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Supersport-Weltmeisterschaft

Motorsport-Meisterschaft
Supersport-Weltmeisterschaft
Aktuelle Saison Supersport-Weltmeisterschaft 2017
Fahrzeugtyp Supersportler
Land oder Region Weltmeisterschaft
Aktueller Name FIM World Supersport Championship
Erste Saison 1999
Reifen Pirelli
Offizielle Website www.worldsbk.com
Yamaha-YZF-R-6-Supersport-Maschine 2007
Cal Crutchlow – Supersport-Weltmeister 2009

Die Supersport-Weltmeisterschaft ist eine Rennsportklasse für seriennahe Motorräder. Sie ist auch unter dem Kürzel WSS bekannt und wird seit 1999 unter dem Dach der FIM offiziell als Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Rennen finden im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft statt und sind wegen der hohen Leistungsdichte der Motorräder oft sehr knapp.

Als Supersportler im Sinne des WM-Reglements bezeichnet man seriennahe Rennmaschinen. Der maximale Hubraum beträgt 600 cm³ für Vierzylinder, 675 cm³ für Dreizylinder und 750 cm³ für Zweizylinder-Maschinen.

Der erste Sieger der Klasse am 28. März 1999 im südafrikanischen Kyalami war der Brite Iain MacPherson auf Kawasaki. Rekordweltmeister ist der Türke Kenan Sofuoğlu mit fünf gewonnenen Titeln.

Supersport-SerienBearbeiten

1990–1995 Supersport-EM (Europameisterschaft)
1996 Supersport-OM (offene Meisterschaft)
1997–1998 Supersport-WS (Weltserie)
seit 1999 Supersport-WM (Weltmeisterschaft)

Supersport-WeltmeisterBearbeiten

Jahr Fahrertitel Motorrad Herstellertitel
1990 Vereinigtes Konigreich  Howard Selby Yamaha
1991 Spanien  Luis d’Antin Honda
1992 Deutschland  Stefan Scheschowitsch Honda
1993 Belgien  Michaël Paquay Honda
1994 Schweiz  Yves Briguet Honda
1995 Belgien  Michaël Paquay Ducati
1996 Italien  Fabrizio Pirovano Ducati
1997 Italien  Paolo Casoli Ducati Italien  Ducati
1998 Italien  Fabrizio Pirovano Suzuki Japan  Suzuki
1999 Frankreich  Stéphane Chambon Suzuki Japan  Yamaha
2000 Deutschland  Jörg Teuchert Yamaha YZF-R 6 Japan  Yamaha
2001 Australien  Andrew Pitt Kawasaki ZX-6R Japan  Yamaha
2002 Frankreich  Fabien Foret Honda CBR 600 FS Japan  Suzuki
2003 Australien  Chris Vermeulen Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2004 Australien  Karl Muggeridge Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2005 Frankreich  Sébastien Charpentier Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2006 Frankreich  Sébastien Charpentier Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2007 Turkei  Kenan Sofuoğlu Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2008 Australien  Andrew Pitt Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2009 Vereinigtes Konigreich  Cal Crutchlow Yamaha YZF-R 6 Japan  Honda
2010 Turkei  Kenan Sofuoğlu Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2011 Vereinigtes Konigreich  Chaz Davies Yamaha YZF-R 6 Japan  Yamaha
2012 Turkei  Kenan Sofuoğlu Kawasaki Ninja ZX-6R Japan  Kawasaki
2013 Vereinigtes Konigreich  Sam Lowes Yamaha YZF-R 6 Japan  Kawasaki
2014 Niederlande  Michael van der Mark Honda CBR 600 RR Japan  Honda
2015 Turkei  Kenan Sofuoğlu Kawasaki Ninja ZX-6R Japan  Kawasaki
2016 Turkei  Kenan Sofuoğlu Kawasaki Ninja ZX-6R Japan  Kawasaki
2017 Frankreich  Lucas Mahias Yamaha YZF-R 6 Japan  Yamaha
2018 Deutschland  Sandro Cortese Yamaha YZF-R 6 Japan  Yamaha

UnfälleBearbeiten

Am 21. Juli 2013 kam es während des WM-Laufes auf dem Moscow Raceway in Russland zu einem schweren Unfall mit dem Italiener Andrea Antonelli, der sich dabei kritische Verletzungen zuzog. Das Rennen wurde abgebrochen und der Fahrer wurde sofort in die Ambulanz gebracht, wo das medizinische Personal versuchte, ihn zu reanimieren. Trotz aller Anstrengungen erlag Antonelli wenig später seinen Verletzungen.

MedienpräsenzBearbeiten

Die Supersport-Weltmeisterschaft wurde 2010 im Fernsehen bei Eurosport und Eurosport 2 übertragen.[1]

Bis 2009 wurden die Rennen über die offizielle Internetpräsenz der Supersport-WM per Livestream frei empfangbar angeboten.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Yahoo! Eurosport: Superbike-WM live bei Eurosport (Memento vom 2. März 2010 im Internet Archive), Zugriff am 1. Januar 2011.