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St. Marienkirchen bei Schärding

Gemeinde in Österreich
St. Marienkirchen bei Schärding
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Marienkirchen bei Schärding
St. Marienkirchen bei Schärding (Österreich)
St. Marienkirchen bei Schärding
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 24,91 km²
Koordinaten: 48° 23′ N, 13° 27′ OKoordinaten: 48° 23′ 19″ N, 13° 27′ 2″ O
Höhe: 338 m ü. A.
Einwohner: 1.893 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 76 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4774
Vorwahl: 07711
Gemeindekennziffer: 4 14 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schärdingerstraße 1
4774 St. Marienkirchen bei Schärding
Website: www.st-marienkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Fischer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
6
3
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von St. Marienkirchen bei Schärding im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindezentrum
Gemeindezentrum
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Marienkirchen bei Schärding ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 1893 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

St. Marienkirchen bei Schärding liegt auf 338 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,1 km, von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 24,9 km². 9,2 % der Fläche sind bewaldet, 74,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Das Gemeindegebiet wird im Nordwesten durch den Inn, im Südwesten durch die Antiesen begrenzt.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Andiesen (32) samt Gstötten
  • Bach (61) samt Manazedt
  • Bernedt (20)
  • Bodenhofen (49)
  • Dietraching (31)
  • Dietrichshofen (119) samt Gerau
  • Edenrad (2)
  • Großwiesenhart (92)
  • Grub (14)
  • Hackenbuch (287) samt Lindet und Wintersack
  • Hackledt (30)
  • Holzleithen (25)
  • Hub (6)
  • Kleinwiesenhart (47)
  • Lindenedt (24)
  • Niederham (132) samt Rehwinkl
  • Oberfucking (36)
  • St. Marienkirchen bei Schärding (783)
  • Singern (44)
  • Stocket (28)
  • Unterfucking (20)
  • Wernhartsgrub (11)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dietrichshofen, Hackenbuch, Fucking und St. Marienkirchen.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot eine silberne Spitze, belegt mit einer grünen Fichte und begleitet rechts von einem silbernen, aufgerichteten, linksgewendeten Wolf, links von einem silbernen, aufgerichteten Bären, der eine silberne Hacke in den vorderen Tatzen hält. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß. Der Bär stammt aus dem Familienwappen der Hackledter, der Wolf aus dem Wappen der Bischöfe von Passau.[2]

GeschichteBearbeiten

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bayrisch. Im Jahre 1140 wird er in einer Urkunde aus Kloster Passau-St.Nikola erstmals als sanctimarienchirchen erwähnt, 1160 in einer Urkunde aus Kloster Reichersberg auch als ecclesia sancte marie.[3] Der Ort kam 1779 nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.820 Einwohner, 2001 dann 1.836 Einwohner. Da die negative Wanderungsbilanz auch in der folgenden Dekade durch die positive Geburtenbilanz ausgeglichen werden konnte, stieg die Bevölkerungszahl auf 1.841 Personen im Jahr 2011.[4]

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

 
Erinnerungstafel anlässlich 30 Jahren Gemeindepartnerschaft (St. Marienkirchen)

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 FPÖ und 3 SPÖ.
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 FPÖ und 3 SPÖ.[6]
  • Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 6 FPÖ und 3 SPÖ.[7]

BürgermeisterBearbeiten

  • 1850–1858 Jakob Anetzberger (1821–1879), Landwirt, vulgo Braunsberger in Andiesen
  • 1858–1861 Michael Pflanzl (1820–1909), Landwirt, vulgo Hochegger in St. Marienkirchen
  • 1861–1864 Johann Edtbauer (1817–1896), Landwirt, vulgo Weber in Holzleithen
  • 1864–1867 Josef Gruber
  • 1867–1870 Ferdinand Lippl (1833–1915), Landwirt, vulgo Jaglbauer in Holzleithen
  • 1870–1873 Josef Gruber
  • 1873–1882 Mathias Renoltner (1835–1914), Landwirt, vulgo Renoltner in Dietraching
  • 1882–1894 Mathias Gerhofer (1836–1895), Landwirt, vulgo Maier z'Oberham
  • 1894–1903 Johann Schachinger
  • 1903–1907 Johann Labmayer
  • 1907–1919 Mathias Wimmeder
  • 1919–1920 Lambert Mayer
  • 1920–1924 Jakob Bachmair, Bäckermeister in St. Marienkirchen
  • 1924–1938 Ludwig Siegesleuthner, Landwirt, vulgo Dobler in Dietrichshofen
  • 1938 (kommissarisch): Johann Schachinger (als Ortsgruppenleiter Josef Pointinger)
  • 1938–1945 Franz Daller, NSDAP (als Ortsgruppenleiter bis 1942 Josef Pointinger, bis 1945 Martin Buchinger)
  • 1945–1949 Lambert Hauer (1893–1968), ÖVP, Landwirt, vulgo Niederrader
  • 1949–1954 Josef Wagner (1892–1982), ÖVP, Landwirt, vulgo Bauer auf der Hub
  • 1954–1967 Franz Biereder (1894–1976), ÖVP
  • 1967–1991 Josef Pichler (1930–2014), ÖVP
  • 1991–1997 Franz Bernauer, ÖVP
  • 1997–2001 Felix Hölzl-Seilinger, ÖVP
  • seit 2001 Bernhard Fischer, ÖVP

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BildungBearbeiten

St. Marienkirchen verfügt über die Richard-Billinger-Volksschule sowie eine Neue Mittelschule mit angeschlossener Polytechnischer Schule.[8]

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der Gemeinde:

  • Anton Zauner (1844–1914), Pfarrer in St. Marienkirchen 1873 bis 1914 (Ehrenbürger 1885)
  • Franz Cerny, Kaplan in St. Marienkirchen 1879 bis 1896 (Ehrenbürger 1888)
  • Josef Katzlberger (1851–1924), Volksschuldirektor 1886 bis 1920, Gründer der Musikkapelle 1906 (Ehrenbürger 1922)
  • Franz Schmidhuber (1875–1937), Volksschuldirektor 1920 bis 1935 (Ehrenbürger 1928)
  • Dechant Josef Starzinger (1874–1961), Pfarrer von St. Marienkirchen 1921 bis 1939 (Ehrenbürger 1932)
  • General Mark W. Clark (1896–1984), US-Hochkommissar für Österreich (Ehrenbürger 1946, Mitteilung)
  • Heinrich Gleißner (1893–1984), Landeshauptmann von Oberösterreich (Ehrenbürger 1949)
  • Richard Billinger (1890–1965), Dichter und Schriftsteller (Ehrenbürger 1960, Urkunde)
  • Franz Biereder (1894–1976), Altbürgermeister (Ehrenbürger 1967)
  • Dechant Josef Vösenhuber (1908–1980), Pfarrer von St. Marienkirchen 1939 bis 1980 (Ehrenbürger 1967)
  • Josef Schmid (1918–1998), Gemeindesekretär 1964 bis 1979 und Kapellmeister (Ehrenbürger 1985, Urkunde)
  • Friedrich Gangl (1924–2013), Volksschuldirektor 1974 bis 1984 und Chorleiter (Ehrenbürger 1985)
  • Matthias Hingsamer (1921–2016), vulgo Kapeller in Kleinwiesenhart, Alt-Vizebürgermeister (Ehrenbürger 1986)
  • Josef Pichler (1930–2014), Altbürgermeister (Ehrenbürger 1992, Urkunde)
  • Johann Loidl (* 1941), Pfarrer von St. Marienkirchen 1980 bis 2014 (Ehrenbürger 2006, Urkunde)

Personen mit Beziehung zum Ort:

WeblinksBearbeiten

  Commons: St. Marienkirchen bei Schärding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 15. April 2019.
  3. Christopher R. Seddon, Der Ortsname - Quellenlage und Forschungsproblem, Pfarre St. Marienkirchen 2001 (Kopie im Pfarrarchiv). Der Beleg von 1140 stellt die einzige schriftliche Niederlegung eines auf St. Marienkirchen hinweisenden Namens aus der Frühzeit der urkundlichen Erwähnungen dar, welcher sich vordergründig auf den Ort als geographische Einheit und nicht als Herkunftsbezeichnung eines dort ansässigen oder ansässig gewesenen Urkundenzeugen bezieht.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 15. April 2019.
  5. Gemeinde St. Marienkirchen, Gemeindeamt, Partnergemeinde Stamsried. Abgerufen am 15. April 2019.
  6. Gemeinderatswahl 2009. Website der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding, abgerufen am 21. Oktober 2017.
  7. Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 15. April 2019.
  8. Schule & Bildung. Website der Gemeinde St. Marienkirchen, abgerufen am 3. Mai 2018.
  9. http://www.specula.at/adv/biograph.htm
  10. https://www.boku.ac.at/universitaetsleitung/rektorat/stabsstellen/oeffentlichkeitsarbeit/themen/ehrentraegerinnen/ehrenbuergerinnen/
  11. https://www.land-oberoesterreich.gv.at/75741.htm