Alex Galchenyuk

US-amerikanischer Eishockeyspieler
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Alex Galchenyuk Eishockeyspieler
Alex Galchenyuk
Geburtsdatum 12. Februar 1994
Geburtsort Milwaukee, Wisconsin, USA
Größe 184 cm
Gewicht 88 kg
Position Center
Nummer #18
Schusshand Links
Draft
KHL Junior Draft 2011, 2. Runde, 25. Position
Atlant Mytischtschi
NHL Entry Draft 2012, 1. Runde, 3. Position
Canadiens de Montréal
Karrierestationen
2010–2013 Sarnia Sting
2013–2018 Canadiens de Montréal
2018–2019 Arizona Coyotes
2019–2020 Pittsburgh Penguins
seit 2020 Minnesota Wild

Alexander „Alex“ Galchenyuk (* 12. Februar 1994 in Milwaukee, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler weißrussischer Abstammung, der seit Februar 2020 bei den Minnesota Wild aus der National Hockey League unter Vertrag steht und für diese auf der Position des Centers spielt. Zuvor stand er fünf Jahre lang für die Canadiens de Montréal auf dem Eis, die ihn im NHL Entry Draft 2012 an dritter Gesamtposition ausgewählt hatten, und spielte kurzzeitig bei den Arizona Coyotes und den Pittsburgh Penguins.

KarriereBearbeiten

Galchenyuk spielte in der Saison 2009/10 für die Chicago Young Americans in der Juniorenliga Midwest Elite Hockey League (MWEHL). Dabei erzielte er in 38 Spielen 44 Tore und insgesamt 87 Scorerpunkte und war damit Topscorer der MWEHL. Anschließend wurde der Center bei der Priority Selection 2010 der Ontario Hockey League (OHL) an erster Gesamtposition von den Sarnia Sting ausgewählt. Alex Galchenyuk entschied sich für einen sofortigen Einstieg in die kanadische Major-Junior-League und kam in der OHL-Saison 2010/11 in allen 68 Partien der Sting zum Einsatz; dabei gelangen ihm 83 Punkte. Auf Grund dieser Leistung wurde er in das OHL All-Rookie-Team dieser Spielzeit gewählt.

Vor Beginn der Folgesaison zog sich Galchenyuk am 16. September 2011 während eines Saisonvorbereitungsspiels gegen die Windsor Spitfires einen Kreuzbandriss zu.[1] Nach der anschließenden Operation verpasste der Offensivakteur 66 Partien und kehrte erst rund sechs Monate später am 15. März 2012 in den Kader der Sarnia Sting zurück.[2] In den Play-offs dieser Saison schied Galchenyuk mit seiner Mannschaft in der ersten Runde gegen die Saginaw Spirit aus.

Beim NHL Entry Draft 2012 wurde Alex Galchenyuk in der ersten Runde an dritter Gesamtposition von den Canadiens de Montréal ausgewählt. Kurz darauf unterschrieb er einen Einstiegsvertrag über drei Jahre Laufzeit.[3] In der OHL-Saison 2012/13 wurde er zum Spieler des Monats Dezember ausgezeichnet. In diesem Monat gelangen ihm in sieben Spielen 11 Tore und 17 Scorerpunkte.[4] Nach Beendigung des Lockouts zu Beginn der NHL-Saison 2012/13 wurde Galchenyuk in den Kader der Canadiens berufen und debütierte am 19. Januar 2013 gegen die Toronto Maple Leafs in der National Hockey League. Sein erstes Tor gelang ihm eine Partie darauf gegen die Florida Panthers.

Im Laufe der folgenden Jahre etablierte sich Galchenyuk als regelmäßiger Scorer bei den Canadiens und erreichte in der Saison 2015/16 erstmals die Marke von 30 Toren. Nachdem Galchenyuks Entwicklung in den folgenden beiden Spielzeiten stagnierte, trennten sich die Franko-Kanadier Mitte Juni 2018 von dem Stürmer und transferierten ihn im Tausch für Max Domi zu den Arizona Coyotes. In Arizona war Galchenyuk nur eine Saison aktiv, in der er mit dem Team die Playoffs verpasste und anschließend im Juni 2019 samt Nachwuchs-Verteidiger Pierre-Olivier Joseph an die Pittsburgh Penguins abgegeben wurde. Im Gegenzug erhielten die Coyotes Phil Kessel, Dane Birks und ein Viertrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2021.[5]

Bei den Penguins war Galchenyuk bis Februar 2020 aktiv, als er samt Calen Addison und einem konditionalen Erstrunden-Wahlrecht für den NHL Entry Draft 2020 an die Minnesota Wild abgegeben wurde, die im Gegenzug Jason Zucker nach Pittsburgh transferierten. Das Draft-Wahlrecht verschiebt sich automatisch um ein Jahr nach hinten, sollten die Penguins in der Saison 2019/20 die Playoffs verpassen.[6] Für Galchenyuk bedeutete dies somit den dritten Transfer in den letzten knapp eineinhalb Jahren.

InternationalBearbeiten

Alex Galchenyuk vertrat sein Heimatland mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft erstmals beim Ivan Hlinka Memorial Tournament 2011, bevor er 2013 an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft teilnahm. Bei dem Turnier erzielte der Stürmer in sieben Spielen acht Scorerpunkte und gewann mit seinem Team nach einem Finalerfolg gegen die schwedische Auswahl die Goldmedaille. Im gleichen Spieljahr wurde er zudem für die Herren-Weltmeisterschaft 2013 in Stockholm und Helsinki nominiert und gewann mit der Nationalauswahl die Bronzemedaille.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Stand: Ende der Saison 2018/19

 
Galchenyuk im Trikot der Canadiens de Montréal (2013).
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/– SM Sp T V Pkt +/– SM
2009/10 Chicago Young Americans MWEHL 83 44 43 87 56
2010/11 Sarnia Sting OHL 68 31 52 83 –8 52
2011/12 Sarnia Sting OHL 2 0 0 0 –4 0 6 2 2 4 –6 4
2012/13 Sarnia Sting OHL 33 27 34 61 +16 22
2012/13 Canadiens de Montréal NHL 48 9 18 27 +14 20 5 1 2 3 –4 0
2013/14 Canadiens de Montréal NHL 65 13 18 31 –12 26 5 2 1 3 ±0 2
2014/15 Canadiens de Montréal NHL 80 20 26 46 +8 39 12 1 3 4 +1 10
2015/16 Canadiens de Montréal NHL 82 30 26 56 –8 20
2016/17 Canadiens de Montréal NHL 61 17 27 44 –5 24 6 0 3 3 ±0 4
2017/18 Canadiens de Montréal NHL 82 19 32 51 –31 22
2018/19 Arizona Coyotes NHL 72 19 22 41 –19 34
OHL gesamt 103 58 86 144 +4 74 6 2 2 4 –6 4
NHL gesamt 490 127 169 296 –53 185 28 4 9 13 –3 16

InternationalBearbeiten

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt +/– SM
2011 USA Hlinka Memorial 5. Platz 4 3 1 4 ±0 12
2013 USA U20-WM   7 2 6 8 +2 4
2013 USA WM   4 2 0 2 −3 0
Junioren gesamt 11 5 7 12 +2 16
Herren gesamt 4 2 0 2 −3 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

PrivatesBearbeiten

Alex Galchenyuk wurde 1994 in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin geboren. Sein Vater Aljaksandr Haltschenjuk war zu dieser Zeit für die Milwaukee Admirals aus der International Hockey League als Spieler aktiv. Als Nationalspieler vertrat Haltschnejuk die weißrussische Mannschaft unter anderem bei den Olympischen Winterspielen 1998. Alex Galchenyuk wuchs in den USA auf, wohnte zeitweise aber auch in Deutschland, der Schweiz, Italien und Russland. Er spricht neben Englisch auch Russisch und Italienisch.[7] Der US-Amerikaner besaß zeitweise die russische Staatsbürgerschaft, legte diese aber vor dem NHL Entry Draft 2012 ab.[8]

WeblinksBearbeiten

Commons: Alex Galchenyuk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. NHL draft prospect Galchenyuk to have surgery on ACL. The Sports Network, 24. Oktober 2011, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).
  2. Dave Borody: Spirit beat Sting 7-1. Sarnia Sting, 15. März 2012, abgerufen am 20. Juni 2012 (englisch).
  3. Canadiens sign Alex Galchenyuk to a three-year contract. Canadiens de Montréal, 23. Juli 2012, abgerufen am 28. Januar 2013 (englisch).
  4. OHL Top Performers of December. Ontario Hockey League, abgerufen am 8. Januar 2013 (englisch).
  5. Coyotes Acquire Kessel From Pittsburgh. nhl.com, 29. Juni 2019, abgerufen am 30. Juni 2019 (englisch).
  6. Zucker traded to Penguins by Wild for Galchenyuk. nhl.com, 10. Februar 2020, abgerufen am 11. Februar 2020 (englisch).
  7. Alex Galchenyuk Draft Profile. National Hockey League, abgerufen am 21. Juni 2012 (englisch).
  8. Terry Koshan: Russian to the NHL. Toronto Sun, 1. Juni 2012, abgerufen am 21. Juni 2012 (englisch).