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Maas-Wupper-Express

regionale Bahnlinie für den Nahverkehr in NRW
RE 13 Maas-Wupper-Express
Strecke der Maas-Wupper-Express
Kursbuchstrecke (DB):485 (Venlo–Hagen)
455 (Wuppertal–Hamm)
Streckenlänge:160 km
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Verkehrsunternehmen eurobahn
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Provinz (NL): Limburg
Verlauf
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0 Venlo IC
Grenze
3 Staatsgrenze Niederlande / Deutschland
Bahnhof, Station
5 Kaldenkirchen
Bahnhof, Station
9 Breyell
Bahnhof, Station
13 Boisheim
Bahnhof, Station
17 Dülken
Bahnhof, Station
23 Viersen IC
   
31 Mönchengladbach Hbf ICE, IC, S
   
48 Neuss Hbf ICE, IC, S
   
59 Düsseldorf Hbf ICE, IC, S
   
79 Wuppertal-Vohwinkel S
   
86 Wuppertal Hbf ICE, IC, S
   
89 Wuppertal-Barmen S
   
91 Wuppertal-Oberbarmen S
   
97 Schwelm S
Haltepunkt, Haltestelle
101 Ennepetal (Gevelsberg)
   
112 Hagen Hbf ICE, IC, S
Bahnhof, Station
126 Schwerte (Ruhr)
Bahnhof, Station
135 Holzwickede
   
142 Unna S
Bahnhof, Station
151 Bönen
Kopfbahnhof – Streckenende
160 Hamm (Westf) ICE, IC

Der Maas-Wupper-Express ist eine Regional-Express-Linie in Nordrhein-Westfalen und der niederländischen Provinz Limburg. Sie führt von der niederländischen Grenzstadt Venlo nach Hamm in Westfalen.

ZuglaufBearbeiten

 
Ein Zug des Typs Stadler Flirt als Maas-Wupper-Express

Gemeinsam mit dem Wupper-Express (RE 4) und der S 8 stellt der Maas-Wupper-Express die Ost-West-Verbindung zwischen dem linken Niederrhein und dem östlichen Ruhrgebiet her.

Er befährt dabei die Eisenbahnstrecken Venlo–Viersen, Viersen–Mönchengladbach, Mönchengladbach–Düsseldorf, Düsseldorf–Wuppertal, Wuppertal–Hagen und Hagen–Hamm.

Auf dem normalen Linienweg zwischen Venlo und Hamm muss in Mönchengladbach Hbf ein Fahrtrichtungswechsel stattfinden, dazu kommt bei einigen Zügen das An- und Abkuppeln von Zugteilen, weshalb der Maas-Wupper-Express dort planmäßig acht bis neun Minuten Aufenthalt hat. Der Aufenthalt besteht außerdem zur Anschlusssicherung an den Rhein-Erft-Express (RE 8) in Richtung Köln. Diese Linie fuhr bis Dezember 2002 anstelle des Maas-Wupper-Express zwischen Venlo und Mönchengladbach.

BetriebBearbeiten

 
Frühere Zusammenstellung des RE 13 der Deutschen Bahn in Venlo

Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wird die Linie im Stundentakt von der Eurobahn betrieben, die sich nach einer europaweiten Ausschreibung aus dem Jahr 2007 den Betrieb für eine Laufzeit von 16 Jahren sicherte.[1] Zuvor wurde sie in gleichem Rhythmus von der Deutschen Bahn betrieben.

Der Übergang auf neues Zugmaterial zur Betriebsübernahme durch die Eurobahn gestaltete sich schwierig. Für die Bedienung dieser Linie und des Rhein-Emscher-Expresses wurden über Angel Trains Europa 4 vierteilige und 14 fünfteilige Triebwagen des Typs Stadler FLIRT mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h angemietet.[2]

Das für die Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen in Deutschland zuständige Eisenbahn-Bundesamt hatte diese für 14 fünfteilige FLIRT-Triebwagen aufgrund fehlender Unterlagen zunächst verweigert.[3] Aus diesem Grund hatte die Eurobahn, wie am 11. Dezember 2009 auf ihrer Homepage bekanntgegeben, den Betrieb nur mit einem Notfahrplan aufgenommen.[4] Während die Zulassung für den deutschen Teil der Strecke am 19. Februar 2010, drei Tage nach Einreichen der Unterlagen, erteilt werden konnte,[5] wurde erst am 23. Juli 2010 die Zulassung der vierteiligen Fahrzeuge für den niederländischen Bereich erteilt.[6] Seit dem 25. Juli 2010 fährt die eurobahn die komplette Strecke mit eigenen Fahrzeugen. Bevor die fünfteiligen Fahrzeuge für den niederländischen Bereich zugelassen wurden, war aus Kapazitätsgründen allerdings ein Umsteigen in Mönchengladbach notwendig. Zwischenzeitlich musste auch in Kaldenkirchen und vorher in Mönchengladbach und Hagen umgestiegen werden.

Seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 kann die Strecke durchgehend befahren werden. Auch die 14 fünfteiligen Triebwagen haben mittlerweile die Zulassung für den niederländischen Streckenabschnitt erhalten; ein Umstieg in Mönchengladbach Hbf ist nicht mehr erforderlich.

TriviaBearbeiten

 
Bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 wurden n-Wagen der Deutschen Bahn eingesetzt

Da der Maas-Wupper-Express das östliche Ruhrgebiet, das Bergische Land und die Region um Mönchengladbach mit der grenznahen niederländischen Stadt Venlo verbindet, bietet er eine Möglichkeit für die illegale Einfuhr von Drogen, die in den niederländischen Coffeeshops gekauft wurden. Der Maas-Wupper-Express wird deswegen gelegentlich auch als „Kiffer-Express“ bezeichnet.[7] Aufgrund des häufigen Drogenschmuggels führt der Zoll regelmäßig Kontrollen im Zug durch.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Maas-Wupper-Express – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten