Sosberg

Gemeinde in Deutschland

Sosberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) an.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sosberg
Sosberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sosberg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 5′ N, 7° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Zell (Mosel)
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 3,91 km2
Einwohner: 178 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56858
Vorwahl: 06545
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 080
Adresse der Verbandsverwaltung: Corray 1
56856 Zell (Mosel)
Website: www.sosberg.de
Ortsbürgermeister: Andreas Lehnert
Lage der Ortsgemeinde Sosberg im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch)Eppenberg (Eifel)Laubach (Eifel)LeienkaulMüllenbach (bei Mayen)HaurothUrmersbachMasburgDüngenheimKaiserseschLandkernIllerichEulgemHambuchGamlenZettingenKaifenheimBrachtendorfUlmen (Eifel)AlflenAuderathFilz (Eifel)WollmerathSchmittBüchel (Eifel)Wagenhausen (Eifel)GillenbeurenGevenichWeiler (bei Ulmen)LutzerathBad BertrichUrschmittKlidingBeuren (Eifel)MoselkernMüden (Mosel)Treis-KardenLützLiegRoesMöntenichForst (Eifel)DünfusBrohlBinningen (Eifel)WirfusBriedenKailPommern (Mosel)BriedelAltlayPeterswald-LöffelscheidHaserichSosbergForst (Hunsrück)AltstrimmigReidenhausenMittelstrimmigBlankenrathPanzweilerWalhausenSchauren (bei Blankenrath)TelligHesweilerLiesenichMoritzheimGrenderichZell (Mosel)NeefBullaySankt AldegundAlf (Mosel)PünderichGreimersburgKlottenFaidDohrBremmBruttig-FankelSenheimNehren (Mosel)Ediger-EllerMesenichValwigErnst (Mosel)Beilstein (Mosel)Ellenz-PoltersdorfBriedernCochemLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis Mayen-KoblenzRhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Sosberg von Westen aus gesehen.
Hängeseilbrücke Geierlay

GeographieBearbeiten

Sosberg liegt auf einer Hangkante im nördlichen Hunsrück zwischen der Mosel, der Nahe sowie dem Rhein und dem Idar-/Soonwald. Östlich des Dorfes fließt der Sosberger Bach. Im Norden fließt der Mörsdorfer Bach in den Flaumbach in Richtung Mosel. Ein Teil der Grenze im Westen zu Forst bildet der Nochelsbach.

Nachbargemeinden sind Mastershausen, Forst (Hunsrück), Reidenhausen und Mörsdorf (Hunsrück)

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1330 unter dem Namen Soysbergh. Der Ort war bis 1781 „Dreiherrisches Territorium“. Wie im Beltheimer Gericht teilten sich Kurtrier, Sponheim und Braunshorn (später Winneburg und Metternich) die Landesherrschaft. Ab 1794 stand Sosberg unter französischer Herrschaft und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Zell im Rhein-Mosel-Departement. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und des Landkreises Zell. Bei der Kreisreform in Rheinland-Pfalz am 7. Juni 1969 wurde der Landkreis Zell aufgelöst. Durch das 8. Verwaltungsvereinfachungsgesetz vom 18. Juli 1970 mit Wirkung vom 7. November 1970 wurde die Gemeinde Sosberg innerhalb der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) dem Landkreis Cochem-Zell zugeordnet.[3]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sosberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 189
1835 228
1871 273
1905 239
1939 220
1950 240
Jahr Einwohner
1961 232
1970 220
1987 193
1997 173
2005 190
2019 178

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Sosberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

BürgermeisterBearbeiten

Andreas Lehnert wurde am 18. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Sosberg.[6] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde ar er mit einem Stimmenanteil von 75,0 % für fünf Jahre gewählt.[7]

Lehnerts Vorgänger als Ortsbürgermeister war Willi Lehnert.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Der Wappenschild ist zweimal gespalten. Vorn in Silber ein rotes, durchgehendes Kreuz, belegt mit einem silbernen Hifthorn. Das Mittelfeld zeigt in Grün eine linkshin gerichtete, silberne Hellebarde, hinten ein silbern-rotes Schach zu drei Plätzen in elf Reihen.“
Wappenbegründung: Das rote Kreuz in Silber erinnert an Kurtrier, das silberne Hifthorn kennzeichnet die Herrschaft Beilstein, die silberne Hellebarde bezieht sich auf den hl. Matthias, den Schutzheiligen der Kirche, das grüne Mittelfeld weist auf die landwirtschaftliche Struktur der Gemeinde hin, das silbern-rote Schach ist das Wappen der Hinteren Grafschaft Sponheim.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Quereinhaus von 1889

BauwerkeBearbeiten

  • Am 30. Mai 2015 fand der offizielle erste Spatenstich zum Bau der Hängeseilbrücke Geierlay statt, die in die 19. Etappe an den Saar-Hunsrück-Steig angebunden wird. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 360 m und gehört zu den längsten Hängeseilbrücken Europas. Die maximale Höhe über dem Boden beträgt knapp 100 m. Als längste Hängeseilbrücke Deutschlands wurde die Geierlay von der Hängeseilbrücke an der Rappbode-Talsperre im Jahre 2017 abgelöst.[8][9] Die Fertigstellung erfolgte Ende September, die offizielle Einweihung fand am 3. Oktober 2015 statt.[10] Der Konstrukteur der Brücke ist der Schweizer Ingenieur Hans Pfaffen.
  • Katholische Filialkirche St. Matthias von 1769
  • Der Ortskern ist Standort einiger alter Fachwerkhäuser, die unter Denkmalschutz stehen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Sosberg

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

  • Seit April 2015 führt ein Abschnitt des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig am Ort vorbei.
  • Balduintalweg (BT)
  • Zahlreiche Wanderwege in und um Sosberg[11]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Februar: Kirmes
  • Mai/Juni: Traditionelles Schützenfest des Schützenverein Sosberg
  • September: Brunnenfest der Freiwilligen Feuerwehr Sosberg

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sosberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2020 liegt vor.]. S. 24 (PDF; 1,9 MB).
  3. Ortsgeschichte Blankenrath
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. a b Andreas Lehnert: Bericht über die konstituierende Sitzung des Gemeinderates Sosberg am 18. Juni 2019. In: Zeller Land Nachrichten, Ausgabe 32/2019. Linus Wittich Medien GmbH, 5. August 2019, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Zell (Mosel), Verbandsgemeinde, 21. Ergebniszeile. Abgerufen am 3. Oktober 2020.
  8. Jessica Kuschnik: Längste Hängebrücke hängt im Hunsrück. In: Rheinische Post. 10. Juni 2015, abgerufen am 27. Januar 2020.
  9. dpa: Längste deutsche Hängeseilbrücke eröffnet. In: FAZ.net, 3. Oktober 2015.
  10. Andrea Lohmann: Hängeseilbrücke fast fertig – Nervenkitzel in 100 Metern Höhe. (Memento vom 25. September 2015 im Webarchiv archive.today). In: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz, 25. September 2015 und Video
      Gudrun Fünter: Fernseh-Reportage, 3:07 Min. (Memento vom 26. September 2015 im Internet Archive). In: SWR Fernsehen, 25. September 2015.
  11. Wanderroute Sosberg im Hunsrück. Abgerufen am 29. Januar 2018.