE9
(3 Wo.)DE
AT47
(1 Wo.)AT
CH23
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2016
2018 Drown DE28
(1 Wo.)DE
AT59
(1 Wo.)AT
CH46
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Februar 2018
2020 True Colours DE6
(4 Wo.)DE
AT29
(1 Wo.)AT
CH37
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 13. März 2020

DJ-MixBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
2012 Suol Mates AT50
(1 Wo.)AT
CH10
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. März 2012

EPsBearbeiten

  • 2008: Cabinet 24 (Cabinet Records)
  • 2009: Wingman (Baalsaal Music)
  • 2010: The Dead End (Suol)
  • 2011: Wes (Suol)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
2008 Sky and Sand
Berlin Calling
DE29
(129 Wo.)DE
AT37
 
Gold

(69 Wo.)AT
CH56
(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2008
mit Paul Kalkbrenner
2010 Facing the Sun
Here Today Gone Tomorrow
AT63
(3 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2010
2011 Wes
Wes
DE71
(6 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 25. November 2011
2012 Get a Life
Sick Travellin’
DE22
(7 Wo.)DE
AT68
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2012
Little by Little
Sick Travellin’
DE34
(2 Wo.)DE
AT44
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2012
2014 Back Home
Ways Over Water
DE17
 
Gold

(37 Wo.)DE
AT9
(22 Wo.)AT
CH14
(22 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2014
Void
Ways Over Water
DE67
(10 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2014

Weitere Veröffentlichungen

  • 2004: Stormy Weather (mit DJ Zky) (Cabinet Records)
  • 2011: Kings in Exile (Suol)
  • 2011: Right in the Dark (Suol)
  • 2015: One of These Days (Suol)
  • 2016: In This Game (Suol)
  • 2017: Inside (Suol)
  • 2017: Changing Face (Suol)
  • 2019: Rye (mit Ben Böhmer) (Anjunadeep)
  • 2019: Kings & Queens (Nasua)
  • 2020: Good Things (Township Rebellion Remix) (Nasua)

GastbeiträgeBearbeiten

  • 2009: A New Day (Chopstick & Johnjon feat. Fritz Kalkbrenner) (Baalsaal Music)
  • 2010: Keep On Keepin’ On (Chopstick & Johnjon feat. Fritz Kalkbrenner) (Suol)
  • 2014: Crossing Borders (Booka Shade feat. Fritz Kalkbrenner) (Embassy One)

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Platin-Schallplatte

  • Italien  Italien
    • 2017: für die Single Sky and Sand

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
  Deutschland (BVMI)   Gold1 0! P 200.000 musikindustrie.de
  Italien (FIMI) 0! G   Platin1 50.000 fimi.it
  Österreich (IFPI)   Gold1 0! P 15.000 ifpi.at
Insgesamt   2× Gold2   Platin1

QuellenBearbeiten

  1. Sagen Sie jetzt nichts, Fritz Kalkbrenner, sz-magazin.sueddeutsche.de, abgerufen am 6. April 2018.
  2. Paul Kalkbrenner: Junge aus Ostberlin bei zeit.de, abgerufen am 25. Juli 2014
  3. Jonas Hermann: Drei Tage schwarzes Loch. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. November 2012, abgerufen am 3. März 2015.
  4. Wikipedia.de: Echoverleihung 2013
  5. Fritz Kalkbrenner: Mix-Album “Suol Mates” erscheint im März, 11. Januar 2012.
  6. Fritz Kalkbrenner – Die Tour zum Album “Sick Travellin”
  7. a b c Chartquellen: DE1 DE2 AT CH

WeblinksBearbeiten

Commons: Fritz Kalkbrenner – Sammlung von Bildern