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Raab (Oberösterreich)

Marktgemeinde in Oberösterreich
Marktgemeinde
Raab
Wappen Österreichkarte
Wappen von Raab
Raab (Oberösterreich) (Österreich)
Raab (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 22,48 km²
Koordinaten: 48° 21′ N, 13° 39′ OKoordinaten: 48° 21′ 0″ N, 13° 39′ 0″ O
Höhe: 381 m ü. A.
Einwohner: 2.276 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 101 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4760
Vorwahl: 07762
Gemeindekennziffer: 4 14 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 7
4760 Raab
Website: www.raab.eu
Politik
Bürgermeister: Josef Heinzl (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
11
9
3
2
11 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Raab im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde Raab (Oberösterreich) im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Raab ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2276 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Raab liegt auf 381 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,9 km, von West nach Ost 5 km. Die Gesamtfläche beträgt 22,5 km². 15,6 % der Fläche sind bewaldet, 72 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 16 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2018[1]):

  • Bründl (125) samt Steinbruck
  • Brünning (120)
  • Einburg (32)
  • Gautzham (72)
  • Großprambach (53) samt Lehen und Ratzenberg
  • Kleinpireth (52) samt Spreitzen und Ursprung
  • Krennhof (62) samt Kleinprambach und Krennhof-Siedlung
  • Niederham (54) samt Billingsedt
  • Oberspitzling (20) samt Weipoltsham
  • Pausing (50)
  • Raab (1429)
  • Rackersedt (21)
  • Riedlhof (72) samt Hueb, Rotes Kreuz und Wetzlbach
  • Thal (17)
  • Ungering (37)
  • Weeg (54)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Niederham, Riedlhof, Raab, Gautzham und Oberspitzling.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Silber auf grünem Dreiberg ein Rabe.

Das Wappen wurde Raab 1813 durch König Max Joseph von Bayern zugleich mit der Markterhebung verliehen und 1830 von Kaiser Franz I. bestätigt. Als redendes Wappen symbolisiert der Rabe in volksetymologischer Auslegung den Ortsnamen.[2]

GeschichteBearbeiten

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bayrisch, er wird erstmals 955 urkundlich erwähnt. Die Pfarrkirche ist dem Hl. Michael geweiht und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Ort selbst war Sitz einer Hofmark, dessen Besitzer seit 1150 die Edlen von Rurippe-Reurippe, dann die Herren von Waldeck, die Herren von Messenpeck, die Bischöfe von Chiemsee, die Freiherrn von Neuhaus, die Grafen von Tattenbach, die Herren von Wesen, die Herren von Aichberg und später Johann (Hans) Veit Graf von Maxlrain, das Stift Reichersberg und bis 1849 schließlich die Grafen Arco-Valley waren. Raab kam 1779 nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz königlich bayrisch, wurde der Ort am 8. Juni 1813 durch König Max Josef von Bayern zum Markt erhoben. Raab gehört seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Raab, nach dessen Auflösung wurde sie dem Gerichtsbezirk Schärding zugewiesen.

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat der Marktgemeinde hat insgesamt 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen 2015 ergab sich folgende Mandatsverteilung: 11 FPÖ, 9 ÖVP, 3 GRÜNE und 2 SPÖ.

Bürgermeister
  • seit 2015 Josef Heinzl (FPÖ)[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.208 Einwohner, 2001 dann 2.271 Einwohner. Von 2001 bis 2011 war die Geburtenbilanz +71 und die Wanderungsbilanz –72, sodass die Bevölkerungszahl auf 2.270 zurückging. Sie blieb bis 2018 konstant.[4]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kellergröppe Raab: Einmalig für Oberösterreich ist eine Kellergasse, ein Hohlweg mit 26 Erdkellern.
  • Schloss Raab
  • Katholische Pfarrkirche Raab hl. Michael
  • Wallfahrtskirche Maria Schnee in Bründl
  • Burg Einburg
  • In der Rothuberhalle Raab fand jährlich das dreitägige Inntöne Jazzfestival statt.[5] Seit 2002 findet es auf Paul Zauners Bauernhof statt, sofern das Wetter zu Pfingsten eine Freiluftveranstaltung erlaubt.[6]
  • Am Campingplatz Raab findet alljährlich bei jeder Witterung die große Sonnwendfeier statt. Es wird immer der 3. Freitag im Juni (Sonnenwende 21. Juni) gewählt. Neben dem Feuer und dem Bratwürstelessen treten auch Musikgruppen auf, für Kinder gibt es Spiele auf der großen Campingwiese.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter
Personen mit Bezug zu Raab
  • Hermann Peham (* 1944), Wirtschaftskammersekretär und Bürgermeister von Perg (1985 bis 2007)[9]
  • Andreas Sagmeister (* 1966), Bildhauer und Leiter der Atelier-Galerie Kunststück in Reichersberg[10]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Raab (Oberösterreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (CSV)
  2. Land Oberösterreich: Wappen der Gemeinde Raab
  3. Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 13. April 2019.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Raab, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 13. April 2019.
  5. Erste Jahre des INNtöne Jazzfestivals (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.inntoene.com
  6. Pressespiegel der ersten Festivaljahre (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.inntoene.com
  7. Linz - Die Bürgermeister
  8. Wolfgang Stöffelmayr, in: Webpräsenz von Regiowiki.at
  9. Hermann Peham, in: Webpräsenz von Regiowiki.at
  10. Andreas Sagmeister, in: Webpräsenz von Regiowiki.at