Dschebariki-Chaja

Siedlung städtischen Typs in der Republik Sacha (Jakutien), Russland

Dschebariki-Chaja (russisch Джебарики-Хая; jakutisch Дьабарыкы Хайа) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Republik Sacha (Jakutien) in Russland mit 1694 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Siedlung städtischen Typs
Dschebariki-Chaja
Джебарики-Хая (russisch)
Дьабарыкы Хайа (jakutisch)
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Sacha (Jakutien)
Ulus Tompo
Gegründet 1941
Siedlung städtischen Typs seit 1974
Bevölkerung 1694 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 170 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 41153
Postleitzahl 678661
Kfz-Kennzeichen 14
OKATO 98 250 552
Geographische Lage
Koordinaten 62° 13′ N, 135° 51′ OKoordinaten: 62° 13′ 15″ N, 135° 51′ 30″ O
Dschebariki-Chaja (Russland)
(62° 13′ 15″ N, 135° 51′ 30″O)
Lage in Russland
Dschebariki-Chaja (Republik Sacha)
(62° 13′ 15″ N, 135° 51′ 30″O)
Lage in der Republik Sacha‎

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt etwa 320 km Luftlinie östlich der Republikhauptstadt Jakutsk am rechten Ufer des bedeutendsten Lena-Nebenflusses Aldan.

Dschebariki-Chaja gehört zum Ulus Tomponski und befindet sich etwa 50 km südlich von dessen Verwaltungszentrum Chandyga. Die Siedlung ist Sitz und einzige Ortschaft der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Possjolok Dschebariki-Chaja.

GeschichteBearbeiten

Die Siedlung wurde 1941 im Zusammenhang mit der beginnenden Erschließung eines Steinkohlevorkommens gegründet. Der Ortsname steht im Jakutischen etwa für „Ziesel­berg“ (von дьабара, auch дьабарааскы für das Langschwanzziesel, Spermophilus undulatus und хайа, Berg). Seit 1974 besitzt Dschebariki-Chaja den Status einer Siedlung städtischen Typs. Ein noch in den 1980er-Jahren existierender Ortsteil[2] am gegenüberliegenden, linken Ufer des Aldan wurde mittlerweile aufgegeben.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1979 3256
1989 3825
2002 2125
2010 1694

Anmerkung: Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Dschebariki-Chaja ist bislang nicht an das feste Straßennetz angeschlossen, sondern in der eisfreien Periode nur per Schiff auf dem Aldan sowie im Winter über eine Eisstraße auf dem Fluss erreichbar. Eine Straße von Chandyga (an der Fernstraße R504 Kolyma Nischni Bestjach – Magadan; bis 2017 alternativ M56) ist seit 2009 in Bau; das größte Bauwerk auf diesem Abschnitt, eine knapp 400 m lange Brücke über die Östliche Chandyga, wurde im September 2011 eröffnet. Die Fortführung der Straße das rechte Aldan-Ufer aufwärts bis Eldikan ist geplant.[3]

Der kleine Flughafen (ICAO-Code UEQD) südöstlich des Ortes wird gegenwärtig regulär nicht angeflogen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Sowjetische Generalstabskarte 1:200.000. Blatt P-53-XV,XVI. Ausgabe 1989
  3. Meldung auf der Website des Verkehrsministeriums der Republik Sacha (russisch)