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Oberhofen am Thunersee

Gemeinde in der Schweiz
Oberhofen am Thunersee
Wappen von Oberhofen am Thunersee
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Thunw
BFS-Nr.: 0934i1f3f4
Postleitzahl: 3653
Koordinaten: 617379 / 175670Koordinaten: 46° 43′ 55″ N, 7° 39′ 58″ O; CH1903: 617379 / 175670
Höhe: 585 m ü. M.
Fläche: 2,8 km²
Einwohner: 2415 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 863 Einw. pro km²
Website: www.oberhofen.ch
Schloss Oberhofen am Thunersee vom Wasser fotografiert

Schloss Oberhofen am Thunersee vom Wasser fotografiert

Karte
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Oberhofen am Thunersee ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Thun des Kantons Bern in der Schweiz.

Der Name Oberhofen besteht aus dem althochdeutschen Adjektiv ober und dem Gattungswort hof (Hof, Gehöft). Der Zusatz «am Thunersee» dient zur Unterscheidung von anderen Orten gleichen Namens. Eine erste Erwähnung findet sich in historischen Belegen von 1133, mit Seilgerus de Obrenhoven.

Das Wahrzeichen des Dorfes ist das Schloss Oberhofen. In Oberhofen befindet sich der Hauptsitz des internationalen Skiverbandes, der Fédération Internationale de Ski.

Inhaltsverzeichnis

PolitikBearbeiten

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 34,1 %, FDP 17,0 %, BDP 13,3 %, SP 13,0 %, glp 8,2 %, GPS 7,3 %, EVP 3,0 %, CVP 1,5 %, EDU 0,8 %.[2]

WirtschaftBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Oberhofen wird von den Autobuslinien 21 (Thun–Interlaken Ost), 22 (Hangbus Hünibach/Oberhofen), 24 (Oberhofen–Aeschlen–Schwanden–Sigriswil), 25 (Thun–Gunten–Sigriswil Eilkurs) der Verkehrsbetriebe STI bedient. Die Linie 21 ersetzte den zwischen 1952 und 1982 verkehrenden Trolleybus Thun–Beatenbucht. Von 1913 bis 1952 fuhr auf dem Abschnitt die Strassenbahn Steffisburg–Thun–Interlaken.

GeschichteBearbeiten

GrossbrandBearbeiten

Am 26. Juni 1864 wurde Oberhofen von einer Brandkatastrophe heimgesucht.[3] Diesem Brand fielen insgesamt 73 Gebäude, darunter 35 Wohnhäuser, zum Opfer. 105 Familien mit 414 Personen verloren ihr ganzes Hab und Gut und wurden obdachlos. Eine alte Frau starb in den Flammen. Die Brandursache konnte nie ermittelt werden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Niklaus von Scharnachthal (1419–1489), 1446 Grosser Rat von Bern, 1451 Kleiner Rat von Bern, 1458 Schultheiss von Thun, 1463 bis 1472 Schultheiss von Bern
  • Karl Schall (1859–1925), Mechaniker, Unternehmer in Deutschland und Großbritannien, hatte Altersruhesitz in Oberhofen
  • Fritz von Niederhäusern (1876–1955), Baumeister und Architekt, in Oberhofen geboren
  • Fritz Morgenthaler (1919–1984), Arzt, Psychoanalytiker und Autor
  • Adolf Stähli (1925–1999), Jodler, Dirigent, Komponist und Dichter
  • Polo Hofer (1945–2017), Mundartrocker, lebte in Oberhofen

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Resultate der Gemeinde Oberhofen. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 30. Oktober 2016.
  3. Oberhofen brannte noch einmal. In: Berner Zeitung, 28. Juni 2014.