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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rhede (Ems)
Rhede (Ems)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rhede (Ems) hervorgehoben
Koordinaten: 53° 4′ N, 7° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 74,99 km2
Einwohner: 4186 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 26899
Vorwahl: 04964
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 044
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gerhardyweg 1
26899 Rhede (Ems)
Website: www.rhede-ems.de
Bürgermeister: Gerhard Conens (parteilos)
Lage der Gemeinde Rhede (Ems) im Landkreis Emsland
NiederlandeLandkreis CloppenburgLandkreis Grafschaft BentheimLandkreis LeerLandkreis OsnabrückAndervenneBawinkelBeestenBockhorstBörgerBreddenbergDersumDörpenDohren (Emsland)EmsbürenEsterwegenFrerenFresenburgGeesteGerstenGroß BerßenHandrupHaren (Ems)HaselünneHeede (Emsland)HerzlakeHilkenbrookHüvenKlein BerßenKluse (Emsland)LähdenLahn (Hümmling)Langen (Emsland)LathenLehe (Emsland)Lengerich (Emsland)Lingen (Ems)LorupLünneLünneMeppenMessingenNeubörgerNeuleheNiederlangenOberlangenPapenburgRastdorfRenkenbergeRhede (Ems)SalzbergenSchapenSögelSpahnharrenstätteSpelleStavernSurwoldSustrumThuineTwist (Emsland)VreesWalchumWerlteWerpelohWettrupWippingenKarte
Über dieses Bild

Rhede (Ems) ist eine Gemeinde im Landkreis Emsland in Niedersachsen. Rhede hat 4186 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 74,98 km².[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde Rhede liegt im äußersten Nordwesten des Landkreises am westlichen Ufer der Ems. Sie grenzt direkt an die Niederlande.

NachbargemeindenBearbeiten

Im Norden grenzt Rhede an die Gemeinde Bunde und an die Stadt Weener im Landkreis Leer, im Osten an die Stadt Papenburg, im Süden an die Samtgemeinde Dörpen und im Westen an die Gemeinden Bellingwedde („Rhederveld“) und Vlagtwedde (Festung Bourtange) in der niederländischen Groningen.

GemeindegliederungBearbeiten

Lage der Ortsteile mit Einwohnerzahl[3]
1. Borsum 145
2. Brual 682
3. Neurhede 476
4. Rhede 3179

FlächennutzungBearbeiten

Rund 75 % der Gemeindefläche sind Flächen für die Landwirtschaft. Die Flächen für Ödland und Unland nehmen einen Anteil von rund 14 % ein. Die gesamte weitere Flächennutzung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:[2]

Flächennutzung in Rhede (Ems) Fläche in ha
Hof- und Gebäudeflächen 175
Verkehrsflächen 300
Ödland, Unland 1067
Landwirtschaftsflächen 5605
Waldflächen 87
Wasserflächen 236
Sonstige Flächen 28
Gesamtfläche 7498

GeschichteBearbeiten

Urkundlich erwähnt wurde Rhede erstmals 829. Noch 853 wurde auch Borsum erwähnt. Brual ist jüngeren Datums (10. Jahrhundert), war jedoch von großer Bedeutung, da hier die Ems als Wasserstraße gesperrt werden konnte.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war in Rhede/Brual-Siedlung ein Straflager.

EingemeindungenBearbeiten

Die frühere Samtgemeinde Rhede wurde am 1. Januar 1973 in eine Einheitsgemeinde umgewandelt. Die ehemaligen Mitgliedsgemeinden Borsum, Brual, Neurhede wurden neben dem namensgebenden Ort Rhede Ortsteile der heutigen Gemeinde.[4]

ReligionBearbeiten

Die Rheder Bevölkerung ist mit rund 75 % mehrheitlich römisch-katholischer Konfession. Die evangelisch-lutherische Konfession stellt mit rund 7 % die nächstgrößere Religionsgruppe.[3]

PolitikBearbeiten

Rhede hat den Status einer Einheitsgemeinde.

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Rhede (Ems) besteht aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3001 und 5000 Einwohnern.[5] Die 14 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister Gerhard Conens (parteilos).

