Hauptmenü öffnen

Shimizu S-Pulse

japanischer Fußballverein

Shimizu S-Pulse (jap. 清水エスパルス, Shimizu esu parusu) ist ein japanischer Fußballverein und Gründungsmitglied der japanischen Profiliga J. League. Das Team trägt seine Heimspiele in Shimizu (Präfektur Shizuoka, daher auch das S im Namen) aus und ist somit direkter Lokalrivale des (ungleich erfolgreicheren) Vereins Júbilo Iwata.

Shimizu S-Pulse
Logo
Basisdaten
Name Shimizu S-Pulse
Sitz Shimizu, Japan
Gründung 1991
Präsident JapanJapan Hayao Iwakawa
Website s-pulse.co.jp
Erste Mannschaft
Cheftrainer JapanJapan Shinji Kobayashi
Spielstätte Nihondaira Sports Stadion
Plätze 20.339
Liga J1 League
2018 8. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Verein ist in einer 1998 gegründeten Aktiengesellschaft organisiert, der K.K. S-Pulse (株式会社エスパルス, kabushiki-gaisha esu parusu), englisch S-Pulse Co., Ltd.[1]

GeschichteBearbeiten

S-Pulse nimmt in der J. League in zweierlei Hinsicht eine Sonderstellung ein: einerseits dadurch, dass der Klub nicht wie die meisten Konkurrenten auf einer Werksmannschaft eines großen japanischen Konzerns (beispielsweise Toyota, Mitsubishi, Yamaha oder Hitachi) basiert, sondern mit Einführung der Profiliga eigens gegründet wurde. Andererseits dadurch: dass ihm im Jahr 2000 ein internationales Kuriosum geglückt war: der Gewinn des asiatischen Pokals der Pokalsieger, ohne jemals Pokalsieger gewesen zu sein.

Als im Jahr 1989 die Planungen für eine japanweite Profi-Fußballliga begannen, gründeten mehrere kleinere und mittlere Unternehmen das Projekt S-Pulse mit dem Ziel, im Profifußball eine Werbeplattform für die Präfektur zu errichten und den Sport in der Region zu fördern. Daher erklärt sich auch der Name des Vereins, der am 1. Mai 1991 offiziell eingetragen wurde: er sollte die Dynamik (engl.: pulse) von Shizuoka symbolisieren. Zuerst stand das Projekt unter Führung des ES-lap-Communications-Konzerns, ab 1998 übernahm der Suzuyo-Konzern die Führung. Zuletzt konnte man in Shimizu (das seit 2003 in die Stadt Shizuoka eingemeindet ist; dennoch behält der Verein vorerst den alten Namen) die Fluggesellschaft Japan Airlines als Hauptsponsor und Förderer gewinnen.

Unterstützt von den Hochschulmannschaften Shizuokas, die zu den stärksten des Landes zählen, war S-Pulse von Anfang an ein Schwergewicht in Liga und Pokal, handelte sich aber schon bald den Ruf des "ewigen Zweiten" ein: bis 1999 beendeten sie dreimal eine Halbserie auf dem zweiten Platz (in der J. League qualifizieren sich nur die jeweils ersten für das Meisterschaftsfinale) und stand zweimal erfolglos im Pokalfinale. Als der Finalgegner von 1998, die Yokohama Flügels, nach dem Sieg ihren Spielbetrieb wegen finanzieller Probleme einstellte, rückte Shimizu in den Asienpokal nach und gewann diesen prompt: Im Finale wurde das irakische Team von Al Zawraa geschlagen. Dies war der erste Triumph von S-Pulse, die, abgesehen vom wenig angesehenen Yamazaki Nabisco Cup 1996, noch nie einen Titel erringen konnten. Zwei Jahre später rückten sie erneut sieglos in den Asienpokal nach (diesmal für den Double-Sieger Kashima Antlers), konnten ihren Erfolg aber nicht wiederholen.

1999 gelang es S-Pulse endlich, die Rückrunde zu gewinnen und sich für das Meisterschaftsfinale zu qualifizieren. Dieses verloren sie ausgerechnet gegen den Lokalrivalen Jubilo Iwata, und dann auch noch im Elfmeterschießen. Von diesem Misserfolg hat sich der Verein bis heute nicht mehr erholt: obwohl am Neujahrstag 2002 mit dem Finalsieg über Cerezo Osaka im Kaiserpokal der erste ernstzunehmende nationale Titel nach Shimizu kam läuft S-Pulse seither seiner Form hinterher und kann nicht mehr an die erfolgreichen Zeiten Ende der 1990er-Jahre anknüpfen. Am Ende der Saison 2015 stieg die Mannschaft sogar in die J2 League ab, nicht zuletzt dank einer neun Spiele andauernden Siegesserie am Ende der Spielzeit gelang jedoch die direkte Rückkehr in die J1 League.

Aktueller KaderBearbeiten

Stand: 13. März 2017[2]

Nr. Position Name
1 Japan  TW Yōhei Nishibe
3 Japan  AB Tomoya Inukai
4 Brasilien  AB Kanú
5 Japan  AB Shōma Kanata
6 Japan  MF Kōta Sugiyama
7 Japan  MF Mitsunari Munaka
9 Korea Nord  ST Jong Tae-se
10 Japan  MF Ryōhei Shirasaki
11 Japan  ST Kazuya Murata
13 Japan  TW Yūji Rokutan
14 Japan  MF Gakuto Notsuda
15 Korea Sud  AB Jun-byum Byeon
16 Japan  AB Taisuke Muramatsu
17 Japan  MF Yōsuke Kawai
18 Japan  ST Yū Hasegawa
Nr. Position Name
19 Australien  ST Mitchell Duke
20 Japan  MF Ryō Takeuchi
21 Japan  TW Toro Takagiwa
22 Japan  MF Takuma Edamura
23 Japan  ST Kōya Kitagawa
25 Japan  AB Kō Matsubara
26 Japan  AB Hiroshi Futami
27 Japan  AB Takahiro Iida
30 Japan  ST Shōta Kaneko
32 Japan  MF Shin Mitsuzaki
33 Japan  AB Yūgo Tatsuta
43 Japan  TW Yūki Uekusa
44 Brasilien  AB Freire
45 Japan  AB Makoto Kakuda

TrainerchronikBearbeiten

Manager Nat. Tenure
Émerson Leão Brasilien  Brasilien 1992–1994
Roberto Rivelino Brasilien  Brasilien 1994
Masakatsu Miyamoto Japan  Japan 1995
Osvaldo Ardiles Argentinien  Argentinien 1996–1998
Steve Perryman England  England 1998–2000
Zdravko Zemunović Serbien  Serbien 2000–2002
Takeshi Ohki Japan  Japan 2003
Kouji Gyoutoku Japan  Japan 2003
Antoninho Brasilien  Brasilien 2004
Nobuhiro Ishizaki Japan  Japan 2004
Kenta Hasegawa Japan  Japan 2005–2010
Afshin Ghotbi Iran  Iran 2011–2014
Katsumi Ōenoki Japan  Japan 2014–2015
Kazuaki Tasaka Japan  Japan 2015
Shinji Kobayashi Japan  Japan 2016–

VereinserfolgeBearbeiten

NationalBearbeiten

 
Stadion von Shimizu S-Pulse
  • Kaiserpokal:
    • Gewonnen : 2001
    • Finale : 1998, 2000, 2005, 2010
  • Ligapokal:
    • Gewinner: 1996
    • Finale: 1992, 1993, 2008, 2012

KontinentalBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Shimizu S-Pulse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Shimizu S-Pulse: 会社概要 (Memento des Originals vom 6. Juli 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.s-pulse.co.jp
  2. Kader der Saison 2017. In: data.j-league.or.jp. J. League, abgerufen am 20. Februar 2017.