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Die Listen enthalten die deutschen Handballmeister der Frauen. Die ersten "deutschen Meister" auf dem Großfeld wurden 1921 ermittelt, einen ersten offiziellen deutschen Meister gab es aber erst 1934. Nach dem Zweiten Weltkrieg trugen die beiden deutschen Staaten separate Meisterschaften aus. Später vom DHB nicht anerkannte (West-)deutsche Großfeld-Meister gab es schon 1947, DDR-Großfeld-Meister seit 1949. Die DDR suchte 1951 ihren ersten Hallenhandballmeister, die BR Deutschland zog 1958 nach.

Inhaltsverzeichnis

Rangliste der deutschen MeisterBearbeiten

Rang Verein Titel Halle BRD Halle DDR Großfeld 1934–45 Großfeld BRD Großfeld DDR Kleinfeld
1. HC Leipzig 23 6 15 - - 2 -
2. Fortschritt Weißenfels 15 - 6 - - 9 -
3. 1. FC Nürnberg 13 6 - - 5 - 2
4. Bayer Leverkusen 12 11 - - - - 1
5. Eimsbütteler TV 10 4 - 3 3 - -
6. TV Lützellinden 7 7 - - - - -
6. FHC Frankfurt (Oder) 7 1 6 - - - -
6. Thüringer HC 7 7 - - - - -
9. SC Empor Rostock 6 - 3 - - 3 -
10. TuS Walle Bremen 5 5 - - - - -
11. TuS Eintracht Minden 4 4 - - - - -
11. Berliner TSC 4 - 4 - - - -
11. Post SV München 4 - - - 4 - -
11. BSG Motor Weimar 4 - 2 - - 2 -
15. VfR Mannheim 3 - - 2 - - 1
15. BSG Stahl West Leipzig 3 - - - - 3 -
17. TV Vorwärts Frankfurt 2 - - - 2 - -
17. TuS Alstertal Hamburg 2 - - - 2 - -
17. TSV GutsMuths Berlin 2 1 - - - - 1
17. SC Union 03 Hamburg 2 2 - - - - -
17. RSV Mülheim 2 2 - - - - -
17. BSG Lok Rangsdorf 2 - 2 - - - -
17. SG BBM Bietigheim 2 2 - - - - -
24. Düsseldorfer SV 04 1 - - - 1 - -
24. VfL 93 Hamburg 1 - - - 1 - -
24. Turngemeinde in Berlin 1 - - 1 - - -
24. Stahl-Union Düsseldorf 1 - - 1 - - -
24. SSC Südwest Berlin 1 1 - - - - -
24. SC Urania Hamburg 1 - - - 1 - -
24. SC Magdeburg 1 - 1 - - - -
24. SC Charlottenburg 1 - - 1 - - -
24. PSV Grünweiß Frankfurt 1 1 - - - - -
24. Holstein Kiel 1 1 - - - - -
24. Eintracht Frankfurt 1 - - 1 - - -
24. DJK/MJC Trier 1 1 - - - - -
24. BSG Chemie Zeitz 1 - 1 - - - -
24. SC Berlin-Weißensee 1 - 1 - - - -

Keine Berücksichtigung fanden

  • 3 Großfeldmeisterschaften von 1947 bis 1949 (vom DHB nicht anerkannt)
  • sämtliche vor 1934 ausgetragenen Großfeldmeisterschaften (mehrere "deutsche Meister" pro Jahr)

Berücksichtigung fanden

  • 57 deutsche Hallenmeisterschaften von 1958 bis 2014 des DHB
  • 41 DDR-Hallenmeisterschaften von 1951 bis 1991 des DHV.
  • 19 BRD-Großfeldmeisterschaften von 1950 bis 1968 des DHB
  • 19 DDR-Großfeldmeisterschaften von 1948 bis 1967 des DHV
  • 9 Großfeldmeisterschaften von 1934 bis 1945 (1940, 1944 und 1945 fanden keine Meisterschaften statt)
  • 5 deutsche Kleinfeldmeisterschaften des DHB von 1969 bis 1973

Namensänderungen

  • HC Leipzig: inklusive VfB sowie SC und SC Lokomotive Leipzig. Die Vorgängervereine BSG Rotation Leipzig-Mitte und SC Lokomotive Leipzig fusionierten 1963 zum SC Leipzig (später VfB, seit 1999 HC Leipzig).
  • FHC Frankfurt (Oder): inklusive ASK Vorwärts
  • BSG Motor Weimar: 1960 Fusion aus KWU (später BSG Turbine) und BSG Einheit Weimar
  • Post SV München: trat 1950 aufgrund eines Erlasses der Besatzungsbehörden als VfL München an und nahm 1952 wieder seinen ursprünglichen Namen an.

