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Cereseto (piemontesisch Ciarzin) ist eine Gemeinde mit 411 (Stand 31. Dezember 2017) Einwohnern in der italienischen Provinz Alessandria (AL), Region Piemont.

Cereseto
Kein Wappen vorhanden.
Cereseto (Italien)
Cereseto
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Alessandria (AL)
Koordinaten 45° 5′ N, 8° 19′ OKoordinaten: 45° 5′ 19″ N, 8° 19′ 16″ O
Höhe 280 m s.l.m.
Fläche 10,41 km²
Einwohner 411 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 39 Einw./km²
Postleitzahl 15020
Vorwahl 0142
ISTAT-Nummer 006057
Volksbezeichnung Ceresetesi
Blick auf Cereseto Monferrato mit dem Kastell
Blick auf Cereseto Monferrato mit dem Kastell

Die Nachbargemeinden sind Moncalvo (AT), Ottiglio, Ozzano Monferrato, Pontestura, Ponzano Monferrato, Sala Monferrato, Serralunga di Crea und Treville.

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt auf 280 M. ü. d. M. in der Hügellandschaft des Monferrato Casalese, östlich der großen Verbindungsstraße SP 455 /457 zwischen Asti und Casale Monferrato. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 10 km².

Wirtschaft und WeinbauBearbeiten

Bei Cereseto werden Reben der Sorte Barbera für den Barbera d’Asti angebaut, einen Rotwein mit DOCG-Status.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Im Zug der Landflucht und Industrialisierung hat der Ort im 20. Jh. etwa zwei Drittel seiner Einwohner verloren.

 
 
Castello di Cereseto

Castello di CeresetoBearbeiten

Um 1900 begann der äußerst wohlhabende Unternehmer, Finanzier, Kunstsammler und Mäzen Riccardo Gualino (1879—1964) mit dem Bau eines neoromanisch-neogotischen Schlosses in beherrschender Position über dem Ort. Architekt des Baues war der Ingenieur Vittorio Tornielli. 1918 wurde das Castello di Cereseto einer der Wohnsitze der Turiner Familie, wo mit Gästen aus der piemontesischen Unternehmer- und Finanzwelt, von den Agnelli zu den Sella, rauschende Feste gefeiert wurden.[2][3] Das Kastell war von der Familie bis in die zweite Hälfte des 20. Jh. bewohnt und ist daher gut erhalten. Ein Vorgängerbau an derselben Stelle, eine frühmittelalterliche Festung, wurde im 17. Jh. vollständig geschleift.

Söhne und TöchterBearbeiten

  • Francesco Sidoli (1874–1924), römisch-katholischer Geistlicher, Erzbischof von Genua

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. I mondi di Riccardo Gualino, collezionista e imprenditore, Ausstellung in den Sale Chiablese, Turin 7. Juni—3. November 2019. Catalogo della mostra, Hrsg. Musei Reali di Torino, Verlag Umberto Allemandi, Turin 2019. Zugriff 2019-10-24
  3. R. Gualino: Frammenti di vita Mondadori, Mailand 1931

WeblinksBearbeiten

  Commons: Cereseto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien