Nischni Kuranach

Siedlung städtischen Typs in der Republik Sacha (Jakutien), Russland

Nischni Kuranach (russisch Ни́жний Курана́х; jakutisch Аллараа Кураанах) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Republik Sacha (Jakutien) in Russland mit 5901 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Siedlung städtischen Typs
Nischni Kuranach
Нижний Куранах (russisch)
Аллараа Кураанах (jakutisch)
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Sacha (Jakutien)
Ulus Aldan
Gegründet 1947
Siedlung städtischen Typs seit 1950
Bevölkerung 5901 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 370 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 41145
Postleitzahl 678940
Kfz-Kennzeichen 14
OKATO 98 203 570
Geographische Lage
Koordinaten 58° 49′ N, 125° 32′ OKoordinaten: 58° 49′ 15″ N, 125° 31′ 30″ O
Nischni Kuranach (Russland)
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Lage in Russland
Nischni Kuranach (Republik Sacha)
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Lage in der Republik Sacha‎

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt etwa 425 km Luftlinie südsüdwestlich der Republikhauptstadt Jakutsk im nördlichen Teil des Aldanhochlandes. Er befindet sich am Flüsschen Bolschoi Kuranach (Großer Kuranach), das wenige Kilometer nördlich in den Seligdar mündet; dieser wiederum fließt etwa 25 km nördlich dem Aldan zu.

Nischni Kuranach gehört zum Rajon Aldanski und befindet sich 25 km nordnordöstlich von dessen Verwaltungszentrum, der Stadt Aldan. Die Siedlung ist Sitz der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Possjolok Nischni Kuranach, zu der außerdem die Dörfer Jakokit (20 km nordöstlich) und Werchni Kuranach (7 km südlich) gehören.

GeschichteBearbeiten

Die Siedlung wurde 1947 im Zusammenhang mit der Erschließung von Goldvorkommen entlang der Flussläufe in der Umgebung gegründet. Seit 1950 besitzt Nischni Kuranach den Status einer Siedlung städtischen Typs. Der Ortsname bedeutet Unterer Kuranach in Bezug auf den Fluss, in Abgrenzung zum Dorf Werchni Kuranach, Oberer Kuranach; die Bezeichnung Kuranach selbst ist ewenkischen Ursprungs und steht für „trockene (wasserarme) Quelle“.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1959 4915
1970 6402
1979 6274
1989 8190
2002 7027
2010 5901

Anmerkung: Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Südöstlich wird Nischni Kuranach von der Fernstraße A360 Lena von Newer nach Nischni Bestjach bei Jakutsk umgangen (bisher M56, Nummer noch bis 2017 alternativ in Gebrauch).

Südlich außerhalb der Siedlung befindet sich bei Streckenkilometer 326 (ab Berkakit) auch der Bahnhof Kuranach der Amur-Jakutischen Magistrale (AJaM), die die Transsibirische Eisenbahn und die Baikal-Amur-Magistrale (BAM) mit der jakutischen Hauptstadt verbindet. Die 2013 durchgängig eröffnete Strecke hatte Nischni Kuranach bereits Mitte der 1990er-Jahre erreicht.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)