Hauptmenü öffnen

Matthias Erzberger

deutscher Politiker (Zentrum), MdR
Erzberger 1919 als Abgeordneter der Weimarer Nationalversammlung

Matthias Erzberger (* 20. September 1875 in Buttenhausen, Königreich Württemberg; † 26. August 1921 bei Bad Griesbach im Schwarzwald, Republik Baden) war ein deutscher Publizist und Politiker (Zentrum) im Kaiserreich und der Weimarer Republik.

Als Bevollmächtigter der Reichsregierung und Leiter der Waffenstillstandskommission unterzeichnete Erzberger 1918 das Waffenstillstandsabkommen von Compiègne, das die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs formell beendete. Anschließend setzte er als Reichsminister der Finanzen von 1919 bis 1920 die nach ihm benannte Erzbergersche Reform durch, die als umfangreichstes Reformwerk der deutschen Steuer- und Finanzgeschichte gilt.

Er wurde im Jahr 1921 von rechtsterroristischen Attentätern der Organisation Consul ermordet.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Kindheit, Jugend, Studium, erste BerufstätigkeitBearbeiten

Matthias Erzberger wurde als Sohn des Schneiders und nebenberuflichen Postboten Josef Erzberger und dessen Frau Katherina (geb. Flad) in Buttenhausen geboren. Während sich die Bevölkerung des kleinen Ortes etwa je zur Hälfte aus Juden und Protestanten zusammensetzte, gehörte die aus dem nahegelegenen Gundelfingen stammende Familie Erzberger zu den wenigen katholischen Familien im Ort. Matthias war das älteste von sechs Kindern.[1] In Bichishausen besuchte er die katholische Volksschule und setzte die Schulausbildung in Gundelfingen fort. Einer seiner Lehrer erkannte das in ihm schlummernde Talent und schlug den Eltern vor, ihren Sohn eine Lehrerausbildung zu gewährleisten, die damals Schulgeldfrei war. Nach der Schulzeit besuchte Erzberger zunächst die Präparandenanstalt in Schwäbisch Gmünd und dann das katholische Lehrerseminar in Saulgau, wo er 1894 die Volksschul­lehrerprüfung als Bester seines Jahrgangs ablegte. Bereits in dieser Zeit setzte er sich schon intensiv mit politischen Fragen auseinander. Mit 20 Jahren galt er als „Enzyklopädist“ des württembergischen Alltages.

Nach Tätigkeiten als Volksschullehrer in Marbach, Göppingen und Stuttgart begann Matthias Erzberger 1896 ein Studium des Staatsrechts und der Nationalökonomie in Freiburg im Üechtland, das er aber nicht abschloss, weil er im selben Jahr bereits als Redakteur für das katholische Deutsche Volksblatt in Stuttgart zu arbeiten begann. Gleichzeitig engagierte er sich auch in katholischen Arbeitervereinen und in der Zentrumspartei. 1899 beteiligte sich Erzberger an der Gründung Christlicher Gewerkschaften in Mainz, eines Bauernvereins und des schwäbischen Handwerkerbund.

Im Jahre 1900 heiratete Erzberger in Rottenburg Paula Eberhard, die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns. Der Ehe entstammten zwei Töchter und ein Sohn.[2][3] Der Sohn erkrankte 1918 als Soldat an der Spanischen Grippe und starb.[4]

Abgeordneter im ReichstagBearbeiten

Bereits 1903 wurde Erzberger als damals jüngster Abgeordneter für den Wahlkreis Württemberg 16 (Biberach, Leutkirch, Waldsee, Wangen) in den Reichstag gewählt und repräsentierte dort den neuen Typ des Berufspolitikers. Sein politischer Ziehvater war der Reichstagsabgeordnete Richard Müller. Recht schnell entwickelte er sich hier zu einem Experten für Militär-, Kolonial- und Finanzpolitik.

Gleich zu Beginn seiner politischen Karriere kritisierte Erzberger als kolonialpolitischer Sprecher seiner Fraktion scharf und teilweise gegen Parteifreunde die Kolonialskandale.[5] Wenn er, nicht zuletzt mit Blick auf den Missionsgedanken, nicht grundsätzlich gegen Kolonisierungen eintrat, so mahnte er doch dabei auch die Rechte der Afrikaner zu berücksichtigen, die häufig Zwangsarbeit leisten mussten, und die zum Teil unmenschlichen Arbeitsbedingungen in den Kolonien schärfer zu kontrollieren.[6] Damit trug er dazu bei, dass die Regierung Bülow im Streit um das Budget für den militärischen Einsatz in den Kolonien 1907 zurücktrat und es damit zu Neuwahlen des Reichstags (sog. „Hottentottenwahlen“) kam. Unter seiner Mitwirkung stürzten Deutschkonservative 1909 gemeinsam mit dem Zentrum die Regierung Bülows, da keine Einigung in der Frage der geplanten Erbschaftssteuer gefunden wurde, die erst 1919 von Erzberger als Finanzminister eingeführt werden konnte.

