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Gut Hospelt

Stadtteil von Bad Münstereifel

Gut Hospelt ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen und gehört zur Dörfergemeinschaft und ehemals eigenständigen Gemeinde Mutscheid.

Gut Hospelt
Koordinaten: 50° 29′ 43″ N, 6° 53′ 2″ O
Höhe: 452 m ü. NN
Postleitzahl: 53902
Vorwahl: 02253
Gut Hospelt (Bad Münstereifel)
Gut Hospelt

Lage von Gut Hospelt in Bad Münstereifel

Gut Hospelt mit der Josefskapelle
Gut Hospelt mit der Josefskapelle

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Wohnplatz liegt südöstlich von Bad Münstereifel mitten im Wald. Neben dem Ort liegen Hummerzheim und Odesheim. Östlich des kleinen Orts verläuft die Grenze zum benachbarten Land Rheinland-Pfalz.

GeschichteBearbeiten

Gut Hospelt ist, nach der Stadt selbst, der älteste urkundlich belegte Wohnplatz im Münstereifeler Stadtgebiet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 854. Im Jahre 865 gehörte Hospelt mitsamt vier zugehörigen Bauerngehöften schon der Abtei Prüm und 893 wurden im Prümer Urbar 24 Gehöfte zum Herrenhof Hospelt gezählt.[1]

Das heutige Gutshaus ist eine Neuschöpfung des Architekten Paul Schultze-Naumburg und wurde 1924 bis 1925 für den Fabrikanten Cramer errichtet.

Bei Gut Hospelt befindet sich eine abgegangene Motte, eine ehemalige Burg.

Gut Hospelt wurde am 1. Juli 1969 zusammen mit der Gemeinde Mutscheid nach Bad Münstereifel eingemeindet.[2]

Kapelle St. JosephBearbeiten

Schon im 9. Jahrhundert gehörte zum hospelter Hofverband ein „Presbyter“, vergleichbar mit einem heutigen Pfarrer, und somit vermutlich auch ein Gotteshaus. Die heutige Kapelle stammt aus der Zeit um 1700 und wurde vermutlich vom damaligen Besitzer Johann Friedrich von Wentz errichtet. Sie war ursprünglich dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Nach einer Restauration 1878 wurde dann der heilige Josef ihr Schutzpatron. 1889 wurde die Kapelle verlängert und erhielt ihren Dachreiter, der heute eine 25 kg schwere Glocke aus dem Jahr 1657 beherbergt.[3]

VerkehrBearbeiten

Die Buslinie 819 der RVK hält im Ort. Der TaxiBusPlus ist verfügbar.

LiteraturBearbeiten

  • Die Vereinsgemeinschaft Mutscheid (Hrsg.) Mutscheid 893–1993. Unsere Heimat. Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, Bad Münstereifel 1993, ISBN 3-922131-92-1.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Joseph Matthias Ohlert: Fast 1000 Jahre unterm Krummstab. In: Mutscheid 893–1993.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.
  3. Toni Falkenstein und Johannes Osterspey: Geschichte der Kirchen- und Kapellenglocken in der Mutscheid. In: Mutscheid 893–1993.