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Sartène (korsisch Sartè) ist eine französische Gemeinde und die Hauptstadt des Sartenais auf Korsika. Sie hat 3252 Einwohner (Stand 1. Januar 2016) und eine Fläche von 200 km² und ist damit die größte der Insel.

Sartène
Sartè
Wappen von Sartène
Sartène (Frankreich)
Sartène
Region Korsika
Département Corse-du-Sud
Arrondissement Sartène
Kanton Sartenais-Valinco
Gemeindeverband Sartenais Valinco
Koordinaten 41° 37′ N, 8° 58′ OKoordinaten: 41° 37′ N, 8° 58′ O
Höhe 0–1.320 m
Fläche 200,40 km2
Einwohner 3.252 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km2
Postleitzahl 20100
INSEE-Code
Website www.sartene.fr[1]

Ortsansicht – Sartène
Sartène, Place de la Libération

StadtbildBearbeiten

Der Ort wird auf Korsika als „die korsischste aller korsischen Städte“ bezeichnet. Diese Bezeichnung geht auf den Schriftsteller Prosper Mérimée zurück. Sartène ist in zwei Teile, eine Ober- und eine Unterstadt aufgeteilt. Der Hauptplatz der Stadt heißt offiziell Place de la Libération – die Einheimischen nennen ihn aber Place Porta. Hier steht das Rathaus der Stadt, welches gleichzeitig den Eingang zur Altstadt von Sartène bildet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 2805 2913 3761 3044 3525 3410 3096 3252
Quellen: Cassini und INSEE

KulturBearbeiten

Ein besonderes Schauspiel gibt es am Karfreitag zu sehen: Hier führt die Prozession des Catenacciu, des „Geketteten“, durch die Stadt von der Kirche Sainte-Marie zur Kapelle Saint-Sébastien. Die Menschen begleiten den großen Büßer in seinem roten Gewand und den kleinen Büßer in seinem weißen Gewand auf ihrem schweren Weg. Der große Büßer trägt dabei ein großes und schweres Holzkreuz auf dem Rücken und eine nicht minder schwere Kette an den Füßen. Dabei stürzt er mehrfach zu Boden. Der kleine Büßer unterstützt ihn auf seinem Weg. Beide Männer sind inkognito; ihre Identität ist nur dem Pfarrer des Ortes bekannt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Altstadt mit engen Gassen und Befestigungen
  • Kirche Sainte-Marie
  • Korsisches Museum für Vorgeschichte
  • Capu de Roccapina, Kultplatz der Torreaner
  • Fozzano, Dorf mit Wohntürmen
  • Megalithen von Cauria (Dolmen, Statuenmenhire und Menhire)
  • Spin’a Cavallu (Pferderücken), genuesische Einbogenbrücke aus dem 13. Jahrhundert.
  • Tizzano, der alte Hafen von Sartène
  • U Frate e a Suora, zwei Menhire
  • Bocca di a Pila, Menhir

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sartène – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. sartene.fr (Memento vom 12. April 2013 im Internet Archive)