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Yokohama F. Marinos

japanischer Fußballverein

Die Yokohama F. Marinos (jap. 横浜F・マリノス, Yokohama Efu Marinosu) gehören zu den erfolgreichsten Fußballvereinen Japans. Die letzte Meisterschaft sicherten sich die Marinos 2004. Die Mannschaft entstand 1999 mit der Fusion der Yokohama Marinos und der Yokohama Flügels. Das F. im Namen soll an die Flügels erinnern. Der Beiname Marinos kommt vom Spanischen marino (dt. Segler) und verweist zum einen auf den Flair des argentinischen Fußballs und Yokohamas Tradition als Hafenstadt. Heimspiele werden im Nissan-Stadion von Yokohama ausgetragen. Das Stadion war Schauplatz des Weltmeisterschafts-Finales von 2002.

Yokohama F. Marinos
Logo
Basisdaten
Name Yokohama F. Marinos
横浜F・マリノス
Sitz Yokohama, Japan
Gründung 1. April 1992
Farben marineblau-weiß-rot
Präsident JapanJapan Akira Kaetsu
Website f-marinos.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer AustralienAustralien Ange Postecoglou (2018–)
Spielstätte Nissan-Stadion
Plätze 72.600
Liga J1 League
2018 12. Platz
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

Gründung und Ursprünge (1964–1991)Bearbeiten

Die Wurzeln des Vereins liegen im Jahr 1972 als der Nissan FC (jap. Nissan Jidōsha Sakka-bu) gegründet wurde. Der Verein erreichte 1976 erstmals die nationale Japan Soccer League Division 2. Durch gute Beziehungen mit lokalen Highschools und Universitäten halfen beim Aufbau der Mannschaft und auch das Schülerteam konnte Erfolge feiern. Die Werksmannschaft des Automobilherstellers Nissan gewann von 1983 bis 1991 drei Meistertitel, zwei davon unter dem ersten bezahlten Trainer der Vereinsgeschichte, sowie den JSL Cup und den Kaiserpokal. Als Gründungsmitglied der J. League benannte sich der Verein in K.K. Yokohama Marinos (engl. Yokohama Marinos, Ltd.[1]) um. Der Name wird durch einen Anker auf dem Vereinswappen ergänzt und die Möwe als Maskottchen gewählt. Die marineblau-weißen Trikots sind an Matrosenuniformen angelehnt.

Der langjährige Stadtrivale wurde 1964 als Naka-ku Boy's Sports Organization (jap. Naka-ku Supōtsu Shōnendan) gegründet. Mit dem Aufstieg in die Japan Soccer League Division 2 sponserte das japanische Unternehmen All Nippon Airways die Mannschaft. Der Vereinsname änderte sich in All Nippon Airways FC. Angelehnt an den Lockheed L-1011 TriStar wurde die Mannschaft auch Yokohama Tristar SC genannt, gab den Spitznamen nach dem Lockheed-Skandal allerdings wieder auf. Nach dem Aufstieg 1987 konnte sich der Verein bis zu seiner Auflösung im damaligen Oberhaus der JSL etablieren. In Anlehnung an seinen Hauptsponsor änderte der Verein mit der Einführung der J. League seinen Namen in Yokohama Flügels, ein anglizierter Plural des deutschen Worts Flügel.

Profifußball und Fusion (1992–heute)Bearbeiten

In der neuen Profiliga etablierten sich die Marinos unter den besten Teams der Liga. Auch mit den Siegen im Kaiserpokal und dem Asienpokal der Pokalsieger, knüpften die Marinos an ihre Erfolge an. Trotz des geringen Erfolgs in der Liga konnte die Flügels zwischen 1992 und 1998 im nationalen und internationalen Pokal Erfolge einfahren. Mit dem Rückzug von Sato Labs als einer der Hauptsponsoren der Flügels, sah sich ANA gezwungen zu handeln und traf sich mit Vertretern von Nissan, Hauptsponsor der Marinos. Um den Bankrott des Vereins zu verhindern, entschlossen sich die Hauptsponsoren zu einer Fusion der Vereine Ihr letztes großes Spiel bestritten die Yokohama Flügels am Neujahrstag 1999, als sie Shimizu S-Pulse im Pokalfinale 2:1 besiegten und ihren letzten Titel holten.

Die Fusion der beiden Vereine stellte sich eher als Übernahme durch die Marinos dar. Bis auf einige gute Spieler der Flügels, erinnerte nur das F. im neuen Namen an die Mannschaft. Die enttäuschten Fans der Flügels wandten sich von der neu gegründeten Mannschaft ab und gründeten in eigener Regie den Yokohama FC als neue Stadtrivalen. Nachdem die F. Marinos im Jahr 2000 wieder das Meisterschaftsfinale erreichten, konnte die Mannschaft 2003 die Hin- und Rückrunde der zweigeteilten Saison für sich entscheiden und gewann den japanischen Ligapokal. Durch weitere Erfolge in der Liga behalten die F.-Marinos ihren Status als eines der besten Teams Japans bei, konnte aber seit 2004 keinen Titel mehr einfahren.

Anfang 2014 konnte die Mannschaft den Kaiserpokal gewinnen. Am 20. Mai 2014 wurde bekannt, dass Manchester City über die City Football Group als Minderheitsanteilseigner in den Club investiert hat.

StadionBearbeiten

Die Yokohama F. Marinos tragen ihre Heimspiele im Nissan-Stadion von Yokohama aus. Das Stadion war Schauplatz des Weltmeisterschafts-Finales von 2002. Als Ausweichspielort nutzt man gelegentlich das NHK Spring Mitsuzawa Football Stadium.

Aktueller KaderBearbeiten

Stand: 10. März 2017[2]

Nr. Position Name
2 Korea Sud  AB Jeong-su Park
4 Japan  AB Yūzō Kurihara
5 Japan  MF Takuya Kida
6 Japan  MF Takahiro Ōgihara
7 Portugal  ST Hugo Vieira
8 Japan  MF Kōsuke Nakamichi
10 Japan  MF Manabu Saitō
13 Japan  AB Takashi Kanai
14 Japan  MF Jun Amano
15 Japan  AB Ikki Arai
16 Japan  ST Shō Itō
17 Japan  ST Cayman Togashi
18 Japan  MF Keita Endō
19 Japan  ST Teruhito Nakagawa
20 Curaçao  MF Quenten Martinus
21 Japan  TW Hiroki Iikura
Nr. Position Name
22 Japan  AB Yūji Nakazawa
23 Japan  AB Takumi Shimohira
24 Japan  AB Ryōsuke Yamanaka
25 Japan  MF Naoki Maeda
26 Japan  MF Kensei Nakashima
27 Japan  AB Ken Matsubara
28 Japan  AB Ryō Takano
30 Japan  TW Ayaki Suzuki
31 Japan  TW Daichi Sugimoto
32 Japan  TW Gaku Harada
33 Nordmazedonien  MF David Babunski
34 Australien  AB Miloš Degenek
35 Japan  MF Kaina Yoshio
41 Japan  MF Kota Yamada
44 Japan  MF Kenta Hori

Auf der offiziellen Webseite wird das Maskottchen als #0 und die Fans als #12 aufgeführt. Die #3 wird aus Respekt gegenüber dem renommierten Nationalspieler Naoki Matsuda nicht mehr vergeben.

ErfolgeBearbeiten

Vereinserfolge nationalBearbeiten

Nissan FCBearbeiten

1988–89, 1989–90
1988, 1989, 1990
1983, 1985, 1988, 1989, 1991

Yokohama F. MarinosBearbeiten

1995, 2003, 2004
2001
1992, 2013

Vereinserfolge kontinentalBearbeiten

Nissan FCBearbeiten

1991–92

Yokohama MarinosBearbeiten

1992–93

TrainerhistorieBearbeiten

Trainer Nation Zeitraum
José Oscar Bernardi Brasilien  Brasilien 1989–1991
Hidehiko Shimizu Japan  Japan 1993–1994
Jorge Solari Argentinien  Argentinien 1995
Hiroshi Hayano Japan  Japan 1995–1996
Xabier Azkargorta Spanien  Spanien 1997–1998
Gert Engels Deutschland  Deutschland 1998
Antonio de la Cruz Spanien  Spanien 1999
Osvaldo Ardiles Argentinien  Argentinien 2000–2001
Yoshiaki Shimojo Japan  Japan 2001
Sebastião Lazaroni Brasilien  Brasilien 2001–2002
Yoshiaki Shimojo Japan  Japan 2002
Takeshi Okada Japan  Japan 2003–2006
Takashi Mizunuma Japan  Japan 2006
Hiroshi Hayano Japan  Japan 2007
Takashi Kuwahara Japan  Japan 2008
Kokichi Kimura Japan  Japan 2008–2009
Kazushi Kimura Japan  Japan 2010–2011
Yasuhiro Higuchi Japan  Japan 2012–2014
Erick Mombaerts Frankreich  Frankreich 2015–201?
Ange Postecoglou Australien  Australien 2018–

StatistikBearbeiten

Saison Liga Teams Pos. Zusch./Sp. J. League Cup Emperor's Cup Asia
1992 - - - - Gruppenphase Sieger - -
1993 J1 10 4. 16.781 Gruppenphase Viertelfinale ApdP Sieger
1994 12 6. 19.801 Halbfinale Halbfinale - -
1995 14 1. 18.326 - 2. Runde - -
1996 16 3. 14.589 Gruppenphase 3. Runde - -
1997 17 3. 9.211 Gruppenphase 4. Runde ACL Viertelfinale
1998 18 4. 19.165 Gruppenphase 3rd Round - -
1999 16 5. 20.095 Viertelfinale Viertelfinale - -
2000 16 2. 16.644 Viertelfinale Viertelfinale - -
2001 16 13. 20.595 Sieger 3. Runde - -
2002 16 2. 24.108 Gruppenphase 4. Runde - -
2003 16 1. 24.957 Viertelfinale Viertelfinale - -
2004 16 1. 24.818 Viertelfinale 5. Runde CL Gruppenphase
2005 18 9. 25.713 Halbfinale 5. Runde CL Gruppenphase
2006 18 9. 23.663 Halbfinale Viertelfinale - -
2007 18 7. 24.039 Halbfinale 5. Runde - -
2008 18 9. 23.682 Viertelfinale Halbfinale - -
2009 18 10. 22.057 Halbfinale 4. Runde - -
2010 18 8. 25.684 Gruppenphase 4. Runde - -
2011 18 5. 25.255 Viertelfinale Halbfinale - -
2012 18 4. 22.946 Gruppenphase Halbfinale - -
2013 18 2. 27.496 Halbfinale Sieger - -
2014 18 7. 20.581 Viertelfinale 2. Runde - -

WeblinksBearbeiten

  Commons: Yokohama F. Marinos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Yokohama F. Marinos: 社名 所在地/Corporate name & adress
  2. Kader der Saison 2017. In: data.j-league.or.jp. J. League, abgerufen am 13. März 2017.