Bundestagswahlkreis Montabaur

Bundestagswahlkreis in Rheinland-Pfalz, Deutschland
(Weitergeleitet von Bundestagswahlkreis Westerburg)

Der Bundestagswahlkreis Montabaur (2005: Wahlkreis 206, 2009: Wahlkreis 205, 2017: Wahlkreis 204) ist ein Wahlkreis in Rheinland-Pfalz. Er umfasst den Westerwaldkreis und die Verbandsgemeinden Aar-Einrich, Diez, Nassau und Nastätten aus dem Rhein-Lahn-Kreis.[1] Der Wahlkreis hieß von 1949 bis 1965 Westerburg.

Wahlkreis 204: Montabaur
Bundestagswahlkreis 204-2017.svg
Staat Deutschland
Bundesland Rheinland-Pfalz
Wahlkreisnummer 204
Wahlberechtigte 210.114
Wahlbeteiligung 77,8 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei CDU
Stimmanteil 43,3 %

BundestagswahlenBearbeiten

Bundestagswahl 2017Bearbeiten

Die Bundestagswahl 2017 fand am Sonntag, dem 24. September 2017, statt.

Direktkandidat[2] Partei Erststimmen in %[3] Zweitstimmen in %[3]
Andreas Nick CDU 43,3 37,5
Gabi Weber SPD 29,8 24,7
Michael Musil Bündnis 90/Die Grünen 5,2 6,2
Thorsten Hehl FDP 9,2 10,9
Martin Klein Die Linke 7,0 5,9
AfD 11,0
Piratenpartei 0,4
Astrid Bergmann-Hartl Freie Wähler 5,5 1,5
NPD 0,3
ÖDP 0,2
MLPD 0,0
Bündnis Grundeinkommen 0,2
Die Partei 0,9
V-Partei³ 0,3
Partei der Vernunft
Übrige

Gabi Weber konnte über die Landesliste in den Bundestag einziehen.[4]

Ursprünglich beabsichtigte die AfD, Gilbert Theodor Kalb als ihren Direktkandidaten aufzustellen. Bei dessen Aufstellung unterlief der Partei jedoch ein Formfehler, weswegen der zuständige Kreiswahlausschuss den Vorschlag der AfD ablehnte.[5]

Bundestagswahl 2013Bearbeiten

Die Bundestagswahl 2013 fand am Sonntag, dem 22. September 2013, statt.[6]

Es traten 14 Parteien in Rheinland-Pfalz landesweit gegeneinander an. Dies entschied der Landeswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 26. Juli 2013 in Mainz.[7] Damit erhielten alle Parteien eine Zulassung, die fristgerecht bis zum 15. Juli ihre Landeslisten und weitere Unterlagen eingereicht hatten.[8]

Die Reihenfolge der zugelassenen Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich zunächst nach der Zahl der Zweitstimmen, die die jeweilige Partei bei der letzten Bundestagswahl im Land erreicht hat (Listenplätze 1 – 10): CDU, SPD, FDP, GRÜNE, Die Linke, PIRATEN, NPD, REP, ÖDP und MLPD. Neu kandidierende Listen schließen sich in alphabetischer Reihenfolge ihres Namens an (Listenplätze 11 – 14): Alternative für Deutschland (AfD), Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland), Freie Wähler und die Partei der Vernunft.

Direktkandidat[9] Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Andreas Nick CDU 49,4 45,2
Gabi Weber SPD 31,0 27,8
Kai Mifka FDP 2,4 5,2
Andrea Weber Bündnis 90/Die Grünen 5,9 6,3
Martin Klein Die Linke 4,8 5,1
Maik Nauheim Piratenpartei 2,4 2,0
Marcel Müller NPD 1,5 1,1
Die Republikaner 0,2
ÖDP 0,2 ?
MLPD 0,1 ?
AfD 5,1
Bürgerbewegung pro Deutschland 0,2
Armin Hillingshäuser Freie Wähler 2,5 1,3
Partei der Vernunft 0,2

Gabi Weber konnte über die Landesliste in den Bundestag einziehen.[10]

Bundestagswahl 2009Bearbeiten

Bei der Bundestagswahl 2009 waren 213.225 Einwohner wahlberechtigt die Wahlbeteiligung lag bei 72,4 Prozent und hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Joachim Hörster CDU 43,2 35,0 38,5
Björn Walden SPD 29,4 23,8 33,8
Thomas Bläsche FDP 10,9 18,5 12,4
Michael Musil Bündnis 90/Die Grünen 7,1 8,6 6,7
Martin Klein Die Linke. 7,9 8,7 5,1
- REP - 0,4 0,6
Christian Greeb NPD 1,6 1,2 1,3
- PBC - 0,4 0,6
- FAMILIE - 1,1 1,0
- MLPD - 0,0 0,1
- PIRATEN - 1,9 -
- ödp - 0,2 -

WahlkreissiegerBearbeiten

Wahl Name Partei
1949 Robert Stauch CDU
1953 Robert Stauch CDU
1957 Robert Stauch CDU
1961 Robert Stauch CDU
1965 August Hanz CDU
1969 August Hanz CDU
1972 Willi Peiter SPD
1976 August Hanz CDU
1980 August Hanz CDU
1983 August Hanz CDU
1987 Joachim Hörster CDU
1990 Joachim Hörster CDU
1994 Joachim Hörster CDU
1998 Rudolf Scharping SPD
2002 Joachim Hörster CDU
2005 Joachim Hörster CDU
2009 Joachim Hörster CDU
2013 Andreas Nick CDU
2017 Andreas Nick CDU

WahlkreisgeschichteBearbeiten

Wahl Wahlkreisname Gebiet
1949 8 Westerburg Oberwesterwaldkreis, Unterwesterwaldkreis, Unterlahnkreis, Landkreis St. Goarshausen
1953–1961 155 Westerburg
1965–1969 155 Montabaur Oberwesterwaldkreis, Unterwesterwaldkreis, Unterlahnkreis, Loreleykreis
1972 155 Montabaur Oberwesterwaldkreis, Unterwesterwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis
1976 155 Montabaur Westerwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis
1980–1998 153 Montabaur
2002 207 Montabaur Westerwaldkreis, vom Rhein-Lahn-Kreis die Verbandsgemeinden Diez, Hahnstätten, Katzenelnbogen, Nassau und Nastätten
2005 206 Montabaur
2009–2013 205 Montabaur
ab 2017 204 Montabaur

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wahlkreiseinteilung (Memento vom 31. Dezember 2015 im Internet Archive)
  2. WELT: Wahlergebnis Montabaur: Das Ergebnis im Wahlkreis 204 - Bundestagswahl 2017. In: DIE WELT. 24. September 2017 (welt.de [abgerufen am 9. März 2020]).
  3. a b Ergebnisse Montabaur - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 9. März 2020.
  4. Ergebnisse im Wahlkreis 204: Nick und Weber ziehen wieder in Bundestag ein. Abgerufen am 9. März 2020.
  5. Pfälzischer Merkur: Bundestagswahl: AfD hat im Wahlkreis Montabaur keinen Kandidaten. Abgerufen am 9. März 2020.
  6. Vorläufiges Ergebnis (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive) vom 22. September 2013 auf wahlen.rlp.de
  7. 14 Parteien treten zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages an (Memento vom 7. April 2016 im Internet Archive) Pressemitteilung des Landeswahlleiters vom 26. Juli 2013
  8. 14 Parteien treten in Rheinland-Pfalz bei Bundestagswahl an auf allgemeine-zeitung.de vom 26. Juli 2013
  9. Bekanntmachung des Kreiswahlleiters für den Wahlkreis 205 Montabaur für die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag am 22. September 2013 (Memento vom 1. Oktober 2013 im Internet Archive) PDF-Datei vom 26. Juli 2013
  10. Bundestagswahl 2013: Gewählte Bewerberinnen und Bewerber (Memento vom 4. Dezember 2016 im Internet Archive) auf wahlen.rlp.de vom 23. September 2013