In diesen ersten Jahren seiner politischen Betätigung wuchs bei Matthias Erzberger immer deutlicher die Erkenntnis, dass das herrschende politische System in Deutschland dringend einer Erneuerung bedürfe. Diese, so war seine Auffassung, könne vor allem durch eine grundsätzliche Erneuerung des Parlamentarismus erfolgen. Schritte dazu könnten sein, die Übernahme ministerieller Verantwortung durch Parlamentarier, die Herausnahme des Kaisers aus dem Tagesgeschehen, um damit vor allem das Prestige der Monarchie und ein Aufreiben in den Querelen der Tagespolitik zu vermeiden. Außenpolitisch jedoch bewegte er sich noch lange in den Bahnen des herrschenden Zeitgeistes und war zu dieser Zeit noch überzeugt, dass Deutschland eine starke Armee brauche, um seine Interessen international verfolgen zu können.

Erster WeltkriegBearbeiten

Selbst noch zum Beginn des Ersten Weltkrieges war Erzberger ein deutlicher Befürworter weitreichender Annexionen und teilte somit die mehrheitliche Auffassung im deutschen Reichstag. Im September 1914 entwarf er ein „Kriegszielprogramm“ das in Nichts den Kräften des "Alldeutschen Verbandes" nachstand. Doch die ersten Kriegsmonate zeigten bereits, dass die Stimmung der Bevölkerung des neutralen Auslandes recht schnell umschlug und in einzelnen Gebieten verheerende Tendenzen in Richtung Deutschfeindlichkeit annahm. Bereits zu dieser Zeit waren Offiziere des Reichsmarineamtes an ihn mit dem Vorschlag herangetreten, ein zentrales Büro zur Lenkung der Propaganda im neutralen Ausland aufzubauen.

Obwohl er selbst kaum über Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügte stampfte er in kürzester Zeit ein Nachrichtenbüro aus dem Boden, das bald in die Regie des Auswärtigen Amtes überging. Damit trat Matthias Erzberger erstmalig in den Dienst der Exekutive. Dieses Büro bildete den Kern der dann im Oktober 1914 ins Leben gerufenen „Zentralstelle für Auslandsdienst[7] . Die Fäden hielt er selbst in der Hand und an die Spitze des Büros wurde durch das Auswärtige Amt der ehemalige Botschafter Deutschlands in Japan Freiherr Alfons Mumm von Schwarzenstein (1859–1924) gestellt. Erzberger entfaltete zahlreiche Initiativen, um schnell die erwartete Leistungsfähigkeit des Auslandsnachrichtendienstes zu erreichen.[8] So gab er für ausländische Zeitungen einen mehrsprachigen Depeschendienst heraus, ließ über verschiedene ausländische Verlage Broschüren, Bücher und Artikel über die deutsche Kultur und den „Friedenswillen“ drucken sowie verbreiten, rief mehrere fremdsprachige Zeitungen ins Leben die auf bestimmte Bevölkerungsgruppen focussiert waren und regte die regelmäßige Herausgabe einer, monatlich in sieben Sprachen erscheinenden, „Kriegschronik“ an.[9]

Durch dieses neue Amt hatte Matthias Erzberger nunmehr Zutritt zu verschiedenen internen Beratungen und Akteurskreisen im Auswärtigen Amt, im Kriegsministerium und im Reichsmarineamt. Er erhielt aus diesen Gremien geheime Dokumente und Berichterstattungen, die sein Wissenstand und seine eigene Haltung zum Krieg und Militär in besonderer Weise prägten. Der preußische Kriegsminister Karl von Einem (1853–1934) äußerte sich in diesem Zusammenhang wertschätzend, wenn etwas Neues auf den Tisch kommt „frage ich zuerst Erzberger. Der kann immer gleich Auskunft geben und weiß viel besser Bescheid als meine Offiziere und Beamten“. Matthias Erzberger kam aber auch durch seine Aktivitäten mit zahlreichen „zweifelhaften Personen“ im In- und Ausland in Kontakt. Denn Nachrichtenverbreitung und Nachrichtenbeschaffung im Ausland waren kaum zu trennen von der nachrichtendienstlichen Informationsarbeit. Aber auch auf diesem Gebiet wagte er sich zunehmend in das besondere Gefilde, anfangs nur tastend, später zunehmend sicherer.

Matthias Erzberger entwickelte in diesen Jahren zahlreiche Initiativen, um auf diplomatischen Wegen und über seine kirchlichen Netzwerke Verständigungen aber auch Lageveränderungen in der Situation des anhaltenden Krieges für Deutschland herbeizuführen. Einige dieser Aktivitäten wurden durch ultrarechte aber auch militärische Kreise, die nach wie vor die Siegziele von 1914 vertraten, konterkariert oder ad absurdum geführt. Jedoch trugen auch einzelne seiner Vorstöße amateurdiplomatischen Charakter. So beispielsweise sein „Liechtenstein-Plan“ aus dem Jahre 1916. Dieser Plan sah vor, den seit 1870 bestehenden Konflikt zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl, der den Papst aus der Abhängigkeit von Italien befreien sollte, durch eine Erklärung Liechtensteins zu lösen. Als selbst die Habsburger diesem Projekt skeptisch gegenübertraten musste Erzberger den Plan aufgeben. Auch als Sonderbotschafter bemühte er sich mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Reichsregierung auf diplomatischer Ebene vergebens, Italien und Rumänien vom Kriegseintritt gegen die Mittelmächte abzuhalten.[10] Dabei gelang es ihm, eine Audienz bei Papst Benedikt XV. zu erhalten. Erstmalig hatte er im März 1915 auch ein „vier-Augen-Gespräch“ mit Kaiser Wilhelm II. Sein Fazit aus dieser Begegnung war, dass der Kaiser immer nur selbst das Wort führe und nicht gewohnt war, sich eine gegenteilige Meinung anzuhören.

Die Arbeit der Zentralstelle für Auslandsdienst trug in der 2. Hälfte des Jahre 1916 bereits wichtige Früchte. So war es Matthias Erzberger gelungen über Stockholm, den Widrigkeiten des Krieges durch schärfstes kontrollieren von Reise- und Informationswege trotzend, eine nach Russland hineinreichende Dependanz zu schaffen. Diese „Stockholmer Zweigstelle“ lieferte ab Mitte 1916 regelmäßig, zumeist in 7 bis 14 Tagen Abstand, wichtige Informationen. Diese kamen aus dem russisch-kaiserlichen Hauptquartier, aus dem Ministerium für Äußeres in St. Petersburg und aus dem Ministerium des Innern in St. Petersburg.[11] Diese Nachrichten waren zum Teil aus offiziellen, aber auch aus geheimen behördlichen Quellen und waren, wie in den Akten der Reichskanzlei noch 1919 bestätigt wurde, für den Krieg von „erheblichem Wert“.[12]

Durch seine Kontakte zu den höchsten Reichsbehörden in Deutschland und die Gespräche in seinem politischen und privaten Umgangskreis gewann Matthias Erzberger tiefe Einblicke in die politische Wirklichkeit. Das öffnete ihm zunehmend mehr die Augen in welch gefährlicher Lage sich Deutschland seit 1916 befand. Ergänzt durch die Vielzahl der Informationen politischer, militärischer und wirtschaftlicher Art, die er bei seinen Auslandsreisen gewann und die ihm auch aus dem Lager des Feindes zur Verfügung standen, wuchs in ihm die Erkenntnis, dass für Deutschland der Krieg nicht zu gewinnen war. Und dennoch suchte er weiter nach Möglichkeiten für „Friedensinitiativen“. Erstmalig Anfang 1916 trat er gegen die Pläne der Admiralität auf, die U-Boot-Waffe rücksichtslos einzusetzen. Im März des gleichen Jahres schwor er seine Reichstagsfraktion der Zentrumspartei darauf ein, Widerstand gegen die Pläne der Marineleitung zum totalen U-Boot-Krieg zu leisten. Nicht nur das dieses Ansinnen völkerrechtswidrig war, Erzberger hatte sogar statistische Berechnungen angestellt, dass der durch die Marine gepriesene Erfolg ausbleiben musste, da die Anzahl der U-Boote, über die Deutschland verfügte, viel zu gering war.

Im Oktober 1916 forderte Erzberger im Haushaltsausschuss des Reichstages, der Reichskanzler solle baldmöglichst eine „eingehende Übersicht über das gesamte Personal aller Kriegsgesellschaften […] getrennt nach Geschlecht, militärpflichtigem Alter, Bezügen, Konfession“ aufstellen und veröffentlichen lassen. Diesem Antrag stimmten neben den Konservativen, den Nationalliberalen und der Zentrumspartei auch einige SPD-Abgeordneten zu. Der nationalliberale Abgeordnete Gustav Stresemann begründete dieses Vorgehen damit, dass man den Wahrheitsgehalt der kursierenden Gerüchte über „jüdische Drückebergerei“ überprüfen und nicht den Eindruck erwecken wolle, man habe etwas zu verbergen. Die Mehrheit der SPD sowie die Linksliberalen lehnten den Antrag ab, da eine Unterscheidung nach konfessionellen Kriterien rechtsstaatlichen Prinzipien widerspreche. Unklar ist nur, ob Erzberger den internen Erlass des Kriegsministers zur so genannten Judenzählung zum 1. Oktober 1916 bereits kannte und mit seinem Antrag ergänzen wollte oder noch nichts von der geplanten Judenzählung im Heer wusste.[13] Es dienten im Ersten Weltkrieg relativ gesehen ebenso viele jüdische wie christliche Soldaten, entsprechend war auch der Anteil an den Gefallenen etwa gleich hoch.

 
Erzberger (Mitte) als Mitglied der deutschen Waffenstillstandskommission mit General von Hammerstein und Unterstaatssekretär Langwerth von Simmern 1918 in Spa
 
Erzberger (Mitte) und deutsche Delegation auf dem Weg zu Verhandlungen für Waffenstillstandsverlängerungen. (Trier 16. Januar 1919, Dokument des NARA)[14]

Nachdem Erzberger noch Anfang 1916 für einen „Siegfrieden“ eingetreten war, setzte er sich ab Ende des Jahres für einen „Verständigungsfrieden“ ein. Das war für ihn eine politische Neuorientierung, die durch die Ereignisse der russischen Februarrevolution noch zusätzliche Veränderungen seines Stimmungs- und Meinungsbildes erhielt. Und als dann im April noch die USA in den Krieg eintraten war ein solcher „Frieden“ für ihn die noch einzig mögliche Option. So forderte er am 6. Juli 1917 in einer Reichstagsdebatte, Deutschland müsse auf Annexionen verzichten. Am 19. Juli 1917 stimmte die Mehrheit des Reichstags dann der von ihm in diesem Sinne eingereichten Friedensresolution zu.

Im Verlauf des Weltkrieges war Erzberger neben Karl Liebknecht (bis 1916 Reichstagsabgeordneter der SPD) der einzige Politiker, der öffentlich die passive Haltung Deutschlands zur Politik des türkischen Verbündeten gegenüber der nichtmuslimischen Bevölkerung im Osmanischen Reich kritisierte, dabei vor allem den Völkermord an den Armeniern, die Verfolgung der Griechen und den Völkermord an den Aramäern. Er reiste mehrfach nach Konstantinopel zu Verhandlungen mit den jungtürkischen Machthabern.

Anfang Oktober 1918 ernannte der neue Reichskanzler Prinz Max von Baden Erzberger zum Staatssekretär ohne Portefeuille. Er wurde zum Leiter der deutschen Waffenstillstandskommission berufen und unterzeichnete auf Wunsch Paul von Hindenburgs am 11. November 1918 als Erster der vierköpfigen deutschen Delegation den Waffenstillstand von Compiègne, der die Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges beendete. Durch dieses Agieren in den letzten beiden Kriegsjahren und nicht zuletzt durch seine Unterschriftsleistung in Compiègne machte sich Erzberger zahlreiche Gegner. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1918 verbreitete sich, vor allem unter den militärisch extremsten Kräften, die in Führungspositionen wesentlich mit für die Situation, in der Deutschlands nunmehr steckte, verantwortlich waren, die „Dolchstoßlegende“. Wonach das „im Felde unbesiegbare Heer“ vom inneren Feind „hinterrücks erdolcht“ worden sei. In der Person von Matthias Erzberger fanden diese Kräfte recht schnell denjenigen, dem diese „Schuld“ in die Schuhe geschoben werden konnte. Durch sein Wirken bei den Waffenstillstandsverhandlungen bot er dafür sogar noch eine große Breitseite. Denn eigentlich hätten diese Verträge durch Personen aus der Obersten Heeresleitung unterzeichnet werden müssen, die für den Ablauf der Kriegshandlungen, zumindest in den Jahren ab 1916, auch verantwortlich waren.

Zeit der Weimarer RepublikBearbeiten

Im Januar 1919 wurde er in die Weimarer Nationalversammlung gewählt. Im Kabinett Scheidemann wurde er als Chef der Waffenstillstandskommission zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt und hatte in dieser Funktion die Durchführung des Waffenstillstands zu überwachen. Damit oblag ihm dann auch die Annahme des Versailler Vertrags zu befürworteten. Wofür er dabei dann auch konsequent eintrat, die harten Versailler Friedensvertrags-Bedingungen anzunehmen, ansonsten, so seine Überzeugung, drohe die Besetzung und Zerstückelung des Deutschen Reiches.

