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Lagupie

französische Gemeinde im Département Lot-et-Garonne

Lagupie (okzitanisch Lagupia) ist ein Ort und eine aus mehreren Weilern und Einzelgehöften bestehende Gemeinde mit 737 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im südfranzösischen Département Lot-et-Garonne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lagupie
Lagupia
Lagupie (Frankreich)
Lagupie
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Lot-et-Garonne
Arrondissement Marmande
Kanton Les Coteaux de Guyenne
Gemeindeverband Val de Garonne Agglomération
Koordinaten 44° 33′ N, 0° 7′ OKoordinaten: 44° 33′ N, 0° 7′ O
Höhe 20–121 m
Fläche 8,69 km2
Einwohner 737 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 85 Einw./km2
Postleitzahl 47180
INSEE-Code
Website Lagupie

Lagupie – Kirche Saint-Jean-Baptiste

LageBearbeiten

Der Ort Lagupie liegt auf dem Nordufer des Flüsschens Gupie etwa neun Kilometer nordwestlich von Marmande in einer Höhe von ca. 34 m ü. d. M.[1] Das Klima ist mild und wird in hohem Maße vom Atlantik bestimmt; Regen fällt übers ganze Jahr verteilt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 381 543 476 396 489 782

Die Reblauskrise im Weinbau und der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Mechanisierung der Landwirtschaft haben seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang geführt, der sich jedoch in den 1990er Jahren wieder umgekehrt hat.

WirtschaftBearbeiten

Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; daneben wurden auch Viehzucht und Weinbau betrieben. Im Ort selbst siedelten Handwerker, Kleinhändler und Dienstleister. Seit den 1960er Jahren werden einige der leerstehenden Häuser, aber auch Neubauten, als Ferienwohnungen (gîtes) genutzt. Die Gemeinde gehört seit 1990 zum Weinbaugebiet Côtes du Marmandais.

GeschichteBearbeiten

Die Region war schon in der Antike besiedelt; die Römer brachten wahrscheinlich auch den Wein hierher.

Im Mittelalter war das Gebiet zwischen England und Frankreich umstritten und wurde erst nach dem Ende des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) endgültig französisch. Später gehörte das Gebiet zur historischen Provinz des Agenais.

 
Romanisches Portal

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die ursprünglich einschiffige romanische Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste ist Johannes dem Täufer geweiht. Sie wurde jedoch im 15. Jahrhundert erneuert und im 19. Jahrhundert um ca. 4 m nach Osten verlängert und um zwei Seitenschiffe verbreitert; außerdem entstand ein Glockenturm mit steinernem Spitzhelm. Der Mittelteil der Fassade stammt noch aus dem Mittelalter und wurde zusammen mit dem ungewöhnlich gestalteten Tympanon im Jahr 1925 als Monument historique anerkannt.[3]
  • Am Ortsrand befinden sich zwei Taubenhäuser (pigeonniers).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lagupie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lagupie – Karte mit Höhenangaben
  2. Marmande/Lagupie – Klimatabellen
  3. Portail de l’Église Saint-Jean-Baptiste, Lagupie in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)