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Bourgogne-Franche-Comté

französische Region

Bourgogne-Franche-Comté [buʁgɔɲ fʁãʃ kɔ̃te] (Abkürzung BFC; deutsch Burgund-Freigrafschaft) ist der Name der französischen Region, die am 1. Januar 2016 durch den Zusammenschluss der bisherigen Regionen Burgund und Franche-Comté entstand. Hauptstadt der Region ist Dijon.

Bourgogne-Franche-Comté
Flagge der Region Bourgogne-Franche-Comté Wappen der Region Bourgogne-Franche-Comté
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Über dieses Bild
Basisdaten
Präfektur Dijon
Präsident des Regionalrats Marie-Guite Dufay (PS)
Bevölkerung 2.818.338 (2016)
Bevölkerungsdichte 59 Einwohner je km²
Fläche 47.790 km²
Départements 8
Arrondissements 24
Gemeindeverbände 120
Kantone 152
Gemeinden 3.702
ISO-3166-2-Code FR-BFC

Reliefkarte der Region Bourgogne-Franche-Comté

Bourgogne-Franche-Comté ist mit 47.784 km² die fünftgrößte Region (ohne Übersee-Regionen) und hat 2.818.338 Einwohner (Stand: 2016), womit sie die drittkleinste Region nach der Einwohnerzahl ist. Sie unterteilt sich in die acht Départements Côte-d’Or, Doubs, Haute-Saône, Jura, Nièvre, Saône-et-Loire, Territoire de Belfort und Yonne. Sie grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden beginnend) an die Region Grand Est, die Schweiz sowie die Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Centre-Val de Loire und Île-de-France.

Inhaltsverzeichnis

StädteBearbeiten

Die bevölkerungsreichsten Städte der Region Bourgogne-Franche-Comté sind:

Stadt Einwohner (Jahr) Département
Dijon 155.090 (2016) Côte-d'Or
Besançon 116.466 (2016) Doubs
Belfort 48.973 (2016) Territoire de Belfort
Chalon-sur-Saône 45.446 (2016) Saône-et-Loire
Auxerre 34.846 (2016) Yonne
Nevers 33.235 (2016) Nièvre
Mâcon 33.427 (2016) Saône-et-Loire
Montbéliard 25.304 (2016) Doubs
Sens 25.913 (2016) Yonne
Dole 23.579 (2016) Jura

PolitikBearbeiten

Politische GliederungBearbeiten

Die Region Bourgogne-Franche-Comté untergliedert sich in acht Départements:

OZ = Ordnungszahl des Départements         Arr. = Anzahl der Arrondissements        Gem. = Anzahl der Gemeinden
W = Wappen des Départements Kant. = Anzahl der Kantone
ISO = ISO-3166-2-Code G.V. = Anzahl der Gemeindeverbände
OZ W Département Präfektur ISO Arr. G.V. Kant. Gem. Einwohner
1. Januar 2016
Fläche
(km²)
Dichte
(Einw./km²)
21   Côte-d’Or Dijon FR-21 000000000000003.00000000003 000000000000019.000000000019 000000000000023.000000000023 000000000000698.0000000000698 000000000533213.0000000000533.213 000000000008763.00000000008.763 61
25   Doubs Besançon FR-25 000000000000003.00000000003 000000000000018.000000000018 000000000000019.000000000019 000000000000573.0000000000573 000000000538549.0000000000538.549 000000000005234.00000000005.234 103
39   Jura Lons-le-Saunier FR-39 000000000000003.00000000003 000000000000017.000000000017 000000000000017.000000000017 000000000000494.0000000000494 000000000260517.0000000000260.517 000000000004999.00000000004.999 52
58   Nièvre Nevers FR-58 000000000000004.00000000004 000000000000013.000000000013 000000000000017.000000000017 000000000000309.0000000000309 000000000209161.0000000000209.161 000000000006817.00000000006.817 31
70   Haute-Saône Vesoul FR-70 000000000000002.00000000002 000000000000019.000000000019 000000000000017.000000000017 000000000000539.0000000000539 000000000237242.0000000000237.242 000000000005360.00000000005.360 44
71   Saône-et-Loire Mâcon FR-71 000000000000005.00000000005 000000000000020.000000000020 000000000000029.000000000029 000000000000565.0000000000565 000000000555023.0000000000555.023 000000000008574.00000000008.574 65
89   Yonne Auxerre FR-89 000000000000003.00000000003 000000000000016.000000000016 000000000000021.000000000021 000000000000423.0000000000423 000000000340544.0000000000340.544 000000000007433.00000000007.433 46
90   Territoire de Belfort Belfort FR-90 000000000000001.00000000001 000000000000003.00000000003 000000000000009.00000000009 000000000000101.0000000000101 000000000144089.0000000000144.089 000000000000610.0000000000610 236
Gesamt 000000000000024.000000000024 000000000000120.0000000000120 000000000000152.0000000000152 000000000003702.00000000003.702 2.818.338 000000000047790.000000000047.790 59
 
