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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Lam
Lam
Deutschlandkarte, Position des Marktes Lam hervorgehoben
Koordinaten: 49° 12′ N, 13° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 622 m ü. NHN
Fläche: 33,39 km2
Einwohner: 2612 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93462
Vorwahl: 09943
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 138
Marktgliederung: 28 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schulweg 4
93462 Lam
Website: www.markt-lam.de
Bürgermeister: Paul Roßberger jun. (CSU / BWV)
Lage des Marktes Lam im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Lam ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Der Markt Lam liegt in der Nähe zur tschechischen Grenze im Bayerischen Wald im engen Tal des Lamer Winkels zusammen mit den Gemeinden Arrach und Lohberg. Das Tal wird begrenzt von den Bergen Arber, Osser, Kaitersberg und Hoher Bogen. Durch den Lamer Winkel fließt der Weiße Regen, der aus dem Kleinen Arbersee am Fuße des Großen Arbers entspringt.

Panorama von Lam mit dem Großen Arber links im Hintergrund

GemeindegliederungBearbeiten

Lam hat 28 Ortsteile[2]:

Im Markt Lam gibt es die Gemarkungen Lam und Engelshütt.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Der Marktplatz von Lam

Von der Gründung im 13. Jahrhundert bis zum 21. JahrhundertBearbeiten

Der Ort wurde erstmals am 29. Mai 1279 in einer Urkunde von Bischof Heinrich von Regensburg erwähnt. Die ersten Siedler, die den Urwald am Fuße des Ossers urbar machten, stammten aus St. Ulrich am Pillersee in Tirol. Diese hatten das Land zwischen Osser, Arber und Zwercheck vom Kloster Rott am Inn als Neubruchzehnten geschenkt bekommen. Bis 1679 übte das Kloster die Grundherrschaft aus.
Siehe auch: Burgstall Großer Osser

Ab 1463 setzte in der nächsten Umgebung von Lam ein reger Silber-, später auch Kupfererzbergbau ein. 1522 erhob Herzog Wilhelm IV. Lam ebenso wie Bodenmais zur gefreiten Bergstadt. 1732 wurde das Bergwerk wegen technischer Schwierigkeiten geschlossen. Im Jahr 1961 wurde Lam verwaltungstechnisch ein Markt.

Seit dem 12. Januar 1998 wird die Fürstenzeche als Besucherbergwerk sowie Heil- und Therapiestollen betrieben.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Engelshütt in den Markt Lam eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Der Marktgemeinderat hat 14 Mitglieder und einen hauptamtlichen Bürgermeister.

  • CSU/Bürgerliche Wählervereinigung (CSU/BWV): 30,53 %, 4 Sitze
  • Unabhängige Frauenbewegung (UFB): 35,88 %, 5 Sitze
  • Freie Wähler – Lam hat Zukunft: 18,57 %, 3 Sitze
  • Freie Wähler – Umland: 15,02 %, 2 Sitze

Bei der Sitzverteilung wurden die Wählergruppen CSU/BWV verbunden mit FW-Lam hat Zukunft berücksichtigt.

Erster Bürgermeister ist Paul Roßberger jun. (CSU/BWV). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 55,6 % der gültigen Stimmen gewählt.

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 betrug 66,93 %.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)[4]

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot auf einem mit silbernem Wellenbalken belegten grünen Dreiberg eine zweitürmige Kirche in Vorderansicht; dahinter schräg gekreuzt ein goldener Spaten und ein goldener Schlägel.

