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Bad Oeynhausen

Stadt in Nordrhein-Westfalen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Oeynhausen
Bad Oeynhausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Oeynhausen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 12′ N, 8° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Minden-Lübbecke
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 64,83 km2
Einwohner: 48.747 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 752 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 32545, 32547, 32549
Vorwahlen: 05731, 05734
Kfz-Kennzeichen: MI
Gemeindeschlüssel: 05 7 70 004
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ostkorso 8
32545 Bad Oeynhausen
Webpräsenz: www.badoeynhausen.de
Bürgermeister: Achim Wilmsmeier (SPD)
Lage der Stadt Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke
MindenHüllhorstEspelkampBad OeynhausenLübbeckeRahdenPetershagenPreußisch OldendorfPorta WestfalicaHilleStemwedeNordrhein-WestfalenNiedersachsenNiedersachsenKreis HerfordKreis LippeNiedersachsenNiedersachsenKarte
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Bad Oeynhausen Zum Anhören bitte klicken! [ba:t'ʔø:nhaʊzn] (niederdeutsch: Bad Öinusen) ist ein Kurort im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke in Deutschland.

Die ostwestfälische Stadt liegt zwischen dem Wiehengebirge im Norden und dem Lipper Bergland im Süden im Tal der Werre, die im Stadtteil Rehme in die Weser mündet.

Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert als Kurbad gegründet, nachdem auf ihrem Gebiet eine Thermalquelle erbohrt worden war. In der Folgezeit entwickelte sie sich zu einem Kurort von überregionaler Bedeutung und wurde im 20. Jahrhundert zum Standort zahlreicher Spezialkliniken, insbesondere des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Bad Oeynhausen liegt als südlichste Gemeinde des Kreises Minden-Lübbecke hauptsächlich auf der Südseite des Kamms des Wiehengebirges, der Ortsteil Bergkirchen greift im Bereich der Passstraße nach Hille etwas auf den Nordhang über.

Prägend für die Lage der Stadt ist der Verlauf der Werre, die die Stadt von West nach Ost durchquert und im Stadtteil Rehme in die Weser mündet. Die Weser bildet die östliche Stadtgrenze. Im Werretal verlaufen die Hauptverkehrslinien, wie die Köln-Mindener Eisenbahn und die Autobahn 30, die das Stadtgebiet entlang des Flusses durchziehen. Das Stadtzentrum, die Stadtteile Lohe, Oberbecksen und Rehme liegen südlich der Werre, die anderen Stadtteile nördlich. Beiderseits der Flussniederung steigt allmählich das Hügelland an. Im Norden erstreckt sich die Stadt bis zum Kamm des Wiehengebirges, das die Stadt vom Kerngebiet des Kreises trennt. Im Süden steigt die Stadt aus den Werreniederungen ins Lipper Bergland empor.

Der tiefste Punkt des Stadtgebiets liegt mit 45 m ü. NHN an der Weser, der höchste mit 269 m ü. NHN auf dem Wiehengebirgskamm. Die Fläche des Stadtgebiets beträgt 64,83 km² mit einer größten Ausdehnung von 12,5 km in Nord-Süd-Richtung und 10,3 km in Ost-West-Richtung.

Naturräumliche GliederungBearbeiten

 
Das Stadtgebiet reicht vom Wiehengebirge im Norden bis an Ausläufer des Lipper Berglandes im Süden

Bad Oeynhausen liegt im Unteren Weserbergland im nordwestlichen Teil des Niedersächsischen Berglands als Teil der deutschen Mittelgebirgsschwelle. Im System der Naturräumlichen Gliederung Deutschlands gehört es größtenteils dem Ravensberger Hügelland (System-Kennziffer 531) und zum geringen Teil dem Östlichen Wiehengebirge (532) an; dieser Teil des bewaldeten Schichtkamms des jurazeitlichen Wiehengebirges wird als „Bergkirchener Eggen“ (532.3) bezeichnet.

Das südlich angrenzende Ravensberger Hügelland besteht aus dem nördlichen „Quernheimer Hügelland“ (531.01) und dem südlich der Werre gelegenen „Oeynhausener Hügelland“ (531.21). Beides sind flachwellige Hügelländer, die von Bächen teilweise stark zertalt sind; typisch sind die als Sieke bezeichneten Kastentälchen. Der größte Teil der Stadtfläche wird von Gestein des Unteren Jura (Lias) gebildet, das teils von Geschiebelehm, teils von Löss bedeckt ist; der südliche Teil des Hügellands liegt auf Gestein des Oberen Muschelkalks (Keuper).

Das Hügelland wird von der west-östlich verlaufenden Werre-Niederung (531.11) mit Auelehm-Böden geteilt. Der tiefstliegende, direkt an der unteren Werre gelegene Streifen ist hochwassergefährdet und teilweise eingedeicht, die Deichpflege übernimmt der Werre-Wasserverband.

Im äußersten Osten hat das Stadtgebiet am westlichen Weserufer Anteil an den Auelehmgebieten der „Rehmer Talweitung“ (366.00).[2]

Im Stadtgebiet liegen sechs kleinere Naturschutzgebiete, hauptsächlich längs der Sieke, sowie die vier Landschaftsschutzgebiete „Wiehengebirge und Vorland“, „Wulferdingsener Bachniederung“, „Werreniederung“ und „Oeynhausener Hügelland“. Ein Landschaftsplan trat am 29. Dezember 1995 in Kraft.[3]

Die Oberflächengestalt wurde im quartären Eiszeitalter stark von glazialen Formungsprozessen geprägt. Während der Saale-Kaltzeit befand sich der Raum im Bereich der von Skandinavien herkommenden nordischen Tieflandgletscher; zahlreiche dekorativ aufgestellte Findlinge im Stadtgebiet legen davon Zeugnis ab. Im periglazialen Klima der Weichsel-Kaltzeit wurde das Relief umgeformt, entstanden die Sieke und wurde eine Lössdecke von lokal unterschiedlicher Mächtigkeit angeweht. Die Werre akkumulierte die vorwiegend aus Sand und Kies bestehende Niederterrasse, in die sie sich postglazial einschnitt und nach späterer Anfüllung mit Auelehm eine hochwassergefährdete Flussaue bildete.[4]

SiedlungsraumBearbeiten

Bad Oeynhausen ist Teil eines Verdichtungsgebiets im nördlichen Ostwestfalen-Lippe, das sich von Gütersloh über Bielefeld und Herford bis Minden ausdehnt und durch die Bahnstrecke Hamm–Minden, die Bundesstraße 61 sowie die Autobahnen 2 und 30 verkehrstechnisch erschlossen wird. Das Stadtzentrum ist mit dem Löhner Stadtteil Gohfeld zusammengewachsen. Die nächsten Oberzentren sind Bielefeld (39 km südwestlich), Osnabrück (50 km westlich) und Hannover (80 km östlich).

Bad Oeynhausen grenzt im Osten (größtenteils an der Weser) an die Stadt Porta Westfalica, im Norden (auf dem Wiehengebirgskamm) an die Stadt Minden sowie die Gemeinde Hille und im Nordwesten an die Gemeinde Hüllhorst. Im Westen und Süden schließen sich die Städte Löhne und Vlotho des Kreises Herford an.

Bad Oeynhausen wird von der Landesplanung als Mittelzentrum eingestuft, genauso wie vier seiner Nachbargemeinden; nur die Gemeinden Hille und Hüllhorst gelten als Grundzentren. Da diese funktional eher nach Minden beziehungsweise Lübbecke hin ausgerichtet sind, fehlt dem Mittelzentrum Bad Oeynhausen ein eindeutig zuzuordnendes Umland.[5]

StadtgliederungBearbeiten

Die Stadt Bad Oeynhausen besteht gemäß ihrer Hauptsatzung aus acht Stadtteilen, von denen die sieben äußeren Stadtteile nach dem Bielefeld-Gesetz am 1. Januar 1973 mit der Kernstadt zusammengelegt wurden. Der Name Bad Oeynhausen wurde für die Gesamtstadt übernommen.[6] Auch Gebietsteile der ehemaligen Gemeinde Rothenuffeln (4 ha) und der ehemaligen Gemeinde Gohfeld (62 ha) kamen hinzu.[7] Die Ortsteile Bad Oexen (Eidinghausen), Bergkirchen (Wulferdingsen) und Oberbecksen (Rehme) gehören den genannten Stadtteilen an.

Stadtteil Einwohner  
Stadtzentrum 16.361
Dehme 3.158
Eidinghausen 7.815
Lohe 3.460
Rehme 7.816
Volmerdingsen 3.826
Werste 6.801
Wulferdingsen 3.388

(Stand 31. Dezember 2016)[8]

FlächennutzungBearbeiten

Als potenzielle natürliche Vegetation, die sich ohne weitere menschliche Eingriffe in die Landschaft einstellen würde, wurde für das Ravensberger Hügelland ein artenarmer Buchenmischwald, für das Wiehengebirge und die südlichen hochgelegenen Gebiete des Oeynhausener Hügellandes ein Hainsimsen-Buchenwald ermittelt.[9] Tatsächlich wurde die natürliche Vegetation durch den wirtschaftenden Menschen stark verändert und die Waldflächen größtenteils beseitigt.

Die fruchtbaren Böden werden intensiv landwirtschaftlich genutzt, so dass insgesamt nur eine geringe Waldfläche zu verzeichnen ist.

Flächennutzung in Anteilen[10][11][12][13]
Gebietseinheit Siedlungs-
und Verkehrsfläche
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
sonstige
Freiflächen
Stadt Bad Oeynhausen (2015) 39,5 % 50,2 % 8,4 % 1,9 %
Kreis Minden-Lübbecke (2015) 20,0 % 64,0 % 11,9 % 4,1 %
Regierungsbezirk Detmold (2015) 18,8 % 56,6 % 22,7 % 1,9 %
Land Nordrhein-Westfalen (2016) 20,1 % 47,8 % 24,9 % 7,2 %

KlimaBearbeiten

Monatliche Durchschnittstemperaturen und Niederschläge für Herford (1971–2000), durchschnittliche Sonnenscheindauer (1961–1990)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 1,8 2,2 5,3 8,4 13,0 15,6 17,7 17,4 13,8 9,8 5,4 3,1 Ø 9,5
Niederschlag (mm) 72 49 65 53 65 82 69 71 73 61 64 80 Σ 804
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,5 3,3 5,0 6,4 6,5 6,1 6,1 4,4 3,5 1,7 1,2 Ø 4
T
e
m
p
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a
t
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
e
r
s
c
h
l
a
g
72
49
65
53
65
82
69
71
73
61
64
80
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD
 
Niederschlagsmittelwerte in Bad Oeynhausen (1961–1990)

Bad Oeynhausen liegt wie ganz Ostwestfalen-Lippe gemäß der Klimaklassifikation nach Köppen/Geiger in der „Zone der warmgemäßigten Regenklimate“ (Klimatyp Cfb) mit ganzjährigen Niederschlägen und einer Monatsdurchschnittstemperatur des kältesten Monats über − 3 °C. Die monatlichen Durchschnittstemperaturen liegen durchweg unter 22 °C, wobei in mindestens 4 Monaten 10 °C überschritten sein müssen. Nach der Klassifikation von Troll/Paffen wird das Klima (Klimatyp III,3) als „Subozeanisches Klima der kühlgemäßigten Zone“ benannt; ein typisches Kriterium hierfür ist eine jährliche Schwankung der Monatsdurchschnittstemperaturen von mindestens 16° bis höchstens 25°.[14] Kurklimatisch wird es auch als „reizmildes Heilklima“ bezeichnet.[15]

GeschichteBearbeiten

Bis zur StadtgründungBearbeiten

Ein megalithisches Steinkammergrab in Werste ist das älteste Zeugnis menschlicher Siedlung im heutigen Stadtgebiet. Die älteste Erwähnung eines heutigen Ortsteils belegt den Ort Rehme („Rimie“) für die Jahre 753 und 785 in den fränkischen Reichsannalen, als sich die fränkischen Könige Pippin der Jüngere und sein Nachfolger Karl der Große auf Feldzügen dorthin begaben.[16] Mittelalterliche Siedlungskerne liegen auch in den Ortsteilen Werste, Eidinghausen, Volmerdingsen und Wulferdingsen.

In Bergkirchen befand sich in vorchristlicher sächsischer Zeit am dortigen Übergang über das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum, an dessen Stelle im 9. Jahrhundert eine Kirche erbaut wurde, ein Vorgängerbau der heutigen Kirche.

 
Flößer-Denkmal als Hinweis auf die frühere Bedeutung der Weser als überregionaler Wasserweg

Für die Siedlungsentwicklung wichtig war die territoriale Zuordnung des heutigen Stadtgebiets, dessen südlicher Teil zur Grafschaft Ravensberg und dessen nördlicher Teil zum Hochstift Minden gehörte. Diese Teile standen jedoch in beiden Territorien jeweils in einer unbedeutenden Randlage, so dass sich die Siedlungskerne ohne Lagevorteil und wegen fehlender landesherrlicher Förderung nicht zu zentralen Orten entwickelten. Auch von der Weser konnten die an ihr gelegenen Ortsteile keinen wirtschaftlichen Vorteil ziehen, da ein Hafen fehlte.

Erst ab 1719 gab es eine gemeinsame Verwaltung der seit 1614 brandenburgischen Grafschaft Ravensberg mit dem seit 1648 ebenfalls brandenburgischen Fürstentum Minden als Verwaltungseinheit Minden-Ravensberg. In der Zeit der napoleonischen Kriege gehörte das Gebiet ab 1807 zunächst zum Königreich Westphalen, ab 1810 nur noch mit seinem südlichen Teil, während der Norden dem Kaiserreich Frankreich einverleibt wurde; bis 1814 bildeten Werre und Weser hier die natürliche Staatsgrenze. Beim Wiener Kongress gelangte das Land wieder an Preußen.

 
„Schweine-Brunnen“, der an den Beginn der Sole-Förderung erinnert
 
Badehaus I von 1857 mit Denkmal Karl von Oeynhausens

Nach einer Anekdote wunderte sich der Colon Sültemeyer im Jahre 1746 über die salzige Kruste auf seinen Schweinen, nachdem sie sich im Morast gewälzt hatten. Nach Bekanntwerden dieses Fundes befahl König Friedrich II. den Bau einer Saline, die den Namen „Königliche Saline Neusalzwerk“ bekam und erstmals 1753 Siedesalz produzierte. Das Salz wurde in der Region abgesetzt, aber auch bis nach Köln verkauft. Neben der Saline entstand eine chemische Fabrik, die Rückstände des Rohsalzes zu Produkten wie Soda, Chlorkalk und Bittersalz verarbeitete. Die um 1800 bis zur Saline führende Chaussee von Minden (heute Mindener Straße) wurde 1801–1803 weiter nach Westen geführt (heute Herforder Straße) und bildete später die nördliche Grenze des engeren Kurgebiets.

Nach verschiedenen weiteren Bohrungen zur Erschließung von Salzvorkommen, die den preußischen Staat von Salzimporten unabhängig machen sollten, stieß der Berghauptmann Karl von Oeynhausen 1839 unerwartet auf eine Thermalsolequelle.[17] Nach Abschluss der Bohrung genehmigte das Finanzministerium im Dezember 1844 den Badebetrieb als Heilbad.[18] König Friedrich Wilhelm IV. setzte sich persönlich stark für den entstehenden Kurort ein; zwischen 1817 und 1857 besuchte er mindestens sieben Mal den Ort. Im Jahre 1848 verlieh er ihm den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“. Dass der architekturbegeisterte Monarch auch an der Planung des ersten Badehauses beteiligt war, wird als wahrscheinlich angenommen, ist jedoch nicht eindeutig belegt.[19][20]

Das Kurbad als StadtBearbeiten

Prinzregent Wilhelm verfügte die Gründung des Bades als politischer Gemeinde mit dem Titel Stadt zum 1. Januar 1860;[21] das Stadtgebiet wurde aus der Gemeinde Rehme ausgegliedert.[22] Damit gehört Bad Oeynhausen als Gründungsstadt des 19. Jahrhunderts zu den wenigen Städten, die nach nichtlandesherrlichen Personen benannt wurden.[23] Die junge Stadt wurde jedoch zunächst nach der preußischen Landgemeindeordnung verwaltet und erhielt erst 1885 das volle Stadtrecht.[24] Den als ungünstig empfundenen Umstand, dass der westliche Teil des Kurbezirks auf dem Gebiet Gemeinde Gohfeld im Kreis Herford gelegen hatte, korrigierte die Regierung bei der Stadtbildung durch eine Gebietserweiterung zugunsten Bad Oeynhausens, bei der auch die Grenze zwischen den Kreisen Minden und Herford nach Westen verschoben wurde.[25]

Der Anschluss an das Eisenbahnnetz durch die Cöln-Mindener Eisenbahn (1847) und die Weserbahn (1875), die den Kurpark unmittelbar tangieren, mit zwei Bahnhöfen trug wesentlich zum Aufschwung des entstehendes Kurorts bei.

Südlich der Cöln-Mindener Eisenbahn, in der Nähe des Bahnhofs beginnend, entstand der Kurpark nach Plänen des bekannten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné, [26] Um den Kurpark herum entwickelte sich der neue Ort; bis zum Ersten Weltkrieg entstanden Wohnhäuser des gehobenen Bürgertums und zahlreiche Pensionen. Eines der bekanntesten von ihnen, die Farne-Villa, wurde 1969 für einen Neubau abgerissen.

Die Aufwärtsentwicklung des Bades wurde in beiden Weltkriegen zwar gebremst, aber die rückläufigen Zahlen bei den Kurgästen konnten durch den Aufenthalt genesungsbedürftiger Soldaten überkompensiert werden. Jedoch fielen in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die Kurgastzahlen unter das Vorkriegsniveau; man machte dafür die Entwicklung zum Luxusbad und die Vernachlässigung der sozialversicherten Kurgäste verantwortlich, ebenso wie die Konkurrenz des nahen lippischen Bad Salzuflen.[27] Die Barrierefreiheit der Kureinrichtungen spielte im Staatsbad wegen der zahlreichen Rollstuhlfahrer eine große Rolle. Im Jahre 1925 wurde für Bad Oeynhausen der Slogan „Stadt ohne Stufen“ geprägt.[28]

Nach der Novemberrevolution 1918, der Einführung des allgemeinen Wahlrechts und der Neuformierung des Parteiengefüges wird auch die politische Orientierung der Bad Oeynhausener Bevölkerung deutlich. Bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung in Weimar im Januar 1919 erhielten die liberalen Parteien DVP (30,1 %) und DDP (24,1 %) den stärksten Zuspruch, gefolgt von der rechten DNVP (21,5 %), der SPD (18,3 %) und dem katholischen Zentrum (6,0 %). Bei der letzten Reichstagswahl vor der sogenannten Machtergreifung im November 1932 stimmte die überwältigende Mehrheit für die Rechtsparteien NSDAP (38,2 %) und DNVP (24,9 %), während die SPD (17,5 %) und das Zentrum (4,6 %) ihre Position knapp behaupteten und die liberalen Parteien DVP (6,3 %) und DDP (0,8 %) in der Bedeutungslosigkeit untergingen.[29]

Nationalsozialismus und Zweiter WeltkriegBearbeiten

Im Februar 1936 fand in Bad Oeynhausen unter schwierigen Bedingungen die vierte Reichssynode der Bekennenden Kirche unter der Leitung von Präses Karl Koch statt.[30]

Die Zahl der in Bad Oeynhausen lebenden Juden, die zur jüdischen Gemeinde Vlotho gehörten, schwankte jahrzehntelang nur wenig und betrug 81 Personen im Jahre 1933. Von diesen wanderten 21 Personen aus, die übrigen wurden zumeist Opfer der Deportationen und Vernichtungsaktionen.[31] Im Stadtgebiet erinnern etliche Stolpersteine und eine Gedenkstätte in Volmerdingsen an die ehemaligen jüdischen Bewohner.[32]

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Bad Oeynhausen 20 Lazarette für Verwundete eingerichtet. Bombenangriffe im Juni und November 1944 sowie kurz vor Ende der Kampfhandlungen im März 1945 zielten nicht auf die Innenstadt und das Kurgebiet, die unzerstört blieben, sondern auf die Weserbrücken und den Rüstungsbetrieb Weserhütte.[33] Die Weserhütte war während des Zweiten Weltkriegs Teil der deutschen Rüstungsindustrie und produzierte Geschütze (Pak und Flak), Panzerspähwagen und Schützenpanzerwagen. Ein Teil der Produktion wurde in die sogenannte U-Verlagerung in das nahe gelegene Wiehengebirge verlagert.

Bad Oeynhausen gehörte im April 1945 zur sogenannten Weserlinie, eine Verteidigungslinie. Die Weserbrücken wurden bis zum 2. April für eine Sprengung vorbereitet und einschließlich aller Fährstellen und Übergänge gesichert. Als die Amerikaner mit ihrem 47. Panzergrenadierbataillon die noch intakte Autobahnbrücke über Weser einnehmen wollten, wurde sie durch deutsche Kräfte gesprengt.[34]

Der Krieg endete in Bad Oeynhausen am 3. April 1945 mit der kampflosen Übergabe der Stadt und der Lazarette an die 5. Panzerdivision der US-Armee, die um 14 Uhr schriftlich bestätigt wurde.[35]

Generalleutnant a. D. Friedrich Kersten wurde am 7. April 1945 in seinem Wohnort Bad Oeynhausen gefangen genommen. Er war bis 1943 General der Fernmeldetruppen in Frankreich gewesen.[36]

Nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

 
Hotel Königshof mit Kolonnaden

Nach dem Zweiten Weltkrieg war bis zum Umzug nach Berlin Bad Oeynhausen Sitz der britischen Militärregierung. Das Oberkommando befand sich in der Stadt, während die britische Militärregierung sich in Lübbecke, Herford und Minden befand.[37] In der Stadt war zusätzlich das Hauptquartier der britischen Rheinarmee angesiedelt. Das Hauptquartier befand sich im Hotel Königshof, das bis zum Kriegsende als Lazarett diente. Ein großer Teil der Innenstadt war für das zivile Leben gesperrt, Anwohner und Geschäfte waren zwangsumgesiedelt. Ein provisorisches Geschäftszentrum entstand nördlich der Nordbahn. In der abgesperrten Innenstadt wurden während der Besatzungszeit mehrere für die Kurstadt bedeutende Bauwerke durch Brand zerstört, unter anderem die Auferstehungskirche am Kurpark, der Musikpavillon am Kurhaus und das damalige Badehaus II, an dessen Stelle heute die Gollwitzer-Meier-Klinik steht. Für die Logistik wurde der Flugplatz Porta Westfalica eingerichtet.

Ab Januar 1948 wurden die Absperrungen in mehreren Phasen zurückgenommen.[38] Erst nach völliger Freigabe der Innenstadt durch die Briten 1954 wurde der Badebetrieb wieder aufgenommen.

Nachdem bereits 1926 ein Teil der Gemeinde Niederbecksen in die Stadt eingemeindet worden war, löste das Land Nordrhein-Westfalen zum Jahresbeginn 1973 mit einer Gebietsreform das bisherige Amt Rehme auf und vereinigte deren Gemeinden mit der bisherigen Stadt Bad Oeynhausen unter Beibehaltung dieses Namens.[39] Das Stadtgebiet hatte sich dadurch der Fläche nach mehr als verachtfacht; sowohl im Norden am Wiehengebirgskamm als auch im Osten an der Weser erreicht es natürliche Grenzen und dehnt sich auch nach Süden hin erheblich aus. Die Grenzziehung im Westen wurde jedoch als unbefriedigend empfunden, da durch sie ein Teil des Kurgebiets dauerhaft auf das Territorium der angrenzenden Stadt Löhne festgeschrieben wurde („Kurgebiet Löhne im Staatsbad Oeynhausen“).[40]

Durch die erweiterungsfähigen Gewerbegebiete der eingemeindeten Stadtteile erhielt Bad Oeynhausen als Gewerbe- und Industriestandort ein zweites wirtschaftliches Standbein neben dem Gesundheitssektor.

In der Nachkriegszeit nahm die Bedeutung der durch die Sozialversicherung finanzierten Kuraufenthalte stark zu; zahlreiche Kurkliniken entstanden besonders im westlichen Kurgebiet. Die Gesundheitsreformen der 1990er Jahre führten in Bad Oeynhausen – wie in vielen anderen Kurorten – zu einem starken Rückgang der Kurgastzahlen.[41] Die bis dahin als Staatsbad im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen stehenden Kureinrichtungen werden seit der Kommunalisierung im Jahre 2004 von der Stadt als „Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH“ privatrechtlich betrieben; die Bezeichnung „Staatsbad“ darf jedoch weiter geführt werden. Im Onlineangebot der Stadt wird eine extra Seite für das Staatsbad angeboten.[42]

Im Rahmen der Konzeptentwocklung zu dem in das Eigentum der Stadt übergangene Empfangsgebäude des Bahnhofs Bad Oeynhausen Nord wird im Jahr 2018 eine Bürgerbeteiligungsprozeß durchgeführt.[43]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von Bad Oeynhausen von 1973 bis 2016
Jahr Einwohner
1973 (1. Januar) 44.983
1975 (31. Dezember) 44.730
1980 (31. Dezember) 44.336
1985 (31. Dezember) 43.215
1987 (25. Mai) ¹ 44.036
1990 (31. Dezember) 46.475
1995 (31. Dezember) 49.014
Jahr Einwohner
2000 (31. Dezember) 50.007
2005 (31. Dezember) 49.221
2010 (31. Dezember) 48.300
2015 (31. Dezember) 48.990
2016 (31. Dezember) 48.846

¹ Volkszählungsergebnis; [44]

Typisch für Bad Oeynhausen ist der etwas höhere Anteil der älteren Jahrgangsgruppen an der Wohnbevölkerung.[45]

Gebietseinheit bis 17 Jahre 18 – 64 Jahre 65 Jahre und mehr
Stadt Bad Oeynhausen (2015) 16,6 % 60,8 % 22,6 %
Kreis Minden-Lübbecke (2015) 17,5 % 61,1 % 21,4 %
Regierungsbezirk Detmold (2015) 17,5 % 62,2 % 20,2 %
Land Nordrhein-Westfalen (2015) 16,6 % 62,8 % 20,6 %

ReligionenBearbeiten

Die Stadt ist überwiegend evangelisch geprägt. In allen Ortsteilen finden sich Gemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen, von denen die Gemeinde Bergkirchen dem Kirchenkreis Minden, die übrigen dem Kirchenkreis Vlotho angehören.

Die katholische Gemeinden St. Peter und Paul und St. Johannes Evangelist gehören zum Pastoralen Raum WerreWeser im Dekanat Herford-Minden des Erzbistums Paderborn.[46]

Die Gemeinde Bad Oeynhausen der neuapostolische Kirche umfasst das Gebiet von Löhne und Bad Oeynhausen und hat ihre Kirche im Stadtzentrum.[47]

PolitikBearbeiten

Rat der Stadt Bad OeynhausenBearbeiten

Der Rat der Stadt Bad Oeynhausen hat 44 Sitze. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die Mitglieder des Rates sind für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Der Rat der Stadt hält seine Sitzungen im Rathaus I ab, das direkt am Kurpark in den 1950er Jahren als zeittypischer Behördenbau (Architekt: Hanns Dustmann) errichtet wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Dort und in fünf weiteren Außenstellen befinden sich die Dienststellen der Stadtverwaltung; Pläne zur Konzentration der Verwaltung in einem Neubau werden derzeit nicht weiter verfolgt.

Sitzverteilung im
Bad Oeynhauser Stadtrat 2018[48]
       
Insgesamt 44 Sitze
Jahr CDU SPD Grüne BBO1 FDP UW2 LINKE Gesamt3
2014 16 14 5 5 1 2 2 44
2009 15 14 4 4 3 2 2 44
2004 18 16 7 - 3 - 44
1999 22 16 4 - 2 - 44

1„Bürger für Bad Oeynhausen“ 2„Unabhängige Wähler Bad Oeynhausen“ 3ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

BürgermeisterBearbeiten

 
Denkmalgeschütztes Rathaus I (erbaut 1957)
 
Hissflagge der Stadt Bad Oeynhausen
 
Banner der Stadt Bad Oeynhausen

Nach der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ist der von der Bevölkerung direkt gewählte Bürgermeister das Stadtoberhaupt; er steht dem Rat vor und leitet die Stadtverwaltung.

Der gegenwärtige Bürgermeister Achim Wilmsmeier (SPD) gewann als gemeinsamer Kandidat von SPD, Grünen, UW, BBO und Linke die Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 gegen Kurt Nagel (CDU) als Zweitplatzierten und den seit 2004 amtierenden Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann (SPD), der als Einzelbewerber antrat, und einen weiteren Einzelbewerber mit relativer Mehrheit.[49] In der erforderlichen Stichwahl am 27. September 2015 besiegte er Kurt Nagel (CDU) und übernahm das Amt am 21. Oktober 2015.[50]

Wappen und FlaggeBearbeiten

Blasonierung: „In Blau, eine silberne (weiße) viersprossige Leiter. Darüber, getrennt durch einen silbernen (weißen) Wellenbalken, in einem roten Schildhaupt drei silberne (weiße) Merletten.“
Wappenbegründung: Der Stadt Bad Oeynhausen wurde vom Regierungspräsidenten in Detmold am 13. Dezember 1973 das Recht zur Führung eines Wappens, einer Flagge und eines Banners verliehen. (Hauptsatzung § 2)[51] Das Wappen besteht seit 1863 und zitiert mit der Leiter das Familienwappen der Familie von Oeynhausen. Karl von Oeynhausen machte sich durch die Erbohrung der ersten Solequelle für die Stadt verdient. Die Merletten im Schildhaupt stammen aus dem Wappen des ehemaligen Amtes Rehme, dessen Gebiet einen Großteil der Fläche der heutigen Stadt bildet.

Die Flagge, die die Stadt Bad Oeynhausen führen darf ist in den Farben Blau-Weiß-Blau im Verhältnis 1 : 3 : 1 quergestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt. Obwohl im § 2 Satz (2) der Hauptsatzung der Stadt Bad Oeynhausen „längsgestreift“ vorgeschrieben, werden die Farben der Flagge meist quergestreift dargestellt.

Das amtliche Banner der Stadt ist in den Farben „Von Blau-Weiß-Blau im Verhältnis 1 : 3 : 1 längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt in der oberen Hälfte.“

Bad Oeynhausen führt ein Dienstsiegel, das das Stadtwappen zeigt. Die Farben der Stadt sind Blau-Weiß-Blau.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Bad Oeynhausen unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden drei europäischen Städten, nach denen in der Stadt auch Straßen oder Plätze benannt sind.[52]

Die Partnerschaft mit der französischen Stadt Fismes in der Champagne, die diese 1968 mit der Gemeinde Eidinghausen schloss, wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung auf die Stadt Bad Oeynhausen übertragen.

Im Jahre 1977 ging Bad Oeynhausen mit dem englischen District Wear Valley in der Grafschaft Durham eine Verbindung ein.

Die jüngste Städtepartnerschaft besteht mit der polnischen Stadt Inowrocław in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, die sich auch auf eine gemeinsame Vergangenheit von Salzgewinnung und Solebädern stützt, die beide Städte den Bohrungen des Freiherrn von Oeynhausen verdanken.

KureinrichtungenBearbeiten

Die MineralquellenBearbeiten

 
Wahrzeichen von Bad Oeynhausen: der Jordansprudel im Kurpark

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden zahlreiche Quellen zur Salz- und Thermalsolegewinnung erbohrt. Die älteste noch existierende Quelle ist der im Sielpark gelegene Bülow-Brunnen (1806), dessen Sole zur Salzproduktion in der Saline Neusalzwerk genutzt wurde.

Im Oeynhausen-Sprudel trat erstmals 1839 eine Thermalsole zutage; bei seiner Fertigstellung 1845 war er mit 696,4 m das tiefste Bohrloch Europas. Veränderungen der Quellschüttung und der Soleeigenschaften machten im Laufe der Zeit weitere Bohrungen erforderlich. Heute noch vorhanden sind der Kaiser-Wilhelm-Sprudel (1898), der Morsbach-Sprudel (1906), der Jordan-Sprudel (1926), der als größte kohlensäurehaltigen Thermalsolequellen der Welt gilt,[53] die Kurdirektor-Dr. Schmid-Quelle (1966), der Alexander-von-Humboldt-Sprudel (1973) und der Gert-Michel-Sprudel (1995). Im Gegensatz zu diesen Tiefbohrungen wurde aus dem Wittekind-Brunnen I (1876) eine oberflächennahe Sole gefördert, die einst die weltweit bedeutendste Calciumchlorid-Quelle war; mittlerweile wurde er stillgelegt und durch den Wittekind-Brunnen II ersetzt.[54][55] Die meisten der Heilquellen liefern eine eisen- und kohlensäurehaltige Thermalsole, der Alexander-von Humboldt-Sprudel eine Eisen-Sulfat-Sole.

Die Bedeutung der Quellen für den Kurbetrieb hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Genutzt wird noch Sole aus der Kurdirektor-Dr. Schmid-Quelle und dem Oeynhausen-Sprudel im Badehaus II und aus dem Alexander-von-Humboldt-Sprudel in der Klinik Porta Westfalica.[56][57] Das im Kurpark gelegene Wellness-Bad Bali-Therme wird teilweise mit Sole aus dem Gert-Michel-Sprudel und dem Jordan-Sprudel versorgt.[58][59]

Kurgebiet und KurparkBearbeiten

 
Kaiserpalais (ehemaliges Kurhaus)
 
Ronald McDonald-Haus
 
Gradierwerk im Sielpark

Für die Belange des Kurbetriebs wurde ein Kurgebiet Staatsbad Oeynhausen ausgewiesen, das im Westen über die Stadtgrenze hinaus reicht auf das Gebiet von Löhne-Gohfeld. Im Kurgebiet gelten erhebliche Beschränkungen des Straßenverkehrs.

Herzstück von Bad Oeynhausen ist der für jedermann zugängliche Kurpark, der wurde zwischen 1851 und 1853 nach Plänen von Peter Joseph Lenné geschaffen wurde.[60][61] Die Grundstruktur der ursprünglichen Anlage mit dem Korso-Ring spiegelt sich noch heute im Straßenbild wieder. Der Park selbst wurde im Laufe der Zeit den wechselnden gestalterischen Zielvorstellungen angepasst und ist heute Bestandteil des European Garden Heritage Network.

Für die Funktion als Staatsbad entstanden im Kurpark zahlreiche repräsentative Gebäude im Stil des Klassizismus, des Neobarocks und der Neorenaissance, die von einer glanzvollen und mondänen Kur- und Bäderwelt am Anfang des 20. Jahrhunderts zeugen. Zwischen 1905 und 1908 wurde das neubarocke Kurhaus (Pläne von Hinckeldeyn und Delius) errichtet, das von 1980 bis 2002 auch ein Spielcasino beherbergte; heute finden sich darin – unter dem Namen „Kaiserpalais“ – ein GOP-Varieté, ein Restaurant und eine Diskothek. Weiterhin sind zu nennen das Badehaus I (erbaut 1852–1857 nach Plänen von Robert Ferdinand Cremer und Carl Ferdinand Busse), sowie das Badehaus II (erbaut 1885), das Haus des Gastes (1903), in der sich die Tourist-Information befindet, das Theater von 1915 und die Wandelhalle aus dem Jahre 1926.

Einen stilistischen Kontrast stellt das Ronald McDonald-Elternhaus des Architekten Frank O. Gehry dar. Das wie ein Schneckenhaus geformte Dach schraubt sich zwölf Meter in die Höhe. Das Haus mit 12 Apartments soll für Eltern oder weitere Angehörige herzkranker Kinder ein Zuhause auf Zeit sein, solange die kleinen Patienten im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen behandelt werden.

Der ursprünglichen Planung entsprechend stehen am östlichen und westlichen Rande des Kurparks die evangelische Auferstehungskirche, ein dreischiffiger Saalbau des Architekten Diez Brandi von 1956 als Ersatz für den 1947 abgebrannten Erstbau sowie die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul nach einem Vorgängerbau von 1871.[62]

In südwestlicher Richtung wird der Kurpark durch die weitläufige Anlage des Landschaftsparks Siekertal großem Baumbestand erweitert, in dem das Heimatmuseum liegt.[63] Die Oeynhauser Schweiz liegt – getrennt durch Bebauung – östlich vom Kurpark. Es ist ein Landschaftspark und Stadtwald mit Damwildgehege.[64]

Der Sielpark ist ein großflächig angelegter Landschaftspark nördlich des Kurparks zwischen der Nordbahnlinie und der Werre.[65] In ihm befindet sich das Brunnenhaus mit Bülowbrunnen. Der Brunnen speist das in den 1990er Jahren im Sielpark errichtete Gradierwerk, den Nachbau eines an der früheren Saline Neusalzwerk gelegenen Gradierwerks.

Einrichtungen des Kurbetriebs und GesundheitswesensBearbeiten

 
Gollwitzer-Meier-Klinik

Bad Oeynhausen beherbergt zahlreiche Kliniken von lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung.[66] Den langfristigen Veränderungen in der Bewirtschaftung der Heilbäder entsprechend entstanden eine Reihe spezialisierter Kur- und Reha-Kliniken.[67] Auf dem Kurpark-Areal liegen die Gollwitzer-Meier-Klinik und die Klinik am Rosengarten. Die Klinik am Korso ist als einzige deutsche Klinik ausschließlich auf die Behandlung von Essstörungen spezialisiert.

Bad Oeynhausen beherbergt in der Nähe des Kurgebiets das renommierte Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ), das dem Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum zugeordnet ist und auch mit der Universität Bielefeld zusammenarbeitet.[68] Das HDZ ist das mit Abstand größte Herztransplantationszentrum in Europa.[69]

Außerhalb des Kurgebiets liegt auf großzügigem Gelände im Stadtteil Eidinghausen die auf Onkologie-Nachsorge spezialisierte Klinik Bad Oexen. Der Regelversorgung dient das Krankenhaus Bad Oeynhausen, das ebenso wie die auf Orthopädie spezialisierte Auguste-Viktoria-Klinik zum Verbund der Mühlenkreiskliniken gehört.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Theater und MuseenBearbeiten

 
Theater im Park

Das Theater im Park bietet Gastspiele auswärtiger Theater und Konzerte der Bielefelder Philharmoniker und der Nordwestdeutschen Philharmonie an. Ebenfalls im Kurpark befindet sich das GOP-Varieté im Kaiserpalais.

Bad Oeynhausen beherbergt mit dem Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum einen Sammlungshort von Märchen aus der Region des Weserberglands, der vor allem auf dem Werk der Brüder Grimm fußt. Die Privatsammlung des 1992 verstorbenen Volkskundlers und Schriftstellers Karl Paetow bildete den Grundstock des Museums, das 1973 in den Räumen der Paul-Baehr-Villa, einer prachtvollen Villa im Stil des Historismus, am Kurpark von Bad Oeynhausen eröffnet wurde. Mit diesem Museum ist Bad Oeynhausen Teil der Deutschen Märchenstraße.

Die bäuerliche Bau- und Kulturgeschichte des Raumes Minden-Ravensberg wird im Museumshof Bad Oeynhausen im Landschaftspark Siekertal dargestellt. Es ist ein Freilichtmuseum mit translozierten Gebäuden (Haupthaus (1739), Heuerlingshaus (1654), Spieker, Scheune, Backhaus, Hofwassermühle (1772)) und einem Bauerngarten. Die „Schoenen-Mühle“ im Ortsteil Bergkirchen liegt als Wassermühle noch an ihrem angestammten Ort.[70] Beide Mühlen sind Objekte der Westfälischen Mühlenstraße.

Bauwerke außerhalb des KurgebietsBearbeiten

Liste der Baudenkmäler in Bad Oeynhausen

 
Energie-Forum-Innovation

In landschaftlich exponierter Lage steht die Evangelische Kirche Bergkirchen auf der Passhöhe des Wiehengebirges; gemeinsam mit der Laurentiuskirche in Rehme und dem Turm der Evangelischen Kirche Volmerdingsen stellen sie die einzigen mittelalterlichen Kirchenbauten im Stadtgebiet dar.

Im Stadtteil Eidinghausen befindet sich das Wasserschloss Ovelgönne aus dem 18. Jahrhundert.

Unmittelbar westlich des Kurparks entstand in den 1920er Jahren eine Wohnsiedlung nach dem Gartenstadt-Konzept, der heutige Denkmalbereich Hindenburgstraße:[71]

Ein Zeichen neuer Industriearchitektur stellt an der B 61 das Energie-Forum-Innovation des Architekten Frank O. Gehry dar.[72]

Die Beseitigung eines Gebäudes, in dem die Stadt während der NS-Zeit jüdischen Bürgern, die nach den damaligen Regelungen ihre Wohnungen zu verlassen hatten, einen ghettoartigen Wohnraum zugewiesen hatte, stieß auf öffentliche Kritik.[73]

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

Der Kurpark ist seit einigen Jahren ständig ganzjährig für die Allgemeinheit zugänglich; eine frühere Umzäunung wurde beseitigt. Der Jordansprudel, benannt nach dem Kur- und Salinendirektor Albert Jordan (1865–1934), ist das Wahrzeichen der Stadt Bad Oeynhausen. Er springt in der Sommersaison ständig und schießt zwischen 9 und 20 Uhr zu jeder vollen Stunde für fünf Minuten in voller Höhe in die Luft.

Durch das Kurgebiet und die Parkanlagen fährt im Sommerhalbjahr eine touristische „Bimmelbahn“, die den Namen „Emil – der Wolkenschieber“ (Emil = elektrische Mobilität) trägt, der regelmäßig verschiedene Routen bedient. Ein zweites Fahrzeug wurde wegen seines herkömmlichen Antriebs „Minna“ getauft.

In der sogenannten Flutmulde, dem Überschwemmungsbereich der Werre nördlich des Sielparks, ist ein Turnierplatz für den Springreitsport hergerichtet.

Die Aqua Magica ist ein rund 20 ha großer Landschaftspark in Bad Oeynhausen und Löhne. Der Park wurde 1997 von den französischen Landschaftsarchitekten Henri Bava und Olivier Philippe entworfen. Ziel war die Neuanlage eines Parks zur Landesgartenschau im Jahr 2000. Das eindrucksvollste Werk der Aqua Magica ist der Wasserkrater. Es ist eine begehbare, unterirdische Brunnenskulptur und eine Station auf der Reise in das „Land des Staunens“.[74] Auf dem Gelände befindet sich seit 2009 ein Hochseilgarten, welcher an Wochenenden und in Schulferien geöffnet ist.[75]

Die zehn Friedhöfe im Stadtgebiet verteilen sich auf alle Stadtteile außer dem Stadtzentrum. Die Altstadtgemeinde errichtete ihren Friedhof, heute der größte in Bad Oeynhausen, ab 1910 auf dem Gebiet der Gemarkung Werste; ab 1935 entstand ein zweiter großer Friedhof auf dem Mooskamp im Stadtteil Rehme in der Nähe der Autobahn.[76] Die Verwaltungsträgerschaft sämtlicher Friedhöfe liegt beim Friedhofsverband Bad Oeynhausen.[77]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

 
Illumination des Kurparks

Das Stadtfest „Innenstadtfete“ findet immer am letzten Wochenende vor Beginn der Sommerferien statt. Das „Fest von Bürgern für Bürger“ zieht seit über 40 Jahren regelmäßig 50000 Besucher aus der Stadt und dem Umland an.

Die „Parklichter“ finden alljährlich Anfang August im Kurpark statt. Die Veranstaltung hat ihren Ursprung als Feier der Freigabe des Kurparks durch die britische Besatzungsmacht im Jahre 1956. Die „Parklichter“ haben sich im Laufe der Zeit gewandelt und umfassen mittlerweile 3 Tage, in denen es verschiedene Angebote für alle Altersgruppen gibt. Seit einigen Jahren werden auch namhafte Musiker für Auftritte verpflichtet. Abschluss der Veranstaltung ist traditionell ein Feuerwerk.

Alljährlich findet im Sommer auf dem Aqua-Magica-Gelände das mehrtägige Literaturfest „Poetische Quellen“ statt.

SportBearbeiten

Die vielfältige Sportlandschaft wird in Bad Oeynhausen in über vierzig Vereinen und einem Stadtsportverband organisiert.[78][79] Im regionalen Spielbetrieb sind im Fußball der SV Eidinghausen-Werste und der FC Bad Oeynhausen, im Handball der HCE Bad Oeynhausen vertreten.

Auf dem Turnierplatz Flutmulde findet alljährlich im Frühjahr das „Deutsche Championat der Berufsreiter“ im Springreiten statt.

SonstigesBearbeiten

Ein wichtiger kultureller Treffpunkt ist das Begegnungszentrum Druckerei.[80]

Im Forum des Herz- und Diabeteszentrum wird Kunst in wechselnden Ausstellungen gezeigt.[81]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Ausgehend von seiner Funktion als Kurort entwickelte Bad Oeynhausen ein Cluster-Profil als Gesundheitsstandort.[82] Durch den dominierenden Gesundheitssektor hat die Kurstadt einen vergleichsweise hohen Anteil an Beschäftigten im Dienstleistungsbereich aufzuweisen. Hervorzuheben ist die Forschungseinrichtung Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, die 1980 gegründet wurde und seit 1989 zum Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum gehört. Neben den Kliniken und Kureinrichtungen sind auch zahlreiche Alten- und Pflegeheime im Stadtgebiet als Arbeitsorte von Bedeutung.[83] Der größte Arbeitgeber Bad Oeynhausens ist die diakonische Stiftung Wittekindshof mit ihrem geschäftlichem Hauptsitz im Stadtteil Volmerdingsen. Der Wittekindshof bietet rund 3.300 Arbeitsplätze an.[84]

Das produzierenden Gewerbe besteht hauptsächlich aus mittelständischen Unternehmen, ohne dass einzelne Betriebe die Wirtschaft der Stadt dominieren. Diese befinden sich größtenteils auf Gewerbe- und Industriegebieten in den Stadtteilen, da die Kernstadt als Kurort von produzierendem Gewerbe weitgehend freigehalten wurde. Bedeutende Zweige sind die Holz- und Kunststoffverarbeitung und der Maschinenbau.[85]

Bad Oeynhausen ist Eigentümer einer Stadtsparkasse, die 2018 mit derjenigen der Nachbarstadt Porta Westfalica zur Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica mit Sitz in Bad Oeynhausen fusioniert wurde. Auch die genossenschaftlich organisierte Volksbank Bad Oeynhausen-Herford mit Sitz in Herford ist aus einer Reihe von Fusionen hervorgegangen.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Bad Oeynhausen[86]

Gebietseinheit Land- und Forstwirtschaft Produzierendes Gewerbe Handel, Verkehr und Gastgewerbe Sonstige Dienstleistungen
Stadt Bad Oeynhausen 0,2 % 22,4 % 16,6 % 60,8 %
Kreis Minden-Lübbecke 0,5 % 35,2 % 19,8 % 44,5 %
Regierungsbezirk Detmold 0,6 % 35,5 % 21,2 % 42,5 %
Land Nordrhein-Westfalen 0,5 % 27,8 % 22,3 % 49,4 %

Daten für 30. Juni 2015

Das verfügbare Einkommen war 2015 mit 23824 € pro Einwohner das höchste von allen Gemeinden des Kreises (21849 €) und lag auch über dem Landesdurchschnitt (21336 €); damit liegt Bad Oeynhausen an Rangstelle 76 aller 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.[87] Die Kaufkraft der Bad Oeynhausener Bevölkerung liegt nahe am Bundesdurchschnitt ünd übertrifft den Kreis Minden-Lübbecke deutlich (GfK Kaufkraftkennziffer (Bad Oeynhausen) = 99,5, Bundesdurchschnitt = 100, Kreis Minden-Lübbecke =95,7; Daten 2015).[88]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Die Denios AG ist ein führendes Unternehmen von Produkten und Dienstleistungen für den betrieblichen Umweltschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Den Namen der früheren Balda AG, ein Hersteller von Kunststoffkomponenten für medizinische Geräte und Elektronikprodukte, führt die zur Stevanato-Gruppe gehörende Balda Medical weiter, die in Wulferdingsen Produkte der Medizintechnik herstellt. Die in Bad Oeynhausen gegründete Firma Buschjost ist Teil der internationalen IMI-Unternehmensgruppe und erzeugt Produkte der Ventiltechnik. Bad Oeynhausen ist auch Standort von Battenfeld-Cincinnati mit Produkten für die Kunststoffverarbeitung (Extrusionstechnik).

HandelBearbeiten

 
Im Einkaufszentrum „Werre-Park“

Der Einzelhandel konzentriert sich auch in Bad Oeynhausen in der Innenstadt, die direkt südlich des Nordbahnhofs liegt und östlich an den Kurpark anschließt. Dort befinden sich ein Viertel aller Einzelhandelsbetriebe der Stadt in überwiegend kleinteiligen Geschäftseinheiten sowie mit dem City-Center und dem Lenné-Karree auch zwei kleine innerstädtische Geschäftszentren, jedoch fehlen in diesem Bereich große Anbieter mit Magnetfunktion.[89] Die Läden decken vorwiegend den mittelfristigen Bedarf ab, während die Grundversorger wie z. B. Supermärkte vor allem in den Subzentren der Stadtteile ansässig sind.[90]

Zum Schutz des innerstädtischen Handels lehnte der Rat 1979 die Ansiedlung großflächiger Handelsbetriebe ab,[91] genehmigte jedoch später angesichts sich entwickelnder Einkaufszentren in den Nachbarstädten die Errichtung des Einkaufszentrums Werre-Park, das seit 1998 mit großzügigem Parkplatzangebot in 1,5 km Entfernung von der Innenstadt an der B 61 und Autobahnverbindung auf dem Gelände der ehemaligen Weserhütte liegt, woraus eine starke Konkurrenzlage zur Innenstadt entstand.[92] Deren Konkurrenzschwäche, die sich in Unternutzungen und Leerständen äußert, bestand allerdings schon in den 1990er Jahren vor Eröffnung des Werreparks.[93][94]

Neben dem Werre-Park befindet sich seit 1999 die Spielbank Bad Oeynhausen, an deren Ertrag die Stadt durch die Spielbankabgabe beteiligt ist, und ein Kinokomplex.

MedienBearbeiten

Die Tageszeitungen Neue Westfälische und Westfalen-Blatt mit Verlagssitz in Bielefeld produzieren Lokalausgaben für Bad Oeynhausen. Das Lokalradio ist das in Minden ansässige Radio Westfalica.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Überörtliche Bedeutung hat das Amtsgericht Bad Oeynhausen, das für die Rechtsprechung in den Städten Bad Oeynhausen, Löhne und Vlotho zuständig ist und als zentrales Registergericht die Handels-, Genossenschafts- und Vereinsregister in den Kreisen Herford und Minden führt.[95]

Für die Infrastruktur der Ver- und Entsorgung sind die Stadtwerke Bad Oeynhausen AöR als Tochterunternehmen der Stadt zuständig. Der Aufgabenbereich umfasst die Straßen- und Grünflächenunterhaltung, die Straßenreinigung, die Parkstättenbewirtschaftung und die Abwasser- und Abfallentsorgung, wobei einzelne Aufgaben an private Unternehmen übertragen worden sind. Zusammen mit der Gelsenwasser Energienetze GmbH betreiben die Stadtwerke das Netz der Erdgasversorgung. Das Stromnetz gehört im Stadtgebiet der WestfalenWeser Netz GmbH, an der die Stadtwerke als Anteilseigner beteiligt sind.[96]

BildungBearbeiten

Die Stadt Bad Oeynhausen unterhält sechs Grundschulen an neun Standorten. Im Schulzentrum Süd befinden sich das Immanuel-Kant-Gymnasium sowie eine Realschule; im Schulzentrum Nord sind eine weitere Realschule, eine Gesamtschule sowie die Bernart-Schule, eine Förderschule, ansässig. Zudem trägt die Stadt eine Volkshochschule und eine Musikschule.

Das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg ist in der Trägerschaft des Kreises, die „Schule am Weserbogen – Westf. Schule für Körperbehinderte“ in der Trägerschaft des LWL. Weitere Schulen sind die Zivildienstschule und das Evangelische Berufskolleg sowie das Berufsbildungswerk Wittekindshof.[97]

VerkehrBearbeiten

BahnverkehrBearbeiten

 
Gebäude des Nordbahnhofs von Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen liegt an zwei Bahnstrecken und ist die einzige Stadt im Kreis Minden-Lübbecke mit zwei Personenbahnhöfen.

Der Bahnhof Bad Oeynhausen (Nordbahnhof) liegt seit 1847 an der Bahnstrecke Hamm–Minden (Nordbahn), der früheren Cöln-Mindener Eisenbahn. Es bestehen IC-Verbindungen nach Berlin, ins Rhein-Ruhr-Gebiet und nach Amsterdam. Regional-Express-Züge fahren im Stundentakt nach Hannover–Braunschweig und Düsseldorf (Westfalen-Express), alle zwei Stunden nach Osnabrück–Rheine sowie nach MindenNienburg.

Der Bahnhof Bad Oeynhausen Süd (Südbahnhof) wird seit 1875 von der Weserbahn (Südbahn) bedient. Der Bahnsteig ist ohne Stufen behindertengerecht erreichbar.

Die Stadt gehört zum Tarifverbund Westfalentarif. In den Regionalzügen gelten in einigen Linien auch der Niedersachsentarif und das Niedersachsen-Ticket (Tarifgrenze Richtung NRW ist Herford).

Öffentlicher BusverkehrBearbeiten

Das Stadtgebiet wird von Stadt- und Regionalbussen erschlossen. Teilweise kommen Kleinbusse auf Anruflinien („Taxibus“) zum Einsatz. Markenbezeichnung für das Busnetz ist Weser-Werre-Bus. Regionalbusse fahren u. a. nach Löhne, Minden, Hüllhorst und Hille.

StraßenverkehrBearbeiten

Bad Oeynhausen ist neben Porta Westfalica die einzige Stadt im Kreis Minden-Lübbecke mit Autobahnanschluss: die Anbindung erfolgte bereits 1939 an die Bundesautobahn A 2; außerdem führen die Bundesstraßen B 61 und B 514 durch das Stadtgebiet.

 
Verlauf der Nordumgehung

Die Bundesautobahn 30 endet seit 1969 am westlichen Stadtrand auf dem Gebiet der Stadt Löhne. Der anlaufende Verkehr wird auf der B 61 und der B 514 auf 6,7 km Länge durch das Stadtgebiet – teilweise in geringer Nähe zum Kurgebiet – zur A 2-Anschlussstelle am Autobahnkreuz Bad Oeynhausen geführt. Für den Autobahnlückenschluss wurden drei Alternativen diskutiert: eine Weiterführung der A 30 zur A 2 durch den Bad Oeynhausener Norden als Nordumgehung, eine Südumgehung vom Autobahndreieck Löhne zur A 2-Anschlussstelle Exter oder eine Weiterführung in Troglage im ungefähren Verlauf der bisherigen Verkehrsführung; die letztere, kürzeste Variante wurde vor allem wegen des Schutzes der Heilquellen verworfen. Für die Nordumgehung wurde die Linienführung im März 1975 bestimmt.[98] Der (für die Festlegung des Trassenverlaufs nicht zuständige) Rat der Stadt sprach sich 1973 für den Bau einer Nordumgehung aus, revidierte diese Entscheidung 1984 und votierte 1993 erneut für diese Variante.[99][100] Wegen des seit 1990 stark angestiegenen Ost-West-Verkehrs wurden die Planungen in der Folgezeit konsequent vorangetrieben. Die Bürgerproteste gegen diese Trassenführung wurden dennoch weitergeführt. (Bürgerinitiative: „Notgemeinschaft Bad Oeynhausen/Löhne e. V.“).

Am 12. Januar 2007 entschied die Bezirksregierung Detmold mit einem Planfeststellungsbeschluss den Lückenschluss in Form einer 9,5 km langen Nordumgehung mit drei Anschlussstellen.[101] Nachdem das Bundesverwaltungsgericht am 9. Juli 2008 dagegen erhobene Klagen abgewiesen hatte, begannen im September 2008 die ersten vorbereitenden Baumaßnahmen.[102] Im März 2014 wurde ein erster Teilabschnitt für den Verkehr freigegeben. Mittlerweile rechnet die zuständige Straßenverkehrsbehörde mit einer endgültigen Fertigstellung im Jahre 2020.[103]

Die nördlichen und südlichen Stadtteile sind durch das innerstädtische Straßennetz gut an die Kernstadt angebunden sind, jedoch gibt es im Stadtgebiet nur zwei Werrebrücken. Der innerstädtische Verkehr in west-östlicher Richtung unterliegt größeren Behinderungen. Zum einen führt die alte traditionelle Verbindungstraße zwischen Herford und Minden (Herforder Straße, früher B 61) durch den nördlichen Teil des Kurgebiets, ist dort als Fußgängerzone ausgewiesen und für den Individualverkehr nicht nutzbar, so dass die west-östlichen Verkehrsströme zusätzlich zum Autobahnanschlussverkehr auf die B 61 (Kanalstraße, Mindener Straße) geleitet werden. Eine weitere, von Werste nach Dehme parallel verlaufende West-Ost-Verbindung wird durch Verlagerungsverkehr ebenfalls stark belastet. In größerer Entfernung vom Werretal ist der West-Ost-Verkehr zwischen den jeweiligen Ortsteilen nur auf stark gewundenen Straßen möglich, deren Verlauf durch das lebhafte Relief beeinflusst wird.

Von Bad Oeynhausen aus ist nach Norden hin das Wiehengebirge nur über drei Passstraßen (eine Landes- und zwei Kreisstraßen) zu überqueren. Nach Osten führt außer der A 2 nur die B 61 am Südrande des Wiehengebirges aus der Stadt hinaus. Von Süden und Westen her ist Bad Oeynhausen über zahlreiche Straßen in allen Hierarchiestufen zu erreichen.

FahrradverkehrBearbeiten

 
Weserfähre „Amanda“

Mehrere Fernradwege und lokale Radwege durchqueren Bad Oeynhausen: Mühlenroute, Weserradweg, Wellness-Radroute, Else-Werre-Radweg, Soleweg und weitere. Die Weser kann auf dem Radweg der Autobahnbrücke (A2) überquert werden. Der geplante Radschnellweg OWL soll ebenfalls durch Bad Oeynhausen führen.[104]

Am Nordbahnhof gibt es eine Fahrradstation. In der Innenstadt (Fußgängerzone) ist der Fahrradverkehr stark beschränkt.

WeserfähreBearbeiten

Die Fähre Amanda verbindet Bad Oeynhausen-Rehme mit dem Freizeit- und Naherholungsgebiet Großer Weserbogen im Ortsteil Costedt der Stadt Porta Westfalica. Sie setzt Fußgänger und Fahrradfahrer von März bis Oktober über die Weser. Traditionsgemäß wird die Fährsaison am Karfreitag vom Landrat des Kreises Minden-Lübbecke und den Bürgermeistern der Städte Bad Oeynhausen und Porta Westfalica eröffnet.

FlugverkehrBearbeiten

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Hannover-Langenhagen. Regionale Bedeutung hat der östlich der Weser gelegene Flugplatz Porta Westfalica in Porta Westfalica-Vennebeck, an dessen Flugplatzbetriebsgesellschaft mbH Porta Westfalica die Stadt Bad Oeynhausen mitbeteiligt ist; er dient vornehmlich dem Flugsport, hat aber auch regionalwirtschaftliche Bedeutung.[105]

TriviaBearbeiten

Ein Kuriosum stellen die mitunter irreführenden Namen einiger wichtiger Straßen in Bad Oeynhausen dar. Die von der Unterführung unter die Nordbahn nach Süden führende Kaiserstaße trägt den Namen eines ehemaligen Anliegers. Die rechtwinklig zu ihr auf den ZOB zulaufende Königstraße ehrt einen früheren Leiter der Freiwilligen Feuerwehr und in der Hauptgeschäftszone erinnert die Klosterstraße an den Badearzt Wilhelm Klostermeyer.[106]

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 1912 Paul Baehr (* 1855 in Thorn; † 1929 in Bad Oeynhausen), 2. Bürgermeister der Stadt, Stadtverordnetenvorsteher, Autor von Heimatliteratur über Bad Oeynhausen
  • 2008 Reiner Körfer (* 18. Januar 1942 in Kleve), Herzchirurg und Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen[107]

Am 5. April 1933 beantragte die NSDAP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, die 11 von 24 Sitzen innehatte, die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Adolf Hitler, Franz Seldte und Paul von Hindenburg. Nachdem die drei SPD-Stadtverordneten die Sitzung verlassen hatten, wurde der Antrag von der Versammlung einstimmig angenommen.[108] Am 7. Mai 2014 wurden diese Ehrenbürgerschaften vom Rat der Stadt einstimmig für nichtig erklärt, wobei ebenfalls drei Ratsmitglieder an der Abstimmung nicht teilnahmen.[109][110]

Weitere PersönlichkeitenBearbeiten

Zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt Bad Oeynhausen zählen neben den beiden Ehrenbürgern die Theologen Karl Koch und Hans Thimme, beide Präsides der Evangelischen Kirche von Westfalen, die einen Teil ihrer theologischen Arbeit in Bad Oeynhausen leisteten, der Volkskundler und Museumsleiter Karl Paetow, der Schriftsteller Johannes Baptist Waas, der Sachbuchautor Rudolf Pörtner und die in der Kurstadt tätige Balneologin Klotilde Gollwitzer-Meier.

LiteraturBearbeiten

StadtchronikenBearbeiten

  • Paul Baehr: Chronik von Bad Oeynhausen. Bad Oeynhausen 1909, (Nachdruck Bielefeld 2009).
  • Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979.
  • Werner Meyer zu Selhausen: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1973–1992. Bad Oeynhausen 1993.

