Barreiros (Lugo)

Barreiros ist eine spanische Gemeinde (Concello) mit 2.934 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) in der Provinz Lugo der Autonomen Gemeinschaft Galicien.

Gemeinde Barreiros
Casa do concello en Barreiros.jpg
Rathaus
Wappen Karte von Spanien
Barreiros (Lugo) (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Galicien Galicien
Provinz: Lugo
Comarca: A Mariña Oriental
Koordinaten 43° 32′ N, 7° 14′ WKoordinaten: 43° 32′ N, 7° 14′ W
Höhe: msnm
Fläche: 72,42 km²
Einwohner: 2.934 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einw./km²
Postleitzahl(en): 27790
Gemeindenummer (INE): 27005 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Flughafen A Coruña
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch, Galicisch
Bürgermeisterin: Ana Ermida Igrexas (BNG)(2019)
Website: Barreiros
Lage des Ortes

GeografieBearbeiten

Barreiros liegt im Norden der Provinz Lugo an der Küste zum Atlantik ca. 85 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Lugo. Der Streifen wird A Mariña Lucense genannt.

Umgeben wird Barreiros von den vier Nachbargemeinden:

Foz Atlantischer Ozean Atlantischer Ozean
  Ribadeo
Lourenzá Trabada

KlimaBearbeiten

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Barreiros
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 11,8 11,9 13,6 14,8 17 19,8 21,7 22,3 21 18,5 14,1 12,6 Ø 16,6
Min. Temperatur (°C) 7,2 6,7 7,7 8,8 10,9 13,7 15,5 16,1 14,9 12,8 9,6 7,9 Ø 11
Temperatur (°C) 9,4 9,1 10,5 11,7 13,8 16,6 18,4 19 17,7 15,4 11,7 10,1 Ø 13,6
Niederschlag (mm) 121 100 101 118 109 72 52 66 78 125 141 120 Σ 1203
Sonnenstunden (h/d) 4,1 4,8 6,0 6,5 6,9 6,9 6,5 6,6 6,6 6,1 4,6 4,6 Ø 5,9
Regentage (d) 11 9 10 12 12 9 8 9 9 11 13 11 Σ 124
Wassertemperatur (°C) 13,2 12,6 12,5 13,1 14,5 16,7 18,9 19,9 18,8 17,2 15,2 13,9 Ø 15,6
Luftfeuchtigkeit (%) 81 79 79 79 80 79 78 78 80 80 81 80 Ø 79,5
T
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p
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11,8
7,2
11,9
6,7
13,6
7,7
14,8
8,8
17
10,9
19,8
13,7
21,7
15,5
22,3
16,1
21
14,9
18,5
12,8
14,1
9,6
12,6
7,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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121
100
101
118
109
72
52
66
78
125
141
120
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Das Klima in Barreiros weist einen maritimen Charakter auf mit mäßig warmen Sommern und sehr milden Wintern. Die jährliche Niederschlagsmenge ist hoch. Im Juli ist der geringste Niederschlag zu erwarten bei allerdings kaum weniger Regentagen als in den anderen Monaten. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und verändert sich über die Monate des Jahres kaum. Die durchschnittliche Wassertemperatur des Atlantiks ist im August mit knapp 20° C am höchsten, im März mit immer noch 12,5° C am niedrigsten.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde gliedert sich in acht Parroquias:

  • San Cosme de Barreiros
  • San Pedro de Benquerencia
  • San Miguel de Reinante
  • Santiago de Reinante
  • Celeiro de Mariñaos
  • San Xusto de Cabarcos
  • San Xulián de Cabarcos
  • Vilamartín Pequeno

Der Sitz der Gemeinde befindet sich in der Parroquia San Cosme de Barreiros.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Quellen: INE-Archiv, www.ine.es – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

GeschichteBearbeiten

Das älteste Dokument, das sich auf Barreiros bezieht, stammt aus dem Jahr 775 und handelt von einer Landspende von König Don Silo von Asturien an mehrere Mönche auf Wunsch von Abt Esperanta, damit ein Kloster gebaut werden konnte, von dem jedoch heute keine Spur erhalten ist. Vom Namen Asperotano, wie das Kloster hieß, leiten sich einige der Dörfer ab, die Aspera in den Parroquias San Cosme de Barreiros und San Miguel de Reinante genannt werden.

Der Name Cabarcos scheint von Civarcos abzustammen, einer Ortschaft, die von Plinius benannt wurde und zwischen den Mündungen des Masma und des Eo liegt. Im Mittelalter taucht der Name Cibarcos oder Cabarcos weiterhin auf, wie in der Bestätigung, die König Ordoño II von Galicien im Jahr 916 der Kirche von León gewährte, in der Sancti Justi de Cabarcos erscheint.

 
Beispiel einer „Casa indiana“

Um das Jahr 1400 besaß Pardo de Cela das Gericht, das ihm der Abt des Klosters Vilanova de Lourenzá aus Santa Cristina de Celeiro gewährt hatte. 1406 schenkte López Díaz de Teijeiro die Terrería de Cabarcos dem Bischof von Mondoñedo. Pedro Pardo de Cabarcos, Neffe von Marschall Pardo de Cela, verkaufte Land im Wert von 2000 Maravedí, um den katholischen Königen die Einnahme Granadas zu unterstützen.

Während des 18. und 19. Jahrhunderts war die Geschichte von Barreiros mit der Auswanderung verbunden. Kuba, Argentinien und Mexiko waren die Ziele, die von den Bewohnern gewählt wurden, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Einige von ihnen, im Volksmund „die Amerikaner“ genannt, trugen zur kulturellen Entwicklung, zur Gründung von Pfarrschulen und zur Stadtentwicklung ihrer Heimatgemeinde (indische Bauten) bei. Die Bauwerke wurden construcciones indianas genannt.[3]

 
Logo des Jakobswegs

JakobswegBearbeiten

Durch das südliche Gemeindegebiet führt der Jakobsweg mit der Variante Camino de la Costa.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Neun Strände, die sich auf mehr als acht Kilometer Küste ausdehnen
  • Ausgrabungsstätte mit Funden aus der Bronzezeit bei Santiago de Reinante
  • Felsgrab am Strand von Remior
  • Pfarrkirche San Xusto de Cabarcos auf dem Jakobsweg
  • Pfarrkirche San Juan Delgado in Vilamartín Pequeno
  • Taubenschläge
  • Getreidespeicher
 
Getreidespeicher in Barreiros

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Arbeitgeber der Gemeinde Barreiros
nach Wirtschaftszweigen (2020)

Gesamt=368
Vollzeitbeschäftigte der Gemeinde Barreiros
nach Wirtschaftszweigen (09/2021)

Gesamt=1071

Die wichtigsten wirtschaftlichen Aktivitäten der Gemeinde sind Tourismus, Landwirtschaft und Viehzucht, die ungefähr drei Viertel der Bevölkerung beschäftigen. Die meisten Viehbetriebe sind auf die Milchproduktion ausgerichtet. Darüber hinaus werden 55 % der Fläche für die Waldnutzung genutzt.

Die Autovía A-8 („Autovía del Cantábrico“) von Bilbao bis zum Auftreffen auf die Autovía A-6 bei Begonte nordwestlich von Lugo durchquert das Gemeindegebiet von Ost nach West mit einer Abfahrt bei San Cosme de Barreiros.

Die Nationalstraße N-634 von Santiago de Compostela nach San Sebastián verläuft parallel zur A-8 durch das Gemeindegebiet. Nach Westen wird die Nationalstraße N-642 entlang der Küste bis Cervo geführt.

Die Gemeinde besitzt zwei Haltepunkte auf der Bahnstrecke Ferrol–Gijón auf, einen in San Cosme de Barreiros und einen in San Miguel de Reinante.[5]

Buslinien verbinden die Gemeinde täglich mit Lugo und A Coruña.

WeblinksBearbeiten

Commons: Barreiros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Introducción (galizisch) Concello de Barreiros. Abgerufen am 18. Januar 2022.
  3. Historia (spanisch) Concello de Barreiros. Abgerufen am 18. Januar 2022.
  4. Camino del Norte 01: Ribadeo - Vilamor/Mondonedo (Jakobsweg). outdooractive.com. Abgerufen am 18. Januar 2022.Vorlage:Cite web/temporär
  5. Estaciones (spanisch) Administrador de Infraestructuras Ferroviarias (ADIF). Abgerufen am 18. Januar 2022.