Torgo (russisch Торго; jakutisch Торҕо) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Republik Sacha (Jakutien) in Russland ohne ständige Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Siedlung städtischen Typs
Torgo
Торго (russisch)
Торҕо (jakutisch)
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Sacha (Jakutien)
Ulus Oljokminsk
Gegründet 1976
Siedlung städtischen Typs seit 1977
Bevölkerung 0 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 390 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 41138
Postleitzahl 678135
Kfz-Kennzeichen 14
OKATO 98 241 553
Geographische Lage
Koordinaten 58° 27′ N, 119° 32′ OKoordinaten: 58° 27′ 30″ N, 119° 31′ 30″ O
Torgo (Russland)
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Lage in Russland
Torgo (Republik Sacha)
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Lage in der Republik Sacha‎

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt knapp 700 km Luftlinie südwestlich der Republikhauptstadt Jakutsk auf dem Oljokma-Tschara-Plateau, am linken Ufer des namensgebenden Tokko-Nebenflusses Torgo.

Torgo gehört zum Ulus Oljokminski und befindet sich etwa 220 km südlich von dessen Verwaltungszentrum Oljokminsk. Die Siedlung liegt auf dem Territorium der Landgemeinde (selskoje posselenije) Tjaninski nazionalny nasleg etwa 70 km südlich von deren Verwaltungssitz, dem Dorf Tjanja.

GeschichteBearbeiten

Die Siedlung wurde 1976 am Standort eines geologischen Erkundungsbetriebes gegründet und erhielt bereits 1977 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Der Betrieb erkundete unter anderem das Vorkommen des seltenen Schmuckminerals Charoit (Tscharoit) im etwa 40 km westlich gelegenen Murun-Massiv. Mit der drastischen Kürzung der staatlichen Finanzierung geologischer Erkundung ab Anfang der 1990er-Jahre verließen bis Ende der 2000er-Jahre alle ständigen Einwohner den Ort. Trotzdem besitzt Torgo weiterhin den Status einer Siedlung städtischen Typs (Stand 2013).

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1979 1417
1989 1593
2002 97
2010 0

Anmerkung: Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Torgo ist nur über eine Winterpiste von Oljokminsk über Tokko (bei der Mündung des Tokko in die Tschara) oder per Luft zu erreichen. Der kleine Flugplatz südwestlich des Ortes wurde bereits in den 1990er-Jahren offiziell geschlossen, aber auch später noch irregulär angeflogen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)