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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberlangen
Oberlangen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberlangen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 51′ N, 7° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Lathen
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 22,17 km2
Einwohner: 961 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49779
Vorwahl: 05933
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 040
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marienstraße 14
49779 Oberlangen
Website: www.oberlangen.de
Bürgermeister: Georg Raming-Freesen (CDU)
Lage der Gemeinde Oberlangen im Landkreis Emsland
NiederlandeLandkreis CloppenburgLandkreis Grafschaft BentheimLandkreis LeerLandkreis OsnabrückAndervenneBawinkelBeestenBockhorstBörgerBreddenbergDersumDörpenDohren (Emsland)EmsbürenEsterwegenFrerenFresenburgGeesteGerstenGroß BerßenHandrupHaren (Ems)HaselünneHeede (Emsland)HerzlakeHilkenbrookHüvenKlein BerßenKluse (Emsland)LähdenLahn (Hümmling)Langen (Emsland)LathenLehe (Emsland)Lengerich (Emsland)Lingen (Ems)LorupLünneLünneMeppenMessingenNeubörgerNeuleheNiederlangenOberlangenPapenburgRastdorfRenkenbergeRhede (Ems)SalzbergenSchapenSögelSpahnharrenstätteSpelleStavernSurwoldSustrumThuineTwist (Emsland)VreesWalchumWerlteWerpelohWettrupWippingenKarte
Über dieses Bild

Oberlangen ist eine Gemeinde im Landkreis Emsland in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Oberlangen liegt zwischen Papenburg und Meppen an der Ems. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Lathen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Lathen hat.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Niederlangen und dahinter Lathen, im Süden die Stadt Haren.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde wird um das Jahr 1000 erstmals unter dem Namen Langun urkundlich erwähnt. Es wurde zum Stammsitz des Rittergeschlechts von Langen, das erstmals 1276 mit Jakob von Langen erwähnt wird.

Im Herbst 1933 entstand im heutigen Ortsteil Oberlangen-Moor ein Ausbildungslager für SA-Wachmannschaften, das spätere Kriegsgefangenenlager Stalag VI B/Z / Oflag 6 WK VI (Emslandlager VI)[2], welches zu den Emslandlagern gehörte, ein Zweiglager des Lager Versen. Von 1939 bis 1945 wurden Kriegsgefangene der Sowjetunion, Polen und Italien in dieses Lager überführt.[3]

Oberlangen hat beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2013 eine Goldmedaille errungen.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Oberlangen setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

BürgermeisterBearbeiten

Georg Raming-Freesen

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Gold und Rot im Wellenschnitt geteilt, darin in verwechselten Farben oben eine liegende Schafschere, unten aus dem Schildfuß wachsend vier Kornähren.“

Die Wellenteilung steht für die Lage der Gemeinde an der Ems. Die Schafschere ist dem Wappen des Rittergeschlechts von Langen entnommen, das im Mittelalter hier ansässig war und im goldenen Schild eine schrägrechte rote Schafschere führte. Die vier Ähren symbolisieren die vier Ortsteile: Oberlangen, Sand, Wilholte und Oberlangen-Moor/Siedlung. Darüber hinaus weisen sie auf den in der Gemeinde vorherrschenden Ackerbau hin. Die Farben Rot und Gold sind die Wappenfarben der Herren von Langen und zugleich die des Niederstifts Münster, zu dessen Territorium Oberlangen von 1252 bis 1803 gehörte.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Dr. Ulf-Dietrich Korn aus Münster gestaltet.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Schützenfest, immer Christi Himmelfahrt, gefeiert wird Donnerstag und Freitag. Das Schützenfest ist der Höhepunkt eines jeden Jahres und ist auch weit über Oberlangen hinaus bekannt. Am ersten Tag marschieren alle Schützen vom Heimathaus Oberlangen zum Schützenplatz. Der zweite Schützenfesttag beginnt immer mit der traditionellen Schützenmesse.

VerkehrBearbeiten

Oberlangen ist über die B 70 verkehrsmäßig zu erreichen. Es besteht weiterhin ein Autobahnanschluss an die nahegelegene Autobahn A 31.

LiteraturBearbeiten

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück – Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling – Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels – Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Christoph Oberthür, Franz Busche, Franz Barth, Heinrich Dünheuft – Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) – Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)
  • Bernd Faulenbach, Andrea Kaltofen (Hrsg.): Hölle im Moor. Die Emslandlager 1933–1945. Wallstein, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-3137-2.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Geschichte des Lagers Oberlangen bei Relikte.com
  3. Irena Skrzynska, Abriss der Geschichte der weiblichen Kriegsgefangnen-Soldaten der Heimatarmee (AK), nach dem Warschauer Aufstand im Lager Oberlangen (Stalag VI C)@1@2Vorlage:Toter Link/www.lagerpost.info (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf Lagerpost.info
  4. Siegerdorf im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" (Memento des Originals vom 20. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberlangen.de