Hallenhandball-MeisterBearbeiten

BR DeutschlandBearbeiten

Die deutsche Meisterschaft bei den Frauen wird seit 1958 ausgespielt. Diese wurde bis 1964 in einer Endrunde der fünf Regionalmeister plus dem Vizemeister des ausrichtenden Verbandes an einem Wochenende in einer Halle ausgetragen. Ab 1965 waren nur noch die Regionalmeister teilnahmeberechtigt, die in einer Play-Off-Runde (das Heimrecht wurde ausgelost) mit einem abschließenden Endspiel an einem (nicht immer) neutralen Ort den deutschen Meister ermittelten. Seit 1975 existiert die Handball-Bundesliga der Frauen, zunächst mit einer Nord- und einer Süd-Staffel, ab der Saison 1985/86 dann eingleisig. Ein entsprechender Ligaverband fand sich 1996 zusammen[1], der die Meisterschaft in Eigenregie unabhängig vom DHB austrägt. Zwischen 2004 und 2013 wurde der deutsche Meister der Frauen nach dem Ende der Ligarunde durch Play-off-Spiele ermittelt. DHB-Rekordmeister im Hallenhandball ist Bayer Leverkusen mit insgesamt elf Titeln.

Deutsche Meister seit 1958Bearbeiten

Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister
1958 Eimsbütteler TV 1972 SC Union 03 Hamburg 1986 Bayer Leverkusen 2000 TV Lützellinden 2014 Thüringer HC
1959 Eimsbütteler TV 1973 TuS Eintracht Minden 1987 Bayer Leverkusen 2001 TV Lützellinden 2015 Thüringer HC
1960 RSV Mülheim 1974 Bayer Leverkusen 1988 TV Lützellinden 2002 HC Leipzig 2016 Thüringer HC
1961 RSV Mülheim 1975 TuS Eintracht Minden 1989 TV Lützellinden 2003 DJK/MJC Trier 2017 SG BBM Bietigheim
1962 SSC Südwest Berlin 1976 TuS Eintracht Minden 1990 TV Lützellinden 2004 FHC Frankfurt (Oder) 2018 Thüringer HC
1963 Eimsbütteler TV 1977 TSV GutsMuths Berlin 1991 TuS Walle Bremen 2005 1. FC Nürnberg 2019 SG BBM Bietigheim
1964 1. FC Nürnberg 1978 TuS Eintracht Minden 1992 TuS Walle Bremen 2006 HC Leipzig 2020
1965 Bayer Leverkusen 1979 Bayer Leverkusen 1993 TV Lützellinden 2007 1. FC Nürnberg 2021
1966 Bayer Leverkusen 1980 Bayer Leverkusen 1994 TuS Walle Bremen 2008 1. FC Nürnberg 2022
1967 Eimsbütteler TV 1981 PSV Grünweiß Frankfurt 1995 TuS Walle Bremen 2009 HC Leipzig 2023
1968 SC Union 03 Hamburg 1982 Bayer Leverkusen 1996 TuS Walle Bremen 2010 HC Leipzig 2024
1969 1. FC Nürnberg 1983 Bayer Leverkusen 1997 TV Lützellinden 2011 Thüringer HC 2025
1970 1. FC Nürnberg 1984 Bayer Leverkusen 1998 VfB Leipzig 2012 Thüringer HC 2026
1971 Holstein Kiel 1985 Bayer Leverkusen 1999 VfB Leipzig 2013 Thüringer HC 2027

Wo sind sie heute?Bearbeiten

Nur drei der insgesamt 17 Meistervereine spielten in der Saison 2017/18 in der Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen, Thüringer HC und SG BBM Bietigheim. Die anderen spielen unterklassig oder wurden, wie beispielsweise TuS Walle Bremen und der TV Lützellinden, wegen Insolvenz aufgelöst. Der letzte sportliche Absteiger der ehemaligen Meister war DJK/MJC Trier in der Saison 2015/16. Im darauffolgenden Jahr wurde HC Leipzig wegen Insolvenz in die 3. Liga versetzt.