Nach den Ergebnissen der letzten Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab sich folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

  • CDU – 12 Sitze
  • SPD – 2 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Am 11. September 2011 wurde der parteilose Gerhard Conens als Einzelbewerber mit 81,8 Prozent zum hauptamtlichen Bürgermeister von Rhede gewählt.[7]

Vertreter im Land- und BundestagBearbeiten

Die Gemeinde ist Teil des Landtagswahlkreises Papenburg. Er umfasst neben der Stadt Papenburg auch die Gemeinde Rhede (Ems) und die Samtgemeinden Dörpen, Lathen, Nordhümmling, Sögel und Werlte. Zur Landtagswahl in Niedersachsen 2013 traten fünf Direktkandidaten an.[8] Direkt gewählter Abgeordneter ist Bernd Busemann (CDU). Der Wahlkreis trägt die Wahlkreisnummer 82.

Rhede gehört zum Bundestagswahlkreis Unterems (Wahlkreis 25), der aus dem Landkreis Leer und dem nördlichen Teil des Landkreises Emsland besteht. Der Wahlkreis wurde zur Bundestagswahl 1980 neu zugeschnitten und ist seitdem unverändert. Bislang setzten sich in diesem Wahlkreis als Direktkandidaten ausschließlich Vertreter der CDU durch.[9] Im Bundestag wird der Wahlkreis von der CDU-Abgeordneten Gitta Connemann aus Leer vertreten. Über Listenplätze zog kein Kandidat der anderen Parteien aus dem Wahlkreis in den Bundestag ein.[10]

WappenBearbeiten

 

Blasonierung: In Gold ein schrägrechter schwarzer Wellenbalken, begleitet oben von einem schwarzen Steuerrad, unten von einer schwarzen Pflugschar.

Der Wellenbalken stellt den Bezug des Ortes zur Lage an der Ems dar, das Steuerrad ist ein Sinnbild für die seit Jahrhunderten betriebene Schifffahrt auf der Ems und die Pflugschar steht für den überwiegend bäuerlichen Charakter der Gemeinde.

FlaggeBearbeiten

 

 

Die Farben der Gemeinde Rhede sind Gold-Schwarz-Gold. Die Dienstflagge der Gemeinde zeigt im mittleren schwarzen Feld das Gemeindewappen, während dieses auf der Zivilflagge fehlt.[11]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Rhede (Ems) unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Gemeinden:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

Das Landwirtschaftsmuseum in Rhede ist eines der fünf Emslandmuseen und vermittelt einen Einblick in die mit Muskelkraft betriebene Landwirtschaft. Das Museum befindet sich seit 1990 auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Hof an der Emsstraße und wurde von 1991 bis 1995 als Museum hergerichtet. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1.100 Quadratmetern werden Geräte und Maschinen aus der Zeit von ca. 1850 bis 1950 gezeigt. Themenschwerpunkte der Ausstellung sind die Ackerbestellung, die Getreideernte, die Heuernte, die Viehhaltung und die Milchwirtschaft.[12]

BauwerkeBearbeiten

 
Alte Rheder Kirche

Die Alte Rheder Kirche ist ein spätgotischer Ziegelbau von drei mit Kreuzgewölben überspannten Jochen mit 5/8-Chor und rechteckigem Westturm. Teile des Turmsockels stammen aus dem 13. Jahrhundert. Der Hauptteil des Kirchengebäudes datiert um 1470. Die Kirchengemeinde St. Nikolaus nutzte die Kirche bis 1913 als Pfarrkirche. Dann wurde die Kirche für die wachsende Gemeinde zu klein und man baute im Ortskern eine neue Kirche. Die profanierte Kirche dient heute als Gedächtniskirche, als Gedenkstätte für die Toten der Weltkriege sowie als Austragungsort für kulturelle Musikveranstaltungen wie der Musikreihe „Kirchenmusik im Emsland“.[13]

Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus entstand 1913 als Neubau in der Ortsmitte, nachdem die alte Pfarrkirche sich mit ihren 565 Plätzen als zu klein erwies. Die von Dombaumeister Wilhelm Sunder-Plassmann aus Münster im neuromanischen Stil errichtete Kirche erhielt zwei große quadratischen Westtürme und einen mächtigen oktogonale Vierungsturm, was der Kirche bei den Einheimischen den Beinamen „Rheder Dom“ einbrachte. Eine erste große Innenrenovierung fand im Zuge der Veränderungen im Zusammenhang mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahre 1966 statt. Eine weitere Innenrenovierung erfolgte 1999, bei der der ursprüngliche Charakter der Kirche wieder mehr in den Vordergrund gestellt wurde. Viele Malereien und die aus Sandstein gearbeiteten Säulen wurden restauriert.[14] 2013 konnte man die 100-jährigen Geschichte mit einem Jubiläumswochenende feiern.[15]