 
Reichsfinanzministerium (ca. 1930)

Am 21. Juni 1919 wurde Erzberger Reichsminister der Finanzen unter dem Reichskanzler Gustav Bauer (Kabinett Bauer). Seine als Erzbergersche Finanzreform von 1919/1920 bekannten Reformmaßnahmen mit 16 Finanz- und Steuergesetzen gelten als das umfangreichste Reformwerk der deutschen Steuer- und Finanzgeschichte.[15] Insbesondere fallen darunter die Zusammenfassung der 25 Steuerverwaltungen der Bundesstaaten des ehemaligen Kaiserreichs, der Neuaufbau einer Reichsfinanzverwaltung[16] und die Ersetzung der unterschiedlichen Rechtsordnungen der Länder durch ein reichseinheitliches Steuerrecht.[17] Die Maßnahmen brachten eine wesentliche Erhöhung der Steuerquote wie auch eine deutliche Vereinheitlichung und Systematik des Steuerrechts. Kernstücke der Reformen waren die Reichsabgabenordnung, das Umsatzsteuergesetz, das Körperschaftssteuergesetz, das Gesetz über die Reichsfinanzverwaltung und das Landessteuergesetz, das den Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden zentralisierte.[18] Erzberger strukturierte die Steuerverwaltung komplett neu und legte damit, unter anderem auch mit der Einführung des direkten Lohnsteuerabzugs, die Grundlagen für das noch heute vorhandene deutsche Steuersystem. In seiner Reform der Reichsfinanzen 1919 schaffte er mit den Matrikularbeiträgen auch die finanzielle Abhängigkeit des Zentralstaats von den Ländern ab.

 
Dolchstoßlegendenvariante, Postkarte etwa 1924: Philipp Scheidemann ist dabei, deutsche Frontsoldaten hinterrücks zu erdolchen. Hinter ihm Erzberger und zwei als Juden stilisierte, auf Geldsäcken sitzende, Männer.[19]

Durch die Zentralisierung der Steuereinnahmen und gleichzeitigen Erhebung der Reichsnotopferabgabe zur Sanierung der Reichsfinanzen wurde Erzberger noch mehr zur Zielscheibe und Hassfigur rechter Propaganda. Insbesondere sah er sich ständigen Angriffen des einstigen Staatssekretärs des Inneren, Deutsche-Bank-Repräsentanten und späteren DNVP-Abgeordneten Karl Helfferich ausgesetzt. Als dieser ihm in der Broschüre Fort mit Erzberger (1919) eine „unsaubere Vermischung politischer Tätigkeit und eigener Geldinteressen“ vorwarf, strengte Erzberger einen Prozess gegen Helfferich wegen Beleidigung an. Am 12. März 1920 gab das Gericht schließlich als Urteil bekannt, dass Helfferich zu einer geringen Geldstrafe verurteilt wird. Das Urteil gilt als bekanntes Beispiel für die in der Weimarer Republik typische politische Justiz der Richter, die oft „auf dem rechten Auge blind“ waren.[20] Erzberger trat noch am Tag des Urteils (einen Tag vor Beginn des Kapp-Putsches) als Reichsfinanzminister zurück (Nachfolger: Joseph Wirth). Das Kabinett Bauer endete am 27. März 1920.

ErmordungBearbeiten

Infolge der rechten Hetzpropaganda wurde Matthias Erzberger Opfer eines politischen Mordes. Bereits am 28. Januar 1920 hatte der ehemalige Fähnrich Oltwig von Hirschfeld zweimal auf Erzberger geschossen, als dieser das Gerichtsgebäude in Berlin-Moabit verließ. Erzberger wurde dabei leicht an der Schulter verletzt, eine zweite Kugel prallte an einem Metallgegenstand in seiner Tasche ab. Hirschfeld wurde nur zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Bei Erzberger hinterließ das Attentat einen tiefen Schock. Obwohl er versuchte, in die Politik zurückzukehren, fürchtete er die Folgen: „Die Kugel, die mich treffen soll, ist schon gegossen“, vertraute er seiner Tochter Maria an.[21]

Der Auftrag zum Mord an Matthias Erzberger wurde im August 1921 durch Kapitänleutnant Manfred von Killinger (1886–1944) in schriftlicher Form an die beiden ehemaligen Marineoffiziere Tillessen und Schulz erteilt.[22] Am 26. August 1921 passten die ehemaligen Marineoffiziere Heinrich Tillessen[23] und Heinrich Schulz – beide Angehörige der rechten Organisation Consul, des Freikorps Oberland und des Germanenordens – Erzberger in Bad Griesbach im Schwarzwald bei einem Spaziergang mit seinem Parteifreund Carl Diez ab. Sie schossen sechsmal auf den Politiker, der gerade im Erholungsurlaub war. Schwer verletzt stürzte Erzberger eine Böschung hinab. Schulz tötete Erzberger dann aus nächster Nähe mit zwei weiteren Schüssen in den Kopf[24]; auch Diez wurde dabei schwer verletzt. Ein Gedenkstein in einer Kehre der Bundesstraße 28 zwischen Bad Griesbach und Freudenstadt erinnert an diese Bluttat[25].

Beide Attentäter konnten mit Hilfe von Killinger im August 1921 ins Ausland flüchten. 1933 kehrten sie aus Spanien nach Deutschland zurück, um nach der Straffreiheitsverordnung von 1933 amnestiert zu werden, die Strafen für Verbrechen beim Aufbau des Nationalsozialismus aufhob.[26] 1946 wurde gegen Tillessen wegen des Mordes prozessiert. Das Landgericht Offenburg sprach ihn unter Anwendung der Straffreiheitsverordnung von 1933 am 29. November 1946 frei. Dieses Urteil stieß in ganz Deutschland auf Protest. Es wurde von einem französischen Hohen Gericht Anfang Januar 1947 aufgehoben, das den Fall an die deutsche Justiz zurückverwies. Tillessen wurde dann im März 1947 vom Landgericht Konstanz zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.[27] Gegen den anderen Täter Heinrich Schulz verhängte das Landgericht Offenburg am 19. Juli 1950 eine Strafe von 12 Jahren Zuchthaus, wobei zwei Jahre Untersuchungshaft angerechnet wurden.[28] Beide büßten davon aber nur einen geringen Teil ab und wurden schon 1952 entlassen.[29][30]

Die Trauerfeierlichkeit für Matthias Erzberger am 31. August 1921 gestaltete sich zu einer politischen Kundgebung. Reichskanzler Joseph Wirth (1879–1956) sprach die Trauerrede. Die Beisetzung des Ermordeten Erzbergers erfolgte dann auf dem alten katholischen Friedhof in Biberach an der Riß.

NachlebenBearbeiten

Die Grabstätte Matthias Erzbergers ist mit einer großen Figurengruppe des Bildhauers Friedrich Thuma geschmückt und befindet sich auf dem alten katholischen Friedhof in Biberach an der Riß.

Erzbergers Geburtshaus in Buttenhausen wurde zur Erinnerungsstätte Matthias Erzberger umgestaltet. In Biberach wurde eine Haus- und Landwirtschaftliche Schule nach ihm benannt, in Oberkirch (Baden) eine Brücke. Außerdem tragen Straßen und Plätze in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands seinen Namen.

Am 26. August 2011 erhielt der Festsaal des Bundesfinanzministeriums in Berlin den Namen „Matthias-Erzberger-Saal“.[31] Am 23. März 2017 gab Bundestagspräsident Norbert Lammert bekannt, dass das vom Bundestag genutzte Gebäude Unter den Linden 71 von nun an „Matthias-Erzberger-Haus“ heißen wird.[32][33]

SchriftenBearbeiten

  • Die Säkularisation in Württemberg. Stuttgart 1902.
  • Beiträge zur Parität in Württemberg. Stuttgart 1902.
  • Centrumspolitik im Reichstag. 5 Bände, Koblenz 1904–1907.
  • Der Toleranzantrag des Centrums. Osnabrück 1905.
  • Zollpolitik und Sozialdemokratie. München-Gladbach 1905.
  • Die Arbeitskammern vor dem Reichstage. Jena 1905.
  • Die Kolonial-Bilanz. Bilder aus der deutschen Kolonialpolitik auf Grund der Verhandlungen des Reichstags im Sessionsabschnitt 1905/06. Berlin 1906.
  • Die neuen Militärpensionsgesetze. Berlin 1906.
  • Warum ist der Reichstag aufgelöst worden? Ein offenes Wort an die Wählerschaft. Berlin 1906.
  • Bilder aus dem Reichstagswahlkampf 1907. Die Agitation der Zentrumsgegner beleuchtet nach deren Wahlschriften. Berlin 1907.
  • Der Humor im Reichstage. Eine systematisch geordnete Sammlung von Parlamentsscherzen. Berlin [1910].
  • Die Zentrumspolitik im Reichstage. Berlin 1910.
  • Der Völkerbund als Friedensfrage: Rede, gehalten am 27. Dezember 1918 in der Berliner Handelshochschule auf Einladung der Ältesten der Kaufmannschaft von Berlin. Hobbing, Berlin 1919. (Digitalisat)
  • Erlebnisse im Weltkrieg. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, Berlin 1920. (Digitalisat im Internet Archive).

