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Ohlerath ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen und gehört zur Dörfergemeinschaft und ehemals eigenständigen Gemeinde Mutscheid.

Ohlerath
Koordinaten: 50° 27′ 57″ N, 6° 51′ 14″ O
Höhe: 395 m
Einwohner: 163 (31. Dez. 2018)[1]
Postleitzahl: 53902
Vorwahl: 02257
Ohlerath (Bad Münstereifel)
Ohlerath

Lage von Ohlerath in Bad Münstereifel

Kapelle St. Quirinus
Kapelle St. Quirinus

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Ort liegt südlich der Kernstadt von Bad Münstereifel. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 55, am westlichen Ortsrand die Landesstraße 165. Im Südwesten fließen der Brömmersbach und der Buchholzbach.

GeschichteBearbeiten

Ohlerath gehörte zur eigenständigen Gemeinde Mutscheid, bis diese am 1. Juli 1969 nach Bad Münstereifel eingemeindet wurde.[2]

Kapelle St. QuirinusBearbeiten

Die Kapelle wird erstmals im 16. Jahrhundert schriftlich erwähnt, das Gussjahr ihrer ältesten Glocke deutet aber auf eine ältere Geschichte hin. Ihr Schutzpatron ist der heilige Quirinus. Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle deutlich erweitert und zwischen 1972 und 1976 umfassend restauriert. Im Rahmen dieser Restauration wurden auch die fünf Fenster der Kapelle, vier Spitzbogenfenster und ein rechteckiges Fenster, erneuert. Der Glasmaler Paul Weigmann gestaltete sie 1976 mit floralen Motiven, sowie mit Vögeln und Fischen.[3] Bei den Renovierungsarbeiten wurden im Chorgewölbe auch bedeutende Gemälde freigelegt und konserviert, die vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammen. Der Dachreiter beherbergt zwei Glocken, insbesondere die 79 kg schwere älteste Glocke der Mutscheid aus dem Jahr 1412, sowie noch eine 45 kg schwere Glocke aus dem Jahr 1933.

SonstigesBearbeiten

  • Die Buslinie 822 der RVK hält im Ort. Der TaxiBusPlus ist verfügbar.
  • Die Grundschulkinder werden zur katholischen Grundschule St. Helena nach Mutscheid gebracht.
  • In Ohlerath befindet sich einer von zwei Campingplätzen im Stadtgebiet Bad Münstereifel, der ganzjährig geöffnet hat. Der zweite Campingplatz befindet sich im Ortsteil Houverath.

LiteraturBearbeiten

  • Die Vereinsgemeinschaft Mutscheid (Hrsg.) Mutscheid 893–1993. Unsere Heimat. Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, Bad Münstereifel 1993, ISBN 3-922131-92-1.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerzahlen. Abgerufen am 11. März 2019.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.
  3. Sammlung von Fotos der Kirchenfenster von St. Quirinus. Forschungsstelle Glasmalerei. Abgerufen am 28. März 2019.