 
St. Nikolauskirche in Rhede (Ems)

SportBearbeiten

Der 1921 gegründete Sportverein Spiel und Sport Rhede (SuS Rhede) ist mit rund 600 Mitgliedern einer der größten Vereine in der Gemeinde. Er bietet die Sparten Fußball, Handball, Volleyball, Tennis, Turnen und Leichtathletik an. Zu den Sportanlagen des Vereins gehören das Emspark-Stadion, die Tennisanlage Kold´n Hauk sowie der A-Platz und die Sporthallen in der Jahnstraße.[16] Ein weiterer Verein ist der 1967 gegründete Sportverein SV Eintracht Brual e.V., der rund 300 Mitglieder hat. Der Verein bietet die beiden Sparten Fußball und Tischtennis an.[17]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Jedes Jahr am Pfingstwochenende beginnt das Rheder Schützenfest, das Hunderte von Leuten anzieht. Daneben wird im September der Rheder Markt mit einem der größten Pferdemärkte Norddeutschlands gefeiert. Bestandteil des Rheder Markts ist der Rheder Marktlauf, ein Volks- und Straßenlauf, der seit 2008 in der Stadt ausgerichtet wird.[18]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

An der A 31 befindet sich auf der östlichen Seite der Windpark Rhede. Außerdem hat hier die Dino Cars Evers ihren Sitz.

VerkehrBearbeiten

Die Bundesautobahn 31 (auch als „Ostfriesenspieß“ oder „Emslandautobahn“ bezeichnet) verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Gemeindegebiet. Durch den Ortsteil Rhede verläuft die Landesstraße L 52. Sie führt von der niederländischen Grenze über Aschendorf/Ems bis zur Landesstraße L 30 in Burlage, einem Ortsteil von Rhauderfehn im Landkreis Leer.

RadwanderwegeBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet von Rhede führen mehrere Radfernwege.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück – Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling – Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels – Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Christoph Oberthür, Franz Busche, Franz Barth, Heinrich Dünheuft – Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) – Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rhede (Ems) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. a b Wirtschaftszahlen der Gemeinde Rhede (Ems) (Memento des Originals vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rhede-ems.de, abgerufen am 12. September 2013
  3. a b Statistik der Einheitsgemeinde (Memento des Originals vom 25. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rhede-ems.de, abgerufen am 13. September 2013
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 252.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 9. September 2013.
  6. Rhede-Online: Gemeinderat Wahlperiode 2016–2021, abgerufen am 3. Februar 2017
  7. General-Anzeiger: 2014 werden im Emsland viele Bürgermeister gewählt, abgerufen am 9. September 2013
  8. Kandidatenliste 2013
  9. Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis, aufgeschlüsselt nach Städten und (Samt-)Gemeinden
  10. Nordwest-Zeitung: Bundestagswahl: Diese Abgeordneten vertreten unsere Region. In: NWZonline. (nwzonline.de [abgerufen am 29. September 2017]).
  11. Hauptsatzung der Stadt Rhede (Ems) (Memento des Originals vom 20. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rhede-ems.de (PDF; 112 kB), abgerufen am 9. September 2013
  12. Rhede-Online: Landwirtschaftsmuseum (Memento des Originals vom 1. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rhede-ems.de, abgerufen am 10. September 2013
  13. Rhede-Online: Alte Rheder Kirche, abgerufen am 17. Februar 2018
  14. Gemeindeverbund Rhede: St. Nikolaus, abgerufen am 11. September 2013
  15. 100 Jahre Rheder Kirche: Buch zum Jubiläum, abgerufen am 11. September 2013
  16. Spiel und Sport Rhede e. V. von 1921, abgerufen am 9. September 2013
  17. Homepage des SV Eintracht Brual, abgerufen am 10. September 2013
  18. 6. Marktlauf in Rhede, abgerufen am 11. September 2013