DDRBearbeiten

Der DDR-Meister im Hallenhandball der Frauen wurden in einer DDR-weiten Oberliga ausgespielt, die vom DTSB veranstaltet wurde. Rekordmeister der DDR im Hallenhandball ist der SC Leipzig mit 15 Titeln.

DDR-Meister 1951–1991Bearbeiten

Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister
1951 KWU Weimar 1962 Fortschritt Weißenfels 1972 SC Leipzig 1982 ASK Vorwärts Frankfurt (Oder)
1952 SC Berlin-Weißensee 1963 Fortschritt Weißenfels 1973 SC Leipzig 1983 ASK Vorwärts Frankfurt (Oder)
1953 BSG Rotation Leipzig-Mitte 1964 Fortschritt Weißenfels 1974 TSC Berlin 1984 SC Leipzig
1954 Einheit Weimar 1965 SC Leipzig 1975 SC Leipzig 1985 ASK Vorwärts Frankfurt (Oder)
1955 Fortschritt Weißenfels 1966 SC Empor Rostock 1976 SC Leipzig 1986 ASK Vorwärts Frankfurt (Oder)
1956 BSG Lokomotive Rangsdorf 1967 SC Empor Rostock 1977 TSC Berlin 1987 ASK Vorwärts Frankfurt (Oder)
1957 SC Lokomotive Leipzig 1968 SC Leipzig 1978 SC Leipzig 1988 SC Leipzig
1958 Fortschritt Weißenfels 1969 SC Leipzig 1979 TSC Berlin 1989 SC Empor Rostock
1959 Fortschritt Weißenfels 1970 SC Leipzig 1980 TSC Berlin 1990 ASK Vorwärts Frankfurt (Oder)
1960 BSG Chemie Zeitz 1971 SC Leipzig 1981 SC Magdeburg 1991 SC Leipzig
1961 BSG Lokomotive Rangsdorf

Anmerkung
SC Leipzig: Die Vorgängervereine BSG Rotation Leipzig-Mitte und SC Lokomotive Leipzig fusionierten 1963 zum SC Leipzig (später VfB, seit 1999 HC Leipzig).

Wo sind sie heute?Bearbeiten

Der HC Leipzig und der Frankfurter Handball Club als Nachfolgevereine von SC Leipzig bzw. ASK Vorwärts Frankfurt (Oder) spielten lange Jahre in der Bundesliga. Alle anderen sind entweder nicht mehr existent oder spielen im Frauenhandball keine nennenswerte Rolle mehr. Seit der Saison 2012/13 der FHC und 2017/18 der HCL, auf Grund von Lizenzproblemen in die Drittklassigkeit eingestuft wurden, spielen auch diese Mannschaften, im nationalen Handballgeschehen keine Rolle mehr.

Großfeldhandball-MeisterBearbeiten

Bis 1933 existierte in Deutschland kein Dachverband für Handball. Daher spielten unabhängig voneinander mehrere Sportverbände ihre Meister aus – mit unterschiedlichen Titeln (wie Deutscher Meister, Reichssieger oder Bundesmeister): In der Zeit von 1922 bis 1933 wurden von der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik (DSB), dem Vorgänger des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, und der Deutschen Turnerschaft (DT) separate Wettbewerbe ausgerichtet. Von 1931 bis 1933 traten die Sieger dieser beiden Verbände in einem Endspiel gegeneinander an.

"Deutsche Meister" 1921–1933Bearbeiten

Jahr Deutsche Turnerschaft Sportbehörde f. L. Jahr Deutsche Turnerschaft Sportbehörde f. L.
1921 Oldenburger Turnerbund - 1928 Hamburger TS Barmbek-Uhlenhorst SC Charlottenburg
1922 Berliner Turngenossenschaft - 1929 TV Vorwärts Breslau SC Charlottenburg
1923 TV Eintracht Frankfurt SV Siemens Berlin 1930 TV Vorwärts Breslau SC Victoria Hamburg
1924 nicht ausgetragen SV Siemens Berlin 1931 TV Vorwärts Breslau SC Charlottenburg
1925 Turngemeinde Berlin SV Brandenburg Berlin 1932 TV Vorwärts Breslau SC Charlottenburg
1926 Hamburger TS Barmbek-Uhlenhorst SC Charlottenburg 1933 NSTV Breslau SC Charlottenburg
1927 nicht ausgetragen DSV GutsMuths Dresden

Endspiele zwischen den Meistern der DT und der DSB

  • 1931: TV Vorwärts Breslau – SC Charlottenburg 4:3
  • 1932: SC Charlottenburg – TV Vorwärts Breslau 4:1
  • 1933: SC Charlottenburg – NSTV Breslau 4:2

Deutsche Meister 1934–1945Bearbeiten

Von 1934 bis 1938 wurden die Meisterschaften vom Deutschen Reichsbund für Leibesübungen (DRL) und ab 1939 vom Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) ausgerichtet.

Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister
1934 Eimsbütteler TV 1937 Eimsbütteler TV 1940 nicht ausgetragen 1943 SG Eintracht Frankfurt
1935 Eimsbütteler TV 1938 Turngemeinde in Berlin 1941 VfR Mannheim 1944 nicht ausgetragen
1936 SC Charlottenburg 1939 VfR Mannheim 1942 Stahl-Union Düsseldorf 1945 nicht ausgetragen

BR DeutschlandBearbeiten

"Zonenmeister" 1947–1949Bearbeiten

Diese vom Deutschen Arbeitsausschuss für Handball in der Britischen Zone (DAH) (1947) und vom Deutschen Arbeitsausschuss für Handball (DAH) (1948 und 1949) ausgerichteten "Zonenmeisterschaften" sind vom DHB nicht anerkannt, da die Meisterschaften vor Gründung des DHB (am 1. Oktober 1949 in Mülheim) ausgetragen wurden und nicht alle Bundesländer daran teilnahmen.

Jahr Sieger Jahr Sieger Jahr Sieger
1947 Düsseldorfer SV 04 1948 Düsseldorfer SV 04 1949 Schwarz-Weiß Barmen

Deutsche Meister 1950–1968Bearbeiten

Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister
1950 VfL München 1955 Post SV München 1960 Düsseldorfer SV 04 1965 1. FC Nürnberg
1951 TuS Alstertal Hamburg 1956 Eimsbütteler TV 1961 1. FC Nürnberg 1966 Eimsbütteler TV
1952 TuS Alstertal Hamburg 1957 Post SV München 1962 TV Vorwärts Frankfurt 1967 Eimsbütteler TV
1953 SC Urania Hamburg 1958 VfL 93 Hamburg 1963 1. FC Nürnberg 1968 1. FC Nürnberg
1954 TV Vorwärts Frankfurt 1959 Post SV München 1964 1. FC Nürnberg

Anmerkung: Der Post SV München trat 1950 aufgrund eines Erlasses der Besatzungsbehörden als VfL München an und nahm 1952 wieder seinen ursprünglichen Namen an.

DDRBearbeiten

DDR-Meister 1949–1967Bearbeiten

Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister
1949 BSG Stahl West Leipzig 1954 Fortschritt Weißenfels 1959 Fortschritt Weißenfels 1964 SC Empor Rostock
1950 BSG Stahl West Leipzig 1955 Fortschritt Weißenfels 1960 Fortschritt Weißenfels 1965 SC Empor Rostock
1951 BSG Stahl West Leipzig 1956 SC Lokomotive Leipzig 1961 Fortschritt Weißenfels 1966 SC Empor Rostock
1952 BSG Einheit Weimar 1957 Fortschritt Weißenfels 1962 Fortschritt Weißenfels 1967 SC Leipzig
1953 BSG Einheit Weimar 1958 Fortschritt Weißenfels 1963 Fortschritt Weißenfels

Anmerkungen
SC Lokomotive Leipzig ist ein Vorgängerverein des SC Leipzig (seit 1999: HC Leipzig)
BSG Stahl West Leipzig: 1949 als SG Kleinzschocher-West Leipzig, 1950 als SG Vorwärts Leipzig-Südwest
BSG Einheit Weimar: 1952 als BSG KWU Weimar
Fortschritt Weißenfels: 1954 bis 1960 als SC Fortschritt, 1961 bis 1963 als BSG Fortschritt

Kleinfeldhandball-Meister (nur BRD)Bearbeiten

Deutsche Meister 1969–1973Bearbeiten

Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister Jahr Meister
1969 1. FC Nürnberg 1970 TSV GutsMuths Berlin 1971 1. FC Nürnberg 1972 VfR Mannheim 1973 Bayer Leverkusen

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Über uns. In: hbf-info.de. Offizielle Website der Handball Bundesliga Frauen, abgerufen am 20. Januar 2019.