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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Eschlkam
Eschlkam
Deutschlandkarte, Position des Marktes Eschlkam hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 12° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 60,51 km2
Einwohner: 3325 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93458
Vorwahlen: 09948, 09947
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 124
Marktgliederung: 24 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Waldschmidtplatz 2
93458 Eschlkam
Website: www.markt-eschlkam.de
Bürgermeister: Josef Kammermeier (CSU / FW)
Lage des Marktes Eschlkam im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Eschlkam ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Eschlkam liegt am Fluss Chamb im Bayerischen Wald. Das Gemeindegebiet grenzt im Westen an die Stadt Furth im Wald, im Süden an die Gemeinde Rimbach und im Südosten an den Markt Neukirchen beim Heiligen Blut (alle Landkreis Cham). Im Norden grenzt Eschlkam an die tschechische Minderstadt Všeruby.

GemeindegliederungBearbeiten

Eschlkam hat 24 Gemeindeteile[2]:

Es existieren die Gemarkungen Eschlkam, Großaign, Kleinaign, Schwarzenberg, Stachesried und Warzenried. Letztere Gemarkung wird seit Auflösung der Gemeinde Warzenried mit der südlicheren Nachbargemeinde Neukirchen b. Hl. Blut geteilt.

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eschlkam im Jahr 1228. Die Siedlung war der befestigte Mittelpunkt des Winkels hinter dem Hohen Bogen.

Die Markgrafen von Cham errichteten eine Wehranlage und gründeten einen Markt, der regen Handel mit Böhmen betrieb.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde Eschlkam mehrmals zerstört. Nicht verschont blieb Eschlkam von Hussiteneinfällen in der Zeit von 1420 bis 1434 und vom Schwedenkrieg im März 1634. Die Schweden legten unter anderem das Pflegerschloss in Schutt und Asche, das dann auch nicht mehr aufgebaut wurde. Von der Kirchenburg Eschlkam sind nur noch Reste vorhanden. Erhalten ist aber noch das Hofmarkschloss in Stachesried, das aus dem 17. Jahrhundert stammt.

Die Grenze zwischen Bayern und Böhmen bestimmt wesentlich die Geschichte von Eschlkam. Am 1. Juli 1990 wurde der Grenzübergang Eschlkam-Všeruby wieder eröffnet. Seit dem Fall des Eisernen Vorhanges ist Eschlkam sehr um nachbarschaftliche Kontakte zu den Gemeinden jenseits des Grenzbaums bemüht.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schwarzenberg eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kamen Großaign und Stachesried sowie ein Teil der ehemaligen Gemeinde Warzenried hinzu.[4]

PolitikBearbeiten

MarktgemeinderatBearbeiten

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 wurde der Marktgemeinderat neu gewählt. Die Wahl führte bei einer Wahlbeteiligung von 65,5 % zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU/Freie Wählergemeinschaft 19,0 % 3
Wählergemeinschaft Grenzlandliste 20,7 % 4
Wählergemeinschaft Schwarzenberg 11,7 % 2
Fortschrittliche Bürgervertretung 12,0 % 2
Freie Bürgerinnen und Bürger Warzenried 17,6 % 3
Parteifreie Wählerschaft 10,2 % 1
Freie Wähler Eschlkam – alles für die Heimat 8,7 % 1

BürgermeisterBearbeiten

Seit Mai 2002 ist Josef Kammermeier der Bürgermeister.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Rot ein goldener Kamm mit vier Zähnen. Das Wappen ist seit 1514 bekannt.

PartnerschaftenBearbeiten

  • Eschlkam schloss nach der Grenzöffnung 1994 Partnerschaften mit seinen tschechischen Nachbargemeinden Kdyně und Všeruby.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

SchulenBearbeiten

 
Waldschmidtschule in Eschlkam
  • Waldschmidtschule Eschlkam (Grundschule)

BüchereiBearbeiten

Der Markt hat zwei Gemeindebüchereien, in Eschlkam und Warzenried, wobei die Gemeindebücherei Eschlkam unter kirchlicher Trägerschaft die älteste Volksbücherei in Niederbayern und der Oberpfalz ist. Diese wurde 1888 von Maximilian Schmidt gegründet. Die Bücherei mit einem Bestand von ca. 6000 Medien verfügt über ein EDV-gestütztes Ausleihsystem. Da sie ehrenamtlich betrieben wird, fließt jeder Euro in die Anschaffung von Medien.

BadeweiherBearbeiten

Zwei Naturbadeweiher (Großaign und Stachesried) stehen zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kunstwanderweg „Grenzbegegnungen – Wege zwischen Ost und West“ auf dem Höhenzug „Leminger Höhe“ südöstlich von Eschlkam
 
Jakobsmuschel als Symbol der Pilger

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

In Eschlkam geborene PersönlichkeitenBearbeiten

Folgende Personen wurden in Eschlkam bzw. im heutigen Gemeindegebiet von Eschlkam geboren:

Literatur und LiterarischesBearbeiten

  • Walter Richter: Der Waldschmidt-Preis 1984–1994, Löhne 1995 (über den vom Waldschmidt-Verein Eschlkam e. V. verliehenen Preis)
  • Friedl Thorward: Die Müllerbuben von Eschlkam (Roman), 2008, ISBN 3-86512-018-0
  • Josef Pongratz: Eschlkam Ein Heimatbuch, Herausgegeben von der Marktgemeinde Eschlkam (1973)
  • Werner Perlinger: Eschlkam in alter Zeit: Von den Anfängen bis zur Moderne, Herausgegeben von der Marktgemeinde Eschlkam (2010)
  • Ludwig Baumann, Winfried Baumann, Reinhold Bucher, Birgit Fischer, Josef Kammermeier, Gerhard Lamecker, Stefan Neumeyer, Werner Perlinger, Werner Richter, Xaver Riederer, Max Riedl, Alois Schreiner, Marianne Späth, Franz Traurig, Max Utz, Vorstandschaften der Vereine, Siegi Wild: Eschlkam in neuer Zeit: Vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart, Herausgegeben von der Marktgemeinde Eschlkam (2011)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Eschlkam in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. November 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 499.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643 und 644.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik
  6. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  7. Drachensee-Aussichtsturm in Kleinaign (Memento des Originals vom 31. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/waldmuenchen.hohenbogenwinkel.de auf waldmuenchen.hohenbogenwinkel.de

WeblinksBearbeiten

  Commons: Eschlkam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien