Erdweg

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Erdweg
Erdweg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Erdweg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 20′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 36,06 km2
Einwohner: 5991 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85253
Vorwahl: 08138
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 118
Gemeindegliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
85253 Erdweg
Website: www.erdweg.de
Bürgermeister: Christian Blatt (CSU)
Lage der Gemeinde Erdweg im Landkreis Dachau
Landkreis Aichach-FriedbergLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MünchenLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmMünchenAltomünsterBergkirchenDachauErdwegHaimhausenHebertshausenHilgertshausen-TandernKarlsfeldMarkt IndersdorfOdelzhausenPetershausenPfaffenhofen an der GlonnSchwabhausen (Oberbayern)SulzemoosVierkirchen (Oberbayern)WeichsKarte
Über dieses Bild

Erdweg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau. Sie liegt nordwestlich der Kreisstadt Dachau.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Erdweg liegt etwa zehn Kilometer nordwestlich von Dachau, etwa fünfzehn Kilometer südöstlich von Aichach und circa sechs Kilometer nördlich der Bundesautobahn 8 (Anschlussstellen Odelzhausen bzw. Sulzemoos). In Erdweg münden Steindlbach, Waldbach und Zeitlbach in den Fluss Glonn.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat 17 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 4.102 auf 5.991[3] um 1.889 Einwohner bzw. um 46,1 %.

PolitikBearbeiten

Neubildung der GemeindeBearbeiten

Die Gemeinde Erdweg wurde am 1. Juli 1972 aus den zum Landkreis Dachau gehörenden Gemeinden Eisenhofen, Großberghofen, Unterweikertshofen und Welshofen sowie der aus dem Landkreis Aichach stammenden Gemeinde Kleinberghofen neu gebildet.[4]

Der Name der neuen Gemeinde wurde übernommen vom Dorf Erdweg, das ursprünglich nur ein Weiler, zuletzt aber der zweitgrößte Gemeindeteil der bisherigen Gemeinde Großberghofen war.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 63,1 % zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 24,2 % 5
SPD 05,6 % 1
Überparteiliche Wählergemeinschaft Eisenhofen 12,9 % 3
Freie Wählergemeinschaft Kleinberghofen 9,9 % 2
Freie Wähler 21,3 % 4
Wählergemeinschaft Großberghofen 10,3 % 2
Wählergemeinschaft Unterweikertshofen 08,3 % 2
Freie Wählergruppe Welshofen 07,6 % 1
Gesamt 100 % 20

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2017 Christian Blatt (CSU), der sich mit 62,0 % der Stimmen gegen zwei Mitbewerber durchsetzte. Sein Vorgänger Georg Osterauer (Freie Wähler) war überraschend verstorben.

WappenBearbeiten

Die Gemeinde Erdweg übernahm 1972 das 1956 der Gemeinde Großberghofen verliehene Wappen: In Blau über einem goldenen Zickzackbalken die silberne romanische Basilika Petersberg in Choransicht.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Basilika St. Peter und Paul (Petersberg) (Ansicht von Südosten)
  • Hofmarktaverne: stattlicher Satteldachbau mit Schwalbenschwanzzinnen, 15./16. und 19. Jahrhundert;[7][8][9]
  • Huttermuseum Großberghofen[10]
  • Pfarrzentrum St. Paulus: Das Gemeindezentrum mit Gottesdienstraum wurde 1973 im Rahmen der Gründung des Pfarrverbandes Erdweg errichtet.[11]
  • Basilika Petersberg (Romanischer Sakralbau, ca. 1104). Auf dem Petersberg bei Erdweg steht sie als eine der ältesten Kirchen der Diözese München-Freising: Die Basilika St. Peter und Paul. Sie ist das einzige Bauwerk der Romanik, das zum größten Teil noch im Baustil dieser Epoche erhalten ist. Das Wort Basilika beschreibt den Bautyp: Eine Kirche mit überhöhtem Mittelschiff. Mit den klaren Proportionen und der schlichten Bauweise zählt sie zu den beeindruckendsten Schöpfungen der romanischen Baukunst. Für viele Gläubige aus dem Dachauer Landkreis gilt sie als spiritueller Mittelpunkt.[12]
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde neben der Kirche die Landvolkshochschule „der Petersberg“ errichtet. Diese ist für die gesamte Diözese München-Freising ein wichtiges geistliches Bildungszentrum geworden.

VerkehrBearbeiten

In Erdweg gibt es einen Bahnhof, dieser wird durch die Linie S2 der S-Bahn München mindestens im 60-Minuten-Takt bedient. Der nächste Autobahnanschluss befindet sich in Sulzemoos an der A 8.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Söhne und Töchter von ErdwegBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Erdweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Erdweg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. September 2019.
  3. https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/veroffentlichungen/statistische_berichte/a1210c_201800.pdf
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 443.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik
  6. a b c d e f Historisches@1@2Vorlage:Toter Link/www.erdweg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. . Website von Erdweg, abgerufen am 5. Juli 2013.
  7. Josef Bogner: Die Taferne, Mühle und Badersölde in Erdweg. In: Amperland, 7. Jg., 1971, S. 124–130.
  8. Wirtshaus am Erdweg vor der Renovierung (Bild auf Panoramio)
  9. Sanierung des Wirtshauses im Zeitplan. In: Dachauer Nachrichten, 27. November 2013.
  10. Website Huttermuseum Großberghofen
  11. Pfarrzentrum St. Paulus in Erdweg. Website von Hans Schertl.
  12. http://www.kirchenundkapellen.de/kirchenpz/petersberg.php
  13. Trauer um Gemeindevater Ludwig Ostermair
  14. Die Märtyrer von Tokwon, Bruder Josef (Benno) Grahamer (Memento des Originals vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.seligsprechung.ottilien.de – (Missionsbenediktiner)