Hauptmenü öffnen
Marktgemeinde
Reichersberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Reichersberg
Reichersberg (Österreich)
Reichersberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 21,05 km²
Koordinaten: 48° 20′ N, 13° 22′ OKoordinaten: 48° 20′ 19″ N, 13° 21′ 41″ O
Höhe: 347 m ü. A.
Einwohner: 1.518 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 72 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4981
Vorwahl: 07758
Gemeindekennziffer: 4 12 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reichersberg 35
4981 Reichersberg
Website: www.reichersberg.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Öttl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
7
2
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Reichersberg im Bezirk Ried im Innkreis
AndrichsfurtAntiesenhofenAurolzmünsterEberschwangEitzingGeiersberg (Oberösterreich)GeinbergGurtenHohenzellKirchdorf am InnKirchheim im InnkreisLambrechtenLohnsburg am KobernaußerwaldMehrnbachMettmachMörschwangMühlheim am InnNeuhofen im InnkreisObernberg am InnOrt im InnkreisPattighamPeterskirchenPrametReichersbergRied im InnkreisSchildornSenftenbachSt. Georgen bei Obernberg am InnSt. Marienkirchen am HausruckSt. Martin im InnkreisTaiskirchen im InnkreisTumeltshamUtzenaichWaldzellWeilbachWippenhamOberösterreichLage der Gemeinde Reichersberg im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Stift Reichersberg
Stift Reichersberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Reichersberg ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1518 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis. Im Ortskern befindet sich das Augustiner-Chorherren-Stift Reichersberg.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Reichersberg liegt auf 347 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,5 km, von West nach Ost 6,5 km. Die Gesamtfläche beträgt 21 km². 11 % der Fläche sind bewaldet, 71,9 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Katastralgemeinden sind Hart und Traxlham.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Fraham (47)
  • Hart (240)
  • Hübing (95)
  • Kammer (68)
  • Linn (1)
  • Minaberg (45)
  • Münsteuer (165)
  • Pfaffing (29)
  • Reichersberg (737)
  • Sindhöring (10)
  • Traxlham (81)

WappenBearbeiten

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Zwischen silbernen Flanken mit blauen Drillingswellenleisten in Rot ein goldener Flügel. Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb.[2]

GeschichteBearbeiten

Das heute noch bestehende Stift Reichersberg wurde 1084 durch Wernher von Reichersberg gegründet. Ort und Kloster waren bis 1779 bayerisch und kamen nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayerisch, gehört Reichersberg seit 1816 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Augustiner-Chorherren-Stift Reichersberg: Dietburga und Wernher von Reichersberg ließen die Anlage errichten. Im 11. Jahrhundert, nach dem tödlichen Unfall des einzigen Sohnes, wandelte der Adelige Wernher von Reichersberg seinen Besitz in ein Kloster um. Seither befindet sich seine Stiftung im Besitz der Augustiner Chorherrn. Nach einem Großbrand im 17. Jahrhundert erhielten die Stiftsgebäude ihre heutige barocke Gestalt. Von 1940 bis 1945, in der NS-Zeit, wurde im Stift eine Fliegerschule eingerichtet, das Stift wurde aber nicht aufgelöst. Bei einem Endphaseverbrechen wurden am 2. Mai 1945 der Augustiner-Chorherr Rupert Haginger und die Stiftswirtschafterin Theresia Lauß von zwei Volkssturmmännern erschossen.[3]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Reichersberger Sommer: Seit 50 Jahren finden im Stift Konzerte verschiedener Art, Ausstellungen und Lesungen statt. Veranstaltungsorte sind die Stiftskirche, der Augustinisaal und seit 2004 auch das neue Veranstaltungszentrum.

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2009 Bernhard Öttl von der ÖVP.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.379 Einwohner, 2001 dann 1.399 Einwohner. Von 2001 bis 2011 gab es einen stärkeren Zuwachs, da neben der Geburtenbilanz auch die Wanderungsbilanz positiv wurde (+49).[5]

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Personen mit Bezug zu ReichersbergBearbeiten


WeblinksBearbeiten

  Commons: Reichersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 9. April 2019.
  3. Am 2. Mai 1945 erschossen zwei Volkssturmmänner in Reichersberg den Augustiner-Chorherren Rupert Haginger (* 1898) aus Mehrnbach und die Stiftswirtschafterin Theresia Lauß (* 1893) aus Vordernebelberg (siehe Gottfried Gansinger: Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis: Widerstand und Verfolgung 1938-1945, Innsbruck-Wien-Bozen (Studien Verlag) 2016). Am Haus der Schwestern Lauß (Reichersberg Nr. 100, unweit des Stiftes) wehte eine weiße Fahne. Die Volkssturmmänner beriefen sich bei der Tat auf die Devise von Gauleiter Eigruber: „Wer feige kapituliert, wird standrechtlich erschossen“ (siehe Ernst Gansinger: Orte der Erinnerung, in: Kirchenzeitung der Diözese Linz, Ausgabe: 2013/18; 30. April 2013, online).
  4. Gemeinde Reichersberg, Politik. Abgerufen am 9. April 2019.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Reichersberg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 9. April 2019.
  6. Ernst Gansinger: Orte der Erinnerung, in: Kirchenzeitung der Diözese Linz, Ausgabe: 2013/18; 30. April 2013, online.
  7. Anita Selinger, in: Webpräsenz von Regiowiki.at
  8. Andreas Sagmeister, in: Webpräsenz von Regiowiki.at