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Gebäude des Landgerichts

Das Landgericht Konstanz ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit, dessen Zuständigkeit die Bezirke von sieben Amtsgerichten umfasst.

Gerichtsbezirk und -sitzBearbeiten

 
Landgerichtsbezirk Konstanz (dunkel) im Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe (hellgrün) in Baden-Württemberg

Der Sitz des Gerichtes ist Konstanz. In Villingen-Schwenningen unterhält das Landgericht eine Außenstelle, in der auch Gerichtsverhandlungen durchgeführt werden. Zum Bezirk des Landgerichtes Konstanz gehören elf staatliche Notariate und sieben Amtsgerichte:

Donaueschingen, Konstanz, Radolfzell, Singen am Hohentwiel, Stockach, Überlingen und Villingen-Schwenningen.

Der Landgerichtsbezirk umfasst rund 550.000 Einwohner.[1]

 
Fassadendetail

GebäudeBearbeiten

Das Gericht ist mit seinem Hauptgebäude im historischen Blarer'scher Domherrenhof untergebracht. Er wurde 1767 erstmals erwähnt. 1846 wurde es Sitz des Hofgerichts, 1876 des Landgerichts. Das Renaissance-Portal enthält eine Darstellung des Heiligen Jakobus. Das historische Hauptgebäude befindet sich in der Gerichtsgasse 15, das Nebengebäude in der Gerichtsgasse 9 in Konstanz. Der zweistöckige Flachdachbau von 1964 gilt als bedeutendes Beispiel der Nachkriegsarchitektur in Konstanz.

Übergeordnete GerichteBearbeiten

Das Gericht ist dem Oberlandesgericht Karlsruhe untergeordnet.

AufbauBearbeiten

Das Landgericht Konstanz besteht aus insgesamt sechs Zivil-, neun Straf- und drei Kammern für Handelssachen. Die 1. und die 6. Zivilkammer sind Berufungs- und Beschwerdegerichte. Bei der 1. und 3. Strafkammer handelt es sich um große Strafkammern, die 5. und 6. sind kleine Strafkammern. Als Schwurgericht fungiert die 4. Strafkammer. Die Aufgabe der Jugendkammer nimmt die 2. (große Jugendkammer) und 7. (kleine Jugendkammer) Strafkammer wahr.[2] Derzeit sind 33 Richter mit rund 65 weiteren Mitarbeitern am Landgericht tätig.

GeschichteBearbeiten

Das Landgericht ist aus dem seit 1836 in Konstanz residierenden badischen Hofgericht hervorgegangen. Dieses war aber nicht neu errichtet worden, sondern siedelte von Meersburg, wo es bereits über zwei Jahrzehnte bestanden hatte, nach Konstanz um.[3]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Wolfgang Strätz: 175 Jahre Hof- und Landgericht Konstanz. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1988

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zuständigkeit - Landgericht Konstanz http://www.landgericht-konstanz.de/pb/,Lde/1164471
  2. vgl. Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts Konstanz unter http://www.landgericht-konstanz.de/pb/,Lde/Startseite/Landgericht/Geschaeftsverteilung
  3. Hans-Wolfgang Strätz: 175 Jahre Hof- und Landgericht Konstanz. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1988, Seite 9.

Koordinaten: 47° 39′ 53,3″ N, 9° 10′ 27,9″ O