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Inzing
Wappen Österreichkarte
Wappen von Inzing
Inzing (Österreich)
Inzing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 19,35 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 12′ OKoordinaten: 47° 16′ 20″ N, 11° 12′ 0″ O
Höhe: 616 m ü. A.
Einwohner: 3.904 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 6401
Vorwahl: 05238
Gemeindekennziffer: 7 03 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kohlstatt 2
6401 Inzing
Website: www.inzing.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Walch (Aktives Inzing )
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)
  • 5 Aktives Inzing mit Sepp Walch
  • 2 Jugend Umwelt Familie – JUF
  • 2 Wir für Euch
  • 2 FÜR INZING mit Michael Hurmann – FI
  • 2 Team Armin Saxl – Inzinger SozialdemokratInnen und Parteifreie
  • 1 FPÖ-Inzing – FPÖ
  • 1 FÜR UNSER DORF
Lage von Inzing im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Inzing von Süden
Inzing von Süden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Inzing ist eine Gemeinde mit 3904 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Mitglied im Klimabündnis Tirol und liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

GeografieBearbeiten

Inzing liegt im Inntal zwischen Innsbruck bzw. Zirl im Osten und Telfs bzw. Hatting im Westen. Es befindet sich am Südufer des Inns. Südlich des Dorfes ragt das Rangger Köpfl empor, nördlich der Zirler Berg. Der höchstgelegene Punkt der Gemeinde befindet sich am Gipfel der Peiderspitze auf 2808 m ü. A. in den nördlichen Sellrainer Bergen (Stubaier Alpen). Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt am Innufer auf 598 m ü. A.

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Inzing gehören sieben Weiler:

  • Eben
  • Schindeltal
  • Mühltal
  • Toblaten
  • Hof
  • Gigglberg
  • Wires

Die Gemeinde besteht neben dem Haufendorf am Schwemmkegel des Enterbachs noch aus verschiedenen bergbäuerlich geprägten Dörfern und Rotten am Inzingerberg, dem Ausläufer der Mittelgebirgsterrasse nach Westen hin.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Eben (80)
  • Hof (37)
  • Inzing (3625)
  • Moos (0)
  • Schindeltal (60)
  • Toblaten (102)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Inzing.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Inzing 1034 in den Traditionen des Hochstifts Freising[2]: quicquid proprietatis … in loco Inigozingo curtifera III. Es ist jedoch nicht gesichert, dass es sich bei dieser Erwähnung tatsächlich um Inzing handelt und nicht vielmehr um gleichnamige Örtlichkeiten in Oberösterreich (GB Peuerbach und GB Perg) oder Bayern (Lkr. Passau).[3] Lauthistorisch wäre eine Entwicklung von Inigozingo zu Inzing eher unwahrscheinlich. Die erste wirklich sichere Nennung findet sich in der Urkunde der Abtei St. Georgenberg mit Incingen im Jahr 1283[4].

Die barocke Pfarrkirche weist spätbarocke Fresken auf.

Schon früh erbauten die Ritter von Eben (Ortsteil) – der genaue Zeitpunkt ist unbekannt – im Dorf oberhalb der Kirche einen Wohnturm, den die Inzinger heute allgemein mit „Schlößl“ bezeichnen. Dieses spätgotische „Schlößl“ wurde um 1920 im Stil des Historismus umgebaut. Die Wappenmotive der Ritter von Eben finden sich noch heute im Wappen der Gemeinde Inzing wieder.

Erwähnt wurde Inzing auch in den Italienischen Reise von Johann Wolfgang von Goethe (1786).

Die Gemeinde Hatting wurde 1974 Inzing angeschlossen und 1993 wieder als eigene Gemeinde abgetrennt.

Inzing wurde in der Vergangenheit von mehreren großen Muren heimgesucht. Bei der letzten im Jahr 1969 kamen drei Menschen ums Leben.[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat insgesamt 15 Sitze. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 2016 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:

  • 5 Aktives Inzing mit Sepp Walch
  • 2 Jugend Umwelt Familie – JUF
  • 2 Wir für Euch
  • 2 FÜR INZING mit Michael Hurmann – FI
  • 2 Team Armin Saxl – Inzinger SozialdemokratInnen und Parteifreie
  • 1 FPÖ-Inzing – FPÖ
  • 1 FÜR UNSER DORF
Bürgermeister
  • bis 2016 Kurt Heel (Aktives Inzing)
  • seit 2016 Josef Walch (Aktives Inzing)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schulgebäude der Gemeinde Inzing

WirtschaftBearbeiten

Die Industrie ist durch das Industriegebiet am östlichen Ortsrand geprägt. Neben klein- und mittelständischen Unternehmen haben auch einige Konzerne Zweigstellen bzw. Niederlassungen in Inzing (z. B. DHL, Caterpillar, Scania, Stiegl).

SportBearbeiten

 
Fußballplatz Inzing

Inzing verfügt über ein reges Vereinsleben. Im Sport können Inzinger Vereine zahlreiche Erfolge vorweisen. Die beiden Hauptvereine sind der Allgemeine Sportverein Inzing (ASVI) mit den Sektionen Leichtathletik, Radfahren und Schi und die Sportunion Inzing mit den Sektionen Damengymnastik, Stocksport, Hänge- und Paragleiten, Fußball, Rodeln, Tennis, Tischtennis und Volleyball.

Neben diesen beiden Hauptvereinen gibt es noch den Ringsportclub Inzing (RSCI), den Billardclub Inzing und den Modellbauclub Inzing – MBCI (Modellflugsport) als unabhängige Vereine. In den Sportarten Volleyball, Ringen und Billard ist Inzing überregional vertreten. Die Sektion inzingvolley der SU spielt in der zweiten österreichischen Bundesliga Damen. Der Ring-Sport-Club Inzing (RSCI) kämpft in der ersten österreichischen Liga.

Außerdem verfügt Inzing über eine Naturrodelbahn (Ginzes-Eben) und war Austragungsort der Naturbahnrodel-Weltmeisterschaft 1979.

VerkehrBearbeiten

Verkehrsmäßig ist Inzing über die Inntalautobahn A 12 mit der Ausfahrt Zirl-West und über die Arlbergbahn mit einer Haltestelle der Linie   /   an die S-Bahn Tirol angebunden. Züge verkehren im 30-Minuten-Takt über Innsbruck bis Fritzens-Wattens bzw. bis Telfs. Weiters verkehrt in den Wintermonaten ein Schibus zum nahe gelegenen Schigebiet Rangger Köpfl.

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der GemeindeBearbeiten

  • 2017: Kurt Heel, Bürgermeister von Inzing 1992–2016

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Ursula Beiler (* 1959), österreichische Künstlerin (Bildhauerei, Installation)
  • Vinzenz Gasser (1809–1879), von 1856 bis 1879 Fürstbischof von Brixen
  • Benny Hörtnagl (* 1982), österreichischer Hörfunk- und Fernsehmoderator
  • Hermann Klotz (1845–1899), Gynäkologe und Geburtshelfer in Innsbruck
  • Edmund Klotz (1855–1929), österreichischer Bildhauer
  • Jörg Kölderer (um 1465/70–1540), Hofmaler Kaiser Maximilians I.
  • Josef Schretter (1856–1909), österreichischer Maler

Personen mit Bezug zur GemeindeBearbeiten

  • Nadine Beiler (* 1990), österreichische Soul- und Pop-Sängerin, die am 26. Jänner 2007 den 3. Starmania-Contest für sich entscheiden konnte, in Inzing aufgewachsen
  • Rainer Blatt (* 1952), deutsch-österreichischer Experimentalphysiker, wohnhaft in Inzing
  • Marina Gastl (* 1985), österreichische Ringerin, 9. Platz bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 im Ringen
  • Blasius Hueber (1735–1814), Landvermesser, in Inzing verstorben
  • Andi Knoll (* 1972), österreichischer Hörfunk- und Fernsehmoderator
  • Gabriele Kirchmair Silber und Bronzegewinnerin bei den 8. Olympischen Spielen für Körperbehinderte in Seoul / Südkorea
  • Hannelore Mariner, ehemalige österreichische Rennrodlerin, 1970 Europameisterin Rodel-Einsitzer
  • Sandra Mariner (* 1974), ehemalige österreichische Naturbahnrodlerin im Einsitzer
  • Wastl Mariner (1909–1989), österreichischer Alpinist und Pionier der Bergrettung
  • Ernst J. Schmidlechner (* 1958), Lyriker und Liedtexter

WeblinksBearbeiten

  Commons: Inzing – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Inzing, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
  • Dorfchronik Inzing

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Peter Anreiter: Die Frühnennungen der Nord- und Osttiroler Gemeindenamen (von den Anfängen bis 1500). Teil 4. Edition Praesens: Wien 2005
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 329, Anh Nr. 19.
  4. Peter Anreiter: Die Frühnennungen der Nord- und Osttiroler Gemeindenamen (von den Anfängen bis 1500). Teil 2. Edition Praesens: Wien 2004
  5. http://www.pisch.at/Ernst/Dorfbuch.html