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Wupper-Express

Regional-Express-Linie in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
RE 4 Wupper-Express
Strecke der Wupper-Express
Kursbuchstrecke (DB): 485 (Aachen–Hagen)
427 (Hagen–Dortmund)
Streckenlänge: 171 km
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Verlauf
   
0 Dortmund Hbf THA, ICE, IC
   
16 Witten Hbf
   
31 Hagen Hbf ICE, IC
Bahnhof, Station
42 Ennepetal (Gevelsberg)
   
47 Schwelm
   
52 Wuppertal-Oberbarmen
   
54 Wuppertal-Barmen
   
57 Wuppertal Hbf ICE, IC
   
64 Wuppertal-Vohwinkel
   
84 Düsseldorf Hbf THA, ICE, IC
   
92 Neuss Hbf ICE, IC
   
109 Mönchengladbach Hbf ICE, IC
Bahnhof, Station
113 Rheydt Hbf IC
Bahnhof, Station
126 Erkelenz
Bahnhof, Station
132 Hückelhoven-Baal
Bahnhof, Station
138 Lindern
Bahnhof, Station
145 Geilenkirchen
Bahnhof, Station
150 Übach-Palenberg
Bahnhof, Station
157 Herzogenrath IC
   
163 Kohlscheid (nur Verstärker)
Bahnhof, Station
168 Aachen West
Bahnhof, Station
169 Aachen Schanz
Kopfbahnhof – Streckenende
171 Aachen Hbf THA, ICE, IC

Der Wupper-Express ist eine Regional-Express-Linie in Nordrhein-Westfalen von Aachen über Mönchengladbach, Düsseldorf, Wuppertal, Hagen nach Dortmund. Betrieben wird die Linie im Stundentakt von der DB Regio NRW. Er ist die am dritthäufigsten genutzte RegionalExpress-Linie im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr mit circa 24.000 Passagieren am Tag.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der heutige unter der Nummer RE 4 verkehrende Regional-Express ist Nachfolger der gleichnamigen Stadt-Express-Linie Aachen–Hagen–Iserlohn. Später wurde der Endpunkt nach Hamm verlegt und nach dem Wegfall des Interregio fuhr er weiter nach Münster. Die im Dezember 2002 zum ITF 2 eingeführten Linien Maas-Wupper-Express (RE 13) und Ems-Börde-Bahn (RB 89) ersetzten den Ast nach Münster und der Wupper-Express fährt seitdem mit Halt in Witten Hauptbahnhof nach Dortmund.

ZuglaufBearbeiten

Im Einzelnen befährt der Wupper-Express nacheinander die Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach, die Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf und die Bahnstrecke Düsseldorf–Elberfeld. Der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund folgt er nur bis Witten Hauptbahnhof, von dort aus nutzt er die Gleise der Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg, sowie den Tunnel Oberstraße auf seinem Weg nach Dortmund Hauptbahnhof. Nachts bedient der RE 4 auch den Bahnhof Düsseldorf Flughafen Terminal.

Der Wupper-Express verläuft auf einem großen Abschnitt parallel zu S-Bahnlinien und hat teilweise den Charakter einer schnellen S-Bahn oder Schnellbahn übernommen bzw. wird von den Fahrgästen entsprechend genutzt.

Eingesetztes MaterialBearbeiten

Eingesetzt werden Schnellzuglokomotiven der Baureihe 111 zusammen mit fünf nicht klimatisierten Doppelstockwagen der zweiten Gattung. Verstärkungszüge zwischen Düsseldorf und Aachen wurden früher hauptsächlich mit Loks der Baureihe 110, ersatzweise 111 und ausschließlich mit modernisierten n-Wagen gefahren. Nach Ausmusterung der letzten Loks der Baureihe 110 bei DB Regio NRW kommt auch für diese Züge nur noch die Baureihe 111 zum Einsatz.

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wurde der Wupper-Express noch planmäßig mit den Baureihen 110 und 112.1 befahren. Im Jahre 2011 war phasenweise auch häufig die Baureihe 145 zu sehen.[2]

Mitte 2012 erhielten die Züge dieser Linie eine neue Inneneinrichtung.[3]

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 werden teilweise modernere Doppelstockwagen eingesetzt, die vorher auf dem Rhein-Münsterland-Express verkehrten. Die Verstärkerzüge, die mit der Baureihe 111 und fünf n-Wagen gebildet wurden, wurden zu diesem Zeitpunkt auf Doppelstockwagen umgestellt.

ZuverlässigkeitBearbeiten

Im Jahr 2015 lag die durchschnittliche Verspätung bei 2,7 Minuten pro Fahrt.[4] Damit hat sich die Verspätung im Vergleich zu 2014 leicht verschlechtert, wo die durchschnittliche Verspätung bei 2,3 Minuten pro Fahrt lag.

Die Quote der Zugausfälle lag 2014 bei sehr hohen 11,5 %. Im Vergleich zu 2013 ist dies eine erhebliche Verschlechterung, wo die Ausfallquote noch unter 2 % lag. Als Mitursache für diesen deutlichen Anstieg wird vom NVR eine Baumaßnahme zwischen Lindern und Erkelenz genannt.[5]

Noch im Jahr 2007 war der Wupper-Express nach dem NRW-Express die Linie mit der höchsten Verspätungsquote. Im Schnitt war jede Fahrt an ihren Endpunkten um 4,18 Minuten verspätet, während es 2006 nur 3,0 Minuten waren. 2007 fielen 3,6 % der Züge aus, 2006 waren es 1,3 %. Im Qualitätsbericht des VRR 2007 wurde dieser deutliche Anstieg zum Teil durch den Orkan ‚Kyrill‘ im Januar 2007 sowie die insgesamt neun Streiktage erklärt.[6]

ZukunftBearbeiten

Der Wupper-Express ist Teil des geplanten Rhein-Ruhr-Express-Netzes, ohne die RRX-Linienkennung zu erhalten. Ab Dezember 2016 soll der Wupper-Express im Zuge des Rhein-Ruhr-Express-Interimsbetriebes weiter durch die DB Regio AG betrieben werden, wonach ab Dezember 2020Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren die Linie von National Express übernommen und mit Neufahrzeugen des Typs Siemens Desiro HC betrieben werden soll, die jedoch nur als Reserve für mögliche Erweiterungen der RRX-Linien dient.[7]

BildergalerieBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wupper-Express – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr A. ö. R.: Qualitätsbericht SPNV Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.
  2. Beispiel einer 145 Richtung Aachen
  3. http://www.moebahn.de/page-doppelstockwagen.html
  4. Pünktlichkeit im SPNV 2015. Zweckverband Nahverkehr Rheinland, abgerufen am 8. April 2016 (PDF).
  5. Qualitätsbericht SPNV 2014. Zweckverband Nahverkehr Rheinland, abgerufen am 1. Oktober 2015.
  6. VRR-Qualitätsbericht 2007, Seite 10
  7. Nahverkehrsplan 2016. Zweckverband Nahverkehr Rheinland, abgerufen am 1. Oktober 2015.