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Marktgemeinde
St. Florian am Inn
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Florian am Inn
St. Florian am Inn (Österreich)
St. Florian am Inn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 24,16 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 13° 26′ OKoordinaten: 48° 26′ 26″ N, 13° 26′ 28″ O
Höhe: 321 m ü. A.
Einwohner: 3.183 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 132 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4782
Vorwahl: 07712, 07719
Gemeindekennziffer: 4 14 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Florian 11
4782 St. Florian am Inn
Website: www.st-florian-inn.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Brait (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
10
8
6
1
10 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von St. Florian am Inn im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde St. Florian am Inn im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Die Kirche von St. Florian am Inn
Die Kirche von St. Florian am Inn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Florian am Inn ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 3183 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

GeografieBearbeiten

St. Florian am Inn liegt auf 321 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,3 km, von West nach Ost 5,3 km.[1] Die Gesamtfläche beträgt 24,1 km². 19,1 % der Fläche sind bewaldet, 63,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Im Gemeindegebiet liegt das Inn-Kraftwerk Schärding-Neuhaus der ÖBK, das im Oktober 1961 nach 3-jähriger Bauzeit in Betrieb ging.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 24 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[2]):

  • Aigerding (85)
  • Allerding (87)
  • Badhöring (175)
  • Bubing (542)
  • Buch (13)
  • Edt (72)
  • Etzelsdorf (14)
  • Gopperding (120)
  • Grub (20)
  • Haid (183)
  • Kalchgrub (11)
  • Oberhofen (12)
  • Oberteufenbach (55)
  • Otterbach (28)
  • Pramerdorf (309)
  • Pramhof (262) samt Hochreiter und Weinberg
  • Rahaberg (4)
  • Rainding (77)
  • Samberg (15)
  • St. Florian am Inn (417)
  • Steinbach (47)
  • Stocket (292)
  • Unterteufenbach (262) samt Au
  • Vielsassing (81)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Otterbach, Pramhof, St. Florian am Inn und Unterteufenbach.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung St. Florians erfolgte um 1150 (Urkundenbuch des Landes ob der Enns, S. 508, Nr. 4) und betrifft die Kirche und einen dazugehörigen Maierhof (heute Frankenberger). Zur Zeit der frühen Kirchenorganisation im Mittelalter gehörte der Ort zur Urpfarre St. Weihflorian. Diese bestand, ebenso wie die Pfarre Münzkirchen, aus Gebieten, die ursprünglich zur Pfarre St. Severin in der Passauer Innstadt gehört hatten.[3] Als eine eigenständige Pfarre wurde St. Weihflorian erstmals 1182 bezeichnet, als sie dem Passauer „Innbruckamt“ inkorporiert wurde,[4] welches dem St. Ägidien-Spital in der Innstadt unterstand.[5] Der Sprengel der Pfarre St. Weihflorian war sehr ausgedehnt: Er lag zwischen dem Wirkungsbereich der Urpfarre St. Severin sowie dem der Urpfarre Münsteuer und umfasste das Gebiet der heutigen Pfarren Brunnenthal, Schärding, St. Florian am Inn, Suben, St. Marienkirchen und Eggerding,[6] dazu außerdem Anteile der heutigen Pfarren Taufkirchen, Lambrechten und Rainbach.[7]

In der Ortschaft Teufenbach (heute verwaltungsmäßig geteilt in Ober- und Unterteufenbach) befand sich ein Wasserschloss, das 1721 auch von Michael Wening in einem Kupferstich abgebildet wurde. Reste davon sind erhalten. Die Grablege der Schlossbesitzer von Teufenbach befindet sich in der Pfarrkirche von St. Florian. Aus der ältesten Besitzerfamilie dieses Schlosses stammte Ortholf von Teufenbach, er war 1326 bis 1329 und 1335 bis 1346 Propst von Stift Reichersberg. Bis 1779 war St. Florian unter bayerischer Landeshoheit und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege ab 1810 bayerisch, gehört es seit 1816 zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

In den Ortschaften Allerding und Gopperding betrieb die Kapsreiter-Gruppe aus Schärding große Steinbrüche, die später von der Schärdinger Granit AG übernommen wurden. Die OÖ Landesregierung hat mit Beschluss von 19. Juni 2006 die Gemeinde zum Markt erhoben.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.717 Einwohner, 2001 dann 2.990 Einwohner. Dieses starke Wachstum war möglich, da sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv waren. Von 2001 bis 2011 gab es eine leichte Abwanderung, wegen der hohen Geburtenbilanz stieg die Bevölkerungszahl auf 3.089 Personen.[8]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

  • Der Großhändler Weyland GmbH hat seinen Firmensitz in St. Florian am Inn.

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist Bernhard Brait von der ÖVP. Bei der Gemeinderatswahl 2015 erreichte die ÖVP 10, die FPÖ 8, die SPÖ 6 und die NEOS 1 Mandat(e).[9]

WappenBearbeiten

Blasonierung: Von Grün und Rot durch drei Wellenleisten, die äußeren silbern, die mittlere rot, erniedrigt geteilt; oben ein silberner Mühlstein mit einem goldenen, anstoßenden Endrautenkreuz in der grünen, quadratischen und auf der Spitze stehenden Höhlung. Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot.[10]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Ludwig Schlager (1828–1885), österreichischer Psychiater
  • Ferdinand Frankenberger (1886–1956), Bürgermeister, Landtags- und Nationalratsmitglied
  • Matthias Duscher (1891–1967), Bürgermeister, Landtags- und Nationalratsmitglied
  • Hans Kinzl (1898–1979), Geograph und Hochgebirgsforscher
  • Pater Emmerich Doninger (1914–1964), Ordenspriester, Pädagoge, Künstler
  • Rudolf Wegschaider (1927–2012), Bürgermeister (1975–1994), Ehrenbürger und Träger des Goldenen Ehrenringes
  • Johann Brait (* 1937), Politiker (ÖVP), ehemaliger Landtagsabgeordneter

WeblinksBearbeiten

  Commons: St. Florian am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde St. Florian am Inn.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. Johann Ev. Lamprecht: Beschreibung der k.k. landesfürstl. Gränzstadt Schärding am Inn und ihrer Umgebungen. Wels 1860 (online), S. 276.
  4. Johann Ev. Lamprecht: Beschreibung der k.k. landesfürstl. Gränzstadt Schärding am Inn und ihrer Umgebungen. Wels 1860 (online), S. 275.
  5. Hugo Lerch: Der Streit des Passauer Domherrn und Innbruckmeisters Johann von Malenthein mit dem Passauer Domkapitel 1544–1549. In: Ostbairische Grenzmarken 6 (1962/1963), S. 249–261, hier S. 250–251.
  6. Theodor Ebner, Die Antiesenmündung, in: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins 148 (2003), S. 257–284 (online), hier S. 279.
  7. Johann Ev. Lamprecht: Beschreibung der k.k. landesfürstl. Gränzstadt Schärding am Inn und ihrer Umgebungen. Wels 1860 (online), S. 276.
  8. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde St. Florian am Inn, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 15. April 2019.
  9. Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 15. April 2019.
  10. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 15. April 2019.