Mörigen

Gemeinde in der Schweiz
Mörigen
Wappen von Mörigen
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Biel/Biennew
BFS-Nr.: 0742i1f3f4
Postleitzahl: 2572
Koordinaten: 582902 / 214928Koordinaten: 47° 5′ 7″ N, 7° 12′ 48″ O; CH1903: 582902 / 214928
Höhe: 491 m ü. M.
Höhenbereich: 429–546 m ü. M.
Fläche: 2,16 km²
Einwohner: 879 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 407 Einw. pro km²
Gemeindepräsidentin: Francine Schmid[2]
Website: www.moerigen.ch
Mörigen

Mörigen

Lage der Gemeinde
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Mörigen (in einheimischer Mundart Mörge [ˈmœɾg̊ə], französisch Morenges)[3] ist eine politische Gemeinde mit je eigener Einwohner- und Burgergemeinde im Verwaltungskreis Biel/Bienne des Schweizer Kantons Bern.

GeographieBearbeiten

Mörigen liegt im Berner Seeland am Südufer des Bielersees. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Sutz-Lattrigen, Hermrigen, Epsach und Täuffelen.

BevölkerungBearbeiten

Mörigen ist zu 92,6 % eine deutschsprachige Gemeinde, 6,1 % der Bevölkerung ist französischsprachig.

PolitikBearbeiten

Gemeindepräsidentin ist Francine Schmid (Stand 2019)

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 43,3 %, FDP 20,2 %, BDP 13,7 %, SP 7,5 %, glp 5,7 %, GPS 3,5 %, CVP 1,3 %, EVP 1,1 %, EDU 0,5 %.[4]

VerkehrBearbeiten

Das Dorf besitzt eine Haltestelle der Biel-Täuffelen-Ins-Bahn BTI.

SchulenBearbeiten

Die Primarschule der ersten bis sechsten Klasse wird zusammen mit derjenigen von Sutz-Lattrigen geführt.

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 1843 entdeckte Albert Jahn eine bronzezeitliche Pfahlbausiedlung, die im Uferbereich des Bieler Sees liegt. Die dereinst gemachten Funde bildeten den Grundstock des Museums Schwab in Biel, des Laténium in Hauterive und des Schweizerischen Landesmuseums. Zu den Fundstücken, teils aus späteren archäologischen Grabungen, gehören u. a. Fibeln, Pferdetrensen, Waffen und Werkzeuge. Nach diesem Fundort ist ein bronzezeitlicher Schwerttyp benannt worden (Schwert vom Mörigen-Typ oder Mörigen-Schwerter).[5]

An der nördlichen Gemeindegrenze wurden Siedlungsreste aus der Römerzeit gefunden, am Seeufer Gräber aus dem Frühmittelalter. Der Ortsname erscheint ab 1196 zunächst als Herkunftsbezeichnung zu den Personennamen Burc(h)ardus/Jacobus de Moringe(n)/Moringin/Muͤringen/M(u)oringun/Morens/Morans. Es handelt sich um eine Ableitung mit dem Zugehörigkeitssuffix -ing- zum lateinischen Personennamen Maurus/Mauro/Mōro.[3] 1398 gelangte Mörigen an Bern und gehörte zum Gerichtsviertel Lattrigen der Landvogtei Nidau.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Andres Moser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern. Landband 2: Der Amtsbezirk Erlach, der Amtsbezirk Nidau. Teil 1. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Wiese, Basel 1998, (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 90). ISBN 3-909164-63-3. S. 415–419.

WeblinksBearbeiten

Commons: Mörigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige Wohnbevölkerung aus STAT-TAB des BfS, Gemeinden siehe auch Regionalporträts 2020 auf bfs.admin.ch, Zugriff am 29. Mai 2020
  2. Gemeinderat | Einwohnergemeinde Mörigen. Abgerufen am 13. August 2020.
  3. a b Andres Kristol: Mörigen BE (Nidau) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 591. Angegebene Lautschrift: [ˈmœrgə].
  4. Resultate der Gemeinde Mörigen. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 30. Oktober 2016.
  5. u. a. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band 33; 1911–1919; Nachdruck 2006–2010 (Online in der Google-Buchsuche)