Die Kirche symbolisiert das Benediktinerkloster Rott am Inn, das früher die Grundherrschaft ausübte, der Spaten steht für die Rodung im 13. Jahrhundert und der Schlägel für den ehemaligen Silbererzbergbau.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Ulrich

BauwerkeBearbeiten

  • Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich wurde nach dem großen Ortsbrand von 1699 unter Einbeziehung des gotischen Turmes bis 1765 wieder aufgebaut. Die reichhaltige barocke Ausstattung aus der Zeit um 1750 erhielt im 20. Jahrhundert Ergänzungen. In der Friedhofsmauer befinden sich Nischengräber mit Heiligenstatuen. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche renoviert, dabei wurde u. a. die doppelstöckige Orgelempore durch eine einfache ersetzt.
  • Historisches Silber- und Flussspatbergwerk Fürstenzeche
  • Märchen- und Gespensterschloss in Lambach
  • Die Wallfahrtskapelle Maria Hilf über dem Ortsteil Himmelreich liegt auf dem Höhenzug, der über den Sattel zum Osser führt. Sie wurde 1752 erbaut und 1851 im neuromanischen Stil umgestaltet. 1907 erhielt sie einen steinernen Vorbau.

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

  • Der Kurpark liegt etwas versteckt: Am oberen Ende des Marktplatzes rechts ab durch die Kinogasse und am Großparkplatz vorbei gelangt man dorthin. Er ist inzwischen Teil des neuen Rundwanderwegs „Der Sagen-hafte Weg“.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Straßen- und EisenbahnverkehrBearbeiten

Die Hauptverkehrsadern in Lam sind die Staatsstraßen St2138 und St2154.

Lam ist Endbahnhof der Bahnstrecke aus Cham. Es verkehren Dieseltriebzüge des Typs Regio-Shuttle, die von der Regentalbahn betrieben werden.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Größter Arbeitgeber ist die Simba-Dickie-Group, die Holzspielwaren unter dem Namen HEROS herstellt; zukünftig wird Heros unter der Traditionsmarke Eichhorn geführt. Weitere Arbeitsplätze bietet die Zollner Elektronik AG aus Zandt in ihrer Betriebsstätte Lam (Werk 3). Hauptwirtschaftszweig in dem staatlich anerkannten Luftkurort Lam ist der Tourismus.

TourismusBearbeiten

Es gibt neben mehreren Hotels viele kleine Pensionen und Ferienwohnungen. Außerdem ist im außerhalb gelegenen Ortsteil Lambach ein Kolpinghaus bzw. eine Familienferienstätte, das Familienhotel Lambach. Ebenso findet man in Lam einen Campingplatz.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Tourist-Information
  • Osserbad
  • Kurpark
  • Pfarr- und Gemeindebücherei Lam: Die Gemeindebücherei Lam gehört zu den erfolgreichsten und ältesten öffentlichen Büchereien in Ostbayern. Sie wird seit vielen Jahren gemeinsam von der Kath. Pfarrkirchenstiftung und dem Markt getragen und vom Sankt Michaelsbund, Landesverband Bayern e. V., fachlich betreut. Im Jahr 2005 verzeichnete die Bücherei bei einem Bestand von über 10.000 Büchern und anderen Medien fast 22.000 Entleihungen. Mehr als 20 % der Lamer und Bürger gehören zu den regelmäßigen Benutzern, die 2005 ihre Bücherei etwa 8000 Mal besuchten. Damit ist die Gemeindebücherei Lam, die im Rathaus untergebracht ist, die erfolgreichste kulturelle Einrichtung des Ortes.

BildungBearbeiten

SportBearbeiten

Bereits 1923 wurde im Ort die SpVgg Lam gegründet. Aktuell besteht der Verein aus den Abteilungen Fußball, Ski Alpin und Ski Nordisch. Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt etwa 610.

Die erste Mannschaft der Sparte Fußball spielte 2013 in der Landesliga Mitte. Die Heimspiele werden am ortsansässigen Schulsportplatz an der Ginglmühler Straße ausgetragen.

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online (BLO) mit Details zur Ortsgliederung
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643.
  4. Gemeinderatswahl 2014 am 16. März 2014. (65 kB) Abgerufen am 16. August 2010.
  5. Eintrag zum Wappen von Lam in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte