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Antiesenhofen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Antiesenhofen
Antiesenhofen (Österreich)
Antiesenhofen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 8,6 km²
Koordinaten: 48° 21′ N, 13° 24′ OKoordinaten: 48° 20′ 33″ N, 13° 23′ 52″ O
Höhe: 346 m ü. A.
Einwohner: 1.092 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 4980
Vorwahl: 07759
Gemeindekennziffer: 4 12 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ortsplatz 1
4980 Antiesenhofen
Website: www.antiesenhofen.at
Politik
Bürgermeisterin: Ingeborg Huber (MUT)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
5
4
2
2
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Antiesenhofen im Bezirk Ried im Innkreis
AndrichsfurtAntiesenhofenAurolzmünsterEberschwangEitzingGeiersberg (Oberösterreich)GeinbergGurtenHohenzellKirchdorf am InnKirchheim im InnkreisLambrechtenLohnsburg am KobernaußerwaldMehrnbachMettmachMörschwangMühlheim am InnNeuhofen im InnkreisObernberg am InnOrt im InnkreisPattighamPeterskirchenPrametReichersbergRied im InnkreisSchildornSenftenbachSt. Georgen bei Obernberg am InnSt. Marienkirchen am HausruckSt. Martin im InnkreisTaiskirchen im InnkreisTumeltshamUtzenaichWaldzellWeilbachWippenhamOberösterreichLage der Gemeinde Antiesenhofen im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Antiesenhofen ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1092 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

GeografieBearbeiten

Antiesenhofen liegt auf 346 m Höhe im Innviertel – der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 440 m Seehöhe. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,3 km, von West nach Ost 3,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 8,6 km². 11,6 % der Fläche sind bewaldet, 65,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[1]

Durch den Ort fließt auch die namensgebende Antiesen. Deren Mündung befand sich ursprünglich etwa zwei Kilometer weiter nordöstlich auf dem Gebiet der Gemeinde St. Marienkirchen bei Schärding. Die heutige Antiesenmündung entstand im Jahre 1612, als der Fluss innaufwärts einen Mergel-Riegel durchbrach und so seinen Lauf verkürzte. Mit der Geschichte der Antiesenmündung und der vorchristlichen Besiedelung in der Gegend befasst sich ein Aufsatz von Theodor Ebner (1876–1946), der 2003 neu veröffentlicht wurde.[2]

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[3]):

  • Antiesenhofen (997) samt Antiesenberg
  • Mitterding (41)
  • Ungerding (11)
  • Viehausen (43)

NachbargemeindenBearbeiten

Bad Füssing
(DE, Bayern)
Pocking
(DE, Bayern)
St. Marienkirchen bei Schärding
(Bezirk Schärding)
  Eggerding
(Bezirk Schärding)
Reichersberg Ort im Innkreis

GeschichteBearbeiten

 
Epitaph der Hackledter in der Pfarrkirche

Antiesenhofen gehört neben dem benachbarten Münsteuer zu den ältesten Pfarrorten des Innviertels, in den Nachbarorten gab es aber auch schon zur Römerzeit Besiedelungen.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Als die Gegend im Spanischen Erbfolgekrieg durch die Habsburger besetzt wurde, gehörte Antiesenhofen zur nur 1711 bis 1714 bestehenden Grafschaft Ried des Fürsten Trautson. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört es seit 1816 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Die Grablege der Besitzer von Schloss Maasbach befindet sich in der Pfarrkirche von Antiesenhofen, wo die Schlossherren bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bestattet wurden. Die ehemalige Maasbacher-Grabkapelle wurde inzwischen mit Sitzbänken versehen und in den Chor der Kirche integriert.

WappenBearbeiten

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

„In Blau aus einem goldenen Dreiberg wachsend ein silberner, rot bezungter Rüde mit rotem Halsband samt goldenem Ring.“

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Blau.

Dieses Wappen war das ehemalige Wappen der Maasbacher Grafen.[4]

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat insgesamt 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 5 MUT, 4 ÖVP, 2 SPÖ und 2 FPÖ.

Bürgermeister
  • seit 2009 Ingeborg Huber (BZÖ bis 2015, MUT seit 2015)[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 

Die Ursache für das Wachstum bis 1991 und vor allem das starke Wachstum von 1991 bis 2001 sind die positive Geburtenbilanz und die positive Wanderungsbilanz. Von 2001 bis 2011 wurde die Wanderungsbilanz negativ und konnte durch die positive Geburtenbilanz nicht ausgeglichen werden.[6]

WirtschaftBearbeiten

Antiesenhofen ist der ursprüngliche Standort des Wintersportausstatters Hagan, der hier bis 1995 auch eine große Skifabrik betrieb.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Nina Aigner (* 1980), Fußballspielerin
  • Hubert Gurtner (* 1962), Musikpädagoge, Musiker und Kulturmanager, Leiter der Landesmusikschule in Obernberg am Inn und Organisator des Brass Festivals Linz[7]
  • Michael Ranseder (* 1986), Motorradrennfahrer

WeblinksBearbeiten

  Commons: Antiesenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde Antiesenhofen. In: doris.ooe.gv.at
  2. Theodor Ebner: Die Antiesenmündung. (PDF; 2,2 MB) In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins (JbOÖMV), Linz 2003
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  4. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 9. April 2019.
  5. Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 9. April 2019.
  6. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Antiesenhofen, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 9. April 2019.
  7. Hubert Gurtner. In: Regiowiki.at