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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petershausen
Petershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petershausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 25′ N, 11° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 32,79 km2
Einwohner: 6551 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85238
Vorwahl: 08137
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 136
Gemeindegliederung: 18 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bürgermeister-Rädler-Straße 3
85238 Petershausen
Website: www.petershausen.de
Bürgermeister: Marcel Fath (FW Petershausen)
Lage der Gemeinde Petershausen im Landkreis Dachau
Landkreis Aichach-FriedbergLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MünchenLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmMünchenAltomünsterBergkirchenDachauErdwegHaimhausenHebertshausenHilgertshausen-TandernKarlsfeldMarkt IndersdorfOdelzhausenPetershausenPfaffenhofen an der GlonnSchwabhausen (Oberbayern)SulzemoosVierkirchen (Oberbayern)WeichsKarte
Über dieses Bild

Petershausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau. Sie liegt am Fluss Glonn.

GeografieBearbeiten

 
Ehem. Gasthof Pertrichhof in Petershausen und Marktplatz
 
Petershausen von Südwesten
 
Asbach von Süden

Geografische LageBearbeiten

Petershausen liegt etwa 36 km nördlich von München im Glonntal mit ausgedehnten Flussauen, die von Wirtschafts- und Wanderwegen durchzogen sind. Die Glonn quer das Gemeindegebiet von West nach Ost. Der im Ortsteil Wendelstein gelegene Berg Wendelstein erhebt sich zwar nur auf etwas mehr als 460 Meter, dafür wählten ihn bereits um 1500 v. Chr. die Menschen als Grabhügel.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat 18 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde Petershausen liegt im äußersten Nordosten des Landkreises Dachau und grenzt im Norden an den Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und im Osten an den Landkreis Freising.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde Obermarbach eingemeindet.[3] Am 1. Mai 1978 folgten Kollbach und ein Teil der Gemeinde Asbach.[4]

Durch Eingliederung dieser beiden Gemeinden zählt Petershausen heute mehr als 6000 Einwohner und hat rund 40 Vereine. Viele Petershausener sind in München berufstätig, aber auch am Ort selbst haben sich viele Gewerbebetriebe angesiedelt.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat der Wahlperiode 2014–2020 besteht aus 20 Mitgliedern mit den Fraktionen Freie Wähler (7 Sitze), CSU (8 Sitze) und SPD (5 Sitze).

Die Gremien der Gemeinde sind der Gemeinderat, der Haupt- und Finanzausschuss, der Bau- und Umweltausschuss, der Sozialausschuss, der Rechnungsprüfungsausschuss und das Vergabegremium Bürgerstiftung.

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister des Ortes ist seit 1. Mai 2014 Marcel Fath von den Freien Wählern Petershausen, er wurde im März 2014 mit 54,0 % der Stimmen gewählt.[6]

GemeindefinanzenBearbeiten

Angaben für die Jahre 2005–2009 und 2017(in Tausend Euro)[7]

Merkmal 2005 2006 2007 2008 2009 2017
Bruttoausgaben 6.775 7.051 7.677 8.197 9.977 21.091
Gemeindesteuereinnahmen 3.598 4.169 4.937 5.171 4.552 7.917
Verschuldung je Einwohner 1,202 0,871 0,734 0,951 0,874 1,402

WappenBearbeiten

Schräglinks geteilt von Silber und Schwarz; oben ein schräglinks gestellter blauer Fisch, unten ein goldener Pflug. Im Wappen symbolisiert der Fisch die Fischerei, der Pflug die Landwirtschaft. Seit etwa 1950 ging deren Bedeutung aber stetig zurück, heute gibt es hier nur noch vier Vollbauern.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

  • Frankreich  Frankreich: Seit 1968 existiert eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Varennes-en-Argonne. Mit dieser findet jährlich ein Jugendaustausch statt, der von einer Gruppe jugendlicher Gemeindemitglieder organisiert wird.[8]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche St. Laurentius: Errichtet um 1315, Hochaltar 1680, Rokoko-Gestalt seit 1750.
  • Frauenkirche in Kollbach: Entstanden um 1288, zunächst gotisch-romanisch, um 1705 barockisiert.
  • Ulrichskirche in Mühldorf (zwischen Petershausen und Hohenkammer): Gotische Kirche, die um 1480 entstand. 1657 kam ein stattlicher Hochaltar des Münchner Bildhauers Konstantin Paderim hinzu.
  • Herz-Jesu-Kapelle: Um 1724 an der Glonnbrücke als Wallfahrtskapelle errichtet.
  • Notburga-Kapelle in Weißling: 1748 zunächst als Holzbau entstanden, Steinbau seit 1768. An den Wänden hängt noch ein Teil der hundert Votivbilder, die wegen Viehkrankheiten entstanden.
  • Tausendjährige Linde in Obermarbach: Nördlich der Kirche steht eine uralte Linde mit mittlerweile acht Meter Stamm-Umfang, die schon zahlreiche Blitzeinschläge überlebte.
  • Aussichtspunkt an der Straße zwischen Kollbach und Asbach: Durchseh-Löcher in der runden Steinsäule sind mit den von dort aus sichtbaren Orten beschriftet. Die Säule wurde der Gemeinde für deren Leistungen bei der ländlichen Entwicklung als Staatspreis 1993/1994 verliehen.
  • Pertrichhof, im Ortskern von Petershausen: Um 1500 entstand der Pertrichhof als Taverne. Um 1700 wurde der Gasthof zu einem ansehnlichen Barockbau mit seinen unverkennbaren geschweiften Giebeln umgebaut. Vor wenigen Jahren wurde er renoviert und ist der zentrale Blickfang am Pertrichplatz. Er beherbergt heute die Sparkasse und ist als Baudenkmal Nr. D-1-74-136-2 geschützt. Auf dem Vorplatz findet in der Sommersaison freitags ein Wochenmarkt statt.

VerkehrBearbeiten

Petershausen ist etwa zehn Kilometer von der Autobahnanschlussstelle Allershausen der A 9 und fünf Kilometer von der Bundesstraße 13 entfernt.

 
Bahnhof Petershausen

Datei:Petershausen - Bahnhofsplatz.jpg|mini|Bahnhofsgebäude mit Vorplatz 1866 hielt hier erstmals die Eisenbahn; heute ist Petershausen das nördliche Ende der S-Bahn-Linie 2, wird aber auch von Regionalzügen stündlich bis halbstündlich angefahren und liegt an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München. Mit der S2 besteht ein 20- oder 40-Minuten-Takt im MVV. Da der Bahnhof auf der Strecke München-Nürnberg liegt, halten zudem auch der München-Nürnberg-Express und der Regional-Express von und nach Ingolstadt. Die Fahrzeit zum Hauptbahnhof in München beträgt mit der S-Bahn 38 Minuten, mit der Regionalbahn je nach Verbindung zwischen 15 und 20 Minuten.

Durch Petershausen führt der Altbaierische Oxenweg und die Fahrradroute Nürnberg-München.

EhrenbürgerBearbeiten

  • Jan Simon Fach, Bad Salzschlirf
  • Johann Hammerl, Kollbach
  • Josef Hefele, Kollbach
  • Ferdinand Ostermair, Petershausen
  • Stefan Pfister, Petershausen
  • Ludwig Zins, Petershausen

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Petershausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 444.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571.
  5. Statistik Bayern – Kommunalwahlen 2014, abgerufen am 29. Juli 2019
  6. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  7. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09174136.pdf
  8. www.varennes-petershausen.de (Memento des Originals vom 12. März 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.varennes-petershausen.de