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Schachbundesliga 2009/10

Spielzeit der deutschen Schachbundesliga

Die Saison 2009/10 war die 30. Spielzeit der deutschen Schachbundesliga. Meister wurde Titelverteidiger OSG Baden-Baden. Neu aufgestiegen aus der 2. Bundesliga waren der SK König Tegel (Gruppe Nord), der Erfurter SK (Gruppe Ost) und der SK Heidelberg-Handschuhsheim (Gruppe Süd). Die SG Porz, Meister der Gruppe West, verzichtete auf den Aufstieg, ebenso der Zweitplatzierte, die SG Bochum 31. Alle drei Aufsteiger stiegen wieder ab, zudem belegte der FC Bayern München als Viertletzter einen Abstiegsplatz. Da allerdings die drei Ersten der 2. Bundesliga West auf den Aufstieg verzichteten, blieben die Münchener in der 1. Bundesliga. Höhepunkt der Saison war das Aufeinandertreffen von Baden-Baden (Elo-Schnitt 2717) und Bremen (Elo-Schnitt 2679), das mit einem 5:3 für Bremen endete. Da Bremen jedoch im Verlauf der Saison drei Unentschieden zuließ, unter anderem gegen den Tabellenvorletzten Erfurt, konnte Baden-Baden zum fünften Mal in Folge den Titel gewinnen. Zur besten Partie der Saison wurde der Sieg der Erfurterin Maria Schöne gegen Vlastimil Babula gewählt.[1]

Zu den gemeldeten Mannschaftskadern der teilnehmenden Vereine siehe Mannschaftskader der deutschen Schachbundesliga 2009/10.

OrganisationBearbeiten

TermineBearbeiten

Die Doppelrunden waren am 17./18. Oktober 2009, 14./15. November 2009, 12./13. Dezember 2009, 5.–7. Februar 2010, 27./28. Februar 2010, 20./21. März 2010 und 10./11. April 2010, wobei bis zum 5. Februar die Kämpfe der Reisepartner stattfanden. Eventuelle Stichkämpfe um den Titel hätten zwischen dem 23. und 25. April 2010 stattgefunden, dazu kam es jedoch nicht.

BedenkzeitBearbeiten

Jeder Spieler hat seit der Saison 2009/10 100 Minuten Bedenkzeit für die ersten 40 Züge, 50 Minuten für die nächsten 20 Züge und 15 Minuten bis Partieende. Ab dem ersten Zug erhält jeder Spieler eine Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug bis zum Ende der Partie. Remisangebote vor dem 20. Zug sind untersagt. Ausgenommen sind Remisen durch dreimalige Stellungswiederholung.[2]

TabelleBearbeiten

Verein Sp G U V Brett-P. MP
1. OSG Baden-Baden (M, P) 15 14 0 1 87,5:32,5 28:2
2. Werder Bremen 15 12 3 0 78,5:41,5 27:3
3. Schachgesellschaft Solingen 15 13 0 2 75,0:45,0 26:4
4. SV Mülheim-Nord 15 8 5 2 71,0:49,0 21:9
5. Hamburger SK 15 8 1 6 64,0:56,0 17:13
6. Schachclub Eppingen 15 7 2 6 64,5:55,5 16:14
7. SK Turm Emsdetten 15 8 0 7 63,0:57,0 16:14
8. SV Wattenscheid 15 7 2 6 61,0:59,0 16:14
9. SC Remagen 15 7 1 7 61,5:58,5 15:15
10. SG Trier 15 7 0 8 58,5:61,5 14:16
11. Sportfreunde Katernberg 15 6 1 8 50,5:69,5 13:17
12. Schachfreunde Berlin 15 2 5 8 54,5:65,5 9:21
13. FC Bayern München 15 2 4 9 49,5:70,5 8:22
14. SK Heidelberg-Handschuhsheim (N) 15 0 7 8 43,0:77,0 7:23
15. Erfurter SK (N) 15 0 4 11 38,0:82,0 4:26
16. SK König Tegel (N) 15 0 3 12 40,0:80,0 3:27

EntscheidungenBearbeiten

Deutscher Meister: OSG Baden-Baden
Teilnahme am Europapokal: OSG Baden-Baden, Werder Bremen, Schachgesellschaft Solingen
Abstieg in die 2. Bundesliga: SK Heidelberg-Handschuhsheim, Erfurter SK, SK König Tegel
(M) amtierender Deutscher Meister
(P) amtierender Deutscher Pokalsieger
(N) Neuaufsteiger der letzten Saison

KreuztabelleBearbeiten

Ergebnisse 01. 02. 03. 04. 05. 06. 07. 08. 09. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.
1. OSG Baden-Baden 3 5 5 6 7 8 6 8
2. Werder Bremen 5 4 4 5 5 4
3. Schachgesellschaft Solingen 5 5 5 6 5
4. SV Mülheim-Nord 4 4 4 6 5 5 5 4 4
5. Hamburger SK 4 6 3 3 6 5 5
6. Schachclub Eppingen 3 4 2 4 6 6
7. SK Turm Emsdetten 5 5 3 5 6
8. SV Wattenscheid 3 3 4 5 5 3 4
9. SC Remagen 3 2 3 3 4 6
10. SG Trier 2 3 3 3 5 5
11. Sportfreunde Katernberg 1 ½ 3 3 5 1 4 5 6
12. Schachfreunde Berlin 0 3 5 4 3 7 4 4 4 4
13. FC Bayern München 3 4 2 4 3 2 4 4
14. SK Heidelberg-Handschuhsheim 2 ½ 2 4 3 2 4 4 4 4 4 4
15. Erfurter SK 0 4 3 3 4 4 4
16. SK König Tegel 3 2 2 2 4 4 4

Die MeistermannschaftBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Partie der Saison 2009/10 (Memento vom 4. Dezember 2014 im Internet Archive), Schachbundesliga.de
  2. Regularien der Schachbundesliga auf schachbundesliga.de