Arrondissements in der
Region Bourgogne-Franche-Comté
 
Kantone in der
Region Bourgogne-Franche-Comté
 
Gemeindeverbände in der
Region Bourgogne-Franche-Comté

RegionalratBearbeiten

Ergebnis der Wahl des Regionalrates vom 13. Dezember 2015:[1]

WirtschaftBearbeiten

Die Bourgogne ist besonders für den Weinanbau bekannt. Über 200 Millionen Flaschen werden jährlich in den AOC-Weinkellern (Appellation d'Origine Contrôlée) südlich von Dijon befüllt. Die Weinhänge und pittoresken Dörfer des Plateau bourguignon (Côte de Beaune, Côte challonaise, Côte de Nuits) locken sogar Touristen aus Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika an.

Weiter westlich sind Rinderzucht und Fleischindustrie sehr präsent: Hier weiden die weißen Charolais-Rinder; das von umliegenden Laboratorien geprüfte Fleisch hat Weltrang. Generell ist die Bourgogne mit den Eichen- und Pinienwäldern eine Art grüne Lunge Frankreichs und als Quellort der Yonne Wasserlieferant für das Pariser Becken (Bassin parisien). Die Betriebe der Stahlindustrie etwa in Le Creusot mussten in den vergangenen Jahrzehnten ihre Pforten schließen; von der Bedeutung als Industrieregion ist fast nur noch die gute TGV-Verbindung geblieben, welche die région-passoire (Durchgangsregion), die als Teil des diagonal du vide (die leere Diagonale Frankreichs) angesehen wird, mit Paris, Lyon und Marseille verbindet.

Die Region Franche-Comté ist als „Sibirien Frankreichs“ (teilweise −20 bis −40 Grad im Winter) von einer schlechten Infrastruktur im dörflichen Jurabecken geprägt. Hier gedeiht lediglich die Käseherstellung (AOC-Käse: Comté & Morbier).

Nur im Süden und im Norden (Jura/Oyonnaux und Montbéliard/Belfort/Sochaux) sind große Unternehmen von Weltrang ansässig: Nahe Montbéliard und Sochaux produziert der französische Autobauer Peugeot; in Belfort kurbelt der Eisenbahn- und TGV-Zulieferer Alstom die Wirtschaft an und im südlichen Jura unweit von Oyonnaux befindet sich die plastics-vallée – der Ort der größten plastikverarbeitenden Unternehmen Europas, das französische Pendant zum Silicon Valley. Die beiden Wirtschaftspole profitieren von der Rhein-Rhône-Anbindung, der Nähe zu Lyon, dem Elsass und der Schweiz (Basel). Weitere wirtschaftliche Zentren sind die Regionshauptstadt Dijon und Besançon.

Allerdings ist dies im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung ebenso ein Manko wie die schwache Infrastruktur, denn alle umliegenden Regionen und Großstädte Frankreichs laufen der beschaulichen Franche-Comté mit dem kleinen Besançon den Rang ab.

GeschichteBearbeiten

Die 2016 neu geschaffene Region vereint das historische burgundische Kernland, das bereits im Mittelalter in zwei politische Einheiten geteilt war: das Herzogtum Burgund, das einen Großteil der späteren Region Bourgogne ausmachte und die Freigrafschaft Burgund (französisch Franche Comté de Bourgogne), die weitgehend mit der späteren Region Franche-Comté übereinstimmte.

Der Name wurde zunächst vorläufig aus der alphabetischen Reihenfolge der fusionierten Regionen gebildet[2] und wurde nach einem Beschluss des Regionalrats zum 1. Oktober 2016 vom Conseil d’État als endgültig bestätigt.[3]

Das Département Nièvre entspricht von der Ausdehnung in etwa dem historischen Nivernais. Das Territoire de Belfort gehörte bis zur deutschen Annexion Elsass-Lothringens nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) zum Elsass und wurde nach dem Ersten Weltkrieg nicht mit dem Département Haut-Rhin wiedervereinigt, sondern zu einem eigenen Département, das nicht mehr zum Elsass gerechnet wird. Der nördliche Teil des Dèpartemants Yonne war historisch Teil der Champagne.

 
Karte der Region und ihrer Départements sowie der auf ihrem Gebiet existierenden historischen Provinzen Frankreichs zum Zeitpunkt der Französischen Revolution.
  • Herzogtum Burgund
  • Freigrafschaft Burgund (Franche-Comté)
  • Nivernais
  • Champagne
  • Elsass
  • Orléanais
  • Württemberg-Mömpelgard (Montbéliard)
  • Île de France
  • Sonstige
  • WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Résultats régionales 2015 – Bourgogne, Franche-Comté auf linternaute.com, abgerufen am 6. Januar 2016.
    2. La carte des régions en 2015 auf vie-publique.fr, abgerufen am 9. Mai 2015.
    3. Mathilde Siraud: Occitanie, Nouvelle-Aquitaine...: discordes autour des nouveaux noms de régions In: LeFigaro.fr, 27. Juni 2016.