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Steffen Bilger

deutscher Politiker (CDU), MdB
Steffen Bilger (2017)

Steffen Bilger (* 16. Februar 1979 in Schongau) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Ludwigsburg. Seit 14. März 2018 ist er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Inhaltsverzeichnis

Beruflicher WerdegangBearbeiten

Nach dem Abitur 1998 am Max-Born-Gymnasium Backnang leistete Bilger seinen Zivildienst ab. Danach absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, das er 2004 mit der ersten juristischen Staatsprüfung beendete. Darauf schloss Bilger 2006 ein Rechtsreferendariat am Landgericht Stuttgart mit der zweiten juristischen Staatsprüfung ab[1]. 2007 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen und gründete gemeinsam mit zwei Kollegen eine Rechtsanwaltskanzlei. Von 2007 bis Februar 2018 war er als Rechtsanwalt tätig. Seit 2006 war Bilger zudem in der Strategieabteilung des Mannheimer Energiedienstleistungs-Unternehmens MVV Energie tätig.

ParteiBearbeiten

Schon als Schüler trat Bilger 1996 in die Junge Union[2] ein und wurde auch Mitglied der CDU. Von 1998 bis 1999 fungierte er als Landesvorsitzender der Schüler Union Baden-Württemberg sowie von 1998 bis 2000 als Bundesgeschäftsführer der Schüler-Union Deutschlands. 2006 wurde Bilger zum Landesvorsitzenden der Jungen Union Baden-Württemberg gewählt und in den Jahren 2008, 2009 und 2010 im Amt bestätigt.[3]

Am 1. Oktober 2011 wurde Bilger zum Bezirksvorsitzenden der CDU Nordwürttemberg, dem größten der vier CDU-Bezirke in Baden-Württemberg, gewählt.[4] Er setzte sich dabei deutlich gegen seinen Mitbewerber, den ehemaligen Kunst-Staatssekretär Dietrich Birk, durch.[5] Nach seiner Wahl zum CDU-Bezirksvorsitzenden kandidierte er nicht erneut als Landesvorsitzender der Jungen Union und wurde in diesem Amt am 12. November 2011 vom Mannheimer CDU-Stadtrat Nikolas Löbel abgelöst.[6][7] Von 2014 bis Februar 2018 war Bilger Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

AbgeordneterBearbeiten

 
Steffen Bilger im Plenum des Deutschen Bundestages (2019)

2009 gewann Bilger bei der Bundestagswahl mit 39,9 % der Stimmen das Direktmandat im Wahlkreis 265 Ludwigsburg und wurde Mitglied des Deutschen Bundestages. Im 17. Bundestag war er ordentliches Mitglied[8] im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Mitglied im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung und stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen Gesundheit und Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Außerdem war er ordentliches Mitglied in der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität.

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 errang Steffen Bilger mit 50,4 % erneut das Direktmandat im Wahlkreis 265 Ludwigsburg. Im 18. Bundestag war er ordentliches Mitglied[9] im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung, Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, im Gemeinsamen Ausschuss und dem Eisenbahninfrastrukturbeirat, sowie Vorsitzender des Kuratoriums der Bundeszentrale für politische Bildung. Er war ebenfalls seit 2013 Vorsitzender des MIT-Verkehrsforums und seit dem Jahr 2016 ordentliches Mitglied im Vermittlungsausschuss des Deutschen Bundestages und des Bundesrates[1]. Innerhalb der Arbeitsgruppe Verkehr der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war Bilger unter anderem Berichterstatter für Alternative Antriebe. Er leitete auch den Parlamentskreis Elektromobilität des Deutschen Bundestages. Außerdem war er bis Januar 2018 Vorsitzender der Jungen Gruppe,[10] dem Zusammenschluss aller Unionsabgeordneten unter 35 Jahren.

Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 konnte Steffen Bilger mit 38,3 % erneut das Direktmandat im Wahlkreis 265 Ludwigsburg erringen.

Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und der SPD arbeitete Steffen Bilger in der Arbeitsgruppe „Verkehr, Infrastruktur“ mit. Seit 14. März 2018 ist er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.[11] Im April 2018 wurde er zudem Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik.[12]

PositionenBearbeiten

Der Bezirksverband Bilgers beschloss auf Antrag der Jungen Union und der Mittelstandsvereinigung Anträge zum Bundesparteitag 2018, die darauf zielten, der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Gemeinnützigkeit abzuerkennen und ihr die Möglichkeit der Verbandsklage zu nehmen.[13][14] Die Anträge wurden vom Parteitag angenommen.[15] Nach Bilgers Auskunft gehe es in den Anträgen lediglich darum, dass Vorgehen der Umwelthilfe zu diskutieren. Nichts anderes wollen diese Anträge der CDU Nordwürttemberg.[16]

Das ARD-Magazin Monitor wies in einem Beitrag darauf hin, dass Matthias Wissmann Ehrenvorsitzender des von Bilger geführten Bezirksverbandes ist und große Betriebe der Automobilindustrie vertreten sind.[17][18]

PrivatesBearbeiten

Seit April 2013 ist er mit Isabell Bilger (geb. Siedler) verheiratet. Sie sind Eltern zweier Kinder.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Wahlkreisbüro: Lebenslauf Steffen Bilger. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 27. Juni 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.steffen-bilger.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Junge Union Baden-Württemberg
  3. Heilbronner Stimme: Der Nachwuchs haut auf den Putz
  4. SWR: Bilger führt CDU-Bezirk Nordwürttemberg 1. Oktober 2011
  5. StZ: Bilger ist neuer Bezirkschef 1. Oktober 2011
  6. SWR: Nikolas Löbel neuer JU-Landeschef 12. November 2011
  7. Schwarzwälder Bote: Südwest-JU hat einen neuen Chef 12. November 2011
  8. Mitglieder des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Memento vom 24. Dezember 2011 im Internet Archive)
  9. Steffen Bilger, CDU/CSU (Memento vom 19. September 2016 im Internet Archive)
  10. Junge Gruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (Memento vom 28. September 2009 im Internet Archive)
  11. eigene Homepage Steffen Bilger. Abgerufen am 28. März 2018.
  12. Pressemitteilung 023/2018. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 11. April 2018, abgerufen am 12. April 2018.
  13. Allgemeine Anträge 51. Bezirksparteitag der CDU Nordwürttembergam 13.10.2018in Tauberbischofsheim. (Nicht mehr online verfügbar.) CDU Nordwürttemberg, ehemals im Original; abgerufen am 5. April 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.cdu-nordwuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. Sammlung der Anträge und Empfehlungen der Antragskommission zum 31. Parteitag der CDU Deutschlands. CDU Deutschland, abgerufen am 5. April 2019.
  15. Sonstige Beschlüsse des 31. Parteitags der CDU Deutschlands. CDU Deutschland, abgerufen am 5. April 2019.
  16. Reaktion auf drohende Fahrverbote: CDU will Umwelthilfe von staatlichen Fördermitteln ausschließen. Abgerufen am 10. Dezember 2018.
  17. CDU und Dieselfahrverbote: Der Angriff auf die Umwelthilfe. 6. Dezember 2018, abgerufen am 10. Dezember 2018.
  18. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (Hrsg.): Umwelthilfe wehrt sich: „Die CDU ist die Partei der Autoindustrie“. 21. Januar 2019, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. April 2019]).