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Provinz Limburg (Belgien)

Provinz in Belgien
Limburg
Limburg (niederländisch)
Limbourg (französisch)
Flagge der Provinz Limburg
Wappen der Provinz Limburg
Staat: Belgien
Region: Flandern
Hauptstadt: Hasselt
Fläche: 2.422 km²
Einwohner: 863.425 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte: 341 Einwohner je km²

Bezirke: Hasselt
Maaseik
Tongeren
Gemeinden: 42
Website: www.limburg.be
Politik
Gouverneur: Herman Reynders
Lage der Provinz in Belgien
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Über dieses Bild

Limburg (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i), verschiedentlich auch als Belgisch-Limburg[1][2] bezeichnet, ist die östlichste Provinz der Region Flandern in Belgien. Die Hauptstadt ist Hasselt.

GeografieBearbeiten

Die Provinz Limburg liegt hauptsächlich westlich der Maas. Sie grenzt im Bereich der Maasplassen an die niederländische Provinz Limburg, zu der sie bis zur Entstehung Belgiens 1830 gehört hatte und an die belgischen Provinzen Lüttich, Flämisch Brabant und Antwerpen. Ihre Fläche beträgt 2422 km².

Durch Umgliederung im Jahr 1963 liegt das Gebiet der heutigen Gemeinde Voeren als Exklave (süd)östlich der belgischen Provinz Limburg zwischen der niederländischen Provinz Limburg und der belgischen Provinz Lüttich, zu der es bis dahin gehörte.

BezirkeBearbeiten

Die Provinz Limburg ist in drei Bezirke untergliedert. Diese werden auf Französisch als arrondissements, auf Niederländisch als arrondissementen bezeichnet. Manchmal wird die Bezeichnung Arrondissement auch auf Deutsch verwendet, obwohl Bezirk der amtliche Begriff ist.

Einwohner am 1. Januar 2018:[3]

  1. Hasselt (427.010)
  2. Maaseik (240.511)
  3. Tongeren (203.359)

GemeindenBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2019 besteht die Provinz Limburg aus 42 Gemeinden (Einwohnerzahlen am 1. Januar 2018[3]). Die Tabelle ist über Anklicken des  -Symbols sortierbar.

Gemeinde Einwohner
Stand: 1. Januar 2018[3]
Alken 11.565
As 8.190
Beringen 46.065
Bilzen 32.318
Bocholt 13.085
Borgloon 10.697
Bree 16.005
Diepenbeek 19.137
Dilsen-Stokkem 20.454
Genk 66.110
Gingelom 8.391
Halen 9.461
Ham 10.824
Hamont-Achel 14.427
Hasselt 77.651
Hechtel-Eksel 12.290
Heers 7.290
Herk-de-Stad 12.661
Herstappe 88
Heusden-Zolder 33.406
Hoeselt 9.685
Houthalen-Helchteren 30.623
Kinrooi 12.233
Kortessem 8.446
Lanaken 25.818
Leopoldsburg 15.625
Lommel 34.044
Lummen 14.762
Maaseik 25.201
Maasmechelen 38.193
Nieuwerkerken 6.960
Oudsbergen 23.423
Peer 16.406
Pelt 32.652
Riemst 16.665
Sint-Truiden 40.473
Tessenderlo 18.514
Tongeren 31.032
Voeren 4.160
Wellen 7.402
Zonhoven 21.214
Zutendaal 7.234

WappenBearbeiten

Im blauen Feld ein roter goldgekrönter goldgezungter und goldbewehrter doppelschwänziger Löwe. Auf der Brust ein goldener Schild mit fünf roten Balken. Der Schild von einem Eichenzweig mit Früchten auf beiden Seiten begleitet.

Auf den Schild ruht der Fürstenhut. Wappenhalter sind heraldisch rechts ein Hirsch und auf anderen Seite ein Schwan. Der Löwe im Wappen ist auch als Limburgischer Löwe bekannt.

WirtschaftBearbeiten

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Provinz im Jahr 2015 einen Index von 99 (EU-25: 100), deutlich niedriger als der belgische Durchschnitt von 119.[4] Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenrate 4,1 %.[5]

Sprache/BesonderheitenBearbeiten

Sowohl in der belgischen als auch in der niederländischen Provinz Limburg wird zumindest teilweise noch Limburgisch gesprochen.

KulinarischesBearbeiten

Limburger ist ein ursprünglich aus dem alten Herzogtum Limburg stammender Käse und nicht – wie oft irrtümlich angenommen – aus der hessischen Stadt Limburg an der Lahn. Die Produktion für den europäischen Markt erfolgt heute wegen fehlenden Markenschutzes an beliebigen Orten.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter

WeblinksBearbeiten

  Commons: Provinz Limburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ute K. Boonen: Die mittelniederländische Urkundensprache in Privaturkunden des 13. und 14. Jahrhunderts (= Niederlande-Studien. Band 47). Waxmann, Münster 2010, ISBN 978-3-8309-2330-5, S. 204 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. René Jongen: Theoriebildung der strukturellen Dialektologie. In: Gerold Ungerheuer, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Dialektologie: Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. Band 1.1). De Gruyter, Berlin 1982, ISBN 3-11-005977-0, S. 272 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b c Bevölkerung nach Gemeinden am 1. Januar 2018 (XLS; 480 KB)
  4. Eurostat. Abgerufen am 27. April 2018.
  5. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.