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Der Frankfurter Handball Club e.V. (FHC) ist ein Frauenhandballverein aus Frankfurt (Oder). Er gründete sich 1994 durch einen Zusammenschluss der damals erstklassigen Handballabteilung des BFV Frankfurt (Oder) und der damals zweitklassigen Handballabteilung des SV Blau-Weiss Frankfurt (Oder). Der BFV Frankfurt (Oder) war wiederum ein Nachfolgeverein des 1990 aufgelösten ASK Vorwärts Frankfurt (Oder), dessen Handballsektion in den 1980er Jahren eine der stärksten Frauenhandballmannschaften der DDR hatte.

Frankfurter HC
Vereinswappen des Frankfurter HC
Voller Name Frankfurter Handball Club e.V.
Frankfurt (Oder)
Abkürzung(en) FHC
Gegründet 1994
Vereinsfarben gelb/rot
Halle Brandenburg-Halle
Plätze 2.500
Präsident Wolfgang Pohl
Trainer Dietmar Schmidt
Liga 3. Liga Nord
2018/19
Rang 4. Platz
Website www.f-hc.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Deutscher Meister
2004
DDR-Meister
1982, 1983, 1985, 1986, 1987, 1990
DHB-Pokalsieger
2003
FDGB-Pokalsieger
1981, 1982, 1984, 1986, 1990
International IHF-Cup-Sieger
1985, 1990
Euro-City-Cup-Sieger
1997

VereinsdatenBearbeiten

Der FHC ist nur noch im Frauenhandball aktiv. Neben der ersten Mannschaft, die lange Jahre bis 2013 in der 1. Bundesliga spielte, gibt es noch sechs Juniorenteams in allen Altersklassen und eine 2. Mannschaft. Der Verein hat zurzeit etwa 150 Mitglieder, Präsident ist Wolfgang Pohl. Die Heimspiele der ersten Mannschaft werden in der Brandenburg-Halle ausgetragen, in die 2500 Zuschauer passen.

GeschichteBearbeiten

Der Frankfurter Handball Club wurde 1994 gegründet und entstand aus der Fusion der beiden Handballabteilungen der Vereine BFV und Blau-Weiß Frankfurt (Oder). Die Handballer des BFV gingen ihrerseits auf den 1951 gegründeten SV Volkspolizei Vorwärts Leipzig zurück, der zunächst 1953 nach Berlin und dessen Handballabteilung 1969 nach Frankfurt (Oder) delegiert wurde. Als ASK Vorwärts Berlin nahm die Sektion Handball zunächst nur im Männerbereich am Wettspielbetrieb teil. Dabei konnte man im damals noch gespielten Feldhandball vier DDR-Meistertitel und im Hallenhandball einen DDR-Meistertitel erringen. Nach dem Wechsel nach Frankfurt (Oder) und der entsprechenden Umbenennung in ASK Vorwärts Frankfurt (Oder) konnte die Männermannschaft noch drei DDR-Meistertitel und 1975 den Europapokal der Landesmeister erringen. Die ab 1972 kontinuierlich aufgebaute Frauenmannschaft gehörte in den 1980er Jahren zu den stärksten Mannschaften im DDR-Frauenhandball. Allein sechsmal sicherte man sich den DDR-Meistertitel. Hinzu kam in der Saison 1989/90 der Gewinn des IHF-Pokals.[1]

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands sah sich auch der Handball in Frankfurt (Oder) einer ständig wechselnden Umgebung ausgesetzt. Allerdings konnte er weiterhin von der Kombination des Förderstützpunktes der Bundeswehr auf dem Gelände des ehemalige Armeesportklubs Vorwärts Frankfurt (Oder) und der vorhandenen Sportschule profitieren, wodurch es dem Verein wiederholt gelingt, Spielerinnen aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren. Bis zur Saison 1999/2000 konnte der Verein in der 1. Handball-Bundesliga der Frauen bestehen und gehörte dabei bis zur Abstiegssaison immer zu den fünf besten Mannschaften in Deutschland. Durch größere finanzielle Probleme konnten allerdings wichtige Spielerinnen nicht mehr gehalten werden und der Verein stieg in der Saison 1999/2000 erstmals seit seinem Bestehen in die 2. Bundesliga ab. Nach einer Saison der sportlichen Konsolidierung, die man mit Platz drei beendete, konnte die Mannschaft des FHC in der Folgesaison 2001/02 den Wiederaufstieg in die 1. Handball-Bundesliga der Frauen feiern. In der Saison 2003/04 gelang dann sogar der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. In den Folgejahren platzierte sich der Verein zwar fast immer für die mittlerweile eingeführten Play-Offs, ein Platz unter den ersten drei gelang allerdings nicht mehr. Nach der Saison 2012/13 wurde am 2. Juli 2013 in einer offiziellen Pressemitteilung durch den Vorstand des Vereins die Beantragung eines Insolvenzverfahrens bekanntgegeben. Als Folge der Insolvenz wurde das Bundesligateam aufgelöst. Allerdings wurde die schon damals in der 3. Liga spielende zweite Mannschaft in der Folgesaison 2013/14 mit ehemaligen Erstligaspielerinnen verstärkt und ab der Saison 2014/15 als erste Mannschaft geführt. Seitdem läuft der Spielbetrieb in der 3. Liga weiter. Darüber hinaus hat der FHC verschiedene Jugendmannschaften im Spielbetrieb.[2]

Bekannteste SpielerinnenBearbeiten

SaisonbilanzenBearbeiten

Saison Spielklasse Platz Spiele S U N Tore Diff. Punkte
1994/95 Bundesliga 3 26 20 1 05 635:524 111 41:11
1995/96 Bundesliga 5 26 16 2 08 676:583 093 34:18
1996/97 Bundesliga 5 22 12 2 08 583:563 020 26:18
1997/98 Bundesliga 4 22 14 1 07 572:548 024 29:15
1998/99 Bundesliga 4 22 14 0 08 594:578 016 28:16
1999/2000 Bundesliga 11 22 04 1 17 507:604 −97 09:35
2000/01 2. Bundesliga 3 26 15 2 09 666:605 061 32:20
2001/02 2. Bundesliga 1 26 25 0 01 858:540 318 50:02
2002/03 Bundesliga 4 24 16 1 07 715:651 064 33:15
2003/04 Bundesliga 1 22 18 0 04 677:592 085 36:08
2004/05 Bundesliga 7 23 12 2 09 604:612 0-8 26:20
2005/06 Bundesliga 6 22 12 0 10 601:574 027 24:20
2006/07 Bundesliga 5 22 11 1 10 670:668 002 23:21
2007/08 Bundesliga 4 22 13 2 07 702:651 051 28:16
2008/09 Bundesliga 4 22 12 1 09 661:665 0-4 25:19
2009/10 Bundesliga 7 22 09 1 12 607:607 ±00 19:25
2010/11 Bundesliga 6 22 09 2 11 636:637 0-1 20:24
2011/12 Bundesliga 6 20 10 1 09 561:527 034 21:19
2012/13 Bundesliga 7 22 10 1 11 616:618 0-2 21:23
2013/14 3. Liga 3 26 17 2 07 676:631 045 36:16
2014/15 3. Liga 9 26 10 2 14 612:641 −29 22:30
2015/16 3. Liga 8 20 07 4 09 471:475 0-4 18:22
2016/17 3. Liga 9 22 07 0 15 501:600 −99 14:30
2017/18 3. Liga 5 22 14 2 06 575:518 057 30:14
2018/19 3. Liga 4 22 14 0 08 646:573 087 28:16
Aufstieg
Abstieg

TrainerBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

Juniorteam (II. Mannschaft)Bearbeiten

JugendbereichBearbeiten

  • A-Jugend
    Deutscher Meister/NOHV-Meister 2004, 2005
  • B-Jugend
    Deutscher Meister 2002
    NOHV-Meister 1998, 2002, 2011
  • C-Jugend
    NOHV-Meister 2000, 2009, 2010, 2011

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFV Frankfurt. Abgerufen am 18. September 2017.
  2. www.f-hc.de: FHC meldet Insolvenz an, abgerufen am 3. Juli 2013