Austrian Airlines

Nationale Fluggesellschaft Österreichs

Austrian Airlines ist mit einem Netz von weltweit 130 Destinationen und 14,7 Millionen transportierten Passagieren pro Jahr Österreichs größte Fluggesellschaft. Sie betreibt ein Drehkreuz am Flughafen Wien. Die vormals staatliche Airline gehört seit 2009 zur Lufthansa Group. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance und Partner des Vielfliegerprogramms Miles & More.

Austrian Airlines AG
Logo von Austrian Airlines
Austrian Airlines Boeing 777-200 OE-LPF mit 60 Jahre Sonderlackierung
IATA-Code: OS
ICAO-Code: AUA
Rufzeichen: AUSTRIAN
Gründung: 1957
Sitz: Wien,
OsterreichÖsterreich Österreich[1]
Drehkreuz:

Flughafen Wien

Heimatflughafen: Flughafen Wien
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
IATA-Prefixcode: 257
Leitung:
  • Alexis von Hoensbroech
    (CEO)[2]
  • Andreas Otto (CCO)[3]
  • Wolfgang Jani (CFO)[4]
Mitarbeiterzahl: 6.989 (zum 31. Dezember 2019)[5]
Umsatz: 2.108 Millionen (2019)[5]
Gewinn: 19 Millionen (2019)[5]
Fluggastaufkommen:   14,7 Mio. (2019)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 83
Ziele: national und international
Website: www.austrian.com

Formale UnternehmensstrukturBearbeiten

Um die standortpolitischen Auflagen und Verkehrsrechte einzuhalten, gehört die Austrian Airlines AG zur Gänze der Österreichischen Luftverkehrs Holding GmbH (ÖLH), die wiederum zu 50,2 % der ÖLP (Österreichische Luftverkehrs-Privatstiftung) und zu 49,8 % der ÖLB (Österreichische Luftverkehrs-Beteiligungs-GmbH) gehört. Die ÖLB steht zur Gänze im Eigentum der Deutsche Lufthansa AG.[6][7]

GeschichteBearbeiten

Gründung und erste JahreBearbeiten

Die Austrian Airlines Österreichische Luftverkehrs Aktiengesellschaft wurde am 30. September 1957 im großen Sitzungssaal der Creditanstalt-Bankverein in der Wiener Schottengasse gegründet[8], nachdem sich gemäß einem Koalitionsabkommen die 1955 gegründete „schwarze“ (ÖVP-nahe) Air Austria und die „rote“ (SPÖ-nahe) Austrian Airways zusammenschlossen (siehe Proporz). Die Österreichische Luftverkehrs AG ÖLAG bestand hingegen schon in den Zwischenkriegsjahren und hatte den Flughafen Aspern als Hauptflugplatz. Ihren Jungfernflug absolvierte Austrian mit vier Vickers Viscount am 31. März 1958 von Wien nach London. In den 1960er Jahren wurden auch drei DC-3[9][10] für Inlands- und Frachtflüge eingesetzt.

Von 1962 bis 1968 wurde die Austrian von Lambert Konschegg als einem von zwei Vorständen geleitet.

Austrian im Jet-ZeitalterBearbeiten

 
Ehemalige AUA-Hauptverwaltung in Wien-Oberlaa mit stilisierter Heckflosse der DC-9 als architektonischer Aufsatz auf dem Gebäude (2012/13 abgerissen).

Ihr erstes Strahlflugzeug bestellte Austrian am 18. Februar 1963 mit einer Sud Aviation Caravelle. Ab 1971 standardisierte Austrian innerhalb einer sehr kurzen Zeit ihre Flotte auf neun Douglas DC-9-32, die für viele Jahre das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke darstellen sollte. (Die bedeutende Rolle der DC-9-Familie spiegelte sich auch in der architektonischen Gestaltung des 1978 eröffneten Gebäudes der Hauptverwaltung in der Fontanastraße 1 in Wien-Oberlaa wider, siehe das Bild rechts.) Ab 1975 wurden die ersten von fünf DC-9-51 eingeführt, und 1977 wurde die Fluggesellschaft zusammen mit Swissair Erstkundin der DC-9-80 (später McDonnell Douglas MD-80).

Im Jahr 1976 erhielt die Fluggesellschaft Konkurrenz durch den neueröffneten Flughafen Maribor in Jugoslawien, heute Slowenien, unter anderem durch die Fluggesellschaft Inex-Adria Airways, die billige Flüge in das europäische Ausland anbot und viele Kunden aus Kärnten und der Steiermark anzog.

Ab Oktober 1980 kamen die ersten MD-81 zum Einsatz und ermöglichten eine Ausweitung der Operation. Im Jahr 1984 wurde Austrian Erstkundin der MD-87 und war maßgeblich an diesem Konzept beteiligt. 1985 wurden erstmals mehr als zwei Millionen Passagiere innerhalb eines Jahres befördert. Ab Ende 1987 kamen die ersten MD-87 und ab 1990 auch die MD-83 zum Einsatz, während man von den 13 MD-81 insgesamt sechs Flugzeuge auf MD-82-Standard modifizierte. Damalige Vorstände der Gesellschaft waren Anton Heschgl (von 1969 bis 1993) und Hubert Papousek (von 1969 bis 1990).[11]

Entwicklung von 1990 bis 2008Bearbeiten

 
Die aktuelle Unternehmenszentrale der Austrian Airlines am Gelände des Flughafens Wien
 
Fokker 70 der Austrian in Frankfurt (2013)

Die 1990er Jahre waren dominiert von Luftfahrt-Allianzen und Kooperationen. Austrian waren eine der ersten Airlines mit multinationalen Partnerschaften, als sie in die Qualiflyer Group unter Federführung der Swissair eintrat. Es war auch eine Zeit der raschen Expansionen in Übersee wie Südafrika und die Volksrepublik China. Ende der 1990er Jahre erfolgte ein Zerwürfnis mit Swissair, da sich die Swissair ohne Wissen der Austrian an ihr beteiligen wollte. 2000 folgte der Beitritt zur „Star Alliance“ und 2002 die Übernahme der Lauda Air, die sich in der Folge auf die Urlaubs- und Charterflüge innerhalb der Austrian Airlines Group spezialisierte. Die Tochter Tyrolean Airways spezialisierte sich unter dem Markennamen Austrian Arrows operated by Tyrolean auf Regionalflüge. Die zuvor gekaufte Rheintalflug wurde mit „Tyrolean Airways“ fusioniert. In den Jahren 1993 bis 2001 bildeten Herbert Bammer und Mario Rehulka das AUA-Führungsteam, von 2001 bis 2006 war der ehemalige SAS-Manager Vagn Sörensen als Vorstand tätig.

Im Herbst 2004 wurde der Flugbetrieb der Lauda Air in den Austrian Flugbetrieb integriert. Unter dem Namen Lauda Air – ab 2007 mit dem Zusatz The Austrian Way to Holidays – erfolgte zwar weiterhin Marketing und Verkauf der Urlaubs- und Charterflüge, die Flugdurchführung erfolgte jedoch durch Austrian.

Bis zum Jahr 2005 hat es Austrian geschafft, sich zum Marktführer für Flüge von und nach Zentral- und Osteuropa zu entwickeln. Im Jahr darauf wurde die „Business Class“ mit eigens entworfenen „Lie-Flat-Sitzen“ erneuert. Der Internetanschluss wurde damals allerdings nicht verwirklicht, verursacht durch die Probleme des Betreibers „Connexion by Boeing“.

Ab Oktober 2006 war die Austrian zu einem harten Sparkurs gezwungen. Im folgenden Jahr wurden über 500 Arbeitsplätze abgebaut. Zahlreiche Langstreckenflüge, wie z. B. nach Sydney via Kuala Lumpur, sowie die Route SingapurMelbourne wurden gestrichen. Ebenfalls wurden die Verbindungen nach Kathmandu und Shanghai aus dem Streckennetz der Austrian Airlines entfernt. Die verbliebenen drei Fokker 70 wurden aus dem Austrian-Flugbetrieb gelöst und zu Tyrolean Airways verschoben. Außerdem wurde beschlossen, die Airbus-Langstreckenflotte der AUA (vier A340, vier A330) im Laufe des Jahres 2007 nach und nach im Sinne der Flottenharmonisierung abzubauen. Damit besteht die Austrian-Langstreckenflotte homogen aus Boeing 777 und Boeing 767.

Die ursprüngliche Unternehmenszentrale, die in den Jahren 1975–1978 errichtet wurde, war in Wien-Oberlaa. Sie wurde im Jahr 2007 in ein von der Flughafen Wien AG errichtetes und von Austrian gemietetes Gebäude an der Adresse Office-Park 2 direkt am Wiener Flughafen und damit nach Niederösterreich verlegt. Der eingetragene Firmensitz ist jedoch weiterhin in Wien. Durch die Umfirmierung in „Austrian Airlines AG“ fiel der Zusatz „Österreichische Luftverkehrs AG“ weg.[1]

Aus einem leicht positiven Jahresergebnis von 3,3 Mio. Euro im Jahr 2007 mussten die Prognosen für 2008 mehrmals nach unten angepasst werden, Ende November wurde wegen nötiger Flugzeugabschreibungen und Wertpapierverluste ein Jahresverlust von 475 Mio. Euro prognostiziert.[12] Nachdem Alfred Ötsch (Konzernchef von 2006 bis 2009) bei seinem Antritt am 1. April 2006 noch eine Selbständigkeit der Austrian Airlines als unabdingbar ansah, musste er später seine Meinung revidieren.[13]

Privatisierung und Übernahme durch die LufthansaBearbeiten

Im Juni 2008 beauftragte die österreichische Regierung die Investmentbank Merrill Lynch, eine Vollprivatisierung durch Übernahme der AUA durch eine ausländische Fluggesellschaft vorzubereiten. Interesse bekundeten zunächst Lufthansa, Air France-KLM, Royal Jordanian, Air China, Turkish Airlines, Aeroflot, S7 Airlines und Singapore Airlines, wovon Lufthansa, Air France-KLM und S7 in die engere Auswahl kamen.[14]

Als das Angebotspaket des letzten verbliebenen Bieters Lufthansa zum Ende des Privatisierungsauftrages am 28. Oktober nicht beschlussfähig war, wurde der Prozess von der österreichischen Bundesregierung bis 31. Dezember 2008 verlängert. Nach dieser Verlängerung gab dann auch S7 ein unverbindliches Angebot ab.[15]

Am 13. November 2008 wurde bekannt, dass die Staatsholding ÖIAG der Deutschen Lufthansa AG den Zuschlag zur Übernahme geben wolle. Lufthansa sollte mit 41,6 % bei Austrian Airlines einsteigen.[16] Der symbolische Kaufpreis für die 36.626.875 Aktien der AUA wurden mit einem Cent je Aktie bestimmt, sohin in Summe mit 366.268,75 Euro. Experten erwarteten einen Abbau von 2000 der 8000 Stellen.[17] Der Verkauf der ÖIAG-Anteile an der AUA an die Deutsche Lufthansa AG wurde am 5. Dezember 2008 durch die ÖIAG bestätigt.[18]

Der Kauf stand unter aufschiebenden Bedingungen. Unter anderem musste die geplante Schuldenübernahme von ungefähr 500 Mio. Euro durch die ÖIAG von der EU-Kommission wettbewerbsrechtlich genehmigt werden. Wegen dieser Schuldenübernahme, die erst nach dem Feststehen der Lufthansa als des letzten Bieters bekanntgegeben wurde, gerieten AUA-CEO Alfred Ötsch und ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis unter heftige Kritik. Denn unter diesen Umständen wären möglicherweise, so Beobachter des Verfahrens, auch weitere Luftfahrtgesellschaften als Mitbieter übrig geblieben. Eine Neuausschreibung des Bieterverfahrens wurde gefordert, jedoch mit Verweis auf Verfahrensregeln und das Aktienrecht von Michaelis abgelehnt. Michaelis wurde so, laut Neue Zürcher Zeitung (NZZ), zum „Buhmann der Nation“, da in anderen Fällen bei öffentlichen Unternehmen wenig Rücksicht auf das Aktienrecht oder Verfahrensregeln gelegt würde. Schließlich sei in Österreich „das Aktienrecht Wachs in den Händen der Politik. Vergehen sind Kavaliersdelikte im Interesse des Volkes.“[19] Der Vorstandsvertrag von Alfred Ötsch – ursprünglich bis April 2010 befristet – wurde zum 31. Jänner 2009 vorzeitig beendet.[20]

Am 1. Juli 2009 kündigte die EU-Kommission eine tiefergehende kartellrechtliche Prüfung der Übernahme für die Deutsche Lufthansa AG an.[21] Beobachter sahen die geplante Übernahme der AUA daraufhin als gefährdet an, da die Lufthansa zuvor eine Frist bis zum 31. Juli 2009 gesetzt hatte und danach das Angebot hätte zurückziehen können.[22]

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gab am 31. Juli bekannt, dass sie die Übernahme der AUA durch die Lufthansa unter Auflagen genehmigen werde.[23] Die Genehmigung der EU-Kommission wurde am 28. August 2009 endgültig erteilt. Sowohl die Lufthansa als auch die AUA mussten Start- und Landerechte zwischen Wien und Brüssel sowie mehreren deutschen Städten Konkurrenten überlassen. Am 3. September 2009 erfolgte die Übernahme mit dem Aktienübertrag und der Neubesetzung des Aufsichtsrates der Austrian Airlines.[24] Mit Wirkung vom 4. Februar 2010 wurden alle Kleinaktionäre zwangsabgefunden und die Aktie von der Wiener Börse genommen.[25]

Im Dezember 2011 wurde bekannt gegeben, dass erneut ein Sparpaket mit umfangreichen Einsparungen, Gehaltsverzichten und Schlechterstellungen aufgelegt werden wird. Trotz bereits erfolgter umfangreicher Maßnahmen wie der Streichung von etwa 2500 Stellen konnte die Gewinnzone jedoch nicht erreicht werden. Die Lufthansa als Eigentümerin lehnte eine finanzielle Beihilfe ab.[26] Im März 2012 wurde erneut der Bedarf einer Rekapitalisierung angemeldet. Gleichzeitig wurde auch mit Vorbereitungen begonnen, den Betrieb der Austrian Airlines zur langfristigen Senkung der Personalkosten auf die Tochter Tyrolean Airways übergehen zu lassen.[27] Wenige Tage später genehmigte die Lufthansa eine Kapitalerhöhung um 140 Millionen Euro vorbehaltlich wirkungsvoller Maßnahmen zur Sanierung.[28] Damalige Vorstände der Austrian waren Peter Malanik und Andreas Bierwirth (2009–2012).

Betriebsübergang zu TyroleanBearbeiten

Mit 2. November 2011 übernahm der Deutsch-Mexikaner Jaan Albrecht die Leitung des Unternehmens und führte den Sanierungskurs fort.[29] Nach dem Scheitern mehrmonatiger Verhandlungen um weitere Sparmaßnahmen wurde der Betrieb der Austrian Airlines zum 1. Juli 2012 an die Tochtergesellschaft Tyrolean Airways überstellt. Der befristete Gehaltsverzicht wurde dauerhaft in die neuen Tyrolean-Entgelttabellen eingearbeitet. Gehälter der Angestellten mit Austrian-Verträgen wurden eingefroren; eine Erhöhung erst wieder vorgesehen, wenn die Entgelte der Tyrolean-Angestellten aufgeholt hätten.[30] Alle Flugzeuge und der Personalstand (rund 460 Piloten und 1.500 Flugbegleiter) wechselten an diesem Tag innerhalb des Konzerns den Betreiber beziehungsweise den Arbeitgeber. Auch die Übernahme des Streckennetzes erfolgte zum 1. Juli 2012. Tyrolean Airways führte fortan alle Flüge unter der Marke Austrian, jedoch mit dem Zusatz „operated by Tyrolean“ durch. Sie wurden aber weiterhin unter OS-Flugnummern geführt. Der frühere Markenname der Tyrolean Austrian arrows wurde aufgegeben.[31][32]

Laut Bord-Betriebsrat der Austrian hätte der Betriebsübergang bis zu 280 Millionen Euro kosten können; außerdem wurden Klagen eingebracht, ob ein Betriebsübergang in dieser Form rechtens war. Aus diesem Grund hatte die Personalvertretung ein eigenes Sparpaket ausgearbeitet, das jedoch bereits vor Abstimmung seitens der Vorstände als abgelehnt galt.[33] Anfang September 2013 erklärte das Arbeits- und Sozialgericht Wien den Betriebsübergang in erster Instanz für nichtig.[34] Im September 2014 stellte der EuGH fest, dass der alte Kollektivvertrag für das fliegende Personal bis zum Inkrafttreten eines neuen Vertrages nachwirkt. Zuvor hatte der Betriebsrat auch von österreichischen Gerichten in zwei Instanzen Recht bekommen. Für den Fall, dass der „alte“ Vertrag tatsächlich „nachwirken“ sollte, hätte dies jedenfalls Nachzahlungen in Millionenhöhe für ehemalige AUA-Mitarbeiter bedeutet, die im Rahmen des Betriebsübergangs zu Tyrolean wechselten. Die finale Entscheidung in der Causa wäre allerdings beim OGH gelegen.[35]

Veränderungen in der FlotteBearbeiten

Im Jahr 2012 wurde ein neues Kabinendesign für die aus zehn Maschinen bestehende Langstreckenflotte vorgestellt. Dadurch war zwischen Ende 2012 und Ende 2013 im Durchschnitt immer ein Flugzeug nicht verfügbar, daher musste das Angebot auf der Langstrecke zurückgenommen werden, was in den ersten drei Quartalen 2013 für ein Passagierminus sorgte. Insgesamt wurden rund 90 Millionen Euro, also rund 9 Millionen Euro pro Flugzeug investiert. Die Boeing 777 wurden in Wien und die Boeing 767 im irischen Shannon umgerüstet. Trotz dieser Umstände wurde am 17. Mai 2013 die Flugverbindung nach Chicago mit fünf wöchentlichen Flügen wieder aufgenommen.[36]

Anfang 2013 wurden außerdem die letzten Boeing 737 außer Dienst gestellt. Einige der Boeing 737-800 wurden an Aeromexico und El Al verkauft. Die Boeing 737-600 und -700 wurden 2012 verschrottet. Zum Ausgleich wurden mehrere Airbus A320 in die Flotte aufgenommen. Durch die Flottenvereinheitlichung werden pro Jahr mehrere Millionen Euro eingespart.

Anfang 2014 kam eine fünfte Boeing 777 zur Flotte hinzu. Ab Juli 2014 wurde Newark das elfte Langstrecken-Ziel der AUA. Geflogen wird fünf Mal wöchentlich mit einer Boeing 767.

Am 12. März 2015 wurde bekanntgegeben, dass bereits ab Herbst 2015 mit dem Austausch der Fokkerflotte durch 17 gebrauchte Embraer 195 begonnen werden soll. Die Einflottung der von Lufthansa CityLine übernommenen Flugzeuge soll im Jahr 2017[veraltet] abgeschlossen sein.[37]

2018 kam die 6. Boeing 777 in die AUA-Langstreckenflotte (OE-LPF). Im selben Jahr wurde auch Kapstadt als Ziel aufgenommen.

Einigung auf neuen KollektivvertragBearbeiten

Am 8. Oktober 2014 wurde bekanntgegeben, dass sich das fliegende Personal mit der Konzernführung auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt hat. Ein entsprechendes Eckpunktepapier wurde demnach ausgehandelt. Im Zuge dessen wurde der gesamte Flugbetrieb mit 1. April 2015 von Tyrolean Airways wieder zurück auf Austrian überführt. Dadurch entfiel schlussendlich auch der Zusatz „operated by Tyrolean“.[38] Für die Mitarbeiter von Austrian und Tyrolean gibt es seither einen Kollektivvertrag. Im Vorfeld wurden Befürchtungen laut, die AUA könnte ohne eine Entscheidung in der Sachlage zur Billigairline geschrumpft werden bzw. ihre Langstreckenverbindungen verlieren. Derartige Szenarien waren mit der Einigung laut Vorstand aber vom Tisch.[39]

Am 31. Oktober 2014 wurde schließlich der neue und fertig textierte Kollektivvertrag von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer unterschrieben. Er gilt seit 1. Dezember 2014 für alle Bord-Mitarbeiter.[40] Am 5. Dezember 2014 wurde bekanntgegeben, dass mit dem erneuten Betriebsübergang am 1. April 2015 zugleich auch die Unternehmen Tyrolean Airways und Austrian Airlines unter der Marke Austrian Airlines fusioniert werden. Seit diesem Zeitpunkt sind also nicht nur das fliegende Personal, sondern auch die Stationsmitarbeiter in den Bundesländern und weitere Angestellte im Bereich der Flugbetriebsadministration bei Austrian Airlines selbst beschäftigt.[41]

Entwicklung seit 2014Bearbeiten

Im November 2014 wurde von der Gesellschaft der „papierlose Pilotenkoffer“ eingeführt. Alle Airline-Piloten werden seither mit einem Tabletcomputer ausgestattet, der den klassischen papiergebundenen Pilotenkoffer ersetzt. Auf diese Weise können bereits in der Vorbereitungsphase Fluginformationen und -dokumente über eine Internetverbindung auf das Tablet geladen und anschließend ins Cockpit mitgenommen werden, wo sie mit einer Halterung fixiert werden.[42] Seit 14. Dezember 2014 erreichen auch Fernzüge den Bahnhof Flughafen Wien. Auf der Strecke Linz – Flughafen Wien bieten die ÖBB dabei zusammen mit Austrian Airlines eine Kooperation unter dem Namen AIRail an. Dabei besteht die Möglichkeit, die Zugsfahrt und einen Anschlussflug in einem Ticket zu buchen. Reisende können hierzu bereits am Linzer Hauptbahnhof für ihren Flug einchecken, jedoch nicht das Gepäck aufgeben. Dem folgend tragen die Züge auf der Strecke zusätzlich eine OS-Flugnummer.[43]

Anfang 2015 wurde ein überarbeiteter Markenauftritt vorgestellt, der als auffälligste Neuerung die Phrase „my“ vor dem Austrian-Titel und anderen Angeboten der Fluglinie enthielt. Das „my“ sollte dabei auf die nun individuell zusammenstellbaren Ticketoptionen hinweisen und die Identifikation der Mitarbeiter und Kunden mit „ihrer“ Airline betonen. Die Neuerung stieß im Folgenden jedoch auf anhaltende Kritik.[44] Im Jänner 2016 wurde schließlich bekannt, dass der Namenszusatz lediglich Teil einer zeitlich befristeten Kampagne sei und daher nicht langfristig fortgeführt werde.[45] (Weitere Details zum Außenauftritt der Fluglinie sind dem Abschnitt Corporate Design der Austrian Airlines zu entnehmen.)

Im Mai 2015 wurde nach vier Jahren ein Wetlease-Vertrag mit Brussels Airlines beendet, für die Austrian eine DHC-8-400 betrieb.[46]

Am 1. Juni 2015 übernahm Kay Kratky, ehemaliger Chief Operating Officer im Passagevorstand der Deutschen Lufthansa AG, den Posten des Chief Executive Officer (CEO) der AUA. Er folgte damit Jaan Albrecht nach, der diese Position seit 2011 innehatte.[47]

Im Herbst 2015 hat Austrian zudem zusammen mit Lufthansa und Swiss ein neues Tarifkonzept im Österreich- und Europaverkehr vorgestellt, das vor allem mehr Wahlfreiheit für Zusatzleistungen vorsieht. Konkret können dabei Reisende der Economy Class zwischen den drei Tarifoptionen Light, Classic und Flex wählen. Ohne Aufpreis verfügbar bleibt jedoch weiterhin die Bordverpflegung, die Mitnahme eines Handgepäcks, die Sitzplatzauswahl am Check-in ab 23 Stunden vor Abflug und das Sammeln von Vielfliegermeilen.[48]

Im Rahmen einer Wet-Lease Vereinbarung flogen ab 7. März 2017 auch Maschinen der Air Berlin im AUA-Streckennetz.[49] (siehe dazu: Wet-Lease Vereinbarungen der Austrian Airlines)

Seit dem Sommerflugplan 2018 ergänzt eine sechste Boeing 777-200ER die Langstreckenflotte. Die rund 16 Jahre alte Maschine flog bis Ende 2016 bei Aeroméxico und war bis zur Übernahme auf dem Pinal Airpark (US-Bundesstaat Arizona) abgestellt. Austrian Airlines beabsichtigt sie über einen Zeitraum von etwa acht Jahren vom Unternehmen AerCap zu leasen.[50]

Bis zum Sommerflugplan 2018 wurden alle Langstreckenmaschinen zudem mit einer Premium Economy Class ausgestattet. Diese versteht sich als Zwischenklasse in Bezug auf Preis und Komfort. Als Sitz wird dabei das Modell „PC01 – ZIMmagic“ des deutschen Herstellers ZIM zum Einsatz kommen und in jeweils drei Reihen verbaut werden. (2-2-2 Bestuhlung in der Boeing 767 bzw. 2-4-2 Bestuhlung in der Boeing 777) Der Umbau für das neue Produkt soll im Herbst 2017 starten.[51]

Am 11. April 2018 wurde bekanntgegeben, dass Alexis von Hoensbroech ab 1. August 2018 neuer CEO und Vorstandsvorsitzender von Austrian Airlines werden soll. Der Aufsichtsrat hat diesem Vorschlag am 20. Juni einstimmig zugestimmt.

