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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Stamsried
Stamsried
Deutschlandkarte, Position des Marktes Stamsried hervorgehoben
Koordinaten: 49° 16′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Verwaltungs­gemeinschaft: Stamsried
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 43,43 km2
Einwohner: 2234 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93491
Vorwahl: 09466
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 161
Marktgliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schloßstr. 10
93491 Stamsried
Website: www.stamsried.de
Bürgermeister: Herbert Bauer (CSU)
Lage des Marktes Stamsried im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Stamsried ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern, der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stamsried und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

GeografieBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Stamsried

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Markt Stamsried gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Wetterfeld des Kurfürstentums Bayern. Die Grafen von Holnstein sowie die Freiherren von Trogler besaßen hier eine offene Hofmark. Stamsried besaß mindestens seit 1524 das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten (z. B. Halsgerichtsbarkeit). Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeinde-Edikt von 1818 die Gemeinde.

Auf dem Haidberg bei Stamsried befindet sich die Ruine der 1346 erbauten Burg Kürnberg. Im Ort selbst liegt das Schloss Stamsried.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. April 1949 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Hilpersried eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Diebersried (mit dem am 1. April 1949 eingegliederten Rest der Gemeinde Hilpersried), Friedersried und Hitzelsberg dazu. Am 1. Juli 1972 folgte Großenzenried aus dem aufgelösten Landkreis Neunburg vorm Wald.[3] Gebietsteile von Hansenried (Thanried) kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1832 Einwohner
  • 1970: 1858 Einwohner
  • 1987: 1908 Einwohner
  • 1991: 2061 Einwohner
  • 1995: 2216 Einwohner
  • 2000: 2304 Einwohner
  • 2005: 2278 Einwohner
  • 2010: 2141 Einwohner
  • 2015: 2191 Einwohner

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Im Gemeinderat sitzen 14 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 63,7 % zu folgendem Ergebnis:

  • CSU – Stimmenanteil 67,9 % – 10 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft – Stimmenanteil 32,1 % – 4 Sitze

Bürgermeister ist Herbert Bauer (CSU).

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot unter einem silbernen Zickzackbalken eine goldene Flachsbreche. Das Wappen ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

 
Erinnerungstafel anlässlich 30 Jahre Gemeindepartnerschaft (St. Marienkirchen)

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 637.000 €, davon waren umgerechnet 67.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 134 und im Bereich Handel und Verkehr 34 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 73 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 672. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 128 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2779 ha, davon waren 1697 ha Ackerfläche und 1081 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 90 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 22 Lehrern und 390 Schülern

NaturbadBearbeiten

Vollbiologisches Naturbad und geomantischer Lehrpfad inmitten einer barocken Parkanlage.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Albert Ehrhardt: Chronik des Marktes Stamsried. Vögel-Verlag, Stamsried 2006, ISBN 3-89650-234-4
  • Thomas Ries: Kurzgefasste Geschichte der Pfarrei Stamsried O. Pf., Kaufbeuren 1906

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/193344&attr=OBJ&val=932
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 560.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 645.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stamsried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien