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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grafenwiesen
Grafenwiesen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grafenwiesen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 12′ N, 12° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 439 m ü. NHN
Fläche: 10,2 km2
Einwohner: 1519 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93479
Vorwahl: 09941
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 130
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 6
93479 Grafenwiesen
Website: www.grafenwiesen.de
Bürgermeister: Josef Dachs
Lage der Gemeinde Grafenwiesen im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Rathaus mit Dorflinde
Die Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit
Wallfahrtskirche in Schönbuchen

Grafenwiesen ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Der Ort liegt nördlich von Bad Kötzting zwischen Kaitersberg und Hohem Bogen. Unmittelbar am Ort fließt der Weiße Regen vorbei.

GemeindegliederungBearbeiten

Grafenwiesen hat elf Ortsteile[2]:

Auf Gemeindegebiet existieren drei Gemarkungen: Grafenwiesen, Voggendorf und Rimbach, letztere Gemarkung wird mit der Gemeinde Rimbach geteilt.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Grafenwiesen wurde urkundlich 1177 erstmals erwähnt. Im Jahre 1217 wurde ein Seyfried de Kravewissen erwähnt. Die Grafenwiesen waren Ministerialen der Grafen von Bogen und der Markgrafen von Cham. Ihre Nachfolge traten 1402 die Hohenwarther an. Die Hofmark Grafenwiesen war Lehen des Klosters Rott am Inn. Vom 16. bis ins 18. Jahrhundert erwarben sie verschiedene Adelsgeschlechter durch Erbschaft oder Kauf.

Das vierflügelige Schloss Grafenwiesen, das auf einen mittelalterlichen Bau zurückgeht, stammt im Wesentlichen aus der Zeit von 1612 bis 1620. Im Jahre 1712 kaufte das Kloster Rott am Inn Gut und Hofmark zurück, in dessen Händen Grafenwiesen bis zur Säkularisation in Bayern 1803 blieb.

Im Jahre 1818 wurde Grafenwiesen eine landgerichtsunmittelbare Gemeinde des Landgerichts Kötzting.

19. bis 21. JahrhundertBearbeiten

Am 14. Oktober 1923 erfolgte die Einweihung der heutigen Pfarrkirche. Bis 1959 war im Schloss auch eine Brauerei ansässig. Die 1612 errichtete Schlosskapelle diente bis zum Bau der neuen Pfarrkirche 1923 als Gotteshaus. 1892 erfolgte der Bau der Eisenbahnstrecke Kötzting – Lam, sowie der Staatsstraße St2140. Von 1803 bis 1918 gehörte Grafenwiesen zur Pfarrei Kötzting. 1923 wurde die heutige Pfarrkirche eingeweiht.

Im Jahre 1982 wurde Grafenwiesen staatlich anerkannter Erholungsort. Die Fertigstellung des Kurparks konnte 2005 begangen werden.

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Im Jahr 1978 schlossen sich die Gemeinden Grafenwiesen und Rimbach (und auch Hohenwarth bis 1980) zur Verwaltungsgemeinschaft Grafenwiesen zusammen, die 1994 wieder aufgelöst wurde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Voggendorf eingegliedert.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein silberner Schrägbalken, darin drei blaue Fische; oben zwei sechsstrahlige goldene Sterne, unten ein springender silberner Hirsch.“ Wappen seit 1978.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Das 2008 eröffnete Deutsche Zündholzmuseum informiert über die Geschichte der Zündholzfabrikation. Außerdem zeigt es Ausschnitte einer umfangreichen Spezialsammlung von Zündholz-Behältnissen und Zündholz-Etiketten.
  • Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Freiwildgehege im Ortsteil Voggendorf.
  • Im Hof des 1612 bis 1660 neu erbauten ehemaligen Schlosses steht eine Kapelle von 1612.
  • Die neubarocke Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit von 1923 besitzt eine Rokokoausstattung aus der ehemaligen Schlosskapelle.
  • Greifvogelpark Grafenwiesen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Grafenwiesen hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Cham–Lam. Hier verkehren Züge der Oberpfalzbahn. Zudem verläuft durch Grafenwiesen die Staatsstraße 2140.

BildungBearbeiten

  • Montessorischule Grafenwiesen
  • Kindergarten Grafenwiesen

LiteraturBearbeiten

  • Hedy Häring, Zenta Pletl: Gravenwiesen. Man erinnert sich… Ein Stück Vergangenheit aus der Pfarrchronik. Grafenwiesen 1991.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Grafenwiesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien