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Alex Borg (* 5. Juni 1969) ist ein maltesischer Snooker- und Poolbillardspieler aus Mellieħa. Er ist 2-facher Europa- und 13-facher maltesischer Meister und spielte insgesamt 14 Jahre Snooker als Profi.

Alex Borg
Alex Borg
Geburtstag 5. Juni 1969 (50 Jahre)
Nationalität MaltaMalta Malta
Profi 1991–1997, 1998/99, 2001/02, 2005–2007, 2013–2015, 2016–2018, seit 2019[1]
Preisgeld 53.269 £ (Stand: 22. November 2019)
Höchstes Break 135[1]
Century Breaks 15 (Stand: 22. November 2019)
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 80 (2006)[1]
Aktueller WRL-Platz 123 (Stand: 12. August 2019)

KarriereBearbeiten

Anfänge und Profijahre in den 1990ernBearbeiten

Alex Borg lernte Snooker von seinem Vater, mit dem er in seinem Wohnort in einen Club zum Spielen ging.[2] Er gehörte schon als Jugendlicher zu den besten Spielern seines Landes und 1987 stand er erstmals im Finale der maltesischen Meisterschaft, wo er gegen Joe Grech verlor. 1990 und 1991 verlor er jeweils gegen Paul Mifsud.[3] Er trat auch bei internationalen Amateurwettbewerben an und erreichte unter anderem zweimal das Viertelfinale der U21-Weltmeisterschaft (1988 und 1990). Mit der Öffnung der Profitour für alle Spieler im Jahr 1991 trat auch Borg bei den Profiturnieren an. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen musste er durch zahlreiche Qualifikationsrunden, aber bereits im ersten Jahr erreichte er bei den European Open die Letzten 128. Im Jahr darauf kam er bei den International Open noch eine Runde weiter, zwei weitere Male erreichte er die Letzten 128, darunter bei der Weltmeisterschaft, wo er Dominic Dale mit 4:10 unterlag. damit gehörte er zu den Top 200 der Weltrangliste.

In der Saison 1993/94 stand er zweimal unter den Letzten 96 und schlug unter anderem Michael Judge und Marcus Campbell. Doch weitere Fortschritte blieben aus, als er im Jahr darauf nur beim Welsh Open die Letzten 128 erreichte. Umso erfolgreicher war die Saison 1995/96, in der er beim Grand Prix erstmals in seiner Karriere die Endrunde der Letzten 64 bei einem Ranglistenturnier erreichte. Beim Malta Grand Prix 1995, einem professionellen Einladungsturnier, besiegte er den Weltranglisten-12. Nigel Bond mit 5:4 und erreichte das Viertelfinale. Weitere namhafte Spieler, die er in dieser Saison schlug, waren Danny Fowler und Matthew Couch. Mit einem Sieg über Barry Pinches erreichte er zu Beginn der nächsten Saison die Letzten 128 beim Asian Classic, es war aber das einzige Mal, dass er in diesem Jahr so weit kam. Diese ganzen Ergebnisse reichten nicht für wesentliche Fortschritte in der Weltrangliste und so kam er in dieser Zeit nicht über Platz 164 hinaus. Da 1997 aber wieder eine Teilnehmerbegrenzung auf 128 Spieler für die großen Turniere eingeführt wurde, verlor er die Teilnahmeberechtigung und musste in der zweitklassigen UK Tour antreten. Er erreichte immerhin zweimal die Runde der Letzten 32 und spielte nach einer erneuten Öffnung 1998/99 wieder auf der Main Tour. Zum zweiten Mal erreichte er beim Grand Prix ein Hauptturnier nach einem 5:3-Sieg über Neal Foulds, immerhin noch Nummer 34 der Welt. Es war aber das einzige gute Ergebnis der Saison und so verlor er 1999 seinen Profistatus wieder.

Erfolge als Amateur und Main-Tour-Jahre ab den 2000ernBearbeiten

Neben den Profiturnieren nahm er weiter an der nationalen Meisterschaft teil, und nachdem er 1996 und 1997 erneut im Finale gegen Mifsud bzw. Grech verloren hatte, gelang ihm 1998 sein erster maltesischer Meistertitel durch einen 8:7-Sieg gegen Joe Grech. Von 2000 bis 2016 dominierte Alex Borg das nationale Snooker, 16 Mal in Folge stand er im Finale der maltesischen Meisterschaft und 12 Mal holte er dann auch den Titel.[3] Dazu war er einer der erfolgreichsten Amateure in Europa. Bei der Amateureuropameisterschaft erreichte er 1997 das Halbfinale und 1998 das Finale, verlor aber beide Male deutlich gegen den Isländer Kristján Helgason. 2003 erreichte er erneut das Halbfinale, im Jahr darauf stand er nach 1998 zum zweiten Mal im Finale und verlor knapp 6:7 gegen Mark Allen. 2005 gewann er erstmals den Titel gegen Kristján Helgason und ein Jahr später verteidigte er ihn gegen Jeff Cundy. Auch in den folgenden Jahren erreichte er immer wieder die Ausscheidungsrunden der EM, aber auch der Amateurweltmeisterschaft. 2014 gewann er mit Duncan Bezzina zusammen die europäische Team-Meisterschaft für Malta.[4] Die größten Erfolge ohne Titelgewinn hatte er als Wildcardspieler beim Malta Grand Prix. 1997 schlug er den Weltranglistenvierten Mark Williams mit 5:3 und bot danach im Halbfinale der Nummer 2 John Higgins bis zum 4:4 Paroli, bevor er 4:6 verlor. 1998 besiegte er den inzwischen zur Nummer 1 aufgestiegenen Higgins und unterlag dann dem Weltranglistenzweiten Stephen Hendry mit 2:6.

Dank des ersten Europameistertitels kehrte er in der Saison 2005/06 wieder auf die Main Tour zurück und hatte sein erfolgreichstes Profijahr. Bei der UK Championship erreichte er die Runde der Letzten 64, ebenso bei der Weltmeisterschaft, wo er mit Simon Bedford und Jimmy Michie zwei Top-64-Spieler schlug. Trotzdem erreichte er nur Platz 80 der Weltrangliste und blieb nur dank einer Wildcard des Profiverbands WPBSA auf der Tour. Aber nur ein Top-64-Ergebnis im zweiten Jahr bei den Welsh Open genügten nicht, um Profi zu bleiben. Versuche über die Pontin’s International Open Series oder die Q School wieder auf die Tour zu kommen, schlugen fehl. 2010 scheiterte er beim EBSA International Play-Off erst im Finale. 2013 kehrte er aber ein weiteres Mal zurück, weil ihn der Amateurweltverband IBFS nominiert hatte. Zuvor hatte er bei der Amateurweltmeisterschaft das Halbfinale erreicht gehabt.[5] In der Saison 2013/14 blieb es aber bei einzelnen Siegen bei den kleinen PTC-Turnieren. Erneut ragte die Weltmeisterschaft heraus, wo er mit Siegen über James Wattana und Marcus Campbell, die Nummer 28 der Weltrangliste, ein weiteres Mal unter die Letzten 64 kam. Wieder erreichte er zwischenzeitlich Platz 80 der Weltrangliste. Im Jahr darauf kam er aber nur dreimal bei Ranglistenturnieren in Runde 2 und verlor wieder den Profistatus. 2016 versuchte er es im Alter von 46 Jahren erneut über die Q School. Er besiegte Barry Pinches und gewann das entscheidende Spiel gegen Alexander Ursenbacher, wodurch er sich zwei weitere Jahre auf der Main Tour sicherte. Außer beim Snooker Shoot-Out 2018 kam er aber nie über die zweite Runde hinaus, weshalb auch dieses Intervall mit dem erneuten Verlust des Profistatus endete.

Neben dem Snooker spielt Borg auch Poolbillard. Im seit 2006 ausgetragenen World Cup of Pool (9-Ball) nimmt er regelmäßig zusammen mit Tony Drago als Team Malta teil.

Alex Borg fungiert außerdem als Nationaltrainer von Malta.[6]

ErfolgeBearbeiten

Ranglistenturniere

Einladungsturniere

Qualifikationsturniere

Amateurturniere

Team

  • EBSA European Team Snooker Champion (2004, 2005)[7]
  • Continental Team Cup Champion (1999, 2000)[6]

QuellenBearbeiten

  1. a b c Profil von Alex Borg bei CueTracker (Stand: 12. August 2018)
  2. Q School 2011 - Alex Borg Interview, Maximum Snooker, 14. Mai 2011
  3. a b National Snooker Championship – Roll Of Honour, Malta Billiards & Snooker Association, abgerufen am 12. August 2018
  4. Malta - 2014 Mens Team Champions (Memento vom 16. April 2016 im Internet Archive), EBSA.TV News, 29. März 2014
  5. Alex Borg on World Snooker Main Tour, Sport in Malta, 18. Juli 2013
  6. a b c Qualified E.B.S.A. Coaches 2013 - 2014 (Memento vom 16. April 2016 im Internet Archive), European Billards & Snooker Association, abgerufen am 24. April 2014
  7. a b EBSA Past Champions, Malta Billiards & Snooker Association, abgerufen am 24. April 2014

WeblinksBearbeiten