Filme und HörfunksendungenBearbeiten

  • In Dieter Meichsners Fernsehspiel Novemberverbrecher wurde Erzberger von Joachim Wolff dargestellt.
  • Pia Fruth, Märtyrer der Weimarer Republik. Der Politiker Matthias Erzberger. SWR2, 31. Oktober 2014.
  • Klaus Gietinger, Bernd Fischerauer, Gewaltfrieden. Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles, ARD-alpha, Deutschland 2010

LiteraturBearbeiten

  • Christopher Dowe (Hrsg.), Matthias Erzberger. Ein Demokrat in Zeiten des Hasses, Der Kleine Buch Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7650-8436-2.
  • Christopher Dowe: Die Kamera als politische Waffe?: Matthias Erzberger im Fokus der Pressefotografen (= Kleine Schriften / Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Band 32). Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-928880-34-3.
  • Christopher Dowe: Matthias Erzberger. Ein Leben für die Demokratie. Kohlhammer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-17-021491-0.
  • Klaus Epstein: Matthias Erzberger and the dilemma of German democracy. Princeton 1959
    • Klaus Epstein: Matthias Erzberger und das Dilemma der deutschen Demokratie. Übersetzung von Irmgard Kutscher. Verlag Annedore Leber, Berlin 1962; Ullstein, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-548-03227-3)
  • Klaus Epstein: Erzberger, Matthias. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 638–640 (Digitalisat).
  • Reiner Haehling von Lanzenauer: Der Mord an Matthias Erzberger. Schriftenreihe des Rechtshistorischen Museums. Karlsruhe 2008, ISBN 978-3-922596-75-2.
  • Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.): Matthias Erzberger, ein Wegbereiter der deutschen Demokratie. Buch zur Dauerausstellung der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger in Münsingen-Buttenhausen. Stuttgart 2011, ISBN 978-3-933726-38-4.
  • Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.): Matthias Erzberger. Ein Demokrat in Zeiten des Hasses. G. Braun Buchverlag, Karlsruhe 2013, ISBN 978-3-7650-8436-2.
  • Michail Krausnick, Günter Randecker: Mord Erzberger – Matthias Erzberger. Konkursverwalter des Kaiserreichs und Wegbereiter der Demokratie. Ein Porträt. Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-3586-0.
  • Wolfgang Michalka (Hrsg.): Matthias Erzberger: Reichsminister in Deutschlands schwerster Zeit. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2002, ISBN 3-935035-32-2.
  • Christoph E. Palmer, Thomas Schnabel: Matthias Erzberger 1875–1921, Patriot und Visionär. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89850-141-5.
  • Robert Leicht: Patriot in der Gefahr. In: Die Zeit, Nr. 34/2011.
  • Heinz Leidel: Die Begründung der Reichsfinanzverwaltung (= Schriftenreihe des Bundesministeriums der Finanzen, Heft 1) 1964,
  • Alex Möller: Reichsfinanzminister M. Erzberger und sein Reformwerk. Mommsen 1971.
  • Stefan Homburg: Allgemeine Steuerlehre. 7. Auflage Vahlen 2015
  • Wolfgang Ruge, Matthias Erzberger, Berlin 1976 Allgemeine Steuerlehre. 7. Auflage Vahlen 2015
  • Eike Alexander Senger: Die Reform der Finanzverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland. Springer, Berlin 2009.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Matthias Erzberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cord Gebhardt: Der Fall des Erzberger-Mörders Heinrich Tillessen. Ein Beitrag zur Justizgeschichte nach 1945. Mohr, Tübingen 1995, ISBN 3-16-146490-7, S. 7.
  2. Kai-Britt Albrecht: Matthias Erzberger. Tabellarischer Lebenslauf im LeMO (DHM und HdG)
  3. Klaus Epstein: Erzberger, Matthias. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 638–640 (Digitalisat).
  4. Handblatt vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg für Schüler (Memento des Originals vom 12. November 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hdgbw.de (PDF; 1,3 MB)
  5. Christoph E. Palmer, Thomas Schnabel (Hrsg.): Matthias Erzberger 1875–1921. Patriot und Visionär. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-89850-141-8, S. 151.
  6. Winfried Speitkamp: Deutsche Kolonialgeschichte. Reclam, Stuttgart 2005, S. 139.
  7. Walter Nicolai, Nachrichtenwesen und Aufklärung, in Der Weltkampf um Ehre und Recht Hrsg. Max Schwarte, Deutsche Verlagsanstalten Stuttgart, 1921, S. 493
  8. Wolfgang Ruge, Matthias Erzberger, Berlin 1967, S. 49ff.
  9. Fritz Fischer, Deutsche Kriegsziele, Revolutionierung und Separatfrieden, 1959
  10. Guntram von Schenck: Matthias Erzberger (1875–1921). Außenpolitiker und Reichsfinanzminister
  11. Klaus Epstein, Matthias Erzberger, 1973, S. 185f.
  12. Staatsarchiv Potsdam, Akten Reichskanzlei Nr. 1391/4, Bl.37
  13. Egmont Zechlin: Die deutsche Politik und die Juden im Ersten Weltkrieg. Göttingen 1969, S. 525.
  14. https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb3/prof/GES/NG2/1918_TV-07.11.2018Seite2.pdf
  15. Eike Alexander Senger, Die Reform der Finanzverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland. Springer-Verlag 2009; S. 33
  16. Gesetz über die Reichsfinanzverwaltung vom 10. September 1919
  17. u. a. Reichsabgabenordnung vom 13. Dezember 1919, Einkommensteuergesetz vom 29. März 1920, Körperschaftsteuergesetz vom 30. März 1920, Erbschaftsteuergesetz vom 10. September 1919
  18. Stefan Homburg, Allgemeine Steuerlehre. 7. Auflage Vahlen 2015; S. 45
  19. Georg Heuberger (Hrsg.): Abgestempelt. Judenfeindliche Postkarten. Auf der Grundlage der Sammlung Wolfgang Haney, Heidelberg 1999, S. 268.
  20. Zum Erzberger-Urteil vgl. etwa Eberhard Kolb: Die Weimarer Republik. 6., überarbeitete und erweiterte Ausgabe. Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-49796-0, S. 39f.
  21. Jörg von Uthmann: Attentat. Mord mit gutem Gewissen. Verlag Siedler, Berlin 2001, ISBN 3-572-01263-5, S. 119.
  22. aus diesem Grund wurde Killinger, führender Kopf in der Organisation Consul, im September 1921 verhaftet, ein Gerichtsverfahren dazu fand im Juni 1922 gegen ihn vor dem Schwurgericht Offenburg statt, am 13. Juni 1922 wurde er unter außerordentlich fadenscheinigen Gründen freigesprochen - den beiden Attentätern hatte er vorher geholfen außerlandes zu kommen
  23. Heinrich Tillessen war der Bruder eines Drahtziehers hinter dem Mord an Walther Rathenau, Karl Tillessen, ebenfalls Ex-Offizier und später SS-Offizier. Wolfram Wette, Der Feind im Innern. In: Die Zeit, Nr. 24/2003. Zu Heinrich Tillessens Lebenslauf: Für die nationale Wiedergeburt. Tillessen noch nicht entwischt. In: Der Spiegel, Nr. 1 vom 4. Januar 1947.
  24. Matthias Erzberger: Mord in Bad Griesbach, Zeitstrahl Geschichte des Südwestens vom 26.August 1921, in:hhts://www.swr.de/geschichte-de-suedwestens/zeitstrahl/1921_mord-erzberger/-/id0154485
  25. 26. August 1921: Matthias Erzberger: Mord in Bad Griesbach | Der Zeitstrahl | Geschichte des Südwestens. In: swr.online. (swr.de [abgerufen am 15. Mai 2018]).
  26. http://www.verfassungen.de/de/de33-45/straffreiheit33.htm
  27. Heinrich Tillessen. In: Der Spiegel. Nr. 10 vom 8. März 1947, S. 13. - Online hier, abgerufen 1. Dezember 2014.
  28. Cord Gebhardt: Der Fall des Erzberger-Mörders Heinrich Tillessen. Ein Beitrag zur Justizgeschichte nach 1945. Mohr, Tübingen 1995 (Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts, Band 14), ISBN 3-16-146490-7. S. 328f.
  29. Klaus Epstein: Matthias Erzberger und das Dilemma der deutschen Demokratie. Frankfurt am Main 1976.
  30. Jörg von Uthmann: Attentat. Mord mit gutem Gewissen. Verlag Siedler, Berlin 2001, ISBN 3-572-01263-5, S. 124.
  31. Patriot in der Gefahr. In: Die Zeit, Nr. 34/2011.
  32. Unter den Linden 71. Deutscher Bundestag, abgerufen am 2. März 2018.
  33. zeit.de / Robert Leicht: Zu spät und doch gerade rechtzeitig