Während der COVID-19-Pandemie wurde ab 18. März 2020 der reguläre Flugbetrieb eingestellt. Ein Langstreckenflugzeug wurde für Evakuierungs- und Hilfsflüge bereit gehalten[52] und landete beispielsweise am 22. März in Kapstadt und am 23. März in Mexiko-Stadt.[53] Im Rahmen einer Rückholaktion für EU-Staatsbürger führte Austrian Airlines Ende März 2020 den längsten Nonstop-Flug der Unternehmensgeschichte durch. Dieser erfolgte mit einer Boeing 777-200ER von Wien nach Sydney über eine Strecke von mehr als 16.000 Kilometer und einer Dauer von über 17 Stunden. Dies war nur deshalb möglich, da der Flug ohne Beladung und nur mit Crew an Bord durchgeführt wurde. Der Rückflug erfolgte als Direktflug mit Passagieren mit einem Tankstopp in Kuala Lumpur, wo auch ein Crew-Wechsel stattfand.[54]

BeteiligungenBearbeiten

 
Logo der AUA Group 1995–2003
Eigentumsverhältnisse (2010)
Österreichische Luftverkehrs-Holding-GmbH 96,55 %
Firmeneigener Aktienbesitz 3,45 %
Grundkapital 264.404.172 €
Aktien (Stückaktien) 88.134.724
Basisdaten (2018)
Mitarbeiter 7.083
Beförderte Passagiere 13.936.000

Die Austrian Airlines AG hält einige Beteiligungen an weiteren Firmen. Ein operativer Flugbetrieb wird jedoch nur von Austrian Airlines selbst betrieben. Von der Beteiligung an der slowakischen Fluggesellschaft Slovak Airlines hat sich Austrian im Jänner 2007 getrennt. Einige weitere Beteiligungen:

  • Wartungsbetriebe in Wien und Bratislava (ATB)
  • AVS-Versicherungen
  • AirPlus Kreditkarteninstitut
  • SCA Schedule Coordination Austria
  • ACS AirContainerService GmbH
  • Avicon Aviation Consult GmbH
  • Austrian Lufthansa Cargo GmbH
  • Austrian Airlines Tele Sales & Service GmbH

KonzernkennzahlenBearbeiten

Jahr Relationspassagiere1 davon Linie operatives Gesamtergebnis/EBIT4 Mitarbeiter2 Flottenstärke3
2002 8.834.656 7.269.235 41,4 Mio. € 7.358 87
2003[55] 8.479.417 7.051.747 63,3 Mio. € 7.167 88
2004[56] 9.404.947 7.823.832 79,4 Mio. € 7.662 97
2005[57] 10.119.773 8.316.128 -100,0 Mio. € 8.468 106
2006[58] 10.834.668 9.095.762 -89,0 Mio. € 8.582 105
2007[59] 10.832.305 9.480.519 25,6 Mio. € 8.031 98
2008[60] 10.176.249 9.449.813 -312,1 Mio. € 7.914 99
2009[61][62] 9.944.795 8.969.882 -293,9 Mio. € 7.065 76
2010[63] 10.894.800 10.163.000 -64,7 Mio. € 5.934 80
2011[64] 11.261.400 10.613.900 -59,4 Mio. € 6.777 80
2012[65] 11.466.600 10.855.700 65,0 Mio. € 6.236 77
2013[66] 11.288.000 9.649.800 25 Mio. € 6.208 74
2014[66] 11.171.000 10 Mio. € 6.067 75
2015[67] 10.838.000 54 Mio. € 5.984 77
2016[68] 11.385.000 65 Mio. € 6.450 80
2017[69] 12.850.000 101 Mio. € 6.914 83
2018[68] 13.936.000 90 Mio. € 7.083 83
2019[70] 14.651.000 15 Mio. € 6.989 82
1 Anzahl der beförderten, zahlenden Passagiere; Flüge mit durchgehenden Flugnummern werden dabei unabhängig von der Anzahl der Zwischenlandungen nur einmal gezählt
2 2011 übernahm Austrian Airlines bzgl. des Personalstands die Berichtsweise der Lufthansa nach „Mitarbeitern“ anstelle der bisher angegebenen „Vollzeitstellen“. Die Zahlen ab 2011 sind daher nicht direkt mit den Zahlen von vor 2011 zu vergleichen.
3 Alle Angaben beziehen sich auf den Stichtag 31.12. und umfassen die operativ eingesetzten Flugzeuge (inkl. Ersatzflugzeuge für wartungsbedingte Standzeiten).
4 Seit 2015 weist Austrian Airlines ihren Gewinn als „EBIT“ aus (Earnings Before Interests and Taxes, dt. Ergebnis vor Zinsen und Steuern)

Seit

Corporate DesignBearbeiten

 
Logo, Logos AUA, Austrian Airlines

Der Außenauftritt des Unternehmens und die Farbgebung der Maschinen werden seit der Gründung durch das Rot-Weiß-Rot der Flagge Österreichs bestimmt. Die Flugzeuge der 1950er bis 1980er Jahre hatten eine silberglänzende Rumpfunterseite, der obere Teil des Rumpfs war in weiß gehalten und mit dem AUA-Pfeil – „Austrian-Chevron“ genannt – sowie der Aufschrift „Austrian Airlines“ (bis 1972 und von 1995 bis 2003) oder „Austrian“ (von 1972 bis 1995 und wieder ab 2003) versehen. Analog zur Swissair mit dem Schweizerkreuz war das Seitenleitwerk der AUA-Flieger als „Flagcarrier“ mit der rot-weiß-roten Flagge Österreichs lackiert.

Der typische AUA-Pfeil durchlebte bislang drei Versionen. 1960 noch dem Seitenriss eines Papierflugzeuges ähnelnd, erhielt er ab 1972 für 31 Jahre seine Pfeilform. Mit dem neuen Markenauftritt 1995 wurde der Pfeil in der weißen Mitte der rot-weiß-roten Heckflosse platziert. Bei der grundlegenden Neugestaltung des Corporate Designs durch Landor Associates im Jahr 2003 erfuhr die erste Pfeilform eine Art Renaissance in modernisierter Aufmachung – dreidimensional und mit Schatten.

 
Airbus A320-214 der Austrian Airlines mit dem Kennzeichen OE-LBN und der Aufschrift „Servus“ beim Flug von Berlin-Tegel (TXL) nach Wien am 21. Oktober 2018 über Berlin-Lichterfelde.

Anfang 2015 wurde ein überarbeiteter Markenauftritt präsentiert. Neben der temporären Phrase „my“ vor dem Austrian-Titel und anderen Angeboten der Fluglinie, brachte dieser jedoch auch dauerhafte Änderungen im Erscheinungsbild der Gesellschaft mit sich. So kommt der neue Auftritt beispielsweise gänzlich ohne die Farbe Blau aus. Auch die Flotte erhält seither eine neue Bemalung, welche ausschließlich die Farben Rot und Weiß verwendet. An Stelle des blauen Rumpfes ist dabei ein Schriftzug mit der landestypischen Grußformel „Servus“ getreten (am Typ DHC-8-400 entfällt dieser aus Platzgründen). Der Airbus A321 mit dem Kennzeichen OE-LBC war Ende März 2015 die erste Maschine im geänderten Design. Die übrige Flotte wird sukzessive an die neue Gestaltung angepasst, wobei nur kleinere Adaptionen vorgenommen wurden. So fällt nun (unternehmensweit) oben erwähnter Schatten unter dem Chevron weg und das Servus wird in veränderter Schriftart ausgeführt.[71] Die myAustrian-Bemalung ist auf folgenden Maschinen zu sehen:

Airbus A319-100 OE-LDE
Airbus A321-100 OE-LBC
Boeing 767-300ER OE-LAT / OE-LAY
Boeing 777-200ER OE-LPD
De Havilland DHC-8-400 OE-LGK
Embraer E195 OE-LWD

An allen seither neu lackierten Jets wird der Zusatz „my“ weggelassen. Den Anfang machte dabei der Airbus A319 OE-LDG.[72] Auch das Interieur wird im Hinblick auf die Neuerungen überarbeitet. In den Kabinen sind die blauen Elemente nun in Grau gehalten, die Vorhänge wurden zusätzlich mit einem rot-weißen Karomuster versehen.

Ursprünglich sollten sich auch die Mitarbeiter fortan in einer neuen – von der österreichischen Modedesignerin Marina Hoermanseder entworfenen – Uniform zeigen. Das Projekt wurde jedoch angesichts der angespannten Finanzlage des Unternehmens gestoppt.[73] Die aktuelle Dienstbekleidung wurde 1996 eingeführt und ist in einem kräftigen Rot gehalten; Schneider und Stofflieferant ist die österreichische Firma Wagner & Glass. Charakteristisch sind die roten Strumpfhosen bei den Damen.[74] Auf Basis dieser bestehenden Uniform wurde 2017 schließlich eine leicht adaptierte Version eingeführt. Sie sieht jedoch hauptsächlich einen veränderten Schnitt vor. Auffälligste Neuerung sind die Streifen an den Ärmeln, an welchen die Ranghöhe der Flugbegleiter abgelesen werden kann. (1 Streifen steht dabei für Junior, 2 für Senior und 3 für Purser) Bei repräsentativen Auftritten kann die Dienstbekleidung der Damen darüber hinaus durch rote Hüte in Schiffchenform und Lederhandschuhe ergänzt werden.[75] 2018 wurde der Markenauftritt erneut adaptiert. Die beiden Kernelemente des Markenbildes, der Pfeil und die Wortmarke Austrian, wurden modernisiert, der Schriftzug auf den Flugzeugen vergrößert. Im Mai 2018 wurde das erste Flugzeug im neuen Design, die sechste Boeing 777 OE-LPF, vorgestellt.

Der aktuelle Slogan des Unternehmens lautet: „The charming way to fly“.

Während der letzten Jahrzehnte wurden immer wieder Maschinen mit speziellen Bemalungen versehen. Seit Beitritt zur „Star Alliance“ fliegen mehrere Flugzeuge im entsprechenden Design. Für das Mozartjahr 2006 wurde ein Airbus A320 komplett in ein Mozart-Design umlackiert, ebenso war ein Airbus A340 als Hommage an die Wiener Philharmoniker im Einsatz oder für die Tirol-Werbung eine Boeing 737-600 in „Gletscherlook“. Einen Überblick über die aktuellen Sonderbemalungen gibt nachstehende Tabelle:

Aktuelle Sonderbemalungen:

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Airbus A320-200 OE-LBO Retro“ 1980er seit Februar 2019[76]  
OE-LBZ Star Alliance seit Oktober 2016  
De Havilland DHC-8-400 OE-LGO
OE-LGP
OE-LGQ
OE-LGR
LGO: seit Oktober 2010
LGP: seit September 2014
LGQ: seit Oktober 2014
LGR: seit Dezember 2014
 
Embraer 195 OE-LWH seit September 2016  
Boeing 777-200ER OE-LPD „my Sound of Austria“ seit März 2017  
OE-LPF „60 Years Flying“ seit Mai 2018  

Ehemalige Sonderbemalungen:

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Airbus A320-200 OE-LBP Retro“ 1950er März 2008 bis Februar 2019[77]  
OE-LBR Star Alliance Februar 2000 bis Februar 2005  
OE-LBS Eurovision Song Contest 2015 März 2015 bis Oktober 2016  
OE-LBU „Official Fan Line“ Oktober 2007 bis Jänner 2009  
Airbus A321-100 OE-LBB „Johann Strauß“ 1999  
OE-LBC McDonald’s/EURO 2008 Dezember 2007 bis Oktober 2008  
OE-LBA „myDreamteam“ Juni 2016 bis Juni 2018  
Airbus A340-300 OE-LAL „Wiener Philharmoniker“ 2006 bis 2007  
Boeing 767-300ER OE-LAT
OE-LAY
OE-LAZ
Star Alliance LAT: März 2007 bis Februar 2009
LAY: Juli 2005 bis November 2009
LAZ: April 2005 bis Mai 2009
 
OE-LAY „LifeBall“ April 2017 bis April 2019  
Boeing 777-200ER OE-LPB April 2014 bis Juni 2014  

ServiceBearbeiten

Am Flughafen Wien werden alle Flüge der Austrian Airlines Group im Terminal 3 abgefertigt.[78] Dabei werden in den Gate-Bereichen F und G sechs Lounges angeboten. Drei Schengen und drei Non-Schengen Lounges mit jeweils einer Business, Senator/Star Gold und HON Circle Lounge.[79] Eine weitere Business Lounge befindet sich in Bereich D. Der Zugang zu ihnen kann aber auch von eigentlich nicht zutrittsberechtigten Reisenden gekauft werden.[80] Auch am Flughafen Moskau-Domodedowo wird eine eigene Business Lounge betrieben.[81] Über Vertragspartner, die den Zugang zu deren Lounges gewähren, wird ein weltweites Angebot verfügbar gemacht.[82]

 
Kabinendesign der Kurz- und Mittelstrecke. (Fokker 100)
 
Economy-Class-Kabine der Langstrecke (Boeing 767)
 
Business-Class-Kabine der Langstrecke (Boeing 767)

Austrian Airlines betreibt ein Zweiklassensystem bestehend aus Economy Class und Business Class auf der Kurzstrecke, sowie ein Dreiklassensystem bestehend aus Economy, Premium Economy und Business auf der Langstrecke.

Economy ClassBearbeiten

Von Frühjahr bis September 2011 wurden alle Flugzeuge der Airbus-A320-Familie mit neuen Passagiersitzen und einer neuen Kabinengestaltung ausgestattet.[83] Die „Europa-Kabine“ ist mit jener der Lufthansa identisch. Die neuentwickelten Sitze wurden von der Firma Recaro Aircraft Seating gefertigt.[84] Im November 2013 abgeschlossen wurde auch die Neugestaltung der Kabinen der Typen Fokker 70/100 und DHC-8-400, um sich dem neuen Design anzupassen.[85] Im Gegensatz zu den Airbus-Maschinen wurden aber keine neuen Sitze eingebaut, sondern lediglich die Bezüge und Teppiche ersetzt. Seither präsentieren sich alle Maschinen im Kurz- und Mittelstreckenverkehr in einem einheitlichen Erscheinungsbild. Es dominieren nun die Farben Grau, Rot und Weiß.

Seit August 2013 sind auch alle Langstreckenmaschinen mit einem neuen Kabineninterieur unterwegs. Es orientiert sich optisch an jenem der Kurz- und Mittelstrecke. In der Economy Class wurde dabei das Sitzmodell „Pinnacle“ von B/E Aerospace verbaut. (2-3-2 Bestuhlung in der Boeing 767 bzw. 3-4-3 Bestuhlung in der Boeing 777)[86][87]

Business ClassBearbeiten

Auf der Kurz- und Mittelstrecke kommt in der Business Class das Prinzip des Class Dividers, eines beweglichen Vorhangs innerhalb der Kabine, zum Einsatz.

Bis August 2013 hat die gesamte Langstreckenflotte (Boeing 767 und Boeing 777) eine neue Kabinenausstattung erhalten. Die neue Sitzkonfiguration gestattet Gangzugang von jedem Platz in der Boeing 767 bzw. fast jedem Platz der Boeing 777. Bei dem neuen Lie-Flat Sitz handelt es sich um ein Modell aus der „Vantage“-Reihe von Thompson Aero Seating.

BordverpflegungBearbeiten

Im März 2007 hat Do & Co das gesamte Catering für die Fluglinie übernommen.[88] Zu den generell servierten Getränken wird auf Economy-Flügen ab ca. 2,5 Stunden Flugzeit ein warmes Menü serviert; auf kürzeren Strecken beschränkt sich die Verpflegung auf kleine Snacks. Auf Langstreckenrouten kann aus zwei Menüoptionen gewählt werden. In der Business Class wird auf allen Routen ein umfangreicheres kulinarisches Angebot offeriert. Abgerundet wird das Angebot von einer eigenen Kaffeehauskarte.[89] Auf Kurzstrecken und ausgewählten Langstrecken besteht in der Economy Class auch die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Wunschmenü zusammen mit der Flugbuchung oder vor Abflug am Flughafen Wien zu bestellen.[90]

BordunterhaltungBearbeiten

Die in der Airbus-Flotte herunterklappbaren Monitore wurden im Oktober 2014 deaktiviert und anschließend gänzlich ausgebaut. Als Ersatz wurde ein W-LAN Drahtlosnetzwerk („myAustrian FlyNet“) eingeführt. Zum Einsatz kommt dabei ein Breitband-Satellitensystem von Inmarsat. Das Telefonieren an Bord ist jedoch nicht möglich. Das kostenpflichtige Service ist seit Ende April 2017 in den Airbus-Maschinen nutzbar und soll im Folgenden auf weiteren Teilflotten ausgerollt werden. Da die Langstreckenmaschinen mittelfristig durch jüngere Flugzeuge ersetzt werden sollen, werden diese vorerst jedoch nicht mit einem Internetzugang ausgerüstet.[91][92][93] Auf der Langstrecke ist in der Economy- wie in der Business-Class dasselbe Unterhaltungsprogramm verfügbar.