SonstigesBearbeiten

  • Albert Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Minden. Münster 1902.
  • Der Alexander–von–Humboldt–Sprudel in Bad Oeynhausen. Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Krefeld 1977, ISBN 3-86029-826-7.
  • Baldur Köster: Bad Oeynhausen. Ein Architekturmuseum des 19. Jahrhunderts. Hirmer, München 1985, ISBN 3-7774-3930-4.
  • Werner Meyer zu Selhausen: 125 Jahre Stadtsparkasse Bad Oeynhausen. Deutscher Sparkassen-Verlag, Stuttgart 1987.
  • Baldur Köster: Die Restaurierung des Badehauses I in Bad Oeynhausen. In den Jahren 1989–1992. Rasch, Bramsche 1992, ISBN 3-922469-74-4.
  • Johannes Henke: Bad Oeynhausen. Die historische Stadt mit Zukunft. Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt in Wort und Bild. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1996, ISBN 3-89570-252-8.
  • Gerhard Seib: Backhäuser im Stadtgebiet von Bad Oeynhausen. Eilbracht, Löhne-Gohfeld 1996, ISBN 3-9805205-1-X.
  • Jost Schilgen, Martina Wengierek: Bad Oeynhausen. Mader, Grasberg 1997, ISBN 3-921957-56-7.
  • Johannes Henke (Hrsg.): 150 Jahre Heilbad Oeynhausen. Horb am Neckar 1998.
  • Gerhard Lietz, Hilda Lietz: Bad Oeynhausen in alten Ansichten II. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1999, ISBN 90-288-5377-4.
  • Manfred Ragati et al.: Frank O. Gehry: Das Energie-Forum – Innovation in Bad Oeynhausen. Kerber Christof Verlag, Bielefeld 2000, ISBN 3-924639-64-7.
  • Rico Quaschny (Hrsg.): Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden. Kriegsende und Besatzungszeit in Zeitzeugnissen und Erinnerungen. Verl. für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-621-7.
  • Rico Quaschny: Stadtführer Bad Oeynhausen. Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh 2007, ISBN 3-89534-652-7.
  • Rico Quaschny: Die Luisenschule. Zur Geschichte der höheren Mädchenbildung in Bad Oeynhausen. Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh 2008, ISBN 3-89534-753-1.
  • Rico Quaschny (Hrsg.): Friedrich Wilhelm IV. und Bad Oeynhausen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-89534-896-9.
  • Friedhelm Pelzer: Stadt Bad Oeynhausen. In: Carola Bischoff et al. (Hrsg.): Kreis Minden-Lübbecke. (= Städte und Gemeinden in Westfalen. Band 13.) Herausgegeben von der Geographischen Kommission für Westfalen. Aschendorff Verlag, Münster 2013. S. 68–114.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bad Oeynhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikisource: Bad Oeynhausen – Quellen und Volltexte
  Wikivoyage: Bad Oeynhausen – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2017 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  2. Bundesanstalt für Landeskunde (Hrsg.): Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Bearbeitet von Sofie Meisel. (Geographische Landesaufnahme 1:200000, Naturräumliche Gliederung Deutschlands), Remagen 1959. online
  3. Landschaftsplan Bad Oeynhausen
  4. Johannes-Hermann Henke: Die Werrestadt Löhne im Überblick: Naturlandschaft und räumliche Entwicklung. In: Heimatverein Löhne und Stadt Löhne (Hrsg.): 1000 Jahre Löhne. Löhne 1993.
  5. Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen 2015., S. 23, 201–202
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 326.
  7. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 115.
  8. Stadt Bad Oeynhausen: Einwohnerzahlen
  9. Werner Trautmann Erläuterungen zur Karte der potntiellen natürlichen Vegetation der Bundesrepublik Deutschland 1:200000 Blatt 85 Minden. (= Schriften für Vegetationskunde, Heft 1). Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege. Bad Godesberg 1966.
  10. Kommunalprofil Bad Oeynhausen Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW, Stand 2015 (PDF), S. 3.
  11. Kommunalprofil Kreis Minden-Lübbecke Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW, Stand 2015 (PDF)
  12. Regierungsbezirk Detmold: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung Regionaldatenbank Deutschland, Stand 2015
  13. Katasterfläche nach Nutzungsarten NRW IT.NRW, Stand 2016
  14. Joachim Blüthgen: Allgemeine Klimageographie. 2. Auflage, Berlin 1966, S. 523–525, 538.
  15. Staatsbad Oeynhausen: Wandern
  16. Annales Regni Francorum 753,785.
  17. Gert Michel: Das Solevorkommen von Bad Oeynhausen. Fortschritte in der Geologie von Rheinland und Westfalen 26, S. 1–43, Krefeld 1977
  18. Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv Münster
  19. Rico Quaschny: „Das ist ein Werk, o König, Deiner Gnade“. In: Rico Quaschny (Hrsg.): Friedrich Wilhelm IV. und Bad Oeynhausen. Bielefeld 2011, S.43–113, hier S. 80–82.
  20. Paul Baehr: Chronik von Bad Oeynhausen. Bad Oeynhausen 1909, S. 60.
  21. Quaschny 2011, S. 96.
  22. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 270.
  23. Einen Ort „Oeynhausen“ gab es auf dem heutigen Stadtgebiet nicht.
  24. Paul Baehr: Chronik von Bad Oeynhausen. Bad Oeynhausen 1909, (Nachdruck Bielefeld 2009).
  25. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1920–1972. Bad Oeynhausen 1979.
  26. Stefan Dörr. Der Bädertourismus in Ostwestfalen-Lippe – Struktur und Wandel. Abb. 1: Hauptanlageplan für Neusalzwerk (Bad Oeynhausen) 1847 von Peter Joseph Lenné
  27. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979, S. 358–360.
  28. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979, S. 365.
  29. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979, S. 81; (dort absolute Zahlen, hier prozentual umgerechnet).
  30. Rüdiger Bremme: Bekennende Kirche im Konflikt. – Die 4. Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche in Bad Oeynhausen 1936. In: Beiträge zur Heimatkunde der Städte Löhne und Bad Oeynhausen. Heft 17, 2001, S. 7 –67.
  31. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979, S. 89–91.
  32. Jüdische Gemeinde in Bad Oeynhausen
  33. Karl Großmann: Die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in Bad Oeynhausen. In: Mitteilungen des Mindener Geschichts- und Museumsvereins. Jahrgang 42 (1970), S. 92–94.
  34. Hermann Kleinenbene: Die Weserlinie, Kriegsende 1945. S. 148.
  35. Hermann Kleinenbene: Die Weserlinie, Kriegsende 1945. S. 148.
  36. Hermann Kleinenbene: Die Weserlinie, Kriegsende 1945. S. 299.
  37. Bundeszentrale für politische Bildung:Errichtung der Besatzungsherschaft abgerufen am 31. Juli 2018
  38. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979, S. 150.
  39. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 326.
  40. Werner Meyer zu Selhausen: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1973–1992. Bad Oeynhausen 1993, S. 14.
  41. Stefan Dörr. Der Bädertourismus in Ostwestfalen-Lippe – Struktur und Wandel. Abb. 4: Übernachtungen in ausgewählten Heilbädern in OWL 1986–2013
  42. Hompeage: Staatsbad Oeynhausen abgerufen am 11. Juni 2018
  43. Homepage der Stadt Bad Oeynhausen: Mitteilung: Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Nordbahnhofs am 9. Mai 2019 abgerufen am 12. Juni 2018
  44. IT.NRW – Zentralbereich 14 „Marketing und Öffentlichkeitsarbeit“: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) – Einwohnerzahlen im Regierungsbezirk Detmold. Archiviert vom Original am 16. Januar 2018; abgerufen am 2. Februar 2018.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.it.nrw.de
  45. Kommunalprofil Bad Oeynhausen Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW, Stand 2015 (PDF), S. 7.
  46. St. Peter und Paul (Bad Oeynhausen), Homepage
  47. NAK Gemeinde Bad Oeynhausen, Homepage
  48. nach Fraktionswechsel eines Ratsmitglieds (Quelle: Fraktionswechsel erschüttert Bündnis in Neue Westfälische 01. Februar 2018)
  49. Bürgermeisterwahl Bad Oeynhausen 2015 Erster Wahlgang
  50. Bürgermeisterwahl Bad Oeynhausen 2015 Stichwahl
  51. Hauptsatzung der Stadt Bad Oeynhausen (Memento des Originals vom 2. September 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.badoeynhausen.de (PDF; 36 kB) vom 18. September 2008
  52. Homepage der Stadt bad Oeynhausen: Städtepartnerschaften, abgerufen am 15. Mai 2018
  53. Staatsbad Oeynhausen: Der Jordansprudel
  54. Gert Michel: Das Solevorkommen von Bad Oeynhausen. Fortschritte in der Geologie von Rheinland und Westfalen 26, S. 1–43, Krefeld 1977
  55. Staatsbad Oeynhausen: Heilquellen gestern.
  56. Staatsbad Oeynhausen: Baden im Badehaus II
  57. Staatsbad Oeynhausen: Sole in der Klinik Porta Westfalica
  58. Staatsbad Oeynhausen: Sole.
  59. Website Bali-Therme
  60. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Kurpark Bad Oeynhausen in LWL-GeodatenKultur
  61. www.baukunst-nrw.de: Kurpark Bad Oeynhausen
  62. Chronik der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul (Memento des Originals vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.st-peter-und-paul-bo.de
  63. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Siekertal in LWL-GeodatenKultur
  64. Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Landschaftspark Oeynhauser Schweiz in LWL-GeodatenKultur
  65. LWL GeodatenKultur: Sielpark, Bad Oeynhausen
  66. Staatsbad Oeynhausen: Krankenhäuser und Akutkliniken
  67. Staatsbad Oeynhausen: Kur- und Rehakliniken
  68. Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ): Lehre
  69. Medmix, 30. Januar 2017
  70. Wassermühle Bergkirchen
  71. LWL GeodatenKultur: Siedlung Hindenburgstraße, Bad Oeynhausen
  72. Energie Forum Innovation
  73. Neue Westfälische 30. Mai 2018: Ghettohaus: Stadtheimatpfleger besteht auf Gedenkraum.
  74. Staatsbad Oeynhausen: Der Wasserkrater
  75. Staatsbad Oeynhausen: Hochseilgarten auf der Aqua Magica
  76. Heinrich Langejürgen: Begräbnisstätten – Kirch- und Friedhöfe. Ein historischer Exkurs durch die Sepulkralkultur in Bad Oeynhausen. Bad Oeynhausen 2010, ISBN 978-3-9812500-4-6.
  77. Evangelischer Kirchenkreis Vlotho: Friedhofsverband Bad Oeynhausen.
  78. Stadt Bad Oeynhausen (Hrsg.): Sportwegweiser Bad Oeynhausen.
  79. Stadt Bad Oeynhausen: Sportvereine
  80. Begegnungszentrum „Druckerei“
  81. Kunst- und Kulturforum HDZ
  82. Friedhelm Pelzer: Stadt Bad Oeynhausen. Münster 2013. S. 102.
  83. Bad Oeynhausen: Infrastrukturdaten
  84. Homepage Wittekindshof: Zahlen und Fakten abgerufen am 16. Mai 2018
  85. Homepage der Stadt Bad Oeynhausen: Wirtschaft und Wirtschaftsförderung abgerufen am 16. Mai 2018
  86. Kommunalprofil Kreis Minden-Lübbecke Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW, Stand 2015 (PDF), S. 15.
  87. Primäreinkommen und verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in NRW, S. 1, 64–65.
  88. Stadt Bad Oeynhausen: GfK Kaufkraftkennziffer 2015
  89. Stadt Bad Oeynhausen: Einzelhandelskonzept 2016. S. 24
  90. Stadt Bad Oeynhausen: Einzelhandelskonzept 2016. S. 33
  91. Werner Meyer zu Selhausen: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1973–1992. Bad Oeynhausen 1993, S. 326.
  92. Stadt Bad Oeynhausen: Einzelhandelskonzept 2016. S. 30
  93. Stadt Bad Oeynhausen: Einzelhandelskonzept 2016. S. 33
  94. Der Werrepark und die Angst vor der Pleite. In: Neue Westfälische. vom 24. April 1997.
  95. Amtsgericht Bad Oeynhausen: Aufgaben und Gerichtsbezirk.
  96. Gesellschafter der Westfalen Weser Energie.
  97. Liste der weiterführenden Schulen der Stadt (Memento des Originals vom 11. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.badoeynhausen.de
  98. Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW: A30 Nordumgehung für Bad Oeynhausen. Eine Verbindung für Europa. (Faltblatt) 2008.
  99. Werner Meyer zu Selhausen: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1973–1992. Bad Oeynhausen 1993, S. 291–293.
  100. Vlothoer Anzeiger vom 23. Oktober 2008
  101. Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW: A30 Nordumgehung für Bad Oeynhausen. Eine Verbindung für Europa. (Faltblatt) 2008.
  102. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Juli 2008
  103. Nordumgehung: Freigabe nicht in 2018 In: Neue Westfälische. vom 28. März 2018.
  104. Radschnellweg OWL: Projektbeitrag Bad Oeynhausen (PDF).
  105. Im Wind. In: Neue Westfälische 12. August 2017.
  106. Arbeitskreis für Heimatpflege der Stadt Bad Oeynhausen (Hrsg.): Straßen, Wege und Plätze in der Stadt Bad Oeynhausen – wie ihre Namen entstanden und zu deuten sind. Bad Oeynhausen 1998, S. 76, 81, 82.
  107. Liste der Ehrenbürgerschaften der Stadt
  108. Gerhard Lietz: Chronik der Stadt Bad Oeynhausen 1910–1972. Bad Oeynhausen 1979, S. 166.
  109. Ratsbeschluss vom 7. Mai 2014.
  110. Bad Oeynhausen streicht Adolf Hitler von Ehrenbürger-Liste In: Neue Westfälische, 8. Mai 2014, abgerufen 21. Juni 2018.