Einen Überblick über das aktuelle Film- und Musikangebot auf der Langstrecke gibt das Bordunterhaltungsmagazin skylights, welches alle zwei Monate erscheint.[94] Am Sitzplatz wird zudem das Magazin fly & buy aufgelegt. In ihm sind die aktuellen Angebote des Duty-Free-Bordverkaufs, auf Flügen in Nicht-EU-Staaten, ersichtlich. Das kostenlose Zeitungs- und Magazinangebot in der Economy-Class der Kurz- und Mittelstrecken wird seit Anfang 2015 nicht mehr angeboten. Ergänzend dazu werden seit Oktober 2015 nationale und internationale Zeitungs- bzw. Magazintitel in digitaler Form als Download zur Verfügung gestellt.[95]

FlugzieleBearbeiten

Austrian Airlines bedient Flugziele in Europa, Nordamerika, Afrika, Asien und im Nahen und Mittleren Osten. Zu den Langstreckenverbindungen zählen in Nordamerika New York (John F. Kennedy und Newark), Washington, Chicago, Montreal und Los Angeles. Ab Sommerflugplan 2020 wird Boston aufgenommen. In Asien werden Malé (saisonal), Tokio, Bangkok, Peking, Shanghai,[96] angeflogen. In Afrika zählen Mauritius, sowie Kapstadt zum Streckenportfolio. Zudem werden alle österreichischen Bundesländerflughäfen außer Linz, also Innsbruck, Salzburg, Graz und Klagenfurt von Wien aus bedient.

myAustrian HolidaysBearbeiten

Austrian myHoliday löste im April 2013 die Marke Lauda Air als Ferienflugmarke der Austrian Airlines ab, wurde Mitte 2015 in myAustrian Holidays umbenannt und ist seither in Verwendung. Sie umfasst saisonale Ferienflüge sowie einmalige bzw. kurzfristige Exklusiv-Charter. Sämtliche Charterflüge werden mit den Flugzeugen und der Besatzung der Austrian Airlines durchgeführt – sie unterscheiden sich jedoch unter anderem in puncto Service & Flugbedingungen von den Linienflügen.

myAustrian Holidays Service[97]

Passagiere erhalten auf allen Ferienflügen je nach Flugzeit ein ausgewähltes Do & Co Bordservice:

  • Flugzeiten bis 02:19 Stunden: Warme Paninis oder Schnitzelsemmel & Wein, Bier, Kaffee, Tee, Softdrinks, Frizzante etc.
  • Flugzeiten ab 02:20 Stunden: Auswahl zwischen zwei warmen Menüs & Wein, Bier, Kaffee, Tee, Softdrinks, Frizzante etc.

Gepäckbestimmungen[98]

Alle Passagiere können ein Gepäcksstück mit 23 kg aufgeben, bei Langzeitaufenthalt von mehr als 28 Tagen kann eine Freigepäcksgrenze von 30 kg angefragt werden. Für Übergepäck und Sportgepäck kommt eine eigene Tariftabelle zur Anwendung während die Handgepäckbestimmungen denen der Linienflüge entsprechen.

Flugziele[99]

Die saisonalen Ferienflüge umfassen für den Flugplan 2017/18 40 Ziele in 10 Ländern.

Saison Land myAustrian Holidays Ziele (ab Wien, wenn nicht anders vermerkt)
Sommer Griechenland Chania (ab Wien/Graz/Linz), Heraklion, Kalamata, Karpathos, Kefalonia, Korfu, Kos (ab Wien/Innsbruck), Mykonos, Patras, Preveza/Lefkas, Rhodos (ab Wien/Linz/Innsbruck), Santorin, Skiathos, Volos, Zakynthos (ab Wien/Linz)
Italien Bari, Cagliari, Catania, Lamezia Terme, Neapel, Olbia, Palermo
Spanien Fuerteventura, Gran Canaria, Ibiza, Menorca, Teneriffa
Türkei Antalya, Dalaman
Portugal Funchal
Island Keflavik/Reykjavik
Deutschland Linz-Heringsdorf/Usedom, Dresden
Winter Spanien Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Teneriffa
Portugal Funchal
Dänemark Innsbruck-Kopenhagen, Innsbruck-Billund
Schweden Innsbruck-Stockholm, Innsbruck-Göteborg
Norwegen Innsbruck-Oslo

Flugnummernrange

myAustrian Holidays Flüge sind an der Flugnummer zu erkennen.

  • OS2000-OS2999: Exklusiv-Charter, Charterflüge in Veranstalterverantwortung
  • OS4000-OS4999 & OS9000-OS9999: Saisonale Ferienflüge

AuszeichnungenBearbeiten

 
Eine Embraer 195 der Austrian

2007

  • 1. Platz – Bestes Business-Class-Catering 2007 (Skytrax)

2008

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2008 (World Airline Awards 2008, Skytrax)

2009

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2009 (World Airline Awards 2009, Skytrax)

2010

  • 2. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2010 (World Airline Awards 2010, Skytrax)

2011

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2011 (World Airline Awards 2011, Skytrax)

2012

  • 8. Platz – Beste Airline in Europa 2012 (World Airline Awards 2012, Skytrax)

2013

  • 6. Platz – Best Airline in Europe 2013 (World Airline Awards 2013, Skytrax)

2014

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa (World Airline Awards 2014, Skytrax)
  • 4. Platz – Beste Airline in Westeuropa (World Airline Awards 2014, Skytrax)
  • 5. Platz – Bestes Business-Class-Catering (World Airline Awards 2014, Skytrax)
  • 5. Platz – Beste Airline in Europa (World Airline Awards 2014, Skytrax)
  • 6. Platz – Bester Business-Class-Sitz weltweit (World Airline Awards 2014, Skytrax)
  • 10. Platz – Sauberste Airline-Kabine (World Airline Awards 2014, Skytrax)

2015[100]

  • 1. Platz – Bestes Business-Class-Catering (World Airline Awards 2015, Skytrax)
  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa (World Airline Awards 2015, Skytrax)
  • 2. Platz – Beste Airline in Westeuropa (World Airline Awards 2015, Skytrax)
  • 3. Platz – Beste Airline in Europa (World Airline Awards 2015, Skytrax)
  • 9. Platz – Bestes Economy-Class-Catering (World Airline Awards 2015, Skytrax)

2016[101]

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa (World Airline Awards 2016, Skytrax)
  • 3. Platz – Bestes Business-Class-Catering (World Airline Awards 2016, Skytrax)
  • 4. Platz – Beste Airline in Westeuropa (World Airline Awards 2016, Skytrax)
  • 5. Platz – Beste Airline in Europa (World Airline Awards 2016, Skytrax)
  • 10. Platz – Bestes Economy-Class-Catering (World Airline Awards 2016, Skytrax)

2017[101]

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa (World Airline Awards 2017, Skytrax)
  • 4. Platz – Bestes Business-Class-Catering (World Airline Awards 2017, Skytrax)
  • 4. Platz – Beste Airline in Europa (World Airline Awards 2017, Skytrax)

2018[101]

  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa (World Airline Awards 2018, Skytrax)
  • 1. Platz – Bestes Business-Class-Catering (World Airline Awards 2018, Skytrax)

FlotteBearbeiten

 
Ein Airbus A319-100 der Austrian
 
Eine Boeing 767-300ER der Austrian

Aktuelle FlotteBearbeiten

Mit Stand September 2020 besteht die Flotte der Austrian Airlines aus 84 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 15,7 Jahren:[102]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Bemerkungen Sitzplätze
(Business/Eco+/Economy)
Durchschnittsalter

(Juni 2020)[102]

Airbus A319-100 7 werden bis 2022 ausgeflottet[103] 130 (28/0/102) 15,5 Jahre
Airbus A320-200 29 einer mit Sharklets ausgestattet (OE-LZF)[104] 160 (28/0/132) 15,3 Jahre
Airbus A321-100 3 184 (32/0/152) 24,4 Jahre
Airbus A321-200 3 184 (32/0/152) 20,8 Jahre
Boeing 767-300ER 6 mit Winglets nachgerüstet, 3 767 werden bis 2022 ausgeflottet[103] 211 (26/18/167) 24,4 Jahre
Boeing 777-200ER 6 OE-LPB, OE-LPC und OE-LPE noch in alter Bemalung.

OE-LPD Spezialbemalung „Sound of Austria“

OE-LPF Spezialbemalung „60 Jahre Austrian“

306 (38/24/244) 19,5 Jahre
De Havilland DHC-8-400 12 Ausmusterung bis 2021[105][103]

[106]

71 (5/0/66) 15,9 Jahre
Embraer 195LR 17 112 (8/0/104) 8,8 Jahre
Gesamt 83 - 15,6 Jahre

Ehemalige FlugzeugtypenBearbeiten

 
Vickers Viscount der Austrian in Manchester (1965)
 
Fokker 50 der Austrian in Stuttgart (1989)

Zuvor betrieb Austrian Airlines unter anderem auch folgende Flugzeugtypen:[107][108]

Wet-Lease VereinbarungenBearbeiten

Im Juni 2014 wurde bekannt, dass Austrian Airlines künftig einige regionale Flugstrecken für Swiss im Wet-Lease übernehmen wird, wobei sowohl Flugzeug als auch fliegendes Personal bereitgestellt werden. Seit dem Winterflugplan 2014/15 wird die Route ZürichLugano viermal täglich von Austrian Airlines geflogen.[109] Insgesamt werden im Streckennetz der Swiss vier De Havilland DHC-8-400 der AUA eingesetzt.[110] Ende 2018 wurde der Vertrag jedoch nicht weiter verlängert und die vier Q400 (OE-LGO/LGP/LGQ/LGR) wurden wieder nach Wien in die AUA-Flotte integriert. Ende 2016 wurde ein solcher Leasing-Vertrag auch mit der Air Berlin abgeschlossen, wobei insgesamt fünf Airbus A320 inklusive Crews von der AUA übernommen wurden. Im Gegensatz zu den für Swiss betriebenen Flugzeugen, erhielten jedoch alle Maschinen die Farbgebung der Austrian Airlines (mit dem Zusatz „operated by Air Berlin“), Kabinenausstattung und Besatzung präsentierten sich hingegen im Erscheinungsbild der Air Berlin.[49] Nach der Air Berlin-Insolvenz wurden die fünf A320 in die Flotte der Austrian übernommen und erhielten österreichische Kennzeichen (OE-LXA/LXB/LXC/LXD/LXE).

ZwischenfälleBearbeiten

 
Die Fokker 70 wenige Tage nach dem Unfall. Logos und Kennzeichen wurden bereits entfernt

Bisher kam es bei Austrian Airlines zu einem Totalschaden eines Flugzeugs. Dabei kamen 31 Menschen ums Leben.[111]

  • Am 21. Februar 1970 explodierte 20 Minuten nach dem Start eine in einem Postkorb versteckte Bombe an Bord einer Sud Aviation Caravelle (OE-LCU) während des Fluges von Frankfurt am Main nach Wien mit 33 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord. Die Bombe riss dabei ein ca. 0,5 m² großes Loch in die Unterseite des Rumpfes. Der Pilot konnte aber trotz des Loches sicher am Flughafen Frankfurt am Main landen. Keine der 38 Personen an Bord wurde verletzt. Die Volksfront für die Befreiung Palästinas bekannte sich zu diesem Anschlag. Das Paket mit der Bombe war eigentlich für eine El-Al-Maschine, die von Frankfurt nach Tel Aviv flog, vorgesehen.[113]

Sicherheit an BordBearbeiten

  • Am 7. Jänner 1997 wurde das Cockpit einer McDonnell Douglaus DC-9-87 von Berlin-Tegel nach Wien-Schwechat von einem mit einem Messer bewaffneten Bosnier gestürmt. Die Besatzung wurde gezwungen nach Berlin zurückzukehren. Der Mann wurde am Boden von den lokalen Behörden überwältigt und verhaftet. Das Messer durfte gemäß der damaligen Bestimmungen mit an Bord genommen werden. Der Mann hatte die Absicht in Berlin sein Visum neu zu verhandeln.[114]
  • Die bewaffnete Überwachungstätigkeit auf Austrian-Flügen durch das Einsatzkommando Cobra begann bereits im November 1981. Mehr als 40.000 auffällige Flüge der „Austrian Airlines“, ab 1997 auch der „Lauda Air“, sind begleitet worden. So sind im Jahr 2003 1.425 Flüge begleitet worden, 2004 stieg die Zahl der Begleitungen auf 1.731 an. Bei jedem begleiteten Flug werden mindestens zwei „Air Marshals“ eingesetzt. Die Flugsicherungsbegleiter des Einsatzkommandos Cobra müssen ein Basistraining (spezifisches Taktik- und Schießtraining, Notfalltraining) sowie jährliche Kurse absolvieren, darunter ein Deeskalationstraining. Die Flugsicherungsbegleiter lernen auch Fremdsprachen, die „Fliegersprache“ und internationales Luftfahrtrecht. Die Auswahl der Flüge erfolgt nach einer Gefahrenanalyse. Die polizeilichen Flugbegleiter sind auch mit Gefährdungen durch „unruly passengers“ konfrontiert, Fluggäste, die zu randalieren beginnen, etwa unter Alkoholeinfluss, oder wütende Kettenraucher, die während des Flugs nicht rauchen dürfen.[115]

Zur Behandlung von defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen sind alle Maschinen mit halbautomatischen Defibrillatoren ausgerüstet.[116]

LiteraturBearbeiten

  • Oliver Kühschelm: Austrian Airlines und Lauda Air. Das nationale Projekt und die One-Man-Show In: Brix, Emil / Bruckmüller, Ernst, Stekl Hannes (Hrsg.): Memoria Austriae III – Unternehmer, Firmen, Produkte Verlag für Geschichte und Politik, Wien 2005. S. 220–260, ISBN 3-7028-0419-6.
  • Peter Krause: OeLAG: Österreichische Luftverkehrs-AG 1923–1938. Weishaupt-Verlag, Graz 1983, ISBN 3-900310-14-9.
  • „Luftkrampf“„Eine kritische Bestandsaufnahme der neuen Strategie der AUA“, Beitrag im Magazin Datum, Jänner 2007.

WeblinksBearbeiten

Commons: Austrian Airlines – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Austrian Airlines – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Firmensitz von Austrian Airlines ist korrekt, APA-OTS-Presseaussendung von Austrian Airlines vom 16. Juni 2008. Abgerufen am 12. August 2011.
  2. Alexis von Hoensbroech wird neuer CEO von Austrian Airlines, abgerufen am 15. August 2018
  3. Austrian Airlines Management / Vorstand, abgerufen am 26. Dezember
  4. [1], abgerufen am 15. April 2018
  5. a b c [2].
  6. Lufthansa: Stiftung für AUA-Übernahme (Memento vom 13. September 2014 im Internet Archive), Wirtschaftsblatt von 26. Februar 2009
  7. Austrian.com: Impressum, abgerufen am 12. November 2014
  8. Peter Baumgartner: Ein Lächeln fliegt um die Welt. Eine Zeitreise durch die Geschichte von Austrian Airlines. Hrsg.: Austrian Airlines AG. 1. Auflage. Metroverlag, Wien 2017, ISBN 978-3-99300-308-1, S. 27.
  9. Foto aus 1962@1@2Vorlage:Toter Link/www.propliner.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Postkarte (Memento vom 29. Oktober 2012 im Internet Archive)
  11. Hedi Schneid: AUA-Chef Jaan Albrecht geht von Bord. In: Die Presse, 31. März 2015, abgerufen am 17. Juli 2020.
  12. AUA am Boden: 475 Millionen Verlust. In: DiePresse.com. 28. November 2008, abgerufen am 6. Januar 2018.
  13. Der Standard: Ötsch für Verkauf einer Mehrheit an der AUA.
  14. Format: Austrian Airlines-Privatisierung: Letzter Aufruf für Lufthansa, Air-France und S7, 24. September 2009.
  15. Der Standard: AUA wird für Lufthansa aufpoliert, 29. Oktober 2008.
  16. Focus: am 13. November 2008: Lufthansa wird Alpenkönig
  17. Finanznachrichten.de: Austrian Airlines soll an Lufthansa gehen – Abschluss in vier Wochen, November 2008.
  18. Die Presse: AUA-Verkauf besiegelt: Kranich soll Flügel verleihen, 5. Dezember 2008.
  19. M. K. (Wien): Aktienrecht als Wachs in den Händen von Österreichs Politikern. Neue Zürcher Zeitung, 24. Februar 2009, S. 24
  20. Austrian Airlines Group News: Mag. Alfred Ötsch tritt als Vorstandsvorsitzender der Austrian Airlines AG zurück (Memento vom 11. April 2016 im Internet Archive), Pressemitteilung vom 29. Jänner 2009
  21. Die Welt: Brüssel will die Übernahme der AUA weiter prüfen vom 2. Juli 2009.
  22. Die Presse: AUA-Übernahme am seidenen Faden vom 2. Juli 2009.
  23. @1@2Vorlage:Toter Link/www.sueddeutsche.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Lufthansa darf AUA übernehmen) www.sueddeutsche.de, 1. August 2009
  24. Erfolgreicher Vollzug des Zusammenschlusses von Austrian Airlines und Lufthansa (Memento vom 5. September 2009 im Internet Archive) Pressemitteilung vom 3. September 2009.
  25. ORF-Wien am 4. Februar 2010: AUA verabschiedet sich von der Börse
  26. diepresse.com – AUA braucht Sparpaket: Jobabbau und Gehaltsverzicht? 1. Dezember 2011
  27. airliners.de – AUA braucht Kapitalspritze 13. März 2012
  28. aero.de – Lufthansa gewährt Austrian Finanzspritze unter Vorbehalt 15. März 2012
  29. Der bisherige Star-Alliance-Chef Jaan Albrecht geht auf Sanierungskurs vom 2. November 2011
  30. derstandard.at – AUA-Verhandlungen geplatzt 30. April 2012
  31. aero.de – Austrian Airlines startet Betriebsübergang zu Tyrolean 30. April 2012
  32. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/05/01/austrian-airlines-neu-der-fahrplan.html vom 1. Mai 2012
  33. AUA-Betriebsrat warnt vor Betriebsübergang. Salzburger Nachrichten, 15. Mai 2012, abgerufen am 27. Mai 2013.
  34. Arbeitsgericht: AUA-Betriebsübergang nichtig. In: derStandard.at. 2. September 2013, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  35. Niederlage für AUA-Management: Auch EuGh gibt Belegschaft Recht vom 11. September 2014
  36. http://www.austrianwings.info/2012/11/aua-fliegt-ab-mai-wieder-nach-chicago/ vom 9. November 2012
  37. http://www.austrianairlines.ag/Press/PressReleases/Press/2015/03/019.aspx
  38. Einigung erzielt: AUA Konzern-KV gilt ab 1. Dezember 2014 vom 8. Oktober 2014
  39. Austrian Airlines: Einigung auf Kollektivvertrag vom 8. Oktober 2014
  40. Neuer AUA-KV ist unterzeichnet vom 31. Oktober 2013
  41. AUA: Fusion mit Tyrolean im Frühjahr vom 5. Dezember 2014
  42. AUA führt „papierlosen Pilotenkoffer“ ein vom 12. November 2014
  43. Austrian AIRail – Flug fährt ab Linz (Memento vom 30. Dezember 2014 im Internet Archive) abgerufen am 16. Dezember 2014
  44. AUA bald wieder ohne myAustrian? vom 9. Jänner 2016
  45. myAustrian & more: Isabella Reichl im Gespräch vom 10. Jänner 2016
  46. austrianaviation.net – AUA beendet Wetlease an Brussels 19. Mai 2015
  47. Kay Kratky als neuer CEO von Austrian Airlines bestätigt, abgerufen am 4. Juli 2016.
  48. Lufthansa, Austrian und Swiss führen neue Economy-Tarife ein vom 5. März 2015
  49. a b Erster Airbus A320 von Air Berlin in Austrian Airlines Bemalung zum Linienflug gestartet vom 7. März 2017
  50. AUA: Ruben Berta im Anflug auf Wien vom 18. April 2017
  51. Austrian Airlines: Wie sieht die Premium Economy Class aus? vom 17. April 2017
  52. Austrian Airlines stellt reguläre Flüge ab Mittwochnacht temporär ein, Cockpit, 16. März 2020
  53. Flightradar24 Boeing 777 OE-LPB (Memento vom 24. März 2020 im Internet Archive)
  54. Corona-Luftbrücke der AUA: „Spirit of Austria“ startet heute zu einem Rekordflug. Abgerufen am 29. März 2020 (österreichisches Deutsch).
  55. Geschäftsbericht 2003
  56. Geschäftsbericht 2004
  57. Geschäftsbericht 2005
  58. Geschäftsbericht 2006
  59. Geschäftsbericht 2007
  60. Geschäftsbericht 2008
  61. Verkehrsleistung, 12. Jänner 2011
  62. Ergebniszahlen der Austrian Airlines Group 2009
  63. Ergebniszahlen 2010: Austrian Airlines erreichen Ergebnisziel für 2010. AUA-Pressemeldung, März 2011. Abgerufen am 22. März 2011
  64. Ergebniszahlen 2011, abgerufen am 5. Juli 2012
  65. Verkehrsergebnis für das Jahr 2012: 11,5 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines geflogen. AUA-Pressemeldung, Jänner 2013. Abgerufen am 10. Jänner 2013
  66. a b Kennzahlen des Jahres 2014, abgerufen am 27. April 2017.
  67. Jahresergebnis 2015. AUSTRIAN AIRLINES AG, 17. März 2016, abgerufen am 18. März 2015.
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  70. Jahresergebnis 2019: Harter Wettbewerb drückt deutlich aufs Ergebnis, 2019 aber klar positiv. Abgerufen am 12. Mai 2020.
  71. Fotostrecke: Erste AUA Boeing 767 in neuen Farben in Wien eingetroffen vom 3. Dezember 2015
  72. Fotobericht: Erster AUA-Jet ohne „my“ vor Austrian in Wien gelandet vom 19. Jänner 2016
  73. Rückzieher bei AUA: Neue Uniformen kommen vorerst doch nicht vom 30. Oktober 2015
  74. AUA-Umfrage: Strumpfhosen bleiben rot vom 17. Juni 2015
  75. AUA: „Neue“ alte Uniformen für Flugbegleiter vom 12. April 2017
  76. Neuer AUA-Retro-Jet zum Erstflug gestartet. Abgerufen am 1. März 2019.
  77. AUA: Ex-Retro-Bus ist heimgekehrt. Abgerufen am 1. März 2019.
  78. Archivlink (Memento vom 2. Juni 2012 im Internet Archive) abgerufen am 17. Juni 2012
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  80. E-Mail-Newsletter an Miles-and-More-Kunden der Austrian Airlines vom 26. Mai 2010.
  81. Archivlink (Memento vom 15. Mai 2012 im Internet Archive) abgerufen am 17. Juni 2012
  82. Austrian Lounges weltweit, abgerufen am 3. Jänner 2015.
  83. miles-and-more.com – Die Austrian Flotte fliegt mit dem Neuen an Bord 1. September 2011
  84. Der Neue an Bord – AUA präsentiert neues Kabinendesign vom 22. November 2010
  85. http://www.austrianwings.info/2013/11/neues-kabinendesign-fuer-q400-und-fokker-70100-der-aua/, vom 11. November 2013
  86. AUA präsentiert neue Langstrecken-Business Class 10. Oktober 2012
  87. Archivlink (Memento vom 1. Mai 2012 im Internet Archive)
  88. AUA-Catering wieder von Do&Co vom 2. März 2007
  89. austrian.com – Fluginformation, abgerufen am 4. Jänner 2015.
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  91. Austrian Airlines – FlyNet, abgerufen am 10. Jänner 2017.
  92. AUA: Erster Airbus mit WiFi ausgestattet vom 16. November 2016
  93. AUA: Internet an Bord als „Weihnachtsgeschenk“? vom 16. Dezember 2016
  94. Austrian Bordmagazin Skylines wird gerelauncht com 20. November 2014
  95. AUA wieder mit Zeitungen unterwegs vom 12. April 2016
  96. ORF: AUA streicht Direktflug Wien-Delhi, abgerufen am 18. Februar 2016
  97. Service an Bord – myAustrian Holidays. Abgerufen am 3. April 2018.
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  100. AUA gewinnt zwei Skytrax Awards vom 16. Juni 2015
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  110. AUA-Q400 fliegen weiterhin für SWISS vom 5. September 2016
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  115. Bundesministerium für Inneres: Einsatzkommando Cobra
  116. AUA hat Ausrüstung der Flotte mit Defis (fast) abgeschlossen vom